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Optionsstrategien (Straddle, Strangle, Vertical, Calendar, ...)

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MET    9

Hat hier jemand Erfahrung damit "Vertical Credit Spreads" mit Optionen sagen wir auf SPY (oder Dax - um es relevent für diesen Thread zu behalten - oder was auch immer) zu traden? Dies ist ein Approach der sich für mich in Theorie ganz interessant anhört, den ich aber selber noch gar nicht ausprobiert habe.

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Hat hier jemand Erfahrung damit "Vertical Credit Spreads" mit Optionen sagen wir auf SPY (oder Dax - um es relevent für diesen Thread zu behalten - oder was auch immer) zu traden? Dies ist ein Approach der sich für mich in Theorie ganz interessant anhört, den ich aber selber noch gar nicht ausprobiert habe.

 

Die Idee eines Short Call- oder Putspreads ist sicher interessant sofern sie deine Erwartungen trifft. Es kann aber auch bei einer sehr flachen VolaSkew spannend sein, dh. wenn du sehr viel Credit für den Spread bekommst und eine "Normalisierung" erwartest. Ist halt eine der einfachere Optionsstrategien, doch es ist zu empfehlen sich über alle Punkte (Vola, Zeit etc, nicht nur Kurs) eine Meinung zu bilden. Viel Spass damit. :ok:

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MET    9

@nixx: Danke. Ich bin wirklich blutiger Anfänger in Sachen Optionen, aber finde ich glaube ich interessante wegen relativ geringem erforderlichen Kapitaleinsatz. Ich meine im Zusammenhang mit dieser Strategie (Bullen oder Bear Vertical Credit Spread) gelesen zu haben, dass Theta (immer Ami Optionen) ab 45-60 Tagen vor Expiry so richtig reinhaut. Deshalb scheinbar diese Strategie interessant v.a. bei entsprechend kürzeren Expiries und klar, am besten bei hoher Vola verkaufen, wenn Erwartung dass sich diese, wie Du sagst, wieder normalisiert. Spreche hier z.B. bei SPY v.a. von glaube ich 1%-5% oder so out-of-the-money Strikes bei entsprechend strategisch gewählten long oder short entries.Tradest Du diese Strategie und falls ja, in welchem/n Instrument(en)? Oder was tradest Du allenfalls sonst für Options Strategien? Was für eine Platform verwendest Du allenfalls um (US-)Options Strategien zu traden? TOS? Sorry, sind viele Fragen und wahrscheinlich falscher Thread....

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Ob amerikanisch oder europäische Option ist eigentlich fast egal, meist eh das Gleiche.

 

Das Theta (Zeitwertverfall) nimmt mit näherndem Verfall und gleichem Unterlying-Preis zu, sofern natürlich die Optionen aus dem Geld (oder am Geld) ist. Ja so ca. zwei Monate vor Verfall gehts schnell.

 

Die von mir angesprochene Vola ist nicht absolut gemeint, da du ja bei diesen Strategien jeweils auch ein Call oder Put kaufst. Hier ist es interessant, wenn der Vola-Smile entsprechend stark in eine Richtung steht.

 

Wie du die Strikes wählst ist dir überlassen. Oft hast du hier ein Gewinn/Verlust Ratio zwischen 2:1 bis 4:1. Also du gewinnst bei Verfall die Prämie welche ca 1/2 oder so vom totalen Spread (deinem max Verlust) ausmacht. Diese Strategie hat eine rechtsschiefe Verteilung mit etwas Fat-Tails. Die ungefähre Erwartung die man für diese Strategie haben sollte ist bei short Call-Spread (short Put-Spread) ein gleichbleibender bis LEICHT fallender (steigender) Kurs. Gibt aber auch andere Gründe dafür (wie zb. das mit dem Smile).

 

Ab und zu mache ich das, ja. Primär Indizes, wobei ich aber dann aber meist von einer outright long Position in einen Spread trade. TOS (Thinkorswim) ist gut zur Veranschaulichung etc, sehr Benutzerfreundlich und gut überschaubar.

 

Eins ist jedenfalls anzumerken, es gibt einen Grund warum die Optionen ihre jeweiligen Preise haben.

