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Meerkat

Bargeld ... des Teufels oder die bürgerliche Freiheit?

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Mit der Diskussion um die Abschaffung der 500er EUR Banknote, flammt auch die Diskussion um Sinn und Unsinn des Bargelds wieder auf.

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Death of the 500 euro bill getting closer

Zitat

European Central Bank president Mario Draghi made strong statements Monday indicating he is seriously considering phasing out the 500 euro banknote because it's become so intertwined with criminal activity.

 

Ja eben, diese russischen Verbrecher und Sparer
Why Russia's crooks and savers love the €500 note

Versuche mir mal vorzustellen, wie bei einer Abschaffung des 500ers Lieferwagen voll solcher Scheine von Moskau in den Westen fahren und anschliessend Lastwagen voller kleinerer Noten (sicherheitshalber <= 100er, da als nächstes wohl die 200er weg gehen) zurückfahren.

Schon seit einiger Zeit aber haben wir Schweizer die wertvollste Note. JAWOHL
Der weltweit wertvollste Schein

Zitat

Gefragt, ob sich die Schweizerische Nationalbank (SNB) ebenfalls damit befasse, ihre werthaltigste Banknote aus dem Verkehr zu ziehen, sagte ihr Sprecher Walter Meier klipp und klar: «Das ist bei uns kein Thema.» Wie das Noteninstitut reagieren würde, falls der internationale Druck zur Abschaffung massiv zunähme, steht freilich auf einem anderen Blatt.

Unsere Resistenz gegenüber internationalem Druck haben wir schliesslich schon bei der Verteidîgung des Bankkundengeheimnisses eindrücklich unter Beweis gestellt.

Da wir Schweizer auch Militärspezialisten sind (beste Armee der Welt) wissen wir, dass Angriff die beste Verteidigung ist.

Die Schweiz soll 5000er-Note erhalten

Zitat

Dies fordern die zwei Zuger SVP-Kantonsräte Philip C. Brunner und Manuel Brandenberg in einer Motion. Konkret verlangen sie vom Regierungsrat, er solle sich beim Bund mittels Standesinitative einsetzen.

Zitat

Der Zeitgeist in der EU und der OECD, der die Schweiz angehört, gehe in Richtung Einschränkung des Bargeldverkehrs und Reduktion der Nennwerte der Banknoten und habe zum Ziel, «die Überwachung des Individuums zu totalisieren und dessen Freiheits- und Vermögenssphäre zu schwächen».

 

Zitat

«Bargeld ist geprägte Freiheit, nicht nur für die wenigen Verbrecher, die es immer auch gibt, sondern für alle. Bargeld ist vergleichbar mit der Waffe des wehrhaften Schweizer Bürgers zu Hause. Beides ist geeignet, den Staat mit seinem immer wieder überbordenden Totalitätsanspruch in die Schranken zu weisen.»

 

Da kommen jedem echten Patrioten die Tränen ...

 

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Das Bargeldverbot wird - zumindest in der Schweiz - ein schwieriges Unterfangen, so sehr sich Politiker und Banker rein elektronisches Geld wünschen: Für den Durchschnittsmenschen ist Bargeld nämlich das einzige gesetzliche Zahlungsmittel, ausser, er hat ein Konto bei der SNB (kann man das als Privatperson überhaupt?).

 

 

AArt. 2
Gesetzliche Zahlungsmittel
Als gesetzliche Zahlungsmittel gelten:
a. die vom Bund ausgegebenen Münzen;
b. die von der Schweizerischen Nationalbank ausgegebenen Banknoten;
c. auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank.
 
(Bundesgesetz über die Währung und die Zahlungsmittel)
 
Was bei CS, UBS und Konsorten auf den Festplatten rumliegt, ist also kein gesetzliches Zahlungsmittel vulgo "Geld". 
 
Banken und Staat finden Bargeld per se $cheisse. Die Banken, weil sie aus Geldimitat auf Verlangen echtes Geld machen müssen (das sie ja bekanntlich nicht haben), der Staat, weil er's nicht einfach über Nacht abzypern kann.
 

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Die 500er Note braucht es sowieso nicht mehr in den Ländern wo Bargeldzahlungen in ihrer Höhe limitiert sind. 1000 Euro kann man ja auch mit 10 Hundertern bezahlen. Und nebenbei, 100er sind in Spanien höchst unbeliebt und werden in einigen Ketten nicht angenommen, von 500ern ganz zu schweigen. :D

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vor 8 Stunden, fritz sagte:

will ich mir die Taschen doch nicht mit Kleingeld vollstopfen.

