Sonova (SOON)

Metropolit

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04. Jan. 2012
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Steht momentan bei CHF 100.- an. Denke der Titel könnte gut etwas zurückkommen.Wir hatten in letzter Zeit einen sinkenden RSI, sinkende Volumen und gleichzeitig einen steigenden Preis. Keine sonderlich positiven Signaleaus der Charttechnik. :sell:

 
Kurs nach den Zahlen unter Druck auf CHF 88, PE ca. 18. Stark unter Hetscherkontrolle, wenig Kursleistung, kaum tradebar. Solider Ertragswert. Dividende 1.20 CHF entspricht einer Bruttodividende von 1.3% bei Kurs 90 CHF. Halte 1 Paket in Buchverlust, bleibt auf dem Radar, im aktuell Medtech-feindlichen Umfeld kein Nachkauf. Zahlen: Stäfa (awp) - Der Hörsystem-Hersteller Sonova hat im Geschäftsjahr 2011/12 (per Ende März) in Lokalwährungen wiederum ein starkes Wachstum über dem Marktdurchschnitt erzielt. Dabei haben beide Segmente Hörgeräte und Hörimplantate deutlich zugelegt. Getrübt wurde das Ergebnis einmal mehr vom starken Franken. Das Unternehmen blickt weiterhin zuversichtlich in die Zukunft und erwartet auch im angebrochenen Jahr eine Umsatzsteigerung in Lokalwährungen im hohen einstelligen Prozentbereich.Der Umsatz stieg 2011/12 gegenüber dem Vorjahr um 0,2% auf 1,62 Mrd CHF. In lokalen Währungen betrug das Umsatzwachstum jedoch 12% und lag damit klar über der firmeneigenen Guidance von 8% bis 10%. Der EBITA sank um 3,5% auf 315,2 Mio, die entsprechende Marge verschlechterte sich auf 19,5% (VJ 20,2%). Der Rückgang ist vor allem dem starken Franken geschuldet, welcher negative Währungseffekte von rund 82 Mio CHF zur Folge hatte. In Lokalwährung (LW) hätte derweil ein EBITA-Wachstum von knapp 22% resultiert.Der EBIT betrug 287,7 Mio CHF, was einem Plus von 6,2% gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Unter dem Strich verblieb ein um 6,6% gestiegener Reingewinn von 246,4 Mio, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung - basierend auf den "positiven Resultaten" - die Ausschüttung einer verrechnungssteuerfreien Dividende von 1,20 CHF je Aktie vor, gleichviel wie 2010/11.Damit wurden die Erwartungen der Auguren beim Umsatz exakt erfüllt, bei den operativen Ergebnissen jedoch unterboten. Von AWP befragte Analysten hatten mit einem Umsatz von 1,62 Mrd CHF, einem EBITA von 321,3 Mio und einem EBIT von 299,6 Mio gerechnet. Beim Reingewinn waren 251,2 Mio erwartet worden.HÖRGERÄTE WACHSEN ÜBER MARKT - IMPLANTATE ÜBERTREFFEN ERWARTUNGENDas Kerngeschäft Hörgeräte, welches 94% des Gruppenumsatzes ausmacht, habe sich gut entwickelt, heisst es weiter. Der Umsatz stieg hier um 9,7% in LW, wobei 4,5% auf organisches Wachstum entfielen. Damit sei einmal mehr das Marktwachstum übertroffen worden. Die erfolgreiche Einführung einer breiten Palette von Hörgeräten basierend auf der Phonak Spice und Unitron Era Plattform habe zum Wachstum beigetragen. Dank regelmässigen Verbesserungen der Technologie und den Produkten konnte Sonova im Berichtsjahr 71% ihres Gesamtumsatzes mit Hörgeräten erwirtschaften, die seit weniger als zwei Jahren auf dem Markt sind. Das Hörgeräte-Segment erzielte dabei einen EBITA von 339,3 Mio CHF, was einer EBITA-Marge von 22,3% entspricht. In LW hätte gar eine Marge von 25% resultiert.Auch die Umsätze im Hörimplantate-Segment haben sich erfreulich entwickelt und gar die Erwartungen übertroffen, schreibt das Unternehmen in dem Communiqué weiter. So habe man nach der erfolgreichen Wiedereinführung des HiRes 90K Cochlea-Implantats sowie mit ersten Verkäufen des neuen, wasserdichten Neptune einen Umsatz von 96,3 Mio CHF erwirtschaftet. Das Hörimplantate-Segment verzeichnete einen negativen EBITA von 24,1 Mio, was einerseits die Marktrückkehr der Implantate zur Jahresmitte sowie andererseits die mit der Standortschliessung von Phonak Acoustic Implants verbundenen Kosten von 2,7 Mio widerspiegelt. Der EBITA-Verlust im Geschäftsjahr 2011/12 stellt aber eine Verbesserung um 21,0 Mio gegenüber dem Vorjahr dar. Sonova geht davon aus, dass das Hörimplantate-Segment das erhoffte ausgeglichene EBITA-Ergebnis im Geschäftsjahr 2012/13 erreichen wird.AUSBLICK POSITIV - STARKES UMSATZWACHSTUM IN LW ERWARTETBeim Ausblick auf das Geschäftsjahr 2012/13 gibt sich Sonova weiterhin zuversichtlich. Das Unternehmen geht davon aus, dass im kommenden Jahr sowohl im Hörgeräte- als auch im Hörimplantate-Segment ein solides Wachstum bei Umsatz und Ertrag erzielt werden kann. Es wird ein Wachstum des Gesamtumsatzes im Rahmen von 7% bis 9% in Lokalwährungen und eine EBITA-Steigerung im Bereich von 15% bis 20% erwartet. Diese Annahmen beruhen auf Wechselkursen von 1,21 CHF zum EUR und 0,88 CHF zum USD.dl/cf

 
Eigentlich ist die Aktie interessant, ich kenne mich aber zu wenig aus mit der Konkurrenz und Marktentwicklung. Beispiel aus der Schweiz: http://www.kind.com/ch Hat Jemand einen guten Ueberblick zum internationalen Markt, Patenten, Kostenübernahme durch Versicherungen etc. ? Müsste das genauer anschaueb, bevor ich die Aktie als Langfristanlage kaufe.Ich weiss nicht, ob nicht neue Konkurrenten kommen könnten...das der Markt in Zukunft weiter anwächst mit der Walkman- und nun iPod-Generation und allgemeiner Lebenserwartung scheint mir unbestritten.

 
at bscyb

aus der FuW, 23.05.2012:

Auf Sonova ist wieder Verlass. Der gemessen am Umsatz weltgrösste Hersteller von Hörgeräten erwirtschaftete nach einem turbulenten Vorjahr trotz des Frankenhöhenflugs einen Rekordumsatz von 1620 Mio. Fr. (+0,2%). Auf Basis konstanter Wechselkurse betrug das Wachstum 12%, womit Sonova die auf 3 bis 4% bezifferte Expansion des Gesamtmarkts klar übertraf. Der Betriebsgewinn vor Amortisation (Ebita) nahm in Landeswährung gar 22% auf 315 Mio. Fr. zu. Das ergibt eine Marge von 19,5%, die exakt dem Mittelwert der vom Unternehmen in Aussicht gestellten 19 bis 20% entspricht.

Dem Markt reichte das gleichwohl nicht. Die Aktien verloren am Dienstag in der Spitze gegen 11%. Hauptgrund dafür war die von Sonova für das laufende Geschäftsjahr (per Ende März 2013) in Aussicht gestellte Rentabilität: Auf Basis einer erwarteten Verbesserung von 15 bis 20% würde sich der Ebita auf 362 bis 378 Mio. Fr. einstellen. Analysten hatten im Durchschnitt mit rund 400 Mio. Fr. gerechnet.

An vorderster Front

Sonova gelang es nach der Gewinnwarnung im März 2011 und der kurz darauf folgenden Demission von CEO Valentin Chapero und Finanzchef Oliver Walker rasch wieder Tritt zu fassen. Insofern blieben die Erwartungen an das Management hoch, das seit vergangenem November unter der Leitung von Lukas Braunschweiler steht. Die Schätzungen der Analysten dürften nun auf ein realistischeres Niveau angepasst werden, was Anlegern die Chance gibt, zu tieferen Einstiegskursen Positionen in Sonova aufzubauen. Das Hörgerätegeschäft bietet in einem von vielfältigen Ängsten geprägten Wirtschaftsumfeld nach wie vor erbauliche Perspektiven, und Sonova verspricht weiterhin an vorderster Front mitzumischen.