 

Du sagst du seihst blutiger Anfänger, daher empfehle ich dir die Optionspreisbestimmung zu studieren und ALLE Griechen zu verstehen. Ebenfalls die gegenseitigen Einflüsse der Griechen. Weiteres Thema, Liquidität der Optionen. Schaus dir auf TOS an.

bearbeitet von nixx

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MET    9

Danke Dir für Deine ausführliche Antwort. Ich glaube ich muss einfach einmal eine kleine Position mit dieser Strategie traden und sehen wie es geht. Habe sie bis jetzt selber noch nie getradet. Die Griechen sind mir ansatzmässig vertraut, mindestens theta, gamma und delta. Ich nutze selber IB und OEC als Broker und Platformen. IB hat glaube ich ganz gute Options Analytik, habe ich aber noch nicht wirklich ausprobiert. Ich habe aber in vielen YT Videos gesehen, dass Leute die viel mit Optionen traden, oft TOS verwenden. Bin halt trotz meinen mittlerweile 3-4 Jahren traden (aber mit vielen Unterbrüchen) immer noch Anfänger und sehr inkonsistent. Probiere viele Sachen aus und gebe ihnen wenig Chancen sich zu beweisen (directional scalping, spreads, optionen etc.). Habe aber bis jetzt glaube ich MM ok im Griff und liege mit ca. 300 Trades m.o.w. bei Break-Even, einschliesslich aller Commissions. Sprich bis jetzt kann sich eigentlich nur mein Broker über mich freuen ;-) Aber immerhin, habe ich ein bisschen etwas gelernt und dabei insgesamt bis jetzt noch kein Geld verloren. Habe die letzten Tage seit langem wieder einmal ein paar richtige Trades gemacht und bin wieder so nervös wie ganz am Anfang. Diese Unterbrüche sind nicht gut, wenn man konsistent werden will. Werde mir einmal einen vertical credit spread suchen (wahrscheinlich SPY) und ihn vielleicht als Idee hier posten, bevor ich ihn aufsetze. Wäre dann um ein allfälliges kurzes Feedback sehr dankbar. Entscheidung ist natürlich meine eigene. Schon klar.

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Kannst es gerne einstellen falls du eine Idee hast. Bitte dann auch genau deine Erwartungen dazu liefern, inkl Vola etc. Ich und andere geben dir dann sicher gerne ihre Meinungen ab damit du alle Seiten berücksichtigen kannst.

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Hi, Met

 

Der Beginn dieses threads ist eine Weile her und ich würde gerne wissen, was aus Deiner Options-Idee geworden ist.

Mich hat es irritiert, dass Du als "Blutiger Anfänger" - wie Du selber schreibst - Dich gleich an fortgeschrittene Optionsstrategien heranwagst.

Schreib doch mal, wie weit Du Dich ins Thema eingearbeitet hast, und welche Trades Du gemacht hast.

 

liebe Grüsse aus Aarau

Don

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Hallo

 

Auch als Anfänger habe ich solche Sachen schon gemacht. Ich wusste nicht mal wie man so was nennt. Also Bear Call Spread auf dem Dax hat bei einer kleinen Korrektur sehr gut funktioniert.

 

Da mein Trading Konto relativ klein ist, (immer wieder blöde schnelle Verluste in den letzten Jahren und den Mut nicht wieder gefunden) machen mich solche Sachen aber unflexibel. Deshalb löse ich die (zu) schnell wieder auf wenn ich paar hunnies ins Geld komme.

 

Aber ich muss sagen, dass ich mittlerweile lieber Puts am Geld verkaufe als Aktien zu kaufen. Schon nur wegen Gebühren.

Mir scheint aber, dass sich das immer weniger lohnt. Naja heute habe ich SDS (Proshares Ultrashort) Puts wieder zurückgekauft. Es reicht für paar Bratwürste. 

 

Wie nennt man denn höheren Put kaufen und tieferen verkaufen? Hat auch gut funktioniert bei kleinen langsamen Rücksetzern im SMI.

 

Ich schau dann meist dass ich etwa die Prämie so absichere. 

