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Meyer Burger Technology AG (MBTN)

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Medienmitteilung

Thun, 16. August 2017

 

Meyer Burger – Hohe Nachfrage und Kundenaufträge im ersten Halbjahr 2017

 

  • Auftragseingang steigt um 15% auf CHF 308.5 Mio.
  • Höchstes Auftragseingangsvolumen, das seit 2011 in einer Halbjahresperiode erzielt wurde
  • Nettoumsatz erreicht CHF 212.3 Mio.
  • EBITDA von CHF 6.9 Mio.
  • Rückzahlung der CHF 130 Mio. 5% Obligationenanleihe führt zur Verkürzung der Bilanz; positiver Einfluss auf Eigenkapitalquote, die sich auf 43.4% beläuft
  • Organisatorische Anpassungen innerhalb der Geschäftsleitung für CTO und COO Funktionen
  • Ausblick 2017 bestätigt mit Nettoumsatz in der Grössenordnung von CHF 440-460 Mio. und EBITDA von rund CHF 30-45 Mio. für das Gesamtjahr 2017

 

Meyer Burger Technology AG (SIX Swiss Exchange: MBTN) erzielte im ersten Halbjahr 2017 einen Auftragseingang von CHF 308.5 Mio., was gegenüber der Vorjahresperiode einem Anstieg von 15% entspricht (H1 2016 CHF 267.8 Mio.). Dies ist bei Weitem das höchste Auftragseingangsvolumen, das seit 2011 in einer Halbjahresperiode erzielt wurde. Der Trend, dass Wafer-, Zellen- und Modulhersteller neue Investitionen in Upgrades ihrer bestehenden Produktionslinien tätigen und zusätzliche Produktionskapazitäten aufbauen, hat sich somit bestätigt. Gleichzeitig unterstreicht der hohe Auftragseingang die starke Markt- und Technologie-Position von Meyer Burger in der PV-Industrie.

 

Verschiedene Technologie Trends, wie beispielsweise die Verlagerung von Slurry basiertem zu Diamantdraht basiertem Sägen, die Upgrades in der Zell-Produktion durch PERC Anwendungen zur Erhöhung der Zelleffizienz, Bifazialität von Zellen und Modulen und weitere Verbesserungen der Solarmoduleffizienz zeigen, dass sich die PV-Industrie in einem Technology-Buy-Cycle befindet, was aus Sicht von Meyer Burger einstweilen anhalten wird.

 

Der Auftragsbestand belief sich per 30. Juni 2017 auf CHF 339.1 Mio. (31.12.2016 CHF 244.5 Mio.). Damit verfügt Meyer Burger über einen hohen Auftragsbestand für die zweite Jahreshälfte 2017 und ins neue Jahr 2018. Die Book-to-Bill Ratio lag im ersten Halbjahr 2017 bei 1.45 (H1 2016 Verhältnis von 1.23).

 

Der Nettoumsatz lag mit CHF 212.3 Mio. rund 2.5% tiefer als in der Vorjahresperiode (H1 2016 CHF 217.8 Mio.). Negative Währungseinflüsse beeinträchtigten den Nettoumsatz im ersten Halbjahr 2017 mit rund CHF 2.6 Mio. bzw. -1.2%. Aufgrund des hohen Auftragsbestands und wesentlichen Auslieferungen / Kundenabnahmen die gegen Jahresende 2017 vorgesehen sind, erwartet Meyer Burger einen höheren Nettoumsatz im zweiten Halbjahr.

 

Die Betriebsleistung nach Materialaufwand und Vorleistungen belief sich auf CHF 98.2 Mio. (H1 2016 CHF 107.2 Mio.), was einer Marge von 46.3% für das erste Halbjahr 2017 (H1 2016 49.2%) entspricht. Das Betriebsleistungsergebnis ist durch diverse Effekte beeinträchtigt, wie ausserordentliche Rückstellungen für Garantieleistungen im Zusammenhang mit einem Update / Ersatz von Solarmodulen die in den Jahren 2008-2009 produziert wurden, Wertberichtigungen für Warenvorräte im Zusammenhang mit der Optimierung des Produkteportfolios sowie negative Währungseffekte auf Debitoren und Kundenanzahlungen, im Umfang von insgesamt CHF -11.4 Mio. Ohne diese Sondereffekte beliefe sich die Marge auf 51.2%, währenddem die normalisierte Marge im ersten Halbjahr 2016 bei 48.3% lag.

 

Betriebskosten: Meyer Burger hat die Kostenreduktionsmassnahmen des Strukturprogramms per Ende Juni 2017 abgeschlossen. Das Unternehmen arbeitet kontinuierlich daran, seine Kostenstrukturen durch geeignete Massnahmen weiter zu optimieren. Insgesamt wurden im Zusammenhang mit dem Strukturprogramm und weiteren Massnahmen, die im ersten Halbjahr 2017 getätigt wurden (z.B. Einstellung Drahtproduktion bei DMT, Schliessung Minhang Produktionsstätte) über 260 Arbeitsverträge gekündigt, was zu einer Reduktion von 243 Mitarbeitenden (FTE) per  30. Juni 2017 und total 261 FTE per 30. September 2017 führt.

 

Mit dem starken Auftragseingang und hohen Auftragsbestand musste die Anzahl der temporären Mitarbeitenden im ersten Halbjahr 2017 von 80 per Jahresende 2016 auf 213 per Ende Juni 2017 erhöht werden, um die Bewältigung der höheren Produktionsvolumen sicherzustellen. Per 30. Juni 2017 beschäftigte Meyer Burger 1‘303 FTE und 213 Temporärmitarbeitende, verglichen mit 1‘547 FTE und 189 Temporärangestellten per 30. Juni 2016.

