SMI im Januar 2013
Geschlossen83 Antworten15'687 AufrufeGestartet von Marcus Fabian ·
Was wir wissen ist lediglich, dass die BoJ gross pumpt und dass japanische Fonds aus Angst vor Entwertung des Yen ihr Geld im Ausland in Sicherheit bringen. Gut möglich, dass sie auch die Rohstoff- und Edelmetallmärkte nach oben kaufen. Oder europäische Staatsanleihen via ESM?Die BoJ selbst hat vor einer Woche schon davon geredet ESM Bonds zu kaufen...
Die Japaner wollen jetzt ESM Bonds kaufen um den Yen zu schwächen.Ich denke die Outperformance des SMI gegenüber dem DAX und anderen Weltindizes in den letzten Tagen ist grösstenteils auf den schwachen CHF zurückzuführen. Wenn der CHF sinkt, dann werden die CH Aktien für ausländische Investoren günstiger.
http://www.bloomberg.com/news/2013-01-0 ... n-yen.html
Der Währungsabwertungskrieg geht weiter und es ist kein Ende in Sicht.
Ich warte nur noch darauf bis die Fed beginnt im grossen Stil Aktien aufzukaufen :o
Hier SMI - EURCHF - DAX vom 07.01. - 18.01.2013 im Vergleich.

Genau gleich ging es ja in den letzten Jahren. Der CHF wurde immer stärker und der SMI hat die anderen Indizes in dieser Zeit entsprechend underperformt.
Klingt plausibel. Schliesslich hat der Franken in den letzten Tagen 3% gegenüber dem Euro verloren. Hierzu noch ein interessanter Artikel von der Bank Pictet:Pictet On The Sudden Depreciation Of The Swiss FrancKurz zusammengefasst:Der Franken stieg in den letzten Jahren aus zwei Gründen:1. Unsicherheit über die Zukunft des Euros. Entsprechend haben vor allem Europäer in Franken investiert, um ihr Vermögen zu sichern. Derzeit ist der Euro aus der Schusslinie und gilt offiziell als gerettet. Gut möglich also, dass die Europäer ihr Geld aus der Schweiz wieder zurückholen, was den Schwächenanfall des Franken erklären dürfte.2. Die Teuerung in der Schweiz liegt etwa 2.5% unterhalb der gewichteten Teuerung ihrer Handelspartner, was entsprechend den Franken stärkt.
Klingt plausibel. Schliesslich hat der Franken in den letzten Tagen 3% gegenüber dem Euro verloren.Also ist man als Anleger oder Zocker von Schweizer Aktien gut beraten immer ein Auge auf den CHF Kurs zu haben in den nächsten Tagen/Wochen/Monaten.Eigentlich schon strange wenn Währungskurse Aktienkurse machen. Aber wir sind ja anpassungsfähig ;)
Eigentlich schon strange wenn Währungskurse Aktienkurse machen. Aber wir sind ja anpassungsfähig ;)War das nicht immer schon so??
War das nicht immer schon so??Hab das noch nie statistisch untersucht aber wahrscheinlich schon ja.Der Punkt ist, dass die Schwankungen bei den Währungen früher nicht so stark und nicht so schnell waren wie heute. Die Auswirkung der Währungskurse auf die Aktienkurse an sich ist demnach wohl nicht grösser geworden im Verhältniss aber da die Schwankungen an der Forex grösser wurden, sind auch die Ausschläge deswegen bei den Aktien grösser.
Das Problem ist, dass alle wichtigen Währungen dieser Welt manipuliert sind und werden.Der freie Markt spielt nicht mehr.
Nein. Es ist ja erst seit etwa 15 Jahre für Jedermann möglich, auch ausserhalb seiner Heimatbörse Aktien zu kaufen. Und auch der elektronische Handel mit Fremdwährungen, Derivaten, Rohstoffen ... ist vergleichsweise neu.Natürlich konnten die Profis schon vor 20 oder 50 Jahren Anleihen in anderen Ländern kaufen aber das war mit entsprechendem Aufwand und Kosten verbunden. Als Kleinanleger konnte man das erst nach Massen-Einführung des Internet. Also so ab 1995.Das Volumen über die Landesgrenzen hinweg hat also zugenommen. Und somit auch die Thematik um Wechselkurse.Vor 1971 gab es die Wechselkurs-Problematik ohnehin nicht: Der Dollar war an Gold gebunden und die westeuropäischen Währungen an den Dollar. Währungsschwankungen waren also sehr gering und wurden meist schnell ausgeglichen.Eigentlich schon strange wenn Währungskurse Aktienkurse machen. Aber wir sind ja anpassungsfähig ;)War das nicht immer schon so??
