Jahresendrally?

cello

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26. Dez. 2011
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Svizzera
Der Oktober scheint - wer hätte das gedacht nach dem 10% Einbruch - doch noch mit einem positiven Vorzeichen zu schliessen. Doch wie geht es weiter? Steht uns eine Jahresendrally bevor?

Hier mal die letzten drei Jahre 2011-2013 in der Zeit von August bis Dezember.

Jahresende_2011-2014.png

 
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Also viel rauszulesen gibt's da in der Tat nicht :-x ;-)

Ich selber wage mich mal die Prognose, dass das Jahr 2014 zwischen 2070 und 2100 im SPX zu Ende geht. Würde in grober Passung mit 9000 im SMI stehen.

 
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Fed completes the taper - sorry, Jahresendrally abgesagt :razz:

Nein im Ernst, auch wenn es gerade etwas runter geht wegen der Fed News, gehe ich von einem positiven Jahresausklang aus. Die Korrektur ist vorbei. Es hat wieder nicht für mehr als 10% gereicht (SPX). Ich persönlich habe dieses Jahr mit einer grösseren Korrektur gerechnet. Wird wohl noch ein Weilchen dauern. Daher denke ich wird es in den kommenden Monaten, etwa im gleichen Stil wie die letzten Jahre, langsam raufziehen zu neuen Hochs.

Die Targets von Heimli finde ich optimistisch aber auch realistisch.

Und ja aus dem Vergleich mit den Vorjahren gibt es in der Tat nichts eindeutiges rauszulesen. Soll vor allem aufzeigen, dass es eben nicht jedes Jahr im November und Dezember straight up geht, wie man sich das vielleicht vorstellt bei einer Jahresendrally.

 
Auf was müsste man denn setzen um von der Rally profitieren zu können?

ETF auf SMI?

..oder gibt es gewisse Branchen die da erfahrungsgemäss besser performen?

 
Auf was müsste man denn setzen um von der Rally profitieren zu können?

ETF auf SMI?

..oder gibt es gewisse Branchen die da erfahrungsgemäss besser performen?
Jahresendrally wird traditionell durch die US-Retailer ausgelöst. Sprich: Entscheidend ist das Weihnachtsgeschäft, das traditionell im späten November und der ersten Dezember-Hälfte stattfindet. Es gibt viele Geschäfte (z.B. Spielwaren), die die Hälfte ihres Jahresumsatzes in der Vorweihnachtszeit generieren.

Entsprechend ist es sinnvoll auf genau diese Firmen sein Augenmerk zu lenken.

Der zweite Punkt ist das Window-Dressing. Dabei geht es darum, dass Vermögensverwalter kurz vor Ende de Geschäftsjahres jene Aktien ins PF holen, die in diesem Jahr sehr gut gelaufen sind.

Dabei geht es keineswegs um Optimierung der Performance sondern lediglich um Psychologie!

Ich erkläre das am besten an einem Beispiel:

Der Schönheitschirurg aus Beverly-Hills, der eine Million Dollar pro Jahr verdient, nur einen Bruchteil davon ausgibt und den grössten Teil seinem Anlageberater zwecks Vergrösserung des Vermögens überlässt, hat keine Ahnung davon, welche Aktien wann wie perfomed haben.

Im besten Fall liest er mal in der Zeitung, dass (Phantasiewerte) Microsoft und Alibaba die absoluten Renner dieses Jahres waren.

Wenn er nun per Ende Dezember seinen PF-Auszug liest und dort drin sieht, dass er in Microsoft und Alibaba investiert ist, dann macht ihn das glücklich. Dass MSFT und BABA erst kurz vor Jahresende gekauft worden sind, nimmt er dabei gar nicht wahr.

 
Ich selber wage mich mal die Prognose, dass das Jahr 2014 zwischen 2070 und 2100 im SPX zu Ende geht. Würde in grober Passung mit 9000 im SMI stehen.
S&P 500 2'070 - 2'090 wäre sogar noch innerhalb des langfristigen Weekly Channels seit 2011 möglich bis Ende Jahr.

SPX_weekly_20141031.PNG

Der SMI könnte durch den starken USD bzw. den schwachen CHF sogar noch überproportional steigen im Vergleich zum SPX.