 

Die Personalkosten reduzierten sich um CHF 5.5 Mio. bzw. 7% gegenüber der Vorjahresperiode und lagen bei CHF 69.4 Mio. (H1 2016 CHF 74.9 Mio.). Damit beweist Meyer Burger, dass die Organisation flexibler und die Fixkostenbasis deutlich reduziert wurden. Die finanziellen Effekte aller bis dato initiierten und umgesetzten Kostensenkungsmassnahmen werden auch die zweite Jahreshälfte 2017 positiv beeinflussen. Beim sonstigen Betriebsaufwand reduzierten sich die Aufwendungen um 16% auf CHF 21.9 Mio. (H1 2016 CHF 26.1 Mio.).

 

Das Betriebsergebnis EBITDA stieg im ersten Halbjahr 2017 auf CHF 6.9 Mio. (H1 2016 CHF 6.2 Mio.). Exklusive der obenerwähnten Sondereffekte liegt das EBITDA auf einer bereinigten Basis bei CHF 18.4 Mio. (EBITDA Marge 8.6%). Mit dem höheren Nettoumsatz und einer Reihe von Kostenreduktionsmassnahmen, die in der zweiten Jahreshälfte ihre volle Wirksamkeit entfalten, erwartet Meyer Burger einen deutlich höheren EBITDA-Beitrag mit einer voraussichtlichen EBITDA Marge von >11% im zweiten Halbjahr 2017.

 

Das Ergebnis auf Stufe EBIT lag bei CHF -8.8 Mio. (H1 2016 CHF -20.8 Mio.). Die planmässigen Abschreibungen und Amortisationen beliefen sich auf total CHF 15.8 Mio. (H1 2016 CHF 27.0 Mio.).

 

Das Finanzergebnis netto betrug CHF -7.4 Mio. (H1 2016 CHF -7.9 Mio.). Das ausserordentliche Ergebnis belief sich auf CHF -0.6 Mio. und reflektiert die Kosten im Zusammenhang mit der Einstellung der Diamantdrahtproduktion bei Diamond Materials Tech (DMT). Der Steueraufwand für das erste Halbjahr 2017 lag bei CHF 0.2 Mio. (H1 2016 Steuerertrag von CHF 3.2 Mio.). Der Steueraufwand im ersten Halbjahr 2017 ist auf die laufenden Ertragssteuern und auf Veränderungen bei den latenten Ertragssteuerguthaben und latenten Ertragssteuerverbindlichkeiten zurückzuführen.

 

Das Konzernergebnis lag bei CHF -17.0 Mio. (H1 2016 CHF -25.6 Mio.). Das Ergebnis pro Aktie lag bei CHF -0.03 (H1 2016 CHF -0.08). Auf bereinigter Basis, ohne die erwähnten Sondereffekte, läge das Konzernergebnis für das erste Halbjahr 2017 bei CHF -5.6 Mio.

 

5% Obligationenanleihe vollumfänglich zurückbezahlt: Meyer Burger hat die CHF 130 Mio. 5% Obligationenanleihe per Verfalldatum 24. Mai 2017 zu pari zurückbezahlt. Durch die Rückzahlung verringert sich zukünftig der jährliche Zinsaufwand um CHF 6.5 Mio.

 

Bilanz: Die Rückzahlung der Obligationenanleihe hat zu einer Verkürzung der Bilanzsumme geführt, was sich auf die Eigenkapitalquote positiv auswirkt. Die Bilanzsumme lag per 30. Juni 2017 bei CHF 493.9 Mio. (31.12.2016 CHF 629.9 Mio.). Die flüssigen Mittel reduzierten sich aufgrund der Rückzahlung der Obligationenanleihe auf CHF 117.2 Mio. Die Warenvorräte beliefen sich auf CHF 103.4 Mio., Sachanlagen auf CHF 97.4 Mio., immaterielle Anlagen auf CHF 34.5 Mio. und latente Ertragssteuerguthaben auf CHF 73.0 Mio.

 

Das Fremdkapital von insgesamt CHF 279.5 Mio. umfasst insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von CHF 32.0 Mio., Kundenanzahlungen CHF 70.4 Mio., Rückstellungen CHF 13.4 Mio. und Finanzverbindlichkeiten CHF 121.8 Mio. Das Eigenkapital betrug CHF 214.4 Mio. (31.12.2016 CHF 234.4 Mio.). Die Eigenkapitalquote per 30. Juni 2017 lag bei 43.4% (31.12.2016 37.2%). 

 

Der operative Cashflow war mit CHF +3.5 Mio. weiterhin positiv (H1 2016 CHF +15.4 Mio.). Der Unterschied im Vergleich zur Vorjahresperiode ist mehrheitlich auf Veränderungen des Nettoumlaufvermögens zurückzuführen.

 

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf CHF +1.4 Mio. (H1 2016 CHF -2.9 Mio.) und beinhaltet den Verkauf von Wertschriften (Meyer Burger hielt CHF 3 Mio. der eigenen Obligationenanleihe per Jahresende 2016) sowie übliche zurückhaltende Investitionen ins Anlagevermögen.

 

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag bei CHF -134.2 Mio. (H1 2016 CHF -0.5 Mio.), insbesondere aufgrund der Rückzahlung der 5% Obligationenanleihe im Mai 2017.

 

Organisatorische Anpassungen innerhalb der Geschäftsleitung

Dr. Gunter Erfurt, Chief Operating Officer (COO) wird zum neuen Chief Technology Officer (CTO) ernannt. Dr. Dirk Habermann, Chief Innovation Officer tritt aus der Geschäftsleitung aus und übernimmt die Position als General Manager der holländischen Niederlassung im Bereich Specialised Technologies sowie Leiter Spezialprojekte für neue Technologien innerhalb der Gruppe. Daniel Lippuner (48), Schweizer Staatsbürger und ehemals Group Chief Executive Officer von Saurer Group in Shanghai, China und Wattwil, Schweiz, übernimmt die Geschäftsleitungsposition als Chief Operating Officer. Die neue Organisation tritt per 1. September 2017 in Kraft. Ab diesem Datum besteht die Geschäftsleitung der Meyer Burger Technology AG aus Dr. Hans Brändle (CEO), Michel Hirschi (CFO), Michael Escher (CCO), Dr. Gunter Erfurt (CTO) und Daniel Lippuner (COO). 

