Schweizer Politik gegen innen und aussen
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Entweder in Blöcken von zweimal 4h oder zweimal 2h und 4h.Ja habe ich schon so verstanden. Aber eben, letzteres finde ich grenzwertig, wenn man dann von Graubünden ins Waadtland fährt, monotone Autobahn mit der halben Kompanie hinten auf der Brücke, und des Beifahrers Job ist, sich und vorallem den Fahrer wachzuhalten.
Freut mich, dass ich mich nicht allein freue.Mir tut der Schawinski leid. Seine Sendung verliert das Kernthema. :mrgreen:
Ja vor allem auf der monotonen Autobahn mit dem immer gleichen Brummer-Sound das stimmt. Da dreht man irgendwann fast durch :grimasse: Aber da hab ich dann einfach regelmässig eine Pause eingelegt. War mir dann auch scheissegal wenns einen ZS gab. Was ich mitbekommen habe ging die Sicherheit der Menschen immer vor!Entweder in Blöcken von zweimal 4h oder zweimal 2h und 4h.Ja habe ich schon so verstanden. Aber eben, letzteres finde ich grenzwertig, wenn man dann von Graubünden ins Waadtland fährt, monotone Autobahn mit der halben Kompanie hinten auf der Brücke, und des Beifahrers Job ist, sich und vorallem den Fahrer wachzuhalten.
Das mit der Ruhezeit bei der Armee ist so eine Sache. Schlimmer finde ich, dass Leihen Personen transportieren.Bei der tieferen Promillegrenze der Berufschauffeure, bleibe ich dabei " das ist übertriebener Quatsch".Bez. Alkohol haben wir bei den LKW Fahrern (fast) keine Probleme. Gibt es tatsächlich mal eines, dann sicher mit über gar. 0.8.Ja, die Leute motzen auf der einen Seite über mehr Gesetze und auf der anderen helfen sie aktiv mit und werden kreative Erfinder darin. Ich weiss es ist pauschal und einfach, aber es hat was.Mich engt solches Zeug manchmal ein.
Wie sieht es mit der Promille Grenze bei den Berner Behörden aus?http://www.20min.ch/schweiz/news/story/ ... n-29835881Nützt vielleicht mehr als bei den Lastwagenfahrern.....
Wie sieht es mit der Promille Grenze bei den Berner Behörden aus?Ich finde die Reaktion der Berner Behörden in Ordnung: Auch die rechtsorientierten politischen Parteien müssen sich an die Gesetze halten!Einer politischen Mehrheit anzugehören, befreit nicht zwangsläufig vom Einhalten der Gesetze. Wir sind ja zum Glück nicht in einer Bananenrepublik.
Tja, die Konstellation gibt beste Gründe dafür. Was ist den mit den anderen Anlässen, wo Sachen beschädigt werden. Ist da kein politischer Hintergrund?Wenn eine Behörde Gesetze oder Reglemente umsetzt, dann bitte konsequent. Ich möchte das nicht näher umschreiben, ich habe viele Beispiele. Als Behörde entscheidet man auf Grundlagen und führt aus anhand der persönlichen Empfindung.Wie sieht es mit der Promille Grenze bei den Berner Behörden aus?Ich finde die Reaktion der Berner Behörden in Ordnung: Auch die rechtsorientierten politischen Parteien müssen sich an die Gesetze halten!Einer politischen Mehrheit anzugehören, befreit nicht zwangsläufig vom Einhalten der Gesetze. Wir sind ja zum Glück nicht in einer Bananenrepublik.
Ich bin dafür, dass wir Schweizer Recht recht sein lassen.
Strasbourg sollte demnach keine Kompetenz haben, Gerichtsentscheide der Schweiz, verbindend zu korrigieren.
http://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/strassburg-stoesst-immer-mehr-schweizer-entscheide-um-128123840#comment-jumpto
Strasbourg sollte demnach keine Kompetenz haben, Gerichtsentscheide der Schweiz, verbindend zu korrigieren.
http://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/strassburg-stoesst-immer-mehr-schweizer-entscheide-um-128123840#comment-jumpto
1× hilfreich
Ich bin dafür, dass wir Schweizer Recht recht sein lassen.Gar nicht einverstanden! Zuerst mal rein formal: wir haben die "Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK)" unterschrieben. Damit haben wir auch Entscheide des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu akzeptieren. Es wäre nun genau diese Rosinenpickerei mit der wir uns Schweizer immer wieder beliebt machen, wollten wir uns mit der Anerkennung der EMRK schmücken, aber einen uns passenden Teil rausschneiden. Die einzig richtige Konsequenz deiner Forderung wäre die Kündigung der EMRK per Volksabstimmung.