 
Der SMI könnte durch den starken USD bzw. den schwachen CHF sogar noch überproportional steigen im Vergleich zum SPX.
Bis jetzt hat sich der steigende USD/CHF in der Kursentwicklung vom SMI noch nicht niedergeschlagen. Im Chart unten ist der SPX (schwarz) über den währungsbereinigten (SMI/USDCHF) SMI (blau) gelegt. Grün noch der USD/CHF Kurs.

SMIvsSPX_weekly_20141031.PNG

 
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Die BoJ-Bazooka der letzten Tage dürfte wohl einiges dazu beigetragen haben.

Wenn 270 Mrd. neu in Aktien fliessen sollen, ist das selbst für die Marktkapitalisierung des SP500 von 18'500 Mrd. kein Pappenstiel.

Ok, 270 Mrd sind nur 1.45% von 18'500 Mrd. Aber es stehen zu jedem Zeitpunkt ja nur etwa 2-5% der SP500-Aktien zum Verkauf.

Ich vermute deshalb einen kurzen aber heftigen Kaufdruck und ein überschiessen der Preise nach oben bis sich die Lage beruhigt und die neue japanische Pumpenkohle verballert ist.
Gleicher Vergleich wie oben noch mit dem Nikkei um den USD/JPY währungsbereinigt und dem SPX

Nikkei vs SPX_weekly_20141031.PNG

 
Ich denke es gibt ein Jahresendrally. Ist vielleicht einfach psychologischer Natur, dass gegen Ende des Jahres und auf Weihnachten hin...... (dem Feiertag des Konsums).......die Aussichten auf steigende Kurse an den Börsen so glitzern.

Die gestiegenen Kurse sind aber der Geldpolitik geschuldet. Die expansive Geldpolitik in USA solle zurückgefahren werden und die Zinsen sollen angehoben werden. Doch bin ich nicht so überzeugt, dass dies dann auch so umgesetzt werden kann. Ein steigender Dollar würde die Wirtschaft in USA ja etwas abbremsen. Die EZB wird ja eher die Geldpolitik weiter lockern, was den Euro drücken könnte. Auch den Franken und somit den Export nach USA begünstigen würde.

Zur Zeit ist der Ölpreis relativ tief. Die Saudis seien dafür verantwortlich. Sie drücken den Preis um ihre Marktanteile zu verteidigen, heisst es, da die Förderkosten nun für diverse Förderer nicht mehr rentabel sind. Gerade in USA seien viele Fracking-Projekte nun auf Eis gelegt.

Nun wurde also jahrelang die Wirtschaft durch tiefe Zinsen subventioniert. Das resultierende Wachstum ist aber eher als sehr schwach zu bezeichnen. Japan drückt jetzt aufs Gaspedal beim Gelddrucken. Die EZB wird wohl folgen. Das kann den Aktienkursen Auftrieb geben auch wenn die Gewinne der Firmen sich nicht steigern, denn die Dividendenrenditen sind einiges höher als die Zinsen auf soliden Oblis. 

Gefährlich wird es wenn die Inflation anzieht und die ZB s nicht rechtzeitig auf die Bremse treten können. 

 
Es gab nur wenige Jahre ohne Weihnachtsrally und daher bin ich zuversichtlich. Ich werde mir dieses Jahr wahrscheinlich noch mal eine Tranche Alibaba zulegen.

Nur mit dem Zeitpunkt bin ich mir noch nicht sicher, im November gab es auch schon öfters Crashes. Ich warte also mal noch etwa zwei Wochen.

Gruss

rallyfritze

 
Ich denke es gibt ein Jahresendrally.
Die Rally ist ja schon in vollem Gange. Der Einbruch vom Oktober wurde mit einer V-Korrektur gekontert. Schön ersichtlich in allen Indizes unten. Die grossen drei amerikanischen Indizes Dow (rot), Nasdaq (schwarz) und S&P500 (blau) haben unterdessen sogar schon das vorherige Top vom September überwunden. Der SMI (grün) ist noch an der Topmarke vom September am knabbern.