 

Ausblick 2017

Aufgrund des starken Auftragseingangs, des hohen Auftragsbestands und wesentlicher Auslieferungen / Kundenabnahmen, die für November und Dezember 2017 vorgesehen sind, bestätigt Meyer Burger den Ausblick für das Geschäftsjahr 2017 mit erwartetem Nettoumsatz auf Vorjahresniveau. Basierend auf den geplanten Kundenabnahmen erwartet Meyer Burger einen Nettoumsatz in der Grössenordnung von CHF 440-460 Mio. und ein EBITDA von rund CHF 30-45 Mio. für das Gesamtjahr 2017.    

 

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Meyer Burger dämmt Verlust im ersten Semester ein - Ausblick präzisiert

(Mit weiteren Angaben ergänzt)

 

Thun (awp) - Der Solarzulieferer Meyer Burger hat in der ersten Jahreshälfte deutlich mehr Aufträge erhalten, jedoch etwas weniger Umsatz erzielt. Gleichwohl wurde der Reinverlust deutlich eingedämmt. Die Ziele für das Gesamtjahr werden präzisiert, wobei für das zweite Semester eine deutliche Profitabilitätssteigerung in Aussicht gestellt wird.

 

Die Fotovoltaik-Branche befinde sich in einem "Technology-Buy-Cycle", schreibt Meyer Burger im Halbjahresabschluss. Es werde in Upgrades bestehender Produktionslinien investiert, und es würden zusätzliche Kapazitäten ausgebaut.

 

Dies zeigt sich im Auftragseingang des Berner Oberländer Unternehmens. Dieser stieg im ersten Halbjahr um 15% auf 308,5 Mio CHF. Dies sei bei weitem das höchste Bestellungsvolumen, das seit 2011 in einer Halbjahresperiode erzielt wurde, heisst es dazu. Der Auftragsbestand nahm in der Folge markant zu auf 339,1 Mio nach 244,5 Mio CHF Ende 2016.

 

In Umsatz wurde das höhere Auftragsvolumen aber noch nicht umgemünzt. Diese Kennzahl verringerte sich um 2,5% auf 212,3 Mio CHF.

 

BEREINIGTE EBITDA-MARGE VO 8,6%

 

Der operative Gewinn (EBITDA) kam derweil bei 6,9 Mio CHF zu liegen (VJ 6,2 Mio). Exklusive Sondereffekte (u.a. Rückstellungen für Garantieleistungen, Wertberichtigungen) hätte ein Wert von 18,4 Mio CHF und eine Marge von 8,6% resultiert, hält die Gesellschaft fest.

 

Sie verweist insbesondere auf das Sparprogramm, das unter anderem zu 260 Kündigungen und einem Abbau von 243 Vollzeitstellen führte. Die Sparmassnahmen seien per Ende Juni 2017 abgeschlossen worden, heisst es weiter. Es werde jedoch weiter kontinuierlich daran gearbeitet, die Kostenstruktur zu optimieren. Wegen des hohen Auftragseingang sei die Gesellschaft nun aber auch wieder auf zusätzliches Personal angewiesen. Die Zahl der temporären Mitarbeiter wurde daher seit Jahresende 2016 von 80 auf 213 angehoben.

 

Unter dem Strich blieb das Reinergebnis mit -17,0 Mio CHF negativ, dies nach einem Verlust von 25,6 Mio im Vorjahr. Selbst ohne Sondereffekte hätte ein Verlust (-5,6 Mio) resultiert, räumt das Management ein.

 

Der operative Cashflow war mit +3,5 Mio CHF weiterhin positiv, wird betont. Dass der Vorjahreswert von +15,4 Mio nicht mehr erreicht wurde, sei primär auf Veränderungen des Nettoumlaufvermögens zurückzuführen.

 

Der Halbjahresabschluss von Meyer Burger war mit einigen Unsicherheiten behaftet, entsprechend weit gingen die Prognosen der Analysten auseinander. Die ausgewiesen Zahlen liegen nun allesamt unter den Erwartungen.

 

EBITDA-MARGE VON >11% IM ZWEITEN HALBJAHR

 

Für das Gesamtjahr bestätigt das Management grundsätzlich die Ziele, einen Umsatz auf Vorjahresniveau sowie eine deutlich verbesserte Profitabilität zu erreichen. Begründet wird dies mit dem starken Auftragseingang und wesentlichen Auslieferungen, die für November und Dezember vorgesehen seien. Konkret wird nun ein Umsatz in der Grössenordnung von 440 bis 460 Mio CHF und ein EBITDA von rund 30 bis 45 Mio CHF erwartet. Dabei solle die EBITDA-Marge im zweiten Halbjahr auf über 11% steigen, wird prognostiziert.

 

Beim Reinergebnis werde sich in Zukunft zudem positiv auswirken, dass eine 5%-Obligationenanleihe zurückbezahlt worden sei. Der jährliche Zinsaufwand reduziere sich dadurch um 6,5 Mio CHF, heisst es dazu.

 

NEUER COO

 

Ausserdem gibt das Unternehmen einen Wechsel im Management bekannt. Der bisherige Chief Operating Officer (COO) Gunter Erfurt übernimmt die Aufgabe des Chief Technology Officer (CTO). Neuer COO wird per 1. September Daniel Lippuner, der einstige CEO der Saurer Group. Die Funktion des Chief Innovation Officer auf Stufe Geschäftsleitung wird aufgehoben; Dirk Habermann, der diese Aufgabe ausübte, übernimmt nun eine andere Stelle in der Gesellschaft.