 

Das werden sich sicher auch alle Drogenhändler, Waffenschieber, Steuerhinterzieher und Terrorfinanzierer sagen und mit ihrem bösen Treiben aufhören. Die Margen sind ohnehin im Ar$ch ... und jetzt zieht die EZB auch noch den 500er aus dem Verkehr ...

 

Wie soll man so ein vernünftiges Attentat zustande bringen?   

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vor 14 Stunden, Denne sagte:

 

Das werden sich sicher auch alle Drogenhändler, Waffenschieber, Steuerhinterzieher und Terrorfinanzierer sagen und mit ihrem bösen Treiben aufhören. Die Margen sind ohnehin im Ar$ch ... und jetzt zieht die EZB auch noch den 500er aus dem Verkehr ...

 

Wie soll man so ein vernünftiges Attentat zustande bringen?   

 

Ja und wie soll ich denn das Trinkgeld im Hotel hinterlegen.........:cry:

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Einig sind sich wohl alle, dass die geplante Abschaffung grosser Geldscheine tatsächlich mit kriminellen Aktivitäten zu tun hat. Uneinigkeit besteht jedoch in der Frage, wessen kriminelle Aktivitäten gemeint sind.

Interessante Theorie von Hans-Werner Sinn:

 

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/hans-werner-sinn-wie-sich-der-einzug-des-500-euro-scheins-rechnet-14054372.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

 

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Hier seine Theorie (Spekulation)

 

Zitat

Es geht in Wahrheit um etwas ganz anderes als die Kriminalität von Kleinganoven. Es geht um den Wunsch der EZB, die Einlagenzinsen noch weiter in den negativen Bereich zu schieben. Derzeit verlangt die EZB einen Strafzins von 0,3 Prozent für das Geld, das Banken bei ihr einlegen. Am liebsten würde sie noch mehr verlangen, doch kann sie nicht weiter gehen, weil Banken dann lieber Bargeld horten. Das Einzige, was die Banken davon abhält, nur noch Bargeld zu halten, sind die Kosten der Aufbewahrung der Banknoten in den Tresoren. Die Tresorkosten implizieren eine natürliche Obergrenze für den Strafzins.

 

Ich glaube in diesem Forum gelernt zu haben, dass die laienhafte Vorstellung, dass alles Geld im Umlauf letztlich Banknoten seien, falsch ist. Ich bin also schon etwas über die Theorie von Herrn Sinn verblüfft (to say the least)l sagt er doch implizit aus, dass die Negativzinsen auf physischen Banknoten anfallen und die Banken nun quasi das Dilemma hätten, mehr Tresorraum zu bauen oder der EZB quasi für die Lagerung zu zahlen.

 

Zitat

Wenn die Banken nun gezwungen werden, statt der 500-Euro-Scheine die etwas kleineren 200-Euro-Scheine zu halten, steigen die Tresorkosten etwa auf das Zweieinhalbfache. Unter der Annahme, dass der genannte Strafzins von 0,3 Prozent, den die Banken auf ihre Einlagen bei der Notenbank zahlen, bereits durch die Tresorkosten limitiert wurde, könnte die EZB diesen Strafzins nach der Abschaffung der 500-Euro-Scheine rechnerisch auf das Zweieinhalbfache, also auf 0,75 Prozent erhöhen.

 

Ich denke doch, dass der überwiegende Teil des Geldes welches die Banken bei der ZB deponieren reines Computergeld ist, also weder da noch dort Tresorraum braucht.

Ich finde seine "Tresorkosten-Theorie" absurd.

Vermutlich sind die Noten in Europa schon etwas hoch. Hier in Spdafrika z.B. haben wir 5 Noten:

10 R (70 Rp.) bis 200 R (knapp 14 Fr.). Die hohe 200 R Note ist unpopulär und wird bei der Entgegennahme schon mal unter der UV-Lampe geprüft. Cash ist generell verpönt und alles wird mit Debit oder Credit Card bezahlt. Andere Länder andere  Sitten.