Solange Dow, NQ und SPX die Topmarken vom September (gestrichelte Linien), welche jetzt als Unterstützung gelten, nicht mehr unterschreiten, stehen die Zeichen voll auf Rally. Falls es nächste Woche nochmals einen Test dieser Marken geben würde, wäre dies ein guter Einstiegspunkt für diejenigen welche den Einstieg bis jetzt verpasst haben.

SPX-Dow-Nasdaq-SMI_daily_20141107.PNG

 
Ich denke es gibt ein Jahresendrally.
Die Rally ist ja schon in vollem Gange. Der Einbruch vom Oktober wurde mit einer V-Korrektur gekontert. 
Der Oktober war vielleicht die Gelegenheit in Bezug auf die nächste Zeit, günstiger aufzuspringen bei gewissen Aktien.

Der gesunkene Ölpreis, das Anziehen der Wirtschaft in USA und der gestiegene Dollar sind ev. wie eine Schmierseife im Getriebe der "Weltwirtschaft" und in der Buchhaltung gewisser Firmen. Andere leiden ev. darunter. z.B. im SPI, Transocen, Burkarth,Sulzer.....

Nun der gesunkene Ölpreis ist ja ein Ereignis, mit dem im Vorfeld niemand gerechnet hat. Für die Wirtschaft ein Geschenk des Himmels könnte man fast meinen. Oder vershwöhrungstheoretisch fragen, was hat der Westen den Saudis gegeben dafür ......oder .....mit was haben sie ihnen gedroht?..... :mrgreen:

Den Amis könnte es ja recht sein, wenn sie ihr eigenes Öl noch eine Weile behalten.

Für die Welt aber ist das ein Rückschlag meiner Meinung nach, denn es bedeutet wohl auch ein Rückschlag für die nachhaltige Energieerzeugung. 

Wie nachhaltig dieser gesunkene Ölpreis wohl ist? Denn sinkt der Preis, so steigt wohl auch bald die Nachfrage.

DIe tiefen Zinsen und hohen Schulden dazu.....

 Zutaten für zuküftige Inflation? 

 
Wie nachhaltig dieser gesunkene Ölpreis wohl ist? Denn sinkt der Preis, so steigt wohl auch bald die Nachfrage.
Die Nachfrage nach Oel ist stabil oder ziemlich stetig steigend. Das Angebot schwankt stark und damit der Preis.

Why Oil Prices May Shoot Back Up

I wouldn't dismiss El-Badri's argument as misguided, however. Oil demand is rather stable. OPEC's base scenario is based on average global economic growth of 3.5 percent a year between 2014 and 2040. Revising it down to 3.1 percent a year only reduces 2015 demand by 300,000 barrels of crude per day, and 2020 demand by 2 million barrels per day, to 95 million barrels.

Supply, by contrast, is more volatile, and not just because it's more subject to geopolitical shocks. It's easy to imagine how underinvestment might cause a disproportionally steep drop in supply. Much of the predicted output growth depends on the success of capital-intensive projects: tight oil, deep-sea drilling, extraction from oil sands. If these are shelved, even with low economic growth, oil will become scarce and prices will rise.
 
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Wie nachhaltig dieser gesunkene Ölpreis wohl ist? Denn sinkt der Preis, so steigt wohl auch bald die Nachfrage.
Die Nachfrage nach Oel ist stabil oder ziemlich stetig steigend. Das Angebot schwankt stark und damit der Preis.
Das Erdöl steht ja gewissermassen am Ende der Nahrungskette der Wirtschaft. Ich denke daher der Preiszerfall wirkt sich erst Mal stark deflationär aus, statistisch. Man bekommt mehr, fürs gleiche Geld. Das heisst ja, das Geld wertet sich auf.

Doch fürs Geld gibt es tiefe Renditen und das Oel wird verbrannt. 