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Markt: Meyer Burger-Aktien geben nach Halbjahreszahlen unter Erwartungen nach

Zürich (awp) - Die Meyer Burger-Aktien geben am Donnerstag im frühen Handel deutlich nach. Der Solarzulieferer hat am Morgen seine Ergebnisse für das erste Halbjahr vorgelegt und dabei tiefere Umsätze, aber auch gestiegene Bestellungen und einen eingedämmten Reinverlust vermeldet. Mit den ausgewiesenen Zahlen hat Meyer Burger allerdings die Erwartungen am Markt durchgehend verfehlt.

 

Gegen 9.30 Uhr notieren die Meyer Burger-Titel 2,8% im Minus auf 1,39 CHF, nachdem sie kurz nach Eröffnung bis auf ein Tagestief von 1,27 CHF gesunken waren. Umgesetzt worden sind in der ersten halben Stunde bereits rund 6,8 Mio Aktien und damit fast ein durchschnittliches Tagesvolumen der letzten Monate. Der Gesamtmarkt (SPI) notiert gleichzeitig um rund 0,5% im Plus.

 

Umsatz wie auch Betriebsgewinn seien unter den Erwartungen ausgefallen, da viele Aufträge erst im zweiten Halbjahr 2017 abgeschlossen und abgenommen würden, kommentiert Analyst Richard Frei von der ZKB. Allerdings erachtet der Experte den Auftragseingang im 1. Halbjahr "wie erwartet" als erfreulich. Basierend auf der neuen Guidance des Managements für den EBITDA werde er seine Schätzungen etwas senken. Meyer Burger sei klar auf dem Erholungspfad - der Aktienkurs nehme dabei allerdings schon viel vorweg, so der ZKB-Analyst, der für die Titel bei seiner Einstufung "Marktgewichten" bleibt.

 

Positiver wird das Ergebnis von der Bank Vontobel aufgenommen: Meyer Burger habe mit seiner finanziellen Entwicklung weitere Fortschritte erzielt und bleibe in einer starken Marktposition, so Analyst Michael Foeth. "Sehr ermutigend" seien auch die Auftragstrends, allerdings blieben die Marktaussichten unsicher. So betrage das Wachstum der globalen PV-Installationen nur 5-10% und auch die Pläne der Kunden für eine Kapazitätserweiterung zeigten nur ein geringes Aufwärtspotenzial. Auch er bleibt bei seinem "Hold"-Rating.

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Medienmitteilung

Thun, 23. Oktober 2017

 

Meyer Burger hat von einem italienischen Photovoltaikhersteller einen strategischen Grossauftrag im Wert von rund CHF 45 Millionen für Produktionslinien zur Herstellung von bifazialen Heterojunction-Solarzellen erhalten. Die Linien ermöglichen eine Produktionskapazität von bis zu 200 MW.

 

Meyer Burger’s Hochleistungs-Heterojunction (HJT) Solarzelltechnologie wurde ausgewählt für die Herstellung von bifazialen Heterojunction-Solarzellen in Catania, Italien. Das Vertragsvolumen beträgt rund CHF 45 Millionen.

 

Meyer Burger Technology AG (SIX Swiss Exchange: MBTN) hat heute den erfolgreichen Abschluss eines strategisch bedeutenden Vertrages mit einem italienischen Solarmodulhersteller über zwei Produktionslinien für Heterojunction-Solarzellen bekannt gegeben, die eine Gesamtproduktionskapazität von bis zu 200 MW ermöglichen. Der Auftrag umfasst die Montage, Vorortschulung und Wartung der branchenführenden HELiA-Plattform zur Herstellung hocheffizienter Heterojunction-Solarzellen (HJT) sowie die vollständig verkettete Automatisierung der Produktionsanlage. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund CHF 45 Millionen. Die Auslieferung beginnt Mitte 2018, die Aufnahme des vollen Produktionsbetriebs wird für 2019 erwartet.

 

Erhöhung der Produktionskapazität für bifaziale HJT-Solarmodule

Zurzeit stellt der Kunde Dünnschichtmodule her und hat bereits über 500 MW an installierter Photovoltaikkapazität ausgeliefert. Die industrialisierte HELiA-Plattform von Meyer Burger für die Herstellung bifazialer HJT-Solarzellen wurde als Technology-of-Choice ausgewählt, um das Werk auf die Herstellung bifazialer HJT-Solarzellen umzustellen. Meyer Burger geht ausserdem eine Entwicklungspartnerschaft mit dem PV-Hersteller ein, um den durchschnittlichen Wirkungsgrad von HJT-Zellen auf über 23% zu steigern. Die Produktion beginnt vorerst mit konventioneller Busbar-Zellverbindungstechnik. Später ist eine Umstellung auf die SWCT-Modultechnologie von Meyer Burger geplant.

 

Der italienische Photovoltaikhersteller ist eine Tochtergesellschaft eines multinationalen Energieunternehmens und führenden integrierten Akteurs auf den weltweiten Märkten für Strom, Gas und erneuerbare Energien. Die Energiegruppe ist in über 30 Ländern in aller Welt vertreten, erzeugt über 85 GW an Energiekapazität und gehört zu den führenden Energieunternehmen Europas. Sie managt bereits rund 39 GW an Solar-, Windkraft-, Geothermie-, Biomasse- und Wasserkraftanlagen in Europa, Amerika, Afrika, Asien und Australien.