Die Eurokrise hat das Geschäft von Sonova im markanten Gegensatz zu den im Zahnimplantatgeschäft aktiven Branchennachbarn Straumann und Nobel Biocare bisher nicht beeinträchtigt. Die Gruppe aus Stäfa steigerte im zurückliegenden Geschäftsjahr in der Verkaufsregion Europa, Naher Osten und Afrika den Umsatz in Lokalwährung 15% auf 626 Mio. Fr. Auch im zweitgrössten Absatzmarkt, den USA, kam Sonova mit einem Plus von 9% auf 590 Mio. Fr. gut voran. Sie profitiert davon, dass Patienten in Europa die Kosten ihres Hörgeräts meist zum grössten Teil durch die Krankenkasse rückerstattet bekommen, sofern sie sich nicht für ein besonders teures Modell entscheiden. In den USA hilft Sonova ihr Marktanteil von über 50% im Geschäft mit Militärangehörigen (Veterans Affairs, VA). Dieser Bereich blieb trotz der angepannten Lage des amerikanischen Staatshaushalts von Kürzungen bislang weitgehend verschont.

Wachstum aus eigener Kraft

Weiterhin stark ausbaubar ist das Asiengeschäft, das 2011/12 trotz eines Wachstums von 24% erst 10% zum Konzernumsatz beisteuerte. Gegenüber «Finanz und Wirtschaft» sagte CEO Lukas Braunschweiler am Rande der Bilanzmedienorientierung, dass Sonova in China, wo sich der Umsatz noch auf 20 Mio. Fr. beschränke, ein bedeutendes Expansionsprojekt am Laufen habe. Angesprochen auf grössere Zusammenschlüsse im Hörgerätesektor meinte er, dass sämtliche sieben bis acht führenden Hersteller «ziemlich schlank» aufgestellt seien und von daher kein Zwang zur Konsolidierung bestehe.

Sonova will in den nächsten zwei bis drei Jahren trotz beinahe schuldenfreier Bilanz – die Nettoverschuldung reduzierte sich per Ende März zum Vorjahr von 111 auf 64 Mio. Fr. – primär aus eigener Kraft wachsen. Vorgesehen seien lediglich kleinere Zukäufe im Gesamtwert von rund 60 Mio. Fr. pro Jahr, sagte Braunschweiler. Vorläufig eine Absage erteilte der vom staatlichen Schweizer Rüstungskonzern Ruag zu Sonova gestossene Konzernchef dem Thema Aktienrückkäufe: «Im Moment ist nichts Derartiges geplant.»Der dänische Konkurrent William Demant sprach im jüngsten Quartalsbericht davon, dass die Preise für Hörgeräte branchenweit leicht zurückgehen würden. Braunschweiler kommentierte diesen Trend nur ausweichend. Sonova setze weiterhin stark auf – preisstabilisierende – Innovationen. Das Ergebnis davon sei, dass 70% des im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschafteten Gesamtumsatzes Hörgeräte betreffe, die zwei Jahre und weniger auf dem Markt seien. Der Branchenführer versucht zudem, Preisdruck auszuweichen, indem er vorzugsweise mit unabhängigen Audiologen statt mit grossen Hörgerätevertriebsketten wie Amplifon kooperiert. Ob diese Strategie aufgeht, ist offen. Der ebenfalls dänische Wettbewerber GN ReSound liefert grosse Stückzahlen an Amplifon und erhält dafür gegenwärtig viel Lob von den Anlegern.Mit 3.71 Fr. Gewinn je Aktie hat Sonova die FuW-Schätzung von 4 Fr. leicht verfehlt. Für 2012/13 rechnen wir neu statt mit 5.10 nur noch mit 4.80 Fr. Überschuss. Auf dieser Grundlage ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 18, das mit Blick auf die überlegene Marktposition von Sonova noch Raum für Avancen lässt.

 
Vorsicht bei Sonova. Diese Woche gab es Insiderverkäufe für ca. 26.5 Mio Fr.Habe die Insiderkäufe und verkäufe etwas zurückverfolgt. Die besitzen ein ganz feines Näschen zum kaufen und verkaufen.Ich vermute Sonova wird nächste Woche etwas zurückkommen.Wer einsteigen will, sollte noch etwas zuwarten, die wird bestimmt noch günstiger.