 

Bin ja eher Aktien Bearish eingestellt. Ich habe einfach zu viel "Betrug" neben sehr guten Erlebnissen erlebt, nach einem extrem sehr guten Börsen Start (3s u.ä.) mit starken Rücksetzern und einigen Minen und Energie Multibaggern und auch "fast Totalverlusten" (durch traden aber oft trotzdem im Plus), die teilweise aber wieder (ohne mich) meinen EP wieder erreicht haben.

 

Aber eben in letzter Zeit klappt zu wenig.

 

Rohstoff /EM /Energie Junkie ;-)

 

KO lässt grüssen. :-x

bearbeitet von Angry

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Hi,

 

Als Einstieg ins Forum stelle ich mich heute mit einem "klassischen" Earningstrade vor.

 

Hintergrund und kurze Erläuterung:

 

Alle Unternehmen, die im US Markt börsennotiert sind, müssen einmal pro Quartal einen Bericht veröffentlichen.

Sie geben Auskunft zu Dividenden, zum Geschäftsverlauf und auch einen Ausblick auf die Zukunft.

Bei vielen Unternehmen gibt es an solchen Tagen deutliche Kursveränderungen.

Aktienbesitzer, Fonds, Hedger etc. sichern sich gegen Verluste ab, indem sie Optionen kaufen - meist Putoptionen.

Viele spekulativ orientierte Trader kaufen ebenfalls Optionen in der Erwartung oder der Hoffnung auf einen starken Move.

Kurz vor solchen Earnings steigen daher die Optionspreise oft sehr deutlich an.

 

Ich verkaufe dann Optionen ausserhalb der ersten Standardabweichung. In der Regel mit Delta von ca. 15.

Nach Bekanntgabe der Earnings bricht die Vola meist absturzartig ein (Vola-Crash), die Optionspreise verfallen drastisch, und man kauft sie mit Gewinn zurück oder lässt sie verfallen.

 

Konkretes Beispiel heute: Adobe (ADBE)

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Software:  OptionVue

 

Gehandelte Optionen:    1.02 Millionen

Impliz. Vola:                      35 %        

hist. Vola:                         25 %

Vola-Rank (52-W):           65 %

 

Aktueller Preis der Aktie: 79 dollar

 

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Die Earnings werden heute nach Börsenschluss bekanntgegeben.

 

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Mit einem Short Strangle erwarte ich einen Gewinntrade,

da laut Statistik der Preis des Underlyings zwischen 70 und 85 liegen wird.

Verkauf einer Call Option bei 85 Dollar

Verkauf einer Put Option bei 70 Dollar.

Beide Strikes liegen an, bzw. ausserhalb der ersten Standardabweichung, mein POP (Probability Of Profit) liegt statistisch bei 76 %

 

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Wer sich länger mit solchen Earnings trades beschäftigt, der weiss, dass die Vola, bzw. die Optionspreise etwa zwei bis drei Tage VOR den Earnings am höchsten sind.

Ich habe bereits in der vergangenen Woche einen Strangle verkauft.

Man muss dann aber im Fall einer grösseren Bewegung schon VOR den Earnings "Reparaturen" vornehmen. Zu Zeiten hoher Vola ist das aber in der Regel kein Problem. Anfänger sollten jedoch davon absehen und wirklich erst am letzten Tag einsteigen.

 

Am heutigen Tag habe ich einen weiteren Strangle mit gleichen Optionen verkauft

Durchschnittspreis für alle Optionen:

85-er Call     42 Dollar 

70-er Put      24 Dollar    

 

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Weiterhin stelle ich ein Bild rein(aus OptionVue), der den Price Chart zeigt mit eingezeichneten Earnings dates (blaue Dreiecke)

und mit dem Vola-Chart.

post-14735-0-06656900-1434387330_thumb.j

 

Man erkennt gut, wie die Vola jedesmal nach den Earnings Terminen zusammenbricht (Vola-Crash)

Den Zerfall der Optionspreise macht man sich zu Nutze, indem man die Optionen billig zurückkauft oder verfallen lässt

Achtung Steuerfalle: Nur für Schweizer Bürger zu empfehlen - EU-Bürger:  Immer dran denken, sie zurückzukaufen !! .- und sei es für wenige cents -  sonst gehts Euch ähnlich wie dem bekanntem FC Bayern Chef :sad:

 

So, und nun: Let's see tomorrow

Ich werde berichten, was draus geworden ist

 

-----------------------------------------------------------

 

 

 

Für viele Trader erscheint der Optionshandel ein Buch mit sieben Siegeln.