 

Hans Brändle, CEO von Meyer Burger, sagt: „Wir freuen uns sehr, diese wichtige strategische Partnerschaft mit einem starken, etablierten Marktführer im Bereich erneuerbarer Energien einzugehen. Dies stellt für Meyer Burgers industrialisierte HJT-Technik auf dem Weg, die nächste hocheffiziente Zelltechnik für bifazielle Solarmodule zu werden, einen wichtigen Meilenstein dar.“

 

 

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Meyer Burger optimiert Produktionsstätten und Produktportfolio  

 

 

 

Meyer Burger Technology AG (SIX Swiss Exchange: MBTN) gab heute bekannt, dass das Unternehmen ein Kosteneffizienzprogramm eingeleitet hat, um seine Produktionskosten zu optimieren und das Produktportfolio zu straffen. Der Produktionsstandort Thun, an dem derzeit Anlagen für die Wafer- und Modul-Prozesse sowie Applikationen für gebäudeintegrierte Photovoltaik hergestellt werden, wird reorganisiert. Sämtliche Produktionsaktivitäten in Thun werden voraussichtlich bis Ende 2018 eingestellt.

 

Hans Brändle, CEO von Meyer Burger: „Die Entscheidung unsere Produktion in Thun im Verlauf von 2018 zu schliessen und Teile unseres Produktportfolios zu reorganisieren, ist uns nicht leicht gefallen. Insbesondere weil es auch viele langjährige Mitarbeitende von Meyer Burger trifft. Diese Transformation und Reorganisation ist jedoch unvermeidbar und notwendig, um die operative Effizienz der Gruppe und die Zukunft von Meyer Burger zu sichern. Wir werden die Personalmassnahmen fair und möglichst sozialverträglich umsetzen.“

 

Herstellung von Diamantdrahtsägen rückt näher zum Kunden

Im Bereich Wafering, in dem 85% der PV Wafer in Asien (hauptsächlich in China) hergestellt werden, wird Meyer Burger die Produktion von Diamantdrahtsägen im Verlauf des Jahres 2018 von Thun nach China verlagern. Dadurch können flexiblere Kostenstrukturen, eine Reduktion der Lieferzeiten und -kosten und eine noch stärkere Kundennähe erreicht werden. Im Bereich Module wird das Unternehmen die verfügbaren Ressourcen auf die Weiterentwicklung der SmartWire Connection Technologie (SWCT) zu einem Industriestandard konzentrieren. Busbar Technologie wie auch JT Laminator Technologie werden eingestellt. Im Bereich Solarsysteme, welche mit ihren MegaSlate® Produkten speziell den Schweizer Markt mit gebäudeintegrierten PV Applikationen abdeckt, werden strategische Alternativen geprüft. Die Panel Produktion in Thun wird während 2018 ebenfalls eingestellt.

 

Standort Thun in Zukunft vor allem auf Global Sales und Marketing, Services, Forschung und Entwicklung sowie Headquarter Funktionen fokussiert

Die bestehenden Produktionskapazitäten in Thun weisen eine signifikante Unterauslastung auf. Die Transformation des Standorts ist daher unvermeidbar, um überzählige Kapazitäten und Kosten zu reduzieren. Von den geplanten Massnahmen sind bis zu 180 Stellen hauptsächlich in Produktion, Logistik, Einkauf und Produktionsplanung in Thun über die nächsten 15 Monate betroffen. Ein erstes Gespräch mit den Arbeitnehmervertretern betreffend dem relevanten Konsultationsverfahren hat stattgefunden. Meyer Burger geht davon aus, dass der Transformationsprozess bis Ende 2018 grösstenteils abgeschlossen sein wird. Als Teil der Gesamtmassnahmen wird die Gesellschaft auch Lösungen für Produktions- und Logistikflächen erarbeiten, die von Meyer Burger operativ nicht mehr benötigt werden. In Zukunft fokussiert Meyer Burger die Aktivitäten in Thun auf Global Sales und Marketing, Services, Forschung und Entwicklung sowie Headquarter Funktionen.

 

Positiver Einfluss auf EBITDA von rund CHF 10 Mio. ab dem Geschäftsjahr 2019

Nach Umsetzung des Transformationsprogramms erwartet die Gesellschaft einen positiven Einfluss auf Stufe EBITDA von rund CHF 10 Mio. im Jahr (ab dem Geschäftsjahr 2019).

 

Das Programm führt zu einmaligen liquiditätswirksamen ausserordentlichen Aufwendungen von rund CHF 10 Mio. für Produktetransfers und Personalkosten. Rund die Hälfte davon wird der Jahresrechnung 2017, die andere Hälfte der Jahresrechnung 2018 belastet. Zudem fallen einmalige, jedoch nicht liquiditätswirksame ausserordentliche Aufwendungen von rund CHF 40 Mio. an, insbesondere für Wertberichtigungen von Warenvorräten weltweit, eine Wertberichtigung auf dem Gebäude in Thun sowie Abschreibungen von immateriellen Anlagen, welche der Jahresrechnung 2017 belastet werden.

 

Ausblick 2017

Meyer Burger bestätigt die Guidance für den Nettoumsatz 2017: Basierend auf den geplanten Kundenabnahmen erwartet die Gesellschaft einen Nettoumsatz von CHF 440-460 Mio. Da einige der ausserordentlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Transformationsprogramm in der Jahresrechnung 2017 oberhalb der Gewinnstufe EBITDA anfallen, muss Meyer Burger die bisherige EBITDA Guidance für das Gesamtjahr 2017 auf ein Niveau von CHF 5-15 Mio. anpassen. Die Gesellschaft plant ebenfalls in 2018 eine Reorganisation der Holländischen Niederlassung in Eindhoven/Niederlande, mit Geschäftsaktivitäten in den Bereichen Inkjet Printing und Thin-film Encapsulation, und aktuell rund 75 Mitarbeitenden (FTE) durchzuführen.

 

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Meyer Burger schliesst Produktion in Thun - Risiko schlechter Auslastung sinkt

(Zusammenfassung)

 

Thun (awp) - Mit einem neuen Kosteneffizienzprogramm senkt der Solarindustriezulieferer Meyer Burger sein Risiko, bei schlechter Auslastung die hohen Fixkosten von Fabriken tragen zu müssen. Hauptbestandteil des Sparprogramms ist die Auslagerung der Drahtsägenproduktion nach China. Die Produktionsaktivitäten in Thun werden vollumfänglich eingestellt.