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Jetzt kann man per Selfie zahlen  (Blick)

"Jetzt" ist zwar etwas verfrüht , aber

Zitat

So funktioniert die neue Technologie: Auf der App von Mastercard wird ein Foto des Kartenbesitzers verschlüsselt gespeichert. Zahlt man dann in einem Shop im Internet, wird dieses Foto mit einem aktuellen Selfie verglichen. Das Geld wird erst freigegeben, wenn die biometrischen Daten des Selfies mit denen des hinterlegten Fotos übereinstimmen.

 

Und die Massnahme gegen die üblichen Schlaumeier

 

Zitat

Der User muss während der Authentifizierung in die Handykamera zwinkern. So soll verhindert werden, dass mit einem fremden, geklauten Foto bezahlt wird, wie die «Financial Times» weiter schreibt.

 

Alles nur Uebergangslösungen. Zukunft: Impantierung eines Chips in die Herzmuskulator. Entfernen oder Ersetzen desselbigen also nur durch einen herzchirurgischen Eingriff (Katheresierung).

Darum werde ich all die komischen Zwischenschritte gar nicht erst mitmachen.

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Noch eine andere Quelle (BBC)

MWC 2016: Mastercard rolls out selfie ID checks

 

Zitat

Mastercard announced the move at the Mobile World Congress tech show in Barcelona.

It said the rollout this summer would involve the UK, US, Canada, Netherlands, Belgium, Spain, Italy, France, Germany, Switzerland, Norway, Sweden, Finland and Denmark.

 

@CrashGuru: UND Spanien ...

Mastercard ist auch nicht alleine

 

Zitat

China's e-commerce giant Alibaba recently demoed a pay-with-your-face system of its own.

And both Microsoft's Windows 10 and Google's Android operating systems already allow users to unlock devices by looking at their cameras.

 

Es ist natürlich auch zu hoffen, dass ein allfälliges Zwillingsgeschwister nicht kriminell ist, resp. die Handykamera so hochauflösend ist , dass die hochkomplexe Bildverarbeitungssoftware die kleinsten Unterschiede erkennt. Sonntags- oder Werktags-Make-up, mit oder ohne Schnauz/Bart, Brille oder Kontaktlinsen, Lichtquelle ... no problem! Yes, we can!

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vor 4 Stunden, Meerkat sagte:

Ich glaube in diesem Forum gelernt zu haben, dass die laienhafte Vorstellung, dass alles Geld im Umlauf letztlich Banknoten seien, falsch ist. Ich bin also schon etwas über die Theorie von Herrn Sinn verblüfft (to say the least)l sagt er doch implizit aus, dass die Negativzinsen auf physischen Banknoten anfallen und die Banken nun quasi das Dilemma hätten, mehr Tresorraum zu bauen oder der EZB quasi für die Lagerung zu zahlen.

 

Verstehe ich genau umgekehrt. Banken fliehen ins Bargeld, um den Negativzinsen auf den Girokonten bei der Zentralbank zu entgehen. Denn Bargeld gibt's ja praktisch gratis. Das lohnt aber nur, solange der Negativzins höher ist als die Aufbewahrungskosten für die Geldscheine. Diese wiederum steigen bei kleineren (Nennwert) Noten, weil die Bank pro Million mehr Tresor braucht. Um diese Differenz kann die Zentralbank dann den Negativzins erhöhen, ohne dass sich die Flucht ins Bargeld lohnt. Das gleiche gilt natürlich auch für Privatpersonen.

 

bearbeitet von Denne

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Unser 1000 Nötli wurde sogar prominent in einem Blog Post auf Zero Hedge erwähnt:

Zitat

Meanwhile, in Switzerland, circulation of the 1,000 franc note soared 17% last year in the wake of the SNB’s move to NIRP.

 

“One consequence of the decision to cut the Swiss central bank’s deposit rate into negative territory in late 2014, and deepen the negative rate to -0.75% early last year, may have been to increase stockpiling,” WSJ reports. “Holding money in cash would protect it from the risk of Swiss banks at some point charging a broad range of customers to deposit money.”

 

The connection between the increasing circulation of the big Swiss bill and the central bank policy is obvious,” Karsten Junius, chief economist at Bank J. Safra Sarasin said.

 

Source: http://www.zerohedge.com/news/2016-02-22/safes-sell-out-japan-1000-franc-note-demand-soars-nirp-triggers-cash-hoarding

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Swiss Haven’t Seen Flight to Cash on Negative Rate, Jordan Says

 

Zitat

Negative interest rates in Switzerland haven’t yet caused cash hoarding, Swiss National Bank President Thomas Jordan said.

“The fear that the introduction of negative interest will precipitate a flight to cash has thus far proved unfounded,” he said in the text of a speech for delivery in Frankfurt on Tuesday.

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Ich bin gegen die Abschaffung des Bargeldes auch wenn ich selbst natürlich auch meist per Banküberweisung, EC- oder Kreditkarte bezahle. Und ich hätte auch nichts dagegen, per Handy oder Fingerabdruck bezahlen zu können.

Meine Bedenken sind politischer Natur: Der Staat könnte jederzeit einen unliebsamen Bürger loswerden, wenn er ihm den Zugang zu einem Bankkonto verwehrt. Der betreffende Bürger könnte dann kein Bus-Billet mehr kaufen und auch keine Lebensmittel. Er wäre somit verdammt, sich ins Ausland durchzuschlagen, das Land zu verlassen.

 

Oder definiert der Staat dann ein "Menschenrecht auf ein Bankkonto bei der Kantonalbank des Heimatkantons"?


 

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Am 28.2.2016 at 14:14 , Marcus Fabian sagte:

Ich bin gegen die Abschaffung des Bargeldes auch wenn ich selbst natürlich auch meist per Banküberweisung, EC- oder Kreditkarte bezahle. Und ich hätte auch nichts dagegen, per Handy oder Fingerabdruck bezahlen zu können.

Meine Bedenken sind politischer Natur: Der Staat könnte jederzeit einen unliebsamen Bürger loswerden, wenn er ihm den Zugang zu einem Bankkonto verwehrt. Der betreffende Bürger könnte dann kein Bus-Billet mehr kaufen und auch keine Lebensmittel. Er wäre somit verdammt, sich ins Ausland durchzuschlagen, das Land zu verlassen.

 

Oder definiert der Staat dann ein "Menschenrecht auf ein Bankkonto bei der Kantonalbank des Heimatkantons"?


 

 

Zur Zeit ist geht der Trend eher in die andere Richtung. In D ? wurde kürzlich bestimmt, dass alle Bürger Anspruch auf ein Girokonto haben sollen. Es ging glaub ich vor allem um Hartz IV Empfänger.

Zudem werden ja selbst schon Kleinkinder als Kunden geworben. Kreditkarten werden an immer jüngere "Kunden" abgegeben. Der Staat schützt das und ist damit mitverantwortlich für die steigenden Privatverschuldung.

Dass die Bargeld-Abschaffung da wohl noch eine Schippe drauflegt dürfte klar sein. Und die Tendenz, dass "Kleinbeträge" Bargeldols mittels Handy, "Funk"-Kreditkarten usw. beglichen werden können wird den Trend verstärken.

Kümmert kaum jemand.

 

Dass selbstverständlich nach der Abschaffung des Bargelds (was m.E. gar nicht funktionieren dürfte) die Kontrolle des Bürgers noch sehr weitergehende Möglichkeiten geschaffen werden können ist klar.

 

Oh, vergesseh......... welcome back MF :bravo:

bearbeitet von CrashGuru

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HILFE ... Der Fünfliber in Gefahr.

Jetzt horten diese Gauner nicht nur Tausendernoten, sondern fälschen auch die weltweit wertvollste Münze des täglichen Gebrauchs.

Swiss Franc Coin That Buys a Bratwurst Becomes Target of Crooks

 

-1x-1.png

 

Diese Italiener

 

Zitat

“Most fakes come from Italy. Given the material costs, you really need organized crime to produce them.”

In one instance, a group of Italians was stopped at the border, their small Smart car weighed down with 5,000 fake 5-franc pieces.

 

Aber wir können uns trösten, die 1 £ Münze wird 26x häufiger gefäscht.

Zitat

Just 1 in a thousand 5-franc coins turn out not to be legitimate, Swissmint says. That compares to 2.6 percent of 1-pound pieces, according to Britain's Royal Mint. The low Swiss ratio is due in part to the alloy used, the high-quality workmanship, and the design, which includes security features.