Das Problem ist, dass alle wichtigen Währungen dieser Welt manipuliert sind und werden.Kommt drauf an wie du "manipuliert" in diesem Zusammenhang definierst.Wenn du meinst die Wechselkurse sind manipuliert weil die Notenbanken durch die expansive Ausweitung ihrer Bilanzen die eigenen Währungen versuchen zu schwächen, dann muss ich dir recht geben.Wenn du aber der Meinung bist, dass der Devisenmarkt manipuliert sei, dann muss ich da Einsprache erheben. Der Devisenmarkt ist der liquideste Markt der Welt. An der Forex wird täglich mehr Volumen gehandelt als an irgendeiner Aktien- oder Anleihenbörse auf dieser Welt. Da wäre es also extrem kostenintensiv diesen Markt zu manipulieren.
Mit Stimmungsmache, mit Gerüchten lassen sich selbst 3 Bio. Dollar täglichgut manipulieren. Gerade FOREX ist kein Kindergeburtstag. da geht es,wie Du sagst, um viel Geld. warum sollte man da also zuschauen, wie andereden Schnitt machen...
Ich meine einfach da sind zu viele player und kräfte am werk!Snb, ezb, fed, jordan, kursuntergrenze, draghi, fiscal cliff, qe, anleihekäufe, politik, u.s.w.Einfach zu unübersichtlich und unberechenbar.
Ich meine einfach da sind zu viele player und kräfte am werk!Snb, ezb, fed, jordan, kursuntergrenze, draghi, fiscal cliff, qe, anleihekäufe, politik, u.s.w.Einfach zu unübersichtlich und unberechenbar.Ok alles klar aber "manipuliert" ist da der falsche Ausdruck dafür :ok: Ich finde den Devisenmarkt auch extrem schwierig zu handeln als direktionaler Trader. Er bietet aber diverse sehr praktische Vorteile gegenüber den anderen Märkten. Zum Beispiel die extrem kleinen Spreads. Ich "handle" die Wechselkurse aber hauptsächlich mit automatisierten Systemen, dafür ist es der perfekte Markt.@KojakMag schon sein, niemand kann dir das abschliessend beantworten. Ich bin eh kein Fan von diesen Aussagen: "Das ist alles manipuliert" , "Alles nur gefaked" , usw.Kommt doch gar nicht drauf an. Wenn du etwas tradest, dann entscheidest du jedesmal selbst ob du kaufen oder verkaufen willst. Who cares ob der entsprechende Markt jetzt manipuliert ist oder nicht. Wenn er manipuliert ist und von irgendwelchen grossen Kräften in eine Richtung geschoben wird, dann muss man halt auch in diese Richtung mitmachen. Wenn man es nicht schafft und abgezockt wird, dann lässt man es besser sein.
Sehr spannende Zusammenfassung von MarcusFabian! Viele interessante Argumente.Heute gab es einen längeren Kommentar im Handelsblatt zum Thema Euro. Da wurde argumentiert, dass der euro zum Dollar stark abwerten wird in den naechsten Jahren, weil dies fuer Europa ein weiterer Schritt zur Bewaeltigung der Finanzkrise waere. Mal sehen was der chf dann macht.Alles sehr schwer abzusehen was da in den naechsten Monaten und Jahren auf uns zu kommt.
Hätte mir jemand eine Terminliste mit den bevorstehenden Quartalszahlen? Vielen Dank! :ok: GrussFirstbid
Hätte mir jemand eine Terminliste mit den bevorstehenden Quartalszahlen?Hier die wichtigsten für nächste Woche:
Mo Schlatter Umsatz 2012
Di Austriamicrosystems Geschäftsjahr 2012
Di Tornos Umsatz 2012
Di Hügli Umsatz 2012
Mi Roche Geschäftsjahr 2012
Mi CPH Chemie + Papier Umsatz 2012
Do Emmi Umsatz 2012
Do Gurit Umsatz 2012
Do Bucher Umsatz 2012
Fr Autoneum Umsatz 2012
Und hier noch eine Liste derjenigen CH Unternehmen, welche 50% oder mehr ihres Umsatzes im Euroraum machen:

Quelle: NZZ am Sonntag
Dies ist insofern interessant, da diese Unternehmen speziell vom sinken Franken profitieren. Sollte also der CHF weiter an Wert verlieren, wären dies sicher interessante Titel.
Hätte mir jemand eine Terminliste mit den bevorstehenden Quartalszahlen? Vielen Dank! :ok: GrussFirstbidCash.ch/News/Termine
@marcello/turbo: Hervorragend, Danke! GrussFirstbid
Guten MorgenIch würde gerne mal von den Nutzern bei Trader Forum erfahren (wenn Ihr dies mit mir teilt), was für Aktien Ihr für 2013 im Fokus habt?1 Meinung ist gut aber 1000000 sind besser!MFGPS
Und das fragst du jetzt im Thread der Bellevue Group Aktie? :bravo: So im Sinne, eine gute Sicht auf 2013...Also ich habe unter anderem Roche, Nestle, Zürich im Depot. Sind alle schon länger drin und bin auch zuversichtlich für das aktuelle Jahr. Man muss halt immer wieder mit Korrekturen rechnen zwischendurch.