 

Mit der Verlagerung der Produktion folgt Meyer Burger dem Markt: So werden gemäss Meyer Burger 85% der Photovoltaik-Wafer in Asien hergestellt, hauptsächlich in China. Meyer Burger schliesst daher die keineswegs ausgelastete Produktionskapazitäten für Diamantdrahtsägen in Thun und siedelt diese nach China über. Angedacht sei derzeit ein Outsourcing der Produktion an einen Partner, hiess es bei Meyer Burger auf Anfrage. Dadurch könnten flexiblere Kostenstrukturen sowie eine Reduktion der Lieferzeiten und -kosten erreicht werden.

 

Zu Veränderungen kommt es mit dem jüngsten Kosteneffizienzprogramm aber nicht nur im Geschäftsbereich Wafering: Im Bereich Module wird das Unternehmen alle Ressourcen auf die Weiterentwicklung der SmartWire Connection Technologie (SWCT) zu einem Industriestandard konzentrieren. Produkte mit schlechten Margen werden im Gegenzug aus dem Portfolio gestrichen, wie es bei Meyer Burger auf Anfrage hiess.

 

Im Bereich Solarsysteme schliesslich, der ausschliesslich auf den Schweizer Markt ausgerichtet ist und gebäudeintegrierte Photovoltaik-Applikationen anbietet, wird die Produktion von Solarpanels in Thun eingestellt. Zudem werden strategische Alternativen für den umsatzmässig kleinen Geschäftsbereich geprüft.

 

GEWERKSCHAFTEN FORDERN ERHALT DER STELLEN IN THUN

 

Die Produktionsschliessung in Thun soll voraussichtlich bis Ende 2018 erfolgen. Vom geplanten Abbau sind gemäss Meyer Burger maximal 180 Stellen betroffen - hauptsächlich solche in der Produktion, der Logistik, im Einkauf und in der Produktionsplanung.

 

Im Communiqué schreibt das Unternehmen, erste Gespräche mit Arbeitnehmervertretern hätten bereits stattgefunden hätten und man sei darum bemüht, die Personalmassnahmen möglichst sozialverträglich umzusetzen. In Thun fokussiert Meyer Burger fortan auf den globalen Verkauf, auf die Forschung und Entwicklung sowie Headquarter-Funktionen.

 

Die Gewerkschaft Unia forderte am Donnerstag die sofortige Bildung einer Task Force sowie die Verlängerung der Konsultationsfrist. Dies mit dem Ziel, möglichst viele Stellen in Thun erhalten zu können.

 

FLEXIBILISIERUNG DER KOSTEN

 

Bei Meyer Burger verursacht das Kosteneffizienzprogramm einmalige Kosten von insgesamt zirka 50 Mio CHF. Der Grossteil davon besteht aus Wertberichtigungen von Warenvorräten, Immobilien sowie immateriellen Anlagen und wird im laufenden Geschäftsjahr verbucht. Die bisherige Guidance für den Umsatz 2017 bestätigt Meyer Burger, das heisst es wird weiter mit Verkäufen im Umfang von 440 bis 460 Mio CHF gerechnet. Wegen der Sonderkosten rechnet Meyer Burger nun aber mit einem EBITDA von 5 bis 15 Mio CHF (bisher 30 bis 45 Mio CHF).

 

Die Umsetzung des Kosteneffizienzprogramms soll auf Stufe EBITDA pro Jahr einen positiven Einfluss von rund 10 Mio CHF erzeugen. Meyer-Burger-CEO Hans Brändle strich dabei aber hervor, dass es bei der Produktionsauslagerung weniger um diesen Betrag, als um eine "deutliche Flexibilisierung der Kosten" ginge. "Wir senken dabei insbesondere das Risiko, dem wir bei einer Unterlastung ausgesetzt sind."

 

UNEINHEITLICHE KURSENWTICKLUNG

 

Die Reaktion der Börse auf das Kosteneffizienzprogramms fällt nicht eindeutig aus. Nach Handelsbeginn fielen die Aktien von Meyer Burger um über 9%. Die Verluste wurden danach aber wieder wettgemacht: Um 10.40 Uhr notieren sie mit einem Minus von 3,8% bei 1,77 CHF, nachdem sie vorübergehend sogar auf das Kursniveau des Vorabends geklettert waren.

 

Analysten beurteilten das Kosteneffizienzprogramm von Meyer Burger als grundsätzlich positiv für die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens ein. Bei Vontobel wird aber darauf hingewiesen, dass die Optimierung sich vor allem auf die Sägenproduktion beziehe, die im Modell der Bank künftig gerade noch etwa 10% oder sogar weniger des Umsatzes ausmachen wird.

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vor 3 Stunden schrieb Perry2000:

Hauptbestandteil des Sparprogramms ist die Auslagerung der Drahtsägenproduktion nach China. Die Produktionsaktivitäten in Thun werden vollumfänglich eingestellt.

 

vor 3 Stunden schrieb Perry2000:

Analysten beurteilten das Kosteneffizienzprogramm von Meyer Burger als grundsätzlich positiv für die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens ein. Bei Vontobel wird aber darauf hingewiesen, dass die Optimierung sich vor allem auf die Sägenproduktion beziehe, die im Modell der Bank künftig gerade noch etwa 10% oder sogar weniger des Umsatzes ausmachen wird.

 

MBTN im Moment -6.5 %.

*Normalerweise" führen Kostensenkungsmassnahmen, insbesondere durch Personalabbau in der Schweiz, zu höheren Aktienkursen.

Es könnte auch sein, dass am Schluss Marktanteile verloren gehen, wenn "Made in Switzerland" durch "Made in Chine" ersetzt wird. Meiner Erfahrung nach sinken dann auch die Verkaufspreise, so dass am Schluss kaum noch ein Mehrgewinn rausschaut. Im übrigen ist die riesige räumliche Trennung von Entwicklung und Produktion ein klarer Nachteil (habe da etwas Erfahrung mit Indien).