Strasbourg sollte demnach keine Kompetenz haben, Gerichtsentscheide der Schweiz, verbindend zu korrigieren.
http://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/strassburg-stoesst-immer-mehr-schweizer-entscheide-um-128123840#comment-jumpto
Vielleicht noch zu erwähnen der Passus aus obiger Quelle die Schweiz betreffend
In der Schweiz stellt die EMRK direkt anwendbares Recht dar. Staatliche Grundrechtseinschränkungen sind nicht nur wegen verfassungsmäßiger Rechte einklagbar, sondern auch wegen etwaiger Rechte, die jemandem aus der EMRK zustehen. Die Schweizer Bundesverfassung (BV) garantiert zum Teil weitergehende Freiheiten als die EMRK, wie zum Beispiel die umfassende Wirtschaftsfreiheit. Dabei ist jedoch zu beachten, dass aufgrund Art. 190 BV auch verfassungswidrige Bundesgesetze anzuwenden sind. Die Verfassung bietet daher keinen Schutz gegen Bundesgesetze, welche verfassungsmässig geschützte Grundrechte verletzen. Bei EMRK-geschützten Grundrechten beachtet das Bundesgericht jedoch in solchen Fällen die EMRK, da ansonsten eine Verurteilung der Schweiz durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erfolgen würde.Nun aber weg vom formalen. Es ist ein Fortschritt in der Menschheitsgeschichte, dass Staaten nicht mehr allein und abschliessend entscheiden können, was richtig und was falsch ist. Es ist mir auch klar, dass als die Konventionen (UNO und EMRK) betreffend der Menschenrechte weltweit höchst unterschiedlich angewendet werden. Nichtsdestotrotz sind diese Uebereinkünfte ein Druckmittel auf die Staaten. Auch wenn die Menschenrechtsverletzungen damit nicht eliminiert werden, dürfte deren Zahl doch erheblich reduziert worden sein.
Sollten wir uns von solchen Konventionen verabschieden, wäre dies eine Ueberheblichkeit sondergleichen, "Gesetze, bei uns, die gegen Grundrechte verstossen? Gerichtsentscheide die gegen Grundrechte verstossen? Bitte, aber bei UNS doch nicht". Und im übrigen sind wir ja ohnehin der Meinung, dass das Volk das letzte Sagen haben soll und dass das Volk IMMER recht habe. Diese letzte Aussage möcht ich eh mal klar ablehnen und aus diesem Grund brauchen auch wir eine EMRK.
Im übrigen ist es ja eher peinlich, dass wir wegen ein paar Grenzfällen so beleidigt tun. Verletzter Stolz, nichts weiteres.
Gar nicht einverstanden! Zuerst mal rein formal: wir haben die "Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK)" unterschrieben. Damit haben wir auch Entscheide des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu akzeptieren. Es wäre nun genau diese Rosinenpickerei mit der wir uns Schweizer immer wieder beliebt machen, wollten wir uns mit der Anerkennung der EMRK schmücken, aber einen uns passenden Teil rausschneiden. Die einzig richtige Konsequenz deiner Forderung wäre die Kündigung der EMRK per Volksabstimmung.
Vielleicht noch zu erwähnen der Passus aus obiger Quelle die Schweiz betreffend
Nun aber weg vom formalen. Es ist ein Fortschritt in der Menschheitsgeschichte, dass Staaten nicht mehr allein und abschliessend entscheiden können, was richtig und was falsch ist. Es ist mir auch klar, dass als die Konventionen (UNO und EMRK) betreffend der Menschenrechte weltweit höchst unterschiedlich angewendet werden. Nichtsdestotrotz sind diese Uebereinkünfte ein Druckmittel auf die Staaten. Auch wenn die Menschenrechtsverletzungen damit nicht eliminiert werden, dürfte deren Zahl doch erheblich reduziert worden sein.
Sollten wir uns von solchen Konventionen verabschieden, wäre dies eine Ueberheblichkeit sondergleichen, "Gesetze, bei uns, die gegen Grundrechte verstossen? Gerichtsentscheide die gegen Grundrechte verstossen? Bitte, aber bei UNS doch nicht". Und im übrigen sind wir ja ohnehin der Meinung, dass das Volk das letzte Sagen haben soll und dass das Volk IMMER recht habe. Diese letzte Aussage möcht ich eh mal klar ablehnen und aus diesem Grund brauchen auch wir eine EMRK.
Im übrigen ist es ja eher peinlich, dass wir wegen ein paar Grenzfällen so beleidigt tun. Verletzter Stolz, nichts weiteres.
bearbeitet #191
Das sehe ich genau anders, stell Dir das vor!
Das mag wohl für Staaten gut sein, die keine direkte Demokratie haben. Bei uns ist es ein Eingriffen in das höchste Politische Privileg. Die Leute sind nicht Dumm! Eine Mehrheit kann in freier Meinungsbildung besser entscheiden, als ein paar Richter in einem politischen System der Globalisierung. So ein System ist gefährlich, denn es verkauft den Leuten, Gerechtigkeit und wird von Macht gesteuert! Bei uns ist es anders, mächtig ist das Stimmenmehr der freien Wähler. Ich bin Schweizer, oder gar ein Eidgenosse. Ich möchte entscheiden nicht ein fremdes Gewissen (Systempolitisch gesteuert), welches mir sagt was gut ist und was nicht.
Ebenfalls stellt sich für mich die Frage, brauchen wir einen Kontrolleur für Menschenrechte, in unserem Land? Wenn ja, dann bitte einer innerhalb unseres Systems und nicht von aussen. Ich bin der Meinung bin, es geht auch ohne.
Manchmal tut es gut, den alten Menschen zuzuhören, in Ihren Botschaften steckt viel Weisheit. Das betrifft vor allem die Grundsätze.
Das mag wohl für Staaten gut sein, die keine direkte Demokratie haben. Bei uns ist es ein Eingriffen in das höchste Politische Privileg. Die Leute sind nicht Dumm! Eine Mehrheit kann in freier Meinungsbildung besser entscheiden, als ein paar Richter in einem politischen System der Globalisierung. So ein System ist gefährlich, denn es verkauft den Leuten, Gerechtigkeit und wird von Macht gesteuert! Bei uns ist es anders, mächtig ist das Stimmenmehr der freien Wähler. Ich bin Schweizer, oder gar ein Eidgenosse. Ich möchte entscheiden nicht ein fremdes Gewissen (Systempolitisch gesteuert), welches mir sagt was gut ist und was nicht.
Ebenfalls stellt sich für mich die Frage, brauchen wir einen Kontrolleur für Menschenrechte, in unserem Land? Wenn ja, dann bitte einer innerhalb unseres Systems und nicht von aussen. Ich bin der Meinung bin, es geht auch ohne.
Manchmal tut es gut, den alten Menschen zuzuhören, in Ihren Botschaften steckt viel Weisheit. Das betrifft vor allem die Grundsätze.
Das ist die Schweiz.
Wir backen kleine Brötchen und sind trotzdem ganz gross!
http://www.blick.ch/news/ausland/maurer-will-neuen-bundesratsflieger-in-diesen-superjets-fliegen-andere-regierungen-id2956309.html
Wer in diesem Flieger mitfliegt ist wohl stolzer als ein Anderer in einer Boing,
Wir backen kleine Brötchen und sind trotzdem ganz gross!
http://www.blick.ch/news/ausland/maurer-will-neuen-bundesratsflieger-in-diesen-superjets-fliegen-andere-regierungen-id2956309.html
Wer in diesem Flieger mitfliegt ist wohl stolzer als ein Anderer in einer Boing,
Das sehe ich genau anders, stell Dir das vor!Dazu gibt es allerdings Beispiele in der Geschichte, die beweisen, dass das eben nicht immer geht: Lynchjustiz nennt man das in solchen Fällen.
Das mag wohl für Staaten gut sein, die keine direkte Demokratie haben. Bei uns ist es ein Eingriffen in das höchste Politische Privileg. Die Leute sind nicht Dumm! Eine Mehrheit kann in freier Meinungsbildung besser entscheiden, als ein paar Richter in einem politischen System der Globalisierung
Hat da die Mehrheit rechter als ein Richter?
Es ist eben nicht alles so einfach zu lösen. Und die Schweiz kann genauso wie andere Länder ihr eigenes über Jahrhunderte gewachsene System nicht einfach anderen Staaten überstülpen. Man sieht, was passieren kann ä la US-Demokratie-Verordnung.
Wenn die Schweiz sich ausserhalb dieser Rechtsprechung stellt, so schwächt sie das System. Kann sie sich das leisten?
Dazu gibt es allerdings Beispiele in der Geschichte, die beweisen, dass das eben nicht immer geht: Lynchjustiz nennt man das in solchen Fällen.Waren früher die Richter neutral und haben sie nur nach dem geltenden Recht gesprochen? Beispiel: Kirche, Beispiel Nazi, etc..
Hat da die Mehrheit rechter als ein Richter?
Es ist eben nicht alles so einfach zu lösen. Und die Schweiz kann genauso wie andere Länder ihr eigenes über Jahrhunderte gewachsene System nicht einfach anderen Staaten überstülpen. Man sieht, was passieren kann ä la US-Demokratie-Verordnung.
Wenn die Schweiz sich ausserhalb dieser Rechtsprechung stellt, so schwächt sie das System. Kann sie sich das leisten?
Heute sind die Verhältnisse und die Zeit anders, vor allem für uns Schweizer. Bei uns braucht es dies def. nicht.
Ich teile immer noch die Auffassung, dass wir innerhalb unseres Landes eine eigene Rechtsprechung haben dürfen und nicht von aussen übergeordnet gerichtet werden darf. Ebenso umgekehrt, wir dürfen und sollen auch nicht über andere richten.
Überhaupt, hat die Schweiz gar kein Manko um demnach auch keinen Bedarf.
Bei uns herrscht Ruhe und Stabilität, das haben wir uns selber erarbeitet, auch mit Hilfe des Volkswillens und einer eigenen Rechtsprechung. Bleiben wir doch klein aber fein...
Ich hoffe unser System funktioniert noch sehr lange, auch wenn wir ab und zu mal etwas reparieren müssen.
bearbeitet #195
Das mag wohl für Staaten gut sein, die keine direkte Demokratie haben. Bei uns ist es ein Eingriffen in das höchste Politische Privileg. Die Leute sind nicht Dumm! Eine Mehrheit kann in freier Meinungsbildung besser entscheiden, als ein paar Richter in einem politischen System der Globalisierung. So ein System ist gefährlich, denn es verkauft den Leuten, Gerechtigkeit und wird von Macht gesteuert! Bei uns ist es anders, mächtig ist das Stimmenmehr der freien Wähler.
Dies grenzt nun schon sehr an massive Ueberheblichkeit. Die EMRK und der Gerichtshof mögen ja gut sein für alle Staaten ohne direkte Demokratie, denn ohne diese sind die Menschenrechte gefährdet. Unsere Nachbarn dürften sich für diese Einschätzung bedanken. Die direkte Demokratie mag für ein kleines Land mit lauter klugen Leuten ja die richtige Staatsform sein, aber eine Garantie für die Menschenrechte ist das überhaupt nicht.
Von wegen Volk und Mehrheit. Ich möchte nicht in einem System leben, wo die Volksmehrheit die Funktion der Justiz übernimmt. Die freie Meinungsbildung ist nebenbei gesagt eh ein Mythos. Warum haben die "interessierten Kreise" denn so grosse Budgets bei Abstimmungen?. Damit sie die freie Meinungsbildung fördern können?
Ich stelle nochmals klar die These auf, das Volk hat nicht immer recht! Oder bist du der Meinung, dass das Volk bei diesen Entscheiden recht hatte?
- Am 1. Februar 1959 wird das Frauenstimmrecht in der eidgenössischen Volksabstimmung mit 654'939 (67%) Nein gegen 323'727 (31%) Ja bei einer Stimmbeteiligung von 67% wuchtig verworfen
- Am 3. März 2002 stimmt das Schweizer Volk dem UNO-Beitritt mit 54,6 % Ja zu
Waren früher die Richter neutral und haben sie nur nach dem geltenden Recht gesprochen? Beispiel: Kirche, Beispiel Nazi, etc..Tja, MM. Du gehst nicht auf mein Argument ein. Typisch Politiker eben.
Heute sind die Verhältnisse und die Zeit anders, vor allem für uns Schweizer. Bei uns braucht es dies def. nicht.
Und "den Sonderfall Schweiz" gibt es nicht. Hat es nie gegeben. Auch das kann man ausblenden wenn man mit der Hoffnung lebt wie Du schreibst "ich hoffe unser (?) System funktioniert noch sehr lange"......
Ich bin der Meinung, dass in der heutigen Zeit, wo die sekundenschnelle, weltweite Kommunikation die Information (auch die Desinformation) in den hintersten Krachen bringt ist es fahrlässig, sich in sein Schneckenhaus zurück zu ziehen. Denn auch die Reaktionen stehen sekundenschnell vor der Tür. Mindestens das Kuschen der Banken vor der US-Justiz- resp. Markt-Macht sollte etwas zum Nachdenken anregen. Oder sind die Banker blöder als andere Menschen.
Aber auch in dem vorliegenden Fall ist die Schweiz (das klevere Volk also) halt mit dem Rücken zur Wand, denn sie konnte nicht mitgestalten weil das Volk zu lange gedacht hat, es kann ein Sonderzüglein fahren.
Ok, es wird noch einige Zeit gehen. Hoffen wir weiter
bearbeitet #197
Es ist ein zweischneidiges Schwert. Will man zusammenwachsen oder die nationale Eigenständigkeit bewahren? Beides hat seine Vor- und Nachteile.
Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Politiker Europas - und insbesondere Deutschlands und Frankreichs - die "Vereinigten Staaten von Europa" (VSE) als langfristiges Endziel anstreben.
Um dieses Endziel zu erreichen, müssen im Laufe der Zeit erst alle juristischen Unterschiede zwischen den EU-Staaten aufgehoben werden. Also gleiche Gesetze, gleiche Rentenalter, gleiche Sozialsysteme, gleiche Einwanderungspolitik etc.
Auf dem Weg dorthin gibt es verständlicher Weise immer wieder Reibereien. Weniger unter den Ländern als vielmehr in den Ländern. Die Diskussion also, ob eine nationale Entscheidungsfreiheit an Brüssel abgegeben werden soll im Zuge der Harmonisierung.
Dass da ein weisser Fleck im Herzen Europas ein Stachel im Fleisch der VSE ist, liegt auf der Hand. Vor allem, weil die Schweiz eben nur teilweise, widerwillig und mit Sonderregelungen daran teilnimmt.
Besonders schlimm (aus Sicht VSE) ist, dass bei Problemen, die diese Harmonisierung mit sich bringt, die Bürger Europas (nicht die Politiker, die Bürger!) neidvoll auf die Schweiz blicken, weil es bei uns problemloser und besser funktioniert.
Ein schönes Beispiel waren die Interviews im Österreichischen und Deutschen TV nach der Annahme der MEI. Tenor: "Schade, dass es bei uns keine solchen Abstimmungen gibt."
Ich vermute, dass in den nächsten Jahrzehnten dieser Harmonisierungsprozess weiter geht. Dass die Schweiz sich also nach und nach an Europa anpassen wird.
Ein gutes Beispiel ist der Euro. Zwar haben wir noch unseren Franken aber schon vom ersten Tage an wurden in allen Schweizer Geschäften auch Euros als Zweitwährung klaglos akzeptiert. Der nächste Schritt kam dann im September 2011 mit der Anbindung des Franken an den Euro.
Wenn wir uns erst daran gewöhnt haben, dass sich Franken und Euro über Jahre hinweg immer stabil und parallel zueinander verhalten, ist es nur noch ein kleiner Schritt, den Euro auch in der Schweiz einzuführen.
Bedauere ich diese Entwicklung?
Teilweise schon: Die Idee des VSE ist - wenn man global denkt - nicht schlecht. Ein geeintes Europa könnte geschlossen z.B. gegenüber den USA auftreten. So wie es jetzt läuft ist Europa schwach, denn die USA spielen bei Fragen, wie z.B. aktuell dem Freihandelsabkommen, geschickt die verschiedenen europäischen Staaten gegeneinander aus.
Andererseits hat es aber auch wirtschaftlich und gesellschaftlich gesehen Vorteile, regional zu denken: So wäre es z.B. in einer globalisierten Welt durchaus denkbar, dass Argentinien den ganzen Planeten mit Rindfleisch versorgt, Nordamerika mit Weizen, Australien und China mit Reis etc. Wir hätten dann allerdings überall Monokulturen und entsprechend Versorgungsengpässe, wenn in der Logistik etwas schief geht. Z.B. der Ölpreis steigt. Deshalb macht es Sinn, sich möglichst lokal zu versorgen, um die Transportwege gering zu halten.
Ein weiterer Vorteil der VSE wäre, dass es keine Kriege mehr innerhalb der europäischen Staaten geben könnte.
Nun, in meiner verbleibenden Lebenszeit, die ich mal auf rund 30 Jahre schätze, werde ich die VSE wohl nicht mehr erleben. Wohl aber schleichend viele kleine Schritte in diese Richtung!
Kann ich mir die "Vereinigten Staaten von Europa" vorstellen?
Ja, kann ich. Allerdings folgt jetzt ein typischer schweizerischer Nachsatz: "Unter der Voraussetzung, dass sich Europa auch der Schweiz anpasst!"
Ich möchte nämlich Referenden und Volksabstimmungen eben so wenig missen wie eine seriöse Haushalts- und Budgetpolitik der Regierung oder eine stabile Währung
Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Politiker Europas - und insbesondere Deutschlands und Frankreichs - die "Vereinigten Staaten von Europa" (VSE) als langfristiges Endziel anstreben.
Um dieses Endziel zu erreichen, müssen im Laufe der Zeit erst alle juristischen Unterschiede zwischen den EU-Staaten aufgehoben werden. Also gleiche Gesetze, gleiche Rentenalter, gleiche Sozialsysteme, gleiche Einwanderungspolitik etc.
Auf dem Weg dorthin gibt es verständlicher Weise immer wieder Reibereien. Weniger unter den Ländern als vielmehr in den Ländern. Die Diskussion also, ob eine nationale Entscheidungsfreiheit an Brüssel abgegeben werden soll im Zuge der Harmonisierung.
Dass da ein weisser Fleck im Herzen Europas ein Stachel im Fleisch der VSE ist, liegt auf der Hand. Vor allem, weil die Schweiz eben nur teilweise, widerwillig und mit Sonderregelungen daran teilnimmt.
Besonders schlimm (aus Sicht VSE) ist, dass bei Problemen, die diese Harmonisierung mit sich bringt, die Bürger Europas (nicht die Politiker, die Bürger!) neidvoll auf die Schweiz blicken, weil es bei uns problemloser und besser funktioniert.
Ein schönes Beispiel waren die Interviews im Österreichischen und Deutschen TV nach der Annahme der MEI. Tenor: "Schade, dass es bei uns keine solchen Abstimmungen gibt."
Ich vermute, dass in den nächsten Jahrzehnten dieser Harmonisierungsprozess weiter geht. Dass die Schweiz sich also nach und nach an Europa anpassen wird.
Ein gutes Beispiel ist der Euro. Zwar haben wir noch unseren Franken aber schon vom ersten Tage an wurden in allen Schweizer Geschäften auch Euros als Zweitwährung klaglos akzeptiert. Der nächste Schritt kam dann im September 2011 mit der Anbindung des Franken an den Euro.
Wenn wir uns erst daran gewöhnt haben, dass sich Franken und Euro über Jahre hinweg immer stabil und parallel zueinander verhalten, ist es nur noch ein kleiner Schritt, den Euro auch in der Schweiz einzuführen.
Bedauere ich diese Entwicklung?
Teilweise schon: Die Idee des VSE ist - wenn man global denkt - nicht schlecht. Ein geeintes Europa könnte geschlossen z.B. gegenüber den USA auftreten. So wie es jetzt läuft ist Europa schwach, denn die USA spielen bei Fragen, wie z.B. aktuell dem Freihandelsabkommen, geschickt die verschiedenen europäischen Staaten gegeneinander aus.
Andererseits hat es aber auch wirtschaftlich und gesellschaftlich gesehen Vorteile, regional zu denken: So wäre es z.B. in einer globalisierten Welt durchaus denkbar, dass Argentinien den ganzen Planeten mit Rindfleisch versorgt, Nordamerika mit Weizen, Australien und China mit Reis etc. Wir hätten dann allerdings überall Monokulturen und entsprechend Versorgungsengpässe, wenn in der Logistik etwas schief geht. Z.B. der Ölpreis steigt. Deshalb macht es Sinn, sich möglichst lokal zu versorgen, um die Transportwege gering zu halten.
Ein weiterer Vorteil der VSE wäre, dass es keine Kriege mehr innerhalb der europäischen Staaten geben könnte.
Nun, in meiner verbleibenden Lebenszeit, die ich mal auf rund 30 Jahre schätze, werde ich die VSE wohl nicht mehr erleben. Wohl aber schleichend viele kleine Schritte in diese Richtung!
Kann ich mir die "Vereinigten Staaten von Europa" vorstellen?
Ja, kann ich. Allerdings folgt jetzt ein typischer schweizerischer Nachsatz: "Unter der Voraussetzung, dass sich Europa auch der Schweiz anpasst!"
Ich möchte nämlich Referenden und Volksabstimmungen eben so wenig missen wie eine seriöse Haushalts- und Budgetpolitik der Regierung oder eine stabile Währung
Dies grenzt nun schon sehr an massive Ueberheblichkeit. Die EMRK und der Gerichtshof mögen ja gut sein für alle Staaten ohne direkte Demokratie, denn ohne diese sind die Menschenrechte gefährdet. Unsere Nachbarn dürften sich für diese Einschätzung bedanken. Die direkte Demokratie mag für ein kleines Land mit lauter klugen Leuten ja die richtige Staatsform sein, aber eine Garantie für die Menschenrechte ist das überhaupt nicht.Nun ich finde meine Meinung überhaupt nicht überheblich, im Gegenteil!
Von wegen Volk und Mehrheit. Ich möchte nicht in einem System leben, wo die Volksmehrheit die Funktion der Justiz übernimmt. Die freie Meinungsbildung ist nebenbei gesagt eh ein Mythos. Warum haben die "interessierten Kreise" denn so grosse Budgets bei Abstimmungen?. Damit sie die freie Meinungsbildung fördern können?
Ich stelle nochmals klar die These auf, das Volk hat nicht immer recht! Oder bist du der Meinung, dass das Volk bei diesen Entscheiden recht hatte?
- Am 1. Februar 1959 wird das Frauenstimmrecht in der eidgenössischen Volksabstimmung mit 654'939 (67%) Nein gegen 323'727 (31%) Ja bei einer Stimmbeteiligung von 67% wuchtig verworfen
- Am 3. März 2002 stimmt das Schweizer Volk dem UNO-Beitritt mit 54,6 % Ja zu
An der Urne wurde soviel ich weiss, dass Frauenstimmrecht später angenommen, also hatte das Volk schlussendlich recht. Tönt zwar einfach, aber ich bin ja auch kein studierter, sondern ein einfacher, interessierter Stimmbürger. Das hat manchmal auch Vorteile.
Du hast recht, eine Grantie für Menschenrechte ist es nicht immer, momentan aber schon, denn es geht uns gut und wir haben ein eher ausgewogenes System. Ich zweifle, eher daran, dass die Messlate für Menschenrechte in den grossen Völkergemeinschaften richtig angesetzt wird. Wenn man jemanden durch globalen Zwang, die Freiheiten einschränken will, dann sehe ich das als eine Verletzung der Menschenrechte an.
Man kann es sehen wie man will.
Tja, MM. Du gehst nicht auf mein Argument ein. Typisch Politiker eben.Ich bin in erster Linie Berufsmann, welcher ein politisches Mandat ