Timing Strategie

Turbo

New member
03. Jan. 2012
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Ich halte nicht sehr viel von einer Strategie die einfach Aktien kauft und einfach liegen lässt, diese Zeit war in den 80 und 90 Jahren der Fall, doch hat sich diese Situation im letzten Jahrzehnt gewaltig gewandelt. 1998 war der SMI schon 8000 und mehr und wir sind immer noch nicht dort und es ist schon 15 Jahre her.Warren Buffet Berkshire Hathaway war vor 10 Jahren bei 75'000 und jetzt bei 146'000. Sieht super aus aber der US$ war bei 1.55 und jetzt bei 0.92 und wenn ich dann die Inflation dazu nehme muss ich froh sein nichts verloren zu haben.75'000 x 1.55 = 116'250146'000 x 0.92 = 134'320 Performance 15,5 %!!Waren Buffet macht natürlich auch Kohle nicht mit anlegen, so musste Swiss Re ihm damals für sein Geld 12% usw. , was ein Normal-Anleger sowieso nicht kann. Die Strategie von MF gefällt mir da schon besser und er hat unter dem Strich auch Geld verdient. Aber eben wer wagt es schon sein ganzes Vermögen in Gold anzulegen. Aber mit seiner Zyklen Strategie kann man mit entsprechendem Mut Geld verdienen. Bis anhin habe ich noch keine Strategie oder kein Depot gesehen, das in den letzten Jahren mir 5-10%Ertrag gebracht hat, ohne ein Management und ständiges beobachten der Märkte. Den Timing ist nun mal das A und O in diesem Geschäft. Oder man hat die göttliche Eingebung und hat die Banken und Versicherungen in der Schweiz rechtzeitig verkauft.Wie sind jetzt eher hoch und nicht niedrig, daher ist jetzt aus meiner Sicht der Zeitpunkt gekommen auch einmal die Gewinne zu sichern und dann sich zu gedulden und nichts zu tun.Verdient hat man mit nichts tun in den letzten Jahren in der Schweiz mit Gold und Immobilien und nicht mit Aktien.Und wenn jemand etwas anderes behauptet, dann muss er es mir schon beweisen, sonst ist es nur ein Gerede. Denn mit Waren Buffet wurde ich in den letzten 10 Jahren auch nicht reich. Wer mit Aktien reich werden will, sollte besser schon ein Vermögen haben, sonst wird es schwierig. Ich glaube nur was ich schwarz auf weiss sehe. Es gibt Leute die können gut reden und schreiben, aber handeln ist etwas anderes. Viele von diesen Gurus leben primär vom Schreiben und nicht von ihren Anlagen. Ein Normalo wurde mit Aktien in den letzten 15 Jahren nicht reich oder er hat mit optimalen Timing gekauft und verkauft. Klar Timing ist einfach gesagt, aber um ein solches Marktgespühr zu entwickeln, braucht es viel Zeit und Erfahrung. Und eben nur mit diesem Timing konnte man in den letzten Jahren eine überdurchschnittliche Rendite erzielen.

 
Ich war bevor ich mich mit 50 pensioniert habe Anlageberater bei der UBS. Ich empfehle gebt nur einem Anlageberater eurer Geld der auch persönlich ein Depot hat, sonst macht es besser selbst. Denn nur wer selber anlegt, hat auch wirklich Interesse an der Materie und verkauft nicht primär die Produkte der Bank. Denn die heutigen Anlageberater sind primär Produkteverkäufer und eben nicht mehr Anlageberater. Sie verkaufen mit schönen Grafiken ihre Produkte und haben zum Teil nicht mal mehr die Zeit die Börse zu verfolgen. Ich vergesse nie als ich meinen Kunden, aber auch nur den mir persönlich charakterlich bekannten Personen Mobilezone zu 1Fr empfohlen habe. Ich wurde zum Chef zitiert und er mir klar machte, das dies nicht meine Aufgabe sei und ich nur die Aktien auf der Liste der UBS kaufen könne.

 
Wie sind jetzt eher hoch und nicht niedrig, daher ist jetzt aus meiner Sicht der Zeitpunkt gekommen auch einmal die Gewinne zu sichern und dann sich zu gedulden und nichts zu tun.Verdient hat man mit nichts tun in den letzten Jahren in der Schweiz mit Gold und Immobilien und nicht mit Aktien.Und wenn jemand etwas anderes behauptet, dann muss er es mir schon beweisen, sonst ist es nur ein Gerede. Denn mit Waren Buffet wurde ich in den letzten 10 Jahren auch nicht reich. ............. Ein Normalo wurde mit Aktien in den letzten 15 Jahren nicht reich oder er hat mit optimalen Timing gekauft und verkauft. Klar Timing ist einfach gesagt, aber um ein solches Marktgespühr zu entwickeln, braucht es viel Zeit und Erfahrung. Und eben nur mit diesem Timing konnte man in den letzten Jahren eine überdurchschnittliche Rendite erzielen.
Wo du recht hast, hast du recht. Das deckt sich mit meiner Erfahrung seit 2001. Da schaute mit "hold" in SMI-Aktien gerade mal ein Werterhalt raus. Im besten Fall! ( .....Man hatte aber noch die Dividenden, also gar nicht soo schlecht) Sehr real auch deine Beurteilung von Anlageberatern. Die haben aus meiner Erfahrung keine Ahnung von Aktien. Kennen nicht einmal die Zusammensetzung des SMI und versuchen einem Dinge zu verkaufen, welche sie nicht einmal selber verstehen.Was mir auffällt, ist wie zur Zeit bei Analysten fast durchs Band von einer demnächst anstehenden Korrektur ausgegangen wird im SMI. Da bin ich immer sehr skeptisch wenn fast alle im Tenor einer Meinung sind. Die happigsten Korrekturen kamen meist wenn sie fast niemand kommen sah. Das Gleiche mit den Anstiegen.Ich will langfristig anlegen. Rein und Raus ist nicht mein Ding. Aber ich bin auch deiner Meinung, dass wir nicht mehr in den 80/90ern sind. Daher denk ich, jeder muss sich seine Strategie selber zusammenstellen. Dabei kommt es sehr darauf an wie viel Zeit jemand hat und was das Ziel ist. Will jemand sein Kapital erhalten oder will jemand wirklich Geld verdienen. Auch der Langfristanleger kommt nicht um ein Timing rum. Wenn auch eher in Zeitlupe. Alles andere wäre zu schön um wahr zu sein :mrgreen:
 
Also für Trader würde ich im Moment primär die Versicherungsaktien spielen, da hier in den nächsten Wochen die Zahlen kommen und die nicht schlecht sein sollten. Kommt dazu das sie als Branche die besten Dividenrendite haben. Zürich kommt am 14.2 Der 14. ist generell ein reich befrachteter Börsentag mit Nestle, ABB, Clariant und Actelion.Nestle wird gute Zahlen liefern, aber der Kurs ist mir schon zu hoch, ABB ist wie immer schwierig voraus zu sagen und wie dann effektiv die Zahlen aufgenommen werden. Da würde ich die Zahlen abwarten. Mit Clariant und Actelion habe ich mich nicht auseinander gesetzt und daher auch kein Gefühl.Am 21.2 kommt Swiss Re und am 27.2 kommt Swiss Life, sind schon lange Zeit meine Lieblingsaktien und J.P Morgan hat ja das Kursziel von Swiss Life auf 210 angehoben. Beide werden klar unter ihrem Buchwert gehandelt und bei bei Swiss Re kommt noch dazu das es ein Jubiläums-Jahr ist.Kann mir jemand sagen, wann die Allianz in Deutschland die Zahlen bringt? Könnte wie bei der Münchner Rück von Bedeutung sein.

 
Das neuste aus dem HandelAm Markt rücken die ABB-Titel nach den jüngsten Konjunkturdaten aus Asien in den Mittelpunkt. Grund für die zunehmenden ABB-Käufe sind steigende Erwartungen über positive Margen- und Wachstums-Impulse aus China. Die hingegen heute ungefragteren Holcim liegen wegen den Zahlen der indischen Tochtergesellschaften ACC und Ambuja Cement etwas im Angebot. Händler denken, dass ABB im Zahlenvorfeld wieder vermehrt von Hedge Fund-Käufen erfasst werden und sich - nach einem ersten Versuch Mitte Januar - der 20 Franken-Marke erneut annähern werden, wie zu hören ist. ABB wird das Jahresergebnis 2012 nächste Woche am 14. Februar publizieren.

 
Noch was aus dem Nähkästchen.Kostolany, Waren Buffet und auch andere haben ihre wirklich grossen Gewinne vor der Internetzeit gemacht und warum wohl?Als ich in den 80 Jahren mit der Börse in Kontakt kam und mir von den Börsenhändler erzählt wurde, die damals nach Feierabend noch auf ein Glas Champagner und nicht Bier gingen und ab und zu ins Cabaret, habe ich auch nicht schlecht gestaunt. Bis ich dann erkannte das sie über einen Wissensvorsprung verfügten und so kinderleicht zu Geld kamen. Auf gut Deutsch wenn Nestle die Zahlen bekannt gaben, wusste der Normalo das erst am Abend nach den Nachrichten oder am nächsten Tag in der Zeitung, aber sie halt schon einen Tag im Voraus. Mit einem guten Beziehungsnetz konnte man früher leichtes Geld verdienen. Anders Beispiel Nikkei. Als ich im 87 leider zu spät zu einer Privatbank stiess, war da ein Händler der machte mit den damals üblichen Warrantsanleihen Millionen. Mit 33 Jahren hatte der schon ein riesiges Haus, Rennpferde in Paris und man flog natürlich Concorde. Man muss wissen dieser Markt war total manipuliert und es wird daher Jahrzehnte vielleicht sogar mehr als ein Jahrhundert brauchen um den Nikkei wieder bei 40'000 zu sehen. Der kam damals in die Sitzung und verteilte für 10 Millionen 0,25% Sony Optionsanleihen und im Prinzip wusste man das sie am nächsten Tag 10% höher waren. Aber dieses Kartenhaus fiel dann schnell in sich zusammen.Der Wissenvorsprung war damals das A und O und viele clevere haben sich damals einfach bereichert. Heute Dank Internet ist dies nicht mehr möglich. :greespan:

 
1998 war der SMI schon 8000 und mehr und wir sind immer noch nicht dort und es ist schon 15 Jahre her.Wie sind jetzt eher hoch und nicht niedrig, daher ist jetzt aus meiner Sicht der Zeitpunkt gekommen auch einmal die Gewinne zu sichern und dann sich zu gedulden und nichts zu tun.Verdient hat man mit nichts tun in den letzten Jahren in der Schweiz mit Gold und Immobilien und nicht mit Aktien.Und wenn jemand etwas anderes behauptet, dann muss er es mir schon beweisen, sonst ist es nur ein Gerede. Denn mit Waren Buffet wurde ich in den letzten 10 Jahren auch nicht reich. .
Super hast du diesen Thread eröffnet du setzt damit einen Gegenpol zur Langfristanlage. :spitze: Für die Leser in diesem Forum sicher interessant.Du hast mit deiner Äusserung Recht die letzten 15 Jahre hat ein Anleger, welcher stur im SMI blieb nichts verdient, abgesehen von den Dividenden. Aber, wenn du die 5 Jahre davor anschaust, dann sieht die Situation wieder anders aus, in diesen 5 Jahren zirka 1993 Index bei zirka 2000 Punkten bis 1998 Index bei zirka 8000 Punkten hat man zirka 400% gemacht. Also kann man sagen in zwanzig Jahren hat ein Anleger zirka 365% gemacht oder jährlich 6.7%, fürs nichts tun ausser 20 Jahre Zeit haben und Nerven behalten nicht schlecht, mit der Dividende sind wir dann sogar bei über 9 % im Jahr. Mehr als mit Gold oder sonst einer Anlage im gleichen Zeitraum.Und was Warren Buffett Berkshire Hathaway 10 Jahre welche du angesprochen hast betrifft, ich denke einem USA Bürger ist die Umrechnung in Schweizerfranken egal der rechnet im $ Dollar. Auch hier sieht es in einem Zeitrahmen von zwanzig Jahren ganz anders aus. Heute vor zwanzig Jahren auf den Tag genau am 08.02.1993 stand Berkshire Hathaway auf zirka USD 12700.- heute am 08.02.2013 steht die Aktie auf zirka USD 146`000.- das sind über 1000% oder 13% im Jahr seit Gründung 1965 sind es sogar 20% im Jahr der Wert lag dazumal bei USD 100.- Ich will damit nur aufzeigen, dass es auf den Betrachtungshorizont ankommt und das es halt schon mal ein Jahrzehnt verhageln kann, wenn das Vorhergehende extrem gut war, noch nie waren aber zwei Jahrzehnte hintereinander negativ. Auf jeden Fall finde ich deine Standpunkte spannend. Du würdest jetzt also deine Aktien verkaufen, (SMI bei zirka 7350 Punkten) weil sie hoch bewertet sind, gleichzeitig schreibst du aber, ich zitiere.“ 1998 war der SMI schon 8000 und mehr und wir sind immer noch nicht dort und es ist schon 15 Jahre her.“Nun ich finde nach 15 Jahren gleicher Bewertung stehen wir so gesehen nicht unbedingt Hoch, so wie du es schreibst!? Ebenfalls interessant wäre es dann wohl auch, wann du wieder kaufen würdest!?
 
Kann mir jemand sagen, wann die Allianz in Deutschland die Zahlen bringt? Könnte wie bei der Münchner Rück von Bedeutung sein.
Am 28. Februar ist Jahrespressekonferenz 2013Am 06. März ist Veröffentlichung Allianz Deutschland AG "Ergebnis für den Kunden 2012"https://www.allianzdeutschland.de/newsr ... ssetermineWeiter so Turbo! Mir gefällt dein Trading und das Du solche Nerven wie Drahtseile hast. :repsekt:
 
John Wir wissen beide das es vor 1998 einfach war mit Aktien Geld zu machen, aber eben dies hat sich eben geändert und dies hat dazu geführt das die Performance mit Aktien eben nicht mehr die gleiche ist, wie in den 80 und 90er Jahren. Ich kenne eben niemanden der in den letzten Jahren mit Aktien gross verdient hat, früher hat jedermann Aktien gekauft, heute sind die Leute immer noch viel vorsichtiger, das zeigen ja auch die Umsätze.Ich kaufe ja sehr selten Aktien sondern die Optionen,so ist bei mir das Timing noch einmal wichtiger, aber wenn ich die Option kaufe kann ich mit guten Gewissen auch die dazu gehörenden Aktien empfehlen. Mit Aktien reich werden als Durchschnittsanleger, der jedes Jahr ca 10 -20'000 anlegen kann, das war in den letzten Jahren Utopie. Gold und Immobilien waren in den letzten Jahren die grossen Gewinner. Auch ich konnte meine Wohnung im 2010 welche ich im 2002 für 500'000 gekauft habe für 750'000 verkaufen, vielleicht wären es jetzt schon 800'000 ohne das ich irgend etwas in diese Wohnung investiert habe. Hatte eine Hypothek von 400'000 Fr also war mein Gewinn so gesehen 250%.BewertungFrüher war ein PE von über 20 bei der Pharma ganz normal, heute eben nicht mehr. So hat sich vieles geändert und eben man kann auch sagen im Nachhinhein waren die Aktienkurse 1998 total überbewertet. Nützt mir natürlich nichts wenn ich damals gekauft habe.

 
Kann mir jemand sagen, wann die Allianz in Deutschland die Zahlen bringt? Könnte wie bei der Münchner Rück von Bedeutung sein.
Am 28. Februar ist Jahrespressekonferenz 2013Am 06. März ist Veröffentlichung Allianz Deutschland AG "Ergebnis für den Kunden 2012"https://www.allianzdeutschland.de/newsr ... ssetermineWeiter so Turbo! Mir gefällt dein Trading und das Du solche Nerven wie Drahtseile hast. :repsekt:
Thank youAlso die kommen später, daher ohne Bedeutung.
 
Ein Normalo wurde mit Aktien in den letzten 15 Jahren nicht reich oder er hat mit optimalen Timing gekauft und verkauft. Klar Timing ist einfach gesagt, aber um ein solches Marktgespühr zu entwickeln, braucht es viel Zeit und Erfahrung. Und eben nur mit diesem Timing konnte man in den letzten Jahren eine überdurchschnittliche Rendite erzielen.
Du sprichst es schon selber an, "Timing ist einfach gesagt...". Das Einzige was ich in dieser Strategie von Dir erfahren habe ist, dass es dafür ein gutes Makrtgespür braucht, das ist doch sehr allgemein gehalten. Ich habe auch schon einige Berichte gelesen, welche behaupten, dass das Timing nur eine marginale Rolle spielt. Timing spielt aber dann eine wesentliche Rolle, wenn der Markt konsolidiert oder korrigiert. Betrachtet man den ganz grossen Zeitraum, dann sind wir seit 2000 in einer Konsolidierungsphase, welche den Anstieg seit 1982 korrigiert, dies auf hohem Niveau. Einen Grad tiefer haben wir innerhalb der grossen Korrektur Abwärtstrends von 00-03 und 07-09. Dazwischen Aufwärtstrends von 03-07 und jetzt den noch laufenden Aufwärtstrend von 09-heute. Gutes Timing ist also wesentlich wichtiger in Korrekturphasen als in Trendphasen, wobei Trendphasen im Nachhinein schön aussehen, in der Entstehung aber alles andere als leicht zu prognostizieren sind. So sind wir im grösseren Bild gerade in dieser Zeit an einem wichtigen Punkt angelangt. Hat im 09 ein neuer Bullenmarkt angefangen oder nimmt die seit 00 begonnene Konsolidierung seine Fortsetztung?Timing bedeutet also erst einmal sich klar zu werden, welchen Zeithorizont oder in welcher Grössenordnung man zu handeln gedenkt. Dann sollte man sich Gedanken machen, ob man sich in diesem Zeitfenster in einem Trend oder einer Korrekturphase befindet, was mitunter zu den schwierigsten Aufgaben besteht. Vielleicht wäre es sinnvoller, wenn man den Begriff Timing duch Trade Location oder so ählich erstzten würde, denn man handelt ja schliesslich den Preis einer Aktie und nicht die Zeit.Wenn Du diesen interessanten Thread schon eröffnet hast, möchte ich schon etwas mehr erfahren, wie Du das Timing definierst und wie Du zu Deinen Einschätzungen kommst. Sind es charttechnische, fundamentale oder eher newsorientierte Informationen, welche Dir zu Deinem Marktgefühl verhelfen? Was ist, wenn dieses Gefühl mal versagt? Wo sind die Limiten, die Grenze, welche nicht überschritten werden darf? Wenn Du im Derivate-Thread schreibst, dass Dein Portfolio Schwankungen von 40'000 Fr., früher sogar 100'000 Fr. ausgesetzt ist, frage ich mich, ob das längerfristig gut gehen kann. Es wäre schön, wenn Du dieses Thema noch etwas konkretisieren könntest :top:
 
Ja Habi wenn ich das nur definieren könnte, es ist einfach ein Bauchgefühl das sich durch all die Informationen, Erfahrungen und Ansichten zusammen fasst. Das einzige was ich weiss das ich schon xmal 1000% und mehr gemacht habe, auch wieder verloren habe aber heute überzeugt bin, das ich davon leben kann und dies seit meinem 50ten Lebensjahr auch mache.Genau kann niemand sagen wie es weiter geht, sonst würde ja wie ich oft sage jeder nur Börsengeschäfte machen. Ich finde die Märkte hoch und eben die wirtschaftlichen Aussichten sind sehr instabil oder besser gesagt schwierig fassbar. Nehmen wir an ich hätte ein Aktiendepot dann würde ich eben jetzt mal die Hälfte liquidieren. Wobei Zürich und Swiss Re würde ich jetzt noch die Zahlen abwarten. Ich selber habe ja einen hohen Liquiditätsanteil und bin eben nur noch primär in Swiss Re engagiert. Ich gehe bewusst ein hohes Risiko ein, aber für mich ist das grösste Problem bei Swiss Re nicht die Zahlen sondern es könnte ein Erdbeben oder eben ein Tsunami geben und meine Optionen sind über nachts nichts mehr wert. Aber eben so was kann niemand voraus sehen. Ich habe jetzt 1800% gemacht, also könnte ja aufhören, aber ich kann jetzt mit Swiss Re wenn alles so läuft wie ich es erwarte die 3000% erreichen. Garantie hast du nie, aber wenn nicht verbleiben mir immer noch 1000% mit meinen Swiss Dots Optionen. 300% sind 60'000 und bedeutet für mich ein Jahr sorgenfreies Leben auf hohem Niveau in Thailand.Eins ist aber sicher, danach wird eine längere Pause einsetzten. Es kann sein das die vielleicht 1 oder auch mehre Jahre dauert, aber zuerst muss eine grösserer Korrektur eintreten, bevor ich wieder mit Optionen aktiv werde. Charts sagen leider eben erst auch hinterher was Sache ist, aber sind für mich ein Hilfsmittel und eben mit Optionen musst du Ausbrüche erahnen, denn danach ist es meistens schon zu spät. Für mich ist Timing auch nur ein Wort, aber in meinem Geschäft entscheidend und eben man kann auch mit Aktien seine Performance massiv erhöhen, bedingt natürlich aber auch ein tägliches Beschäftigen mit der Materie. Wenn John eine besser Performance als der Markt hat und die Banken und Versicherungen rechtzeitig aus dem Depot gespühlt hat, dann nicht weil er Aktien kauft und liegen lässt und ruhig schläft, sondern er die Märkte verfolgt und ein Gespühr entwickelt hat. Seine Präsenszeit in diesem Forum zeigt dies deutlich auf, er macht dies professionell und eben nicht neben bei.Nur bin ich eben nicht seiner Meinung, das Timing nicht wichtig ist oder vielleicht besser gesagt tägliches beobachten der Märkte um ein Marktgespühr zu entwickeln um dann in den entscheidenden Momenten das richtige zu tun. Klar gibt es Seitwärtsphasen wo ein tägliches kurzes rein schauen genügt und so eine Phase erwarte ich jetzt wieder in den nächsten Monaten mit eher leichteren Kursen.

 
Um im Markt eine Chance zu haben und auch profitabel zu sein benötigt es mehrere Faktoren, die man sich selber erabeiten muss und einem nicht in die Wiege gelegt werden.Wichtig ist sich nur auf ein Produkt zu konzentrieren. Dazu muss man im Vorfeld erkennen, ob überhaupt, und zu welchem Produkt man sich hingezogen fühlt. Es braucht dann mehrjährige Erfahrung um die Mechanismen zu verstehen, und um die Marktbewegungen zu erahnen (Turbo würde sagen, man muss es leben/lieben/fressen). Und den 7ten Sinn fürs Trading/Investment hat man oder man hat es nicht, und dies muss man sich ehrlich zugestehen. Eventuell hat man den 7ten Sinn in einem anderen Gebiet then trading/investing, thats life.Bin immer wieder erstaunt wie viele Trader/Investoren/Forumsteilnehmer sich in allen Produkten von Aktien, Optionen, Metallen, Indices, Währungen etc bewegen. Damit ist kein Blumentopf zu gewinnen. Auch professionelle Trader von Banken/Hedgefunds etc agieren nur in einem Segment. respektive oft sogar nur in 1 Produkt. Da gibt es InterestRate-Trader die sind schon 20 Jahre nur in den Zinsen EUR/USD/JPY tätig. Hedge des aufgelaufenen P/L der ja in min. 2-3 Fremdwährungen generiert wird delegiert er an seinen Juniortrader, das interessiert in nicht eine Bohne, d.h. er fokussiert sich nur auf Zinsen. Und das heisst nicht dass er jeden Monat 20 Trades oder mehr macht, überhaupt nicht. Und wenn man liest das Soro's, Paulson etc Euro short sind, Gold long, Pharma long, dann ist es nicht Soro's oder Paulson der diese Trades macht, sondern seine Teams in den entsprechenden Segmenten. Um in so einem Team tätig zu sein benötigt der Trader mehrjährige Erfahrung (trackrecord von approx 10 Jahren) und positives P/L über dem Durchschnitt. Er wird dann mit 7stelligem Welcomebonus und anderen goodies von Banken oder anderen Hedgefunds geködert. Und er arbeitet dann genau in seinem Segement (und wenn das auch nur das currencypair EUR/USD ist), und nicht chrüsimüse alles mögliche.Wie Turbo es erwähnt, er z.B. fokussiert sich auf einige Titel im SMI, in dem er sich wohl fühlt (und seit xx Jahren die Mechanismen kennt und auch immer wieder dazulernt), und er traded nur wenn sein 7ter Sinn im sagt: now get it.Man muss auch eine klare Vorstellung haben, wenn man Positionen eingeht (Ungeduld ist der Feind) und im Verlaufe ist es nicht verboten die Ansicht zu ändern, d.h. agieren.Wenn ich hier im Forum lese, dass man einige Jahre in Aktien gewesen ist (in der Bullenzeit und immer die Segmente die gute Performance ausweisen), dann dreht man einige Jahre die Kreise auch noch in etwas Metallen (Bullenzeit), und dann auf den nächsten Hype, kann ich den gläubigen Lesern nur empfehlen sich eine andere Brille zuzulegen, respekive kritischer zu sein, denn Multitalente sind rar gesät.Auch Vorhersagen für Preise im nächsten Jahr von Analysten, . z.B. wenn die Bank A den Preis für Gold in einem Jahr bei 2050 sieht mit den gängigen Argumenten. Also diese Analyse ist reine Spekulation, aber sie garantiert kurzfristig seinen - und die Arbeitsplätze des Händlerteams, denn sie hoffen von Aufträgen überschüttet zu werden.Da liest man besser die Analysen von MF, die geben viel mehr her. (ok, der Goldteil ist manchmal ein bisserl stark Buglastig), und auch von anderen Teilnehmern (z.b. Marcello und vielen anderen zähle nun nicht alle auf sorry), die mit Charts oder anderen handfesten Elementen ihre Meinung unterlegen.

 
Hier noch eine Aussage zum Timing von Alfons CortesWir müssen nicht nur bereit sein, unsere Meinung zu ändern, sondern zudem wissen, wann sie geändert werden muss. Ein Timing kann nicht funktionieren, wenn man selbst den Zeitpunkt bestimmen will, wann eine Meinung gebildet werden kann. Timing funktioniert daher nur dann, wenn man versteht zuzuhören, wenn der Markt etwas Neues mitteilt. Auch diese Zitat finde ich gut und treffendDas Zitat, das als Börsenweisheit gelten kann, wird Nathaniel Rothschild zugesprochen: Wer an der Börse nicht bereit ist, seine Meinung zu ändern, ist für die Börse nicht bereit.

 
@TurboDieser Thread ist ein gutes Pendant zum Langfrist Thread von John. Ich habe schon paar mal gesagt, dass ich die Beiträge von John gerne lese. Er hat mit sehr vielem was er schreibt recht. Mit der Langfrist Strategie "Augen zu und durch", "Aktien einfach liegenlassen", usw. kann ich aber persönlich auch nichts anfangen. Vor allem in der aktuellen Zeit bin ich der Meinung, dass man dynamisch sein muss und sich den Umständen anpassen sollte.

Timing bedeutet also erst einmal sich klar zu werden, welchen Zeithorizont oder in welcher Grössenordnung man zu handeln gedenkt.
Ganz genau. Je nach Zeithorizont hat das Wort "Timing" eine ganz andere Bedeutung.
So sind wir im grösseren Bild gerade in dieser Zeit an einem wichtigen Punkt angelangt. Hat im 09 ein neuer Bullenmarkt angefangen oder nimmt die seit 00 begonnene Konsolidierung seine Fortsetztung?
Das haben wir ja auch hier schon diskutiert: Secular Markets - übergeordnete Trends. Für mich gilt dabei klar das Augenmerk auf die Highs im DAX und im S&P500 zu setzten. Da sieht es momentan so aus als würde bald ein Test dieser wichtigen Widerstände anstehen, sieh hier.Und da kommt eben wieder die Definition vom "Timing" ins Spiel. Ein kurzfristiger Trader mit einem Zeithorizont von ein paar Tagen wird sich an diesem Punkt einen Short Trade überlegen um von einem allfälligen Abpraller zu profitieren. Ein mittelfristger Trader wird sich die Reaktion am Widerstand anschauen und bei einem Abpraller auf sinkende Kurse setzten. Oder bei einem Durchbruch auf weiter steigende Kurse setzen. Ein langfristger Anleger, welcher nur auf die Long Seite investieren kann, muss sich überlegen was er macht. Aber auch er muss spekulieren. Spekuliert er auf einen Ausbruch nach oben, dann behält er seine Aktien einfach. Spekuliert er auf einen Abpraller nach unten muss er sich überlegen ob er die kommende Baisse einfach durchstehen will und damit allenfalls massive Verluste in Kauf nehmen muss. Oder ob er die Gewinne an diesem Punkt realisieren will um später zu tieferen Kursen wieder einsteigen zu können. Dabei geht er aber das Risiko ein, dass wenn er mit seiner Spekulation falsch liegt, er die Aktien eben später nicht mehr zu tieferen Kursen bekommt und den Anstieg verpasst.
Wichtig ist sich nur auf ein Produkt zu konzentrieren. Dazu muss man im Vorfeld erkennen, ob überhaupt, und zu welchem Produkt man sich hingezogen fühlt.
Das bewundere ich an dir Salla. Du konzentrierst dich fast ausschliesslich auf Gold. Du tradest es rauf und runter aber eben nur das Gold. Ich denke es hat sicher seine Vorteile wenn man sich auf ein bestimmtes Instrument konzentriert. Ich persönlich bin aber der Meinung, dass es mehr Sinn macht, sich anstatt auf ein bestimmtes Instrument zu konzentrieren, sich auf die besten Möglichkeiten zu konzentrieren. Es gibt so viele verschiedene Instrumente. Und immer wieder tauchen irgendwo sehr gute Trading Möglichkeiten auf. Möglichkeiten welche sich einerseits durch ein vorteilhaftes Risk-Reward-Ratio auszeichnen. Anderseits aber auch einen statistisch gesehenen Vorteil auf die Eintretungswarscheinlichkeit haben. Zum Beispiel ein Hammer welcher über einer doppelten Unterstützung schliesst. Es gibt viele verschiedene solche Beispiele. Keines davon hat eine 100%ige Eintretungswarscheinlichkeit, das gibt es schlichtweg nicht. Aber es sind Möglichkeiten bei welchen die Erfolgswahrscheinlichkeit eben grösser ist als nur 50:50. Und genau diese Möglichkeiten sollte man eben nutzen. Das Problem wenn man sich nur auf ein bestimmtes Instrument konzentriert ist, dass dort solche Möglichkeiten eben sehr selten auftauchen und man dabei sehr diszipliniert sein muss darauf zu warten. Denn nur wenn man nicht investiert ist hat man die Neutralität um etwas objektiv beurteilen zu können.So wie ich Turbo einschätze, ist er aber gar nicht darauf aus hier Grundsatzdiskussionen zu führen. Turbo ist ein Macher :mrgreen:
 
Das Problem wenn man sich nur auf ein bestimmtes Instrument konzentriert ist, dass dort solche Möglichkeiten eben sehr selten auftauchen und man dabei sehr diszipliniert sein muss darauf zu warten. Denn nur wenn man nicht investiert ist hat man die Neutralität um etwas objektiv beurteilen zu können.
Das Problem hast du richtig erkannt, aber dennoch halte ich es wie Salla volle Konzentration auf ein Instrument und einen Markt Calls auf SMI-Werte. Ich mache auch keine Puts.
 
Das Problem hast du richtig erkannt, aber dennoch halte ich es wie Salla volle Konzentration auf ein Instrument und einen Markt Calls auf SMI-Werte. Ich mache auch keine Puts.
Also mit Instument habe ich das Underlying gemeint, also Gold, Öl, UBS, Swiss Re, SMI, EUR/CHF,....was auch immer.Denke es hat durchaus seine Vorteile wenn du dich nur auf einen bestimmten Markt, hier jetzt SMI Aktien, konzentrierst. Ist sicher etwas überschaubarer.Ich bin halt der Meinung, je mehr verschiedene Instrumente ich beobachte, desto öfter finde ich gute Tradingmöglichkeiten, wie oben beschrieben. Mir ist es grundsätzlich scheissegal was ich trade. Gewinn ist Gewinn. Da ist es mir egal ob dieser Gewinn von der Kursveränderung in der ABB Aktie, von einem Crash im Gold oder von einem steigenden EUR/CHF kommt.Wieso machst du keine Puts?
 
Ich beschränke mich ja auf einen engen Raum SMI und kurzfristige Calls, also nicht KO's und was es sonst noch für Instrumente gibt. Klar kannst du mal mit Gold traden, dann wieder den Dax und so weiter und auch dort Gewinne machen. Aber wenn du eben wirklich ein Maktgespühr aufbauen willst, dann bewegst du dich wie Salla sagt besser auf sehr engen Raum.Puts mache ich aus verschiedenen Gründen nicht. Erstens kann der Titel nur 100% verlieren, zweitens ist die Auswahl viel beschränkter, drittens sind Puts teurer und eben ich bin primär ein Optimist und spühre einen Ausbruch nach oben viel besser als einen Ausbruch nach unten.