Die Saudis können sehr billig ihr Öl fördern und haben wahrscheinlich noch grosse Mengen davon. So haben sie einen grossen Hebel den Preis zu "machen". Doch könnte dies dazu führen, dass eben die Nachfrage stärker ansteigt als man davon ausgeht. Nur schon all die Sparbemühungen im Westen beim Heizen und Fahren würden ev. stark nachlassen und in gewissen aufstrebenden Gegenden könnte die Nachfrage auch stark ansteigen einfach weil man plötzlich fürs gleiche Geld viel weiter reisen kann z.B. Dabei würde aber eine grössere Menge Öl verbrannt.. Die Aufwertung des Dollars bremst allerdings ja den Preiszerfall für die meisten Währungsräume. Schlecht scheint diese Ausgangslage für Brasilien, da die Förderkosten/Erschliessungskosten für die vermutlich grossen Vorkommen hoch währen, da sie sehr tief unter Meeresspiegel liegen. Der Real verliert schon seit einiger Zeit an Wert und die Inflation steigt.

 
Klar können durch tiefe Oelpreise alternative Energien weniger attraktiv werden. Nur geht das alles viel langsamer, Häuserisolationen werden nicht plötzlich aufgegeben, sparsame Aitos verkauft etc.  Die Nachfrage ist "long-term"  Angebot in vielen Fällen "short-term". Die Produktion kann auf Fingerdruck gedrosselt werden, oder in den Ländern wo es nur heraufgepumpt werden muss, auch per Fingerdruck erhöht werden.

Daher die Aussage, dass die Volatilität des Oelpreise durch das Angebot verursacht wird.

 
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So läuft die Jahresend-Rally auf vollen Touren. Wie war das, Deutschland die Lokomotive der EU, befindet sich in einer Wachstumschwäche und ebenso verlangsamt sich das Wachstum in China? Schwamm drüber, die Geldpolitik ist zur Stelle und die Märkte feiern als gäbe es kein Morgen. Aktien steigen, Gold steigt sogar mit, Dollar auch. Alles grün. 

Je höher die Börsen steigen, desto tiefer können sie fallen. ...altes indianisches Sprichwort :D

Aber das ist ein Kapitel was dieses Jahr kaum mehr aktuell wird, schätz ich Mal. Ist das Gier oder Euphorie, was die Kurse so nach Oben treibt? Beides wäre gefährlich. Oder ist es nüchterne Betrachtung? Wenn man Rendite auf seinen Anlagen will kommt man nicht um Aktien herum ist ja der Tenor. Wo sollte also das Geld hinfliessen wenn es aus Aktien abgezogen würde? Wohl kaum in Staats-Anleihen. 

Mit den etwas langweiligen Standardwerten aus dem SMI ist man im Schnitt gut gefahren dieses Jahr. Auch ist die Dividendenrendite immer noch über den Alternativen. Nun ja, irgendwann machte dann sicher wieder Mal Bumm. Das gehört dazu. 

 
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Billiges Öl ist für die Konjunktur gut. Viele Firmen werden direkt davon profitieren und es wird sich auf deren Gewinne auswirken. Natürlich wird es auch Verlierer geben welche mit der Ölförderung/verarbeitung etc. Geld verdienen. In USA könnten zudem ein paar Banken Probleme bekommen. Wie weit auch Banken in EU/CH involviert sind im Frakingboom und in der Tiefseeförderung...keine Ahnung. Aber da steht garantiert eine Menge Kohle auf dem Spiel. 

Ebenso könnten die EM-Preise unter Druck geraten, da Inflation noch weiter hinter den Horizont gerückt ist als sie schon war . Aber insgesamt wird sich das positiv auf die Aktienmärkte auswirken, schätze ich mal. Ist natürlich auch die Frage wie langfristig der Preis so tief bleibt.

Für die Umwelt ist es allerdings nicht gut. Denn dies wird auch die Nachfrage nach Öl steigern. Der Klimawandel lässt sich so sicher nicht aufhalten lassen, wenn Benzin und Kerosin und Heizöl nun mit Rabatten zu kriegen sind.

Längerfristig gesehen kann sich dies einmal ins Gegenteil umkehren, wenn die Nachfrage steigt und das Angebot gedrosselt wird, würde der Preis wieder anziehen, was ja ev. auch die Überlegung der Saudis ist. So drängen sie Konkurrenz aus dem Markt. Gehen einige der Frakingbuden pleite, so würde es wohl länger gehen bis die wieder Kapazitäten aufbauen können.

Die Rallye könnte also weiter gehen. 

 
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