Aber keine Angst, man kann das lernen :-)

 

Wer sich mit der Materie des Optionshandels beschäftigt und sie langfristig anwendet, wird mit zwar kleinen, aber kontinuierlichen Gewinnen belohnt.

Drei bis sechs Prozent pro Monat sind realistisch.

 

Bin gespannt auf Eure Meinungen und Kommentare

 

Don

 

 

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:ok:

 

Kannst du evtl noch kurz zur allg. bereicherung erläutern wie du auf die eine Standardabweichung kommst? Also welche Vola (impl, hist..tage, exp) nimmst du und auf wie viele Tage (1, nach earn, bis Verfall).

 

Hoffe für dich auf schöne Gewinne.

bearbeitet von nixx

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Guten Morgen,

 

Ich will eine kurze Antwort geben:

 

1. Standardabweichung:

Hier kommen wir zum Thema Wahrscheinlichkeit. Bei manchem von uns weckt es unangenehme Erinnerung an den Matheunterricht früher in der Schule  ;-)

Die Gauß'sche Glockenkurve (in der Optionsliteratur ist meist der engl. Ausdruck gebräuchlich 'bell curve' ) macht eine Aussage zur Wahrscheinlichkeit von Dingen, Ereignissen.. in unserem Fall eine Aussage über die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Preis innerhalb einer gewissen Bandbreite bleibt.

In der Statistik wird es "richtig" mathematisch

Wer es mag, darf sich durch diese Artikel quälen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Standardabweichung

https://de.wikipedia.org/wiki/Normalverteilung

 

Klingt alles sehr kompliziert - aber keine angst.. wir nehmen eine Daumenregel, die besagt:

Erste Standardabweichung (SD 1) liegt bei 68 %

Zweite SD bei 95 %

 

Freundlicherweise gibt es Software, die uns das Rechnen abnimmt und uns die Werte wunderbar grafisch anzeigt.

Eigentlich sollte jede Trading platform diese Funktion haben.

Ich nutze dazu die TWS (Interactive Brokers) und das Programm OptionVue.

Richtig klasse ist die Seite  www.dough.com

Unbedingt ansehen !

2.

Vola - DAS ist der Treibstoff im Optionshandel :-)

OptionsVERkäufer brauchen immer hohe Vola.

Für meine Entscheidungen nutze ich vor allem das Vola-Rank

Was ist das nun wieder ???

Also:

Jedes Underlying hat eine eigene Schwankungsbreite pro Jahr.

Eine CocaCola Aktie macht wenig Sprünge, eine Amazon hat dagegen heftige Kursausschläge, speziell an Earnings Terminen.

Man nimmt die Schankungsbreite der einzelnen Aktie (oder Index.. ) für z.B ein Jahr und bekommt eine Skala von 0-100

Der aktuelle Vola-Wert des Underlyings wird als Vola Rank genommen.

Als Optionsverkäufer will ich mindestens 38 % Vola Rank sehen, sonst handle ich nicht, denn dann bekomme ich für mein Risiko zu wenig bezahlt.

Diese Zahlen (IV-rank) finde ich ebenfalls unter der o.g. Internetseite.

 

3. Bei Earnings trades immer den allernächsten Verfall wählen !

Dieser hat die höchste Vola. Idealerweise handelt man weekly-options.

Ich hab es gern, wenn nach dem Earnings Termin noch einige Tage verbleiben, so dass man im Fall eines Ausreissers noch Reparaturen machen kann. Manchmal muss man in einen anderen Verfall rollen, manchmal "nachlegen" ..

 

Das Thema Reparatur von Optionstrades, die "aus dem Ruder laufen" würde viele Seiten füllen ;-)

Aber das ist ja das Schöne an den Optionen: Die meisten trades lassen sich gut managen.

 

Don

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Danke für die Blumen, Donald.

 

The Day After ..

Was ist nun aus den Earnings Trades geworden ?

 

Adobe hat nach der Bekanntgabe der Zahlen zunächst bei $ 79,20 stagniert, um danach im Einklang mit dem Gesamtmarkt flott auf $ 80,30  zu steigen.

Ergebnis:

Die verkauften Put Optionen mit 70-er Strike sind auf 5 Dollar zusammengefallen - Gewinn: 20 Dollar pro Option

Die verkauften Call Optionen sind zunächst ins Minus gelaufen (10 Dollar Minus)

 

Der Erwartete Vola-Crash trat nicht ein. Im Gegenteil stieg heut die Vola nochmals an, was ungewöhnlich ist.

Vermutlich spielt der nahende Halbjahrs-Verfallstermin ("Hexensabbat") eine Rolle.

Die ansteigende Vola nahm ich dankbar als Geschenk, und habe am Nachmittag einen weiteren Strangle verkauft.

Short Strangles an der ersten SD für 75 Dollar pro Stück bei einer Restlaufzeit von nurmehr DREI Tagen - das hat man auch nicht oft ...

Irgendwer will mir mit Gewalt Geld schenken !   -  Da musste ich einfach zuschlagen  :-)

 

Den FedEx Strangle hatte ich gestern nicht gepostet. Er war eigentlich nicht erwartet, denn die Vola war relativ niedrig, die Optionspreise schienen mir unattraktiv. Denoch hatte ich einen "ziemlich frechen" Verkaufspreis reingestellt und bekam zu meiner Überraschung einen Fill, wenige Sekunden vor Börsenschluss....

 

Konkret: Sell Juni19 170 Put und Sell Juni19 192,5 Call für 55 Dollar gestern.

Wert heute: 20 Dollar

(Noch so ein Geschenk)

 

Ich werde die Positionen weiter halten und ggf. alle verfallen lassen.

 

Weitere Erläuterungen zu meinen Trades, Kriterien etc.  - auch mit Charts und Grafiken-  kann ich gern reinstellen, wenn es von Interesse ist.

Ich bin halt nicht sicher, ob meine Art zu traden in diesem Forum ankommt.

Die meisten sind halt in Warrants oder in Futures unterwegs, so mein Eindruck.

 

Über die Schulter schauen ? - Kein Problem. Immer gern.

Schick eine PN und wir machen einen Termin :-)

 

Haach .. ich liiiiebe es, wenn ich zusehe, wie die Optionspreise dahinschmelzen

:-)

 

Gruss

Don, der Ostfriese

 

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Schön gespielt.

 

Paar Fragen die immer wichtig sind für diejenigen die soetwas nachmachen wollen.

Was machst du wenns nicht klapp? Was heisst es klappt nicht, was kann passieren? FatTails?

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Guten Morgen,

 

Deine Frage ist nicht nur berechtigt, sondern spricht das wichtge Thema "Überleben" an.

 

Um es vorweg zu sagen:

Reparatur von Optionstrades würde ein eigenes Forum füllen !

 

Das wichtigste in Kürze:

 

Ich trade nur optionen in liquiden "grossen" Werten

 

Risikobegrenzung:

1.

Bei sehr volatilen Werten setze ich den Trade als Iron Condor auf

Das begrenzt den maximalen Verlust auf einen definierten Wert, schmälert allerdings die Prämiengewinne, aber verringert auch die Margin und lässt Raum für weitere Trades.

 

2. Gap-Risiko

 - Gap nach oben - Call läuft ins Geld - zwei Fälle:

- a) Aktie erreicht neues All Time High. Dann folgt fast immer ein weiteres Kursanstieg über die nächsten Tage. Das wird teuer :sad:

dann hilft alles nix, man muss raus und den sauren Apfel von Call-Käufen essen, in der Up-Flut mitschwimmen  und den Verlust in Grenzen halten. Parallel dazu unten neue Küurzläufer-Puts schreiben

b) kein Ausbruch zum all time high: meist kommt es zeitweilig zum rebound in den ersten Handelsstunden oder -tagen,

 

Generell: die schlagartig hohe Vola nutzen, um weitere Optionsprämien zu bekommen, indem man in spätere Verfallszeiten rollt.

 

- Gap nach unten - Put läuft ins Geld

meistens überreisst der Kurs und man kann beim zeitweiligen rebound unten neue Puts schreiben, aus den alten rausgehen, und in späteren Verfall gehen.

Kurs beoachten, Put/Call-Ratio im Auge haben .. bei PCR von 1,5 und höher: 

dort raus und neue Optionen schreiben auf neuem Niveau und/oder in spätere Verfälle rollen.

 

Klingt alles harmlos, aber man muss natürlich schnell reagieren, um den Vola-Schub zu nutzen.

 

Bei allen Risiken bringt der (short-) Optionshandel aber doch auf Dauer Erfolg.

Entscheidend ist die langristige Denkweise und vor allem, die Wahrscheinlichkeit auf eigener Seite zu haben !

Das heisst:

viele kleine Trades verteilt auf viele verschiedene Underlyings mit jeweils hoher Gewinnwahrscheinlichkeit von jeweils über 75 %

Ohne vernünftige Software läuft da nix.

 

Meistens werde ich auf das Thema "Risiko-Management " angesprochen.

Tatsächlich erfordert es im realen Trading jedoch den geringeren Aufwand.

Zeitufwändiger, aber auch spannender ist es, die Gewinne zu managen und zu verbessern.

Klingt vielleicht überheblich und grossspurig .. ist aber so.

 

Den Einsteigern in Earnings Trades würde ich immer Iron Condors empfehlen.

Die Gewinne sind dann zwar sehr klein, aber man lernt extrem viel.

Geht auch mit sehr kleinen Konten,  ab 5000 Dollar lässt sich schön traden lernen.

Kommisionen müssen gering sein, sonst fressen sie einem die Haare vom Kopf.

Hausbank kann man vergessen.

Brokervergleich unabdingbar.

 

Demnächst mehr

 

Grüsse

Don, der Ostfriese

 

 

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Als ich die massive Backwardation im VIX Future vom September Kontrakt zum Oktober Kontrakt gesehen habe ist mir noch folgende Idee eingefallen:

 

Spread - also Short den September und Long den Oktober

 

Sind immerhin 1.275 Spread!! Wenn man sich die historische Term Structure auf http://vixcentral.com/ anschaut, dann bemerkt man relativ schnell, dass wir hier nur sehr selten in einer Backwardation sind. Also fast immer Contango. Und dieser Spread ist nun wirklich recht massiv.

 

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Hoi Marcello,

Was Vola Trading im wenig volatilen Zeiten angeht:

 

Ähnlich wie Du, sind auch andere auf die Idee gekommen, horizontale Spreads in den VIX Futures anzudenken.

Im Forum lässt sich solches nicht erklären. Die Materie ist dermassen komplex, dass selbst sehr langjährige Optionsspezialisten davon die Finger lassen, weil die Risiken unabschätzbar sind.

 

Zu dieser Thematik hab ich noch einen Link für Dich:

 

Ein sehr guter Einstieg ins Vola Trading.

 

Tasty Trade . das sind die Jungs von dough.com - immer gut drauf  -  Kein Wunder :-)

Neben Steve Lentz, Len Yates und Alan Ellman das beste, was man sich zu diesem Thema  reintun kann

Im Deutschen gibt es noch den Jens Rabe. Sehr empfehlenswert. Kenne ich seit vielen Jahren aus früheren Foren und von einem Treffen auf der Messe.

 

Gruss

Don

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Ähnlich wie Du, sind auch andere auf die Idee gekommen, horizontale Spreads in den VIX Futures anzudenken.

Im Forum lässt sich solches nicht erklären. Die Materie ist dermassen komplex, dass selbst sehr langjährige Optionsspezialisten davon die Finger lassen, weil die Risiken unabschätzbar sind.

 

Das macht Sinn. Da habe ich mich wohl zu früh gefreut :-)

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