 

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    • Ich bin jetzt etwas am lesen und es kommen ständig neue Anfängerfragen auf, eine davon:   Wenn ich einen Short Put glattstelle, kaufe ich den verkauften doch eigentlich wieder. Richtig? Dann muss ich dafür doch eine Prämie bezahlen. Richtig? Dann bleibt das mit den Prämien doch eine Nullnummer. Falsch?   Insgesamt komme ich durch das Lesen eher wieder weiter vom Gedanken des Optionenverkaufes weg. Dass das Kaufen von Optionen grosse Risiken trägt, war mir schon lange klar. Durch einige Beiträge damals noch im alten Cash-Forum und jetzt hier, bin ich auf den Gedanken geraten, als Stillhalter seien die möglichen Gewinne zwar viel kleiner, aber auch das Risiko. Da scheine ich etwas falsch verstanden zu haben. Ich werde bei Gelegenheit weiter dazu lesen, aber vom Traum, dass man mit den Prämien praktisch risikolos goldene Äpfelchen pflücken könne, und diese Äpfelchen mich regelrecht dazu auffordern, bin ich in den letzten zwei Tagen abgekommen.   So, jetzt ab zum Strand - dort gibt es auch goldene Äpfelchen...   Gruss fritz    
    •   Keine Sorge. Ich schätze Deine Beiträge und gebe Dir recht mit Deinen Hinweisen. Mit Schweizer Wohnsitz kann man einen account eröffnen. Seltsamerweise schliessen sie nur Deutsche Kunden aus. Mich irritierte es schon immer, denn der deutsche Markt für Optionen ist gross und wird ständig grösser und ich konnte nicht verstehen, weshalb man ausgerechnet den grössten Markt in Europa für Option Selling vom eigenen Geschäft ausschliesst. Vor einigen Jahren hatten Tom Sossnoff und Kollegen Ihre Plattform 'Think Or Swim' an TD Ameritrade verkauft Seit kurzem sind sie selber ins Brokergeschäft eingestiegen und bieten mit TastyWorks eine geniale Platform zu günstigen Konditionen speziell für den Optionshandel. Der Haken liegt in den "versteckten" Kosten für Ein- und Auszahlungen. Ebenso die Kosten für Assignment und Exercise https://tastyworks.com/commissions-and-fees.html   Das für mich gewichtigste Argument:
      Die Dokumentation und die Auszüge sind sehr mühsam zu verwalten. Es gibt keine Anbindung an Tradingdiarypro. Mein Tipp (falls nicht schon bekannt) https://www.tradingdiarypro.com/   Für mich die beste Software der letzten drei Jahre -  Endlich Übersicht und Durchblick ! Gruss, Don            
    • Hallo donblanco   Ich will hier keinesfalls lehrmeisterlich erscheinen, und schon gar nicht deine Reputation in Frage stellen. Aus deinen Beiträgen lerne ich sehr viel für meine eigenen Trades. Und es gibt noch viel zu lernen. Es geht mir nur darum, wieder einmal auf die Risiken hinzuweisen und Alternativen zu zeigen, um das Risiko zu begrenzen.   Wir werden täglich mit diversen Möglichkeiten konfrontiert, das schnelle Geld zu machen. Auf jeder Finanzwebsite flimmern die Prospekte neuer Finanzprodukte. Sogar in 20 Minuten wird mit immer grösserer Kadenz von Bitcoin und dergleichen berichtet. Das verleitet manchen vom schnellen Geld zu träumen. Doch der Markt ist effizient. Das Geld liegt nicht auf der Strasse. Und wenn doch mal Geld auf der Strasse liegt, werden andere schneller sein.   Danke für die Infos bezüglich Broker. Tastytrade kenne ich. Ich wusste bis heute aber nicht, dass ich als Non-US dort einen Account haben kann. Ich schaue mir das an. Die Plattform entspricht genau meinen Vorstellungen.
    •   Hallo Maka, Danke für Deinen gut gemeinten Rat. Du hast einiges zusammengefasst, welches den Neulingen eine Warnung sein soll. Ich bin gleicher Meinung - vor allem braucht es eine fundierte Ausbildung. Ich predige dies seit langer Zeit. Dennoch sind die allerwenigsten bereit, die notwendigen 500 oder 1000 Euro zu investieren und begeben sich blauäugig und ohne Erfahrung in das Lawinengebiet des Short selling. Ich kann mit diesem Widerspruch nur schlecht umgehen, aber ich muss es wohl oder übel akzeptieren.   Mein Thread könnte von Anfängern als eine einfache Technik zum Geldverdienen aufgefasst und umgesetzt werden.  Meine Zurückhaltung im Fortführen des Threads liegt unter anderem in dieser Sorge begründet.     Wenn Du in London und Zug ansässige Broker als "europäisch" ansiehst, dann kommst Du Deiner Forderung schon näher. Combo-Aufträge oder das kostenlose Schliessen der Optionsposition findest Du nur bei einigen US Brokerhäusern. Manche bieten eine Art flatrate. Mein Tipp: Guck mal bei Tastytrade. Wenn die viel handelst. macht es durchaus Sinn. Vor allem ist deren Handelsplatform für Optionen geradezu sensationell gut. Ich überlege ( nach 17 Jahren bei Interactivebrokers) meinen Optionshandel zu einem anderen Broker zu verlagern. Nicht wegen der Commissions, sondern wegen der genialen Handelsplatform. Da das Schreiben von Optionen auf Eurex Werte wenig sinnvoll ist, geschweige denn lukrativ, wirst Du ohnehin US Optionen handeln. Von daher macht ein solider US Broker sowieso Sinn.  
    • Es freut mich sehr, dass dieser Thread wiederbelebt wurde. Ich denke, es sind einige am Mitlesen / Mitschreiben, welche noch keine grosse Erfahrung mit Short Optionen gemacht haben.   Mein gut gemeinter Rat an alle Anfänger ist deshalb: Lasst für den Anfang die Finger von Short Put / Short Call Strategien.   Es gibt Alternativen. Diese sind für Anfänger, wie auch für Fortgeschrittene sehr gut geeignet. Dazu weiter unten mehr.   Short Call /Short Put (Naked Short / Naked Put) Es sind dies die einfachsten Strategien. Sie bergen aber auch die grössten Risiken. Short Call hat sogar theoretisch unbegrenztes Verlustrisiko - ein Trade und das Konto (oder noch mehr) ist weg! Ich gehe deshalb nicht weiter auf diese Strategien ein. Für Anfänger sind diese Strategien nach meiner Meinung nicht geeignet.   Vertical Credit Spread (Short Put Spread / Short Call Spread) Beim Vertical Spread ist eine Erweiterung der Short Call / Short Put Strategie. Die Verlustrisiken sind dabei aber begrenzt. Diese Strategie erweitert die Short Call / Short Put. Zusätzlich wird gleichzeitig zum Verkauf einer Option, eine Option der selben Art und Fälligkeit in einem Strike weiter Out of the money verkauf. Konkrekt anhand des Beispiuels NVDA könnte dies so aussehen.   Short Put Spread Verkauf NVDA DEZ17 190P (Put Option; Strike 190, Fälligkeit 15. Dezember) für USD 92.- Kauf NVDA DEZ17 185P (Put Option; Strike 185, Fälligkeit 15. Dezember) für USD 55.-   Unter dem Strich wird mir ohne Berücksichtigung der Kosten USD 37.- meinem Konto gut geschrieben. Ich erhalte also einen Credit. Mein maximaler Gewinn sind die USD 37.-. Ich erhalte den maximalen Gewinn, wenn NVDA am 15. Dezember bei >= 190.- steht. Mein maximaler Verlust ergibt sich aus dem Spread, abzüglich dem Credit. Dieser liegt bei (190-185) x 100 - 37 = 463   Funktionsweise Ich verkaufe ein Risiko und erhalte dafür Prämie. Zusätzlich zum Risiko sichere ich mich mit dem Kauf einer anderen Option, weiter aus dem Geld ab. Die Verluste des Short Puts werden ab dem unterschreiten des Long Puts kompensiert. Das Verlustrisiko ist dadurch begrenzt.   Vorteile + Das Verlustrisiko ist begrenzt durch Absicherung + kleine Marginanforderung   Nachteile - kleinerer Gewinn als bei anderen Strategien - doppelte Transaktionskosten*   Short Call Spread Einen Short Call Spread erhalten wird, wenn gleichzeitig ein Call näher am Geld verkauft, und ein Call weiter Weg vom Geld gekauft wird. Die Calls habe dieselbe Laufzeit.   *Kennt jemand einen europäischen Broker, der für das Verkaufen einen Put Spread nur die einfachen Transaktionskosten berechnet? Kennt Ihr Broker, welche für das Schliessen der Position keine Kosten berechnet?             
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