 

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Am 11/2/2017 um 21:49 schrieb Meerkat:

Im übrigen ist die riesige räumliche Trennung von Entwicklung und Produktion ein klarer Nachteil

 

Für die Chinesen ist das ein grosser Vorteil. Bald wird es diese Produkte auch unter chinesischer Marke geben...

 

Gruss

fritz

bearbeitet von fritz

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Medienmitteilung

Thun, 13. November 2017

 

Meyer Burger veräussert das nicht-PV bezogene Diamantdrahtproduktionsgeschäft an Thermocompact Group

 

Meyer Burger Technology AG (SIX Swiss Exchange: MBTN) veröffentlichte am 1. März 2017, dass die eigene Drahtproduktion von Diamantdraht bei Diamond Materials Tech Inc. (DMT) in Colorado Springs, USA, eingestellt wird. Meyer Burger konnte nun einen bindenden Kaufvertrag mit Thermocompact Group unterzeichnen. Thermocompact erwirbt das verbleibende Geschäft von DMT für rund USD 6 Mio. in bar. Der Vollzug der Transaktion ist auf Mitte Dezember 2017 vorgesehen. Im Zusammenhang mit dem Verkauf werden rund 25 Mitarbeitende ebenfalls von Thermocompact Group übernommen. Die Diamantdrahtproduktion, welche in der Vergangenheit PV bezogene Applikationen bediente, wurde von Meyer Burger während des ersten Halbjahrs 2017 bereits geschlossen.    

 

Die Thermocompact Gruppe ist spezialisiert auf Edelmetallbeschichtung, Herstellung von Hightech-Drähten für die Elektroerosion sowie hochspezialisierte Fixed Abrasive Drähte für Photovoltaik, Elektronik und LED Anwendungen. Das Unternehmen bedient diverse Bereiche wie Automobil, Luftfahrttechnik, Weltraum, Steckverbindungen, den Gesundheitsbereich und das Präzisionsschneiden.  www.thermocompact.com

 

Meyer Burger wechselte den Rechnungslegungsstandard von IFRS auf Swiss GAAP FER im Jahr 2013. In Übereinstimmung mit Swiss GAAP FER 30 entschied sich Meyer Burger, Goodwill aus Akquisitionen über das Eigenkapital zu verrechnen. Im Fall einer Veräusserung einer Geschäftseinheit verlangen die Rechnungslegungsvorschriften von Swiss GAAP FER, dass der damit verbundene Goodwill über die Erfolgsrechnung rückgeführt wird. In diesem Zusammenhang erwartet Meyer Burger aufgrund des Verkaufs des DMT Geschäfts einen ausserordentlichen, nicht liquiditätswirksamen Aufwand von USD 22.5 Mio. als Goodwill Recycling. In der Erfolgsrechnung wird dieser Aufwand im Ausserordentlichen Ergebnis oberhalb des Ergebnisses vor Steuern berücksichtigt. Das Eigenkapital von Meyer Burger wird durch die Rückführung des Goodwills nicht beeinträchtigt und das Goodwill Recycling selbst hat auch keinen Einfluss auf die operative Leistung des Unternehmens.          

 

Hans Brändle, CEO von Meyer Burger: „Nachdem wir die Einstellung unseres Diamantdrahtgeschäfts in Colorado Springs im März 2017 veröffentlicht haben freuen wir uns, dass mit dem Verkauf des nicht-PV bezogenen Geschäfts an Thermocompact eine gute industrielle Lösung für diesen Geschäftsbereich gefunden wurde. Mit dem Verkauf haben wir unsere Aktivitäten in Bezug auf Diamantdrahtproduktion in Colorado Springs endgültig abgeschlossen und konnten noch einen gewissen Wert und Cashflow aus dem verbleibenden Geschäft realisieren.“ 

 

 

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Meyer Burger verkauft nicht PV-bezogenes Diamantdraht-Produktionsgeschäft

(Ergänzt um Marktreaktion und -kommentare)

 

Thun (awp) - Der Solarzulieferer Meyer Burger verkauft das nicht PV-bezogene Diamantdraht-Produktionsgeschäft der Diamond Materials Tech Inc (DMT) an die Thermocompact Group. Diese übernimmt das bei DMT verbliebene Geschäft sowie die 25 Mitarbeiter für rund 6 Mio USD in bar, wie Meyer Burger am Montag mitteilt. Der Vollzug der Transaktion ist für Dezember 2017 vorgesehen.

 

Im März dieses Jahres hatte Meyer Burger bereits die Einstellung der Produktion von Diamantdraht bei DMT bekanntgegeben. Sie wurde im ersten Semester geschlossen. Davon betroffen waren 72 Mitarbeitende.

 

Die Rechnungslegungsvorschriften von Swiss GAAP FER sehen laut der Mitteilung für den Fall einer Veräusserung einer Geschäftseinheit vor, dass der damit verbundene Goodwill über die Erfolgsrechnung rückgeführt wird. Deshalb erwartet Meyer Burger aufgrund des Verkaufs des DMT-Geschäfts einen ausserordentlichen, nicht liquiditätswirksamen Aufwand von 22,5 Mio USD als Goodwill Recycling.

 

In der Erfolgsrechnung werde dieser Aufwand im ausserordentlichen Ergebnis oberhalb des Ergebnisses vor Steuern berücksichtigt. Das Eigenkapital werde durch die Rückführung des Goodwills nicht beeinträchtigt und das Goodwill Recycling selbst habe auch keinen Einfluss auf die operative Leistung des Unternehmens.

 

"Mit dem Verkauf haben wir unsere Aktivitäten in Bezug auf Diamantdrahtproduktion in Colorado Springs endgültig abgeschlossen und konnten noch einen gewissen Wert und Cashflow aus dem verbleibenden Geschäft realisieren", wird in der Mitteilung CEO Hans Brändle zitiert.

 

AKTIEN GESUCHT

 

Der Markt reagierte am Montagvormittag mit Wohlwollen auf die Nachricht. Bis gegen 10.40 Uhr gewinnen die Aktien von Meyer Burger 0,6% auf 1,61 CHF, während der Gesamtmarkt (SPI) 0,23% höher steht. Der Verkauf des verbleibenden Geschäfts von DMT werde den freien Cashflow 2017 von Meyer Burger positiv beeinflussen, kommentiert Richard Frei von der ZKB. Das damit verbundene Recycling des Goodwills erhöhe den von ihm geschätzten Verlust 2017, habe aber mit dem operativen Geschäft der Gesellschaft nichts zu tun, ergänzt der Experte weiter. Dieser bestätigt seine bisherige Anlageeinstufung Marktgewichten.

 

Die Anleger seien insgesamt gegenüber Meyer Burger weiterhin vorsichtig eingestellt, heisst es in Händlerkreisen. Der Fokus des Marktes richte sich weiter auf den Bestellungseingang. Damit das Sentiment positiver werde, müssten die Marktteilnehmer mehr Zuversicht gewinnen, dass die neuen Kapazitäts-Investitionen unterwegs seien, heisst es weiter.

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    • Ich bin jetzt etwas am lesen und es kommen ständig neue Anfängerfragen auf, eine davon:   Wenn ich einen Short Put glattstelle, kaufe ich den verkauften doch eigentlich wieder. Richtig? Dann muss ich dafür doch eine Prämie bezahlen. Richtig? Dann bleibt das mit den Prämien doch eine Nullnummer. Falsch?   Insgesamt komme ich durch das Lesen eher wieder weiter vom Gedanken des Optionenverkaufes weg. Dass das Kaufen von Optionen grosse Risiken trägt, war mir schon lange klar. Durch einige Beiträge damals noch im alten Cash-Forum und jetzt hier, bin ich auf den Gedanken geraten, als Stillhalter seien die möglichen Gewinne zwar viel kleiner, aber auch das Risiko. Da scheine ich etwas falsch verstanden zu haben. Ich werde bei Gelegenheit weiter dazu lesen, aber vom Traum, dass man mit den Prämien praktisch risikolos goldene Äpfelchen pflücken könne, und diese Äpfelchen mich regelrecht dazu auffordern, bin ich in den letzten zwei Tagen abgekommen.   So, jetzt ab zum Strand - dort gibt es auch goldene Äpfelchen...   Gruss fritz    
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    • Es freut mich sehr, dass dieser Thread wiederbelebt wurde. Ich denke, es sind einige am Mitlesen / Mitschreiben, welche noch keine grosse Erfahrung mit Short Optionen gemacht haben.   Mein gut gemeinter Rat an alle Anfänger ist deshalb: Lasst für den Anfang die Finger von Short Put / Short Call Strategien.   Es gibt Alternativen. Diese sind für Anfänger, wie auch für Fortgeschrittene sehr gut geeignet. Dazu weiter unten mehr.   Short Call /Short Put (Naked Short / Naked Put) Es sind dies die einfachsten Strategien. Sie bergen aber auch die grössten Risiken. Short Call hat sogar theoretisch unbegrenztes Verlustrisiko - ein Trade und das Konto (oder noch mehr) ist weg! Ich gehe deshalb nicht weiter auf diese Strategien ein. Für Anfänger sind diese Strategien nach meiner Meinung nicht geeignet.   Vertical Credit Spread (Short Put Spread / Short Call Spread) Beim Vertical Spread ist eine Erweiterung der Short Call / Short Put Strategie. Die Verlustrisiken sind dabei aber begrenzt. Diese Strategie erweitert die Short Call / Short Put. Zusätzlich wird gleichzeitig zum Verkauf einer Option, eine Option der selben Art und Fälligkeit in einem Strike weiter Out of the money verkauf. Konkrekt anhand des Beispiuels NVDA könnte dies so aussehen.   Short Put Spread Verkauf NVDA DEZ17 190P (Put Option; Strike 190, Fälligkeit 15. Dezember) für USD 92.- Kauf NVDA DEZ17 185P (Put Option; Strike 185, Fälligkeit 15. Dezember) für USD 55.-   Unter dem Strich wird mir ohne Berücksichtigung der Kosten USD 37.- meinem Konto gut geschrieben. Ich erhalte also einen Credit. Mein maximaler Gewinn sind die USD 37.-. Ich erhalte den maximalen Gewinn, wenn NVDA am 15. Dezember bei >= 190.- steht. Mein maximaler Verlust ergibt sich aus dem Spread, abzüglich dem Credit. Dieser liegt bei (190-185) x 100 - 37 = 463   Funktionsweise Ich verkaufe ein Risiko und erhalte dafür Prämie. Zusätzlich zum Risiko sichere ich mich mit dem Kauf einer anderen Option, weiter aus dem Geld ab. Die Verluste des Short Puts werden ab dem unterschreiten des Long Puts kompensiert. Das Verlustrisiko ist dadurch begrenzt.   Vorteile + Das Verlustrisiko ist begrenzt durch Absicherung + kleine Marginanforderung   Nachteile - kleinerer Gewinn als bei anderen Strategien - doppelte Transaktionskosten*   Short Call Spread Einen Short Call Spread erhalten wird, wenn gleichzeitig ein Call näher am Geld verkauft, und ein Call weiter Weg vom Geld gekauft wird. Die Calls habe dieselbe Laufzeit.   *Kennt jemand einen europäischen Broker, der für das Verkaufen einen Put Spread nur die einfachen Transaktionskosten berechnet? Kennt Ihr Broker, welche für das Schliessen der Position keine Kosten berechnet?             
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