Ich würde gerne mal von den Nutzern bei Trader Forum erfahren (wenn Ihr dies mit mir teilt), was für Aktien Ihr für 2013 im Fokus habt?Hallo PS,Ich habe deinen Beitrag in den SMI Thread verschoben.Gemässe der Umfrage von Ende Dezember sind ABB, Credit Suisse, UBS und Zurich die Favoriten fürs 2013, siehe Umfrage: SMI Top Aktien 2013Ein Bisschen Financial lastig :?
Gemässe der Umfrage von Ende Dezember sind ABB, Credit Suisse, UBS und Zurich die Favoriten fürs 2013, siehe Umfrage: SMI Top Aktien 2013Uups, das sind genau die Titel, die ich nicht im PF haben wollte! :nein:
Der Knackpunkt bei den Aktienpreisen sind die Zinsen. Steigen die Zinsen oder die Teuerung oder wird vom Markt auch nur der Anstieg eines der beiden erwartet, (beide laufen ja Hand in Hand), werden Aktien massiv billiger.
Letzteres ist auch der Fall, wenn z.B. die USA Sparmassnahmen einleiten und den Weg der Geldmengen-Inflation verlassen würden. (aber hier sehe ich eine Eintrittswahrscheinlichkeit von unter 5%)
Meine Empfehlung für Anleger, die über alle Anlageklassen investieren, lautet:
* Sofort raus aus allen Anleihen, Obligationen! Anleihen, vor allem Staatsanleichen, sind keine Sachwerte und in keinster Weise inflationsgeschützt.
* Vermögen absichern mit Edelmetall-Anteil von 20-30%
* Aktien-PF überprüfen: siehe nächsten Abschnitt
Meine Empfehlung für Anleger, die nur in Aktien investieren, lautet:
* Überprüft nicht nur die Dividende und das KGV eurer Aktien sondern auch wie hoch die Schulden der Firma im Vergleich zu Umsatz/Gewinn sind: Raus mit Aktien von Firmen, die hohe Schulden haben und umschichten in Firmen mit niedrigen Schulden, denn je höher die Schulden um so anfälliger ist die Firma für eine Zinserhöhung.
* Überlegt euch, wie der Absatz der Produkte aussehen wird, wenn die Zinsen steigen. ==> Umschichtung von Firmen, die weniger wichtige und somit Zinsanfällige Produkte anbieten in solche, die zinsresistente Produkte anbieten (Nahrung, Energie, Pharma, Telekom)
* Raus aus FIRE-Aktien (Finance, Insurance, Real-Estate). Also weg mit UBS, CS, ZURN etc. Auch wenn die im Moment vergleichsweise gute Dividende zahlen.
[COLOR= #FF0000]Generell: Raus aus Aktien, die nur virtuelle Werte schaffen und rein in Aktien, die physische und von den Menschen benötigte Dinge produzieren.[/COLOR]
Ich weiss, dass ich damit jetzt die Dividendenjäger auf den Plan rufe, die die Aktie X empfehlen, weil die eine um 1% höhere Dividende zahlt als Aktie Y.
Aber denen sei die Frage gestellt: Bist Du bereit, wegen 1% oder 2% höherer Dividende das Risiko einzugehen, einen 50% Wertverlust der Aktie hinzunehmen?
Das intelligenteste und ausgewogenste PF, das zu lesen ich in den letzten Jahren die Ehre hatte, ist das PF von unserem John Doe:
Einerseits ein Mix aus guten Dividendentiteln, etwas passiven aber seriösen Sachwerten (Roche, Nestle), die Dinge produzieren, die die Menschheit braucht. Ein PF ohne die Hochrisiko-Titel aus der Finanzwelt.
Noch defensiver abgesichert durch Gold.
Andererseits sehr aggressiv mit Tesla, einem Startup, das durchaus Verluste bis 100% einfahren kann, das aber auch in einigen Jahren so gut performen kann wie dereinst eine Microsoft, Cisco oder Nokia. Also ein ausgezeichnetes Preis-Risiko-Verhältnis hat.
John äussert sich zwar nicht darüber, wie hoch TSLA in seinem PF gewichtet ist aber ich vermute mal, dass es nicht mehr als 5-10% sind und somit auch ein Totalverlust von TSLA die Gesamtperformance nicht ins rote treiben würde.
John, Kommentar hierzu?
Seite 4 von 5 · 84 Beiträge in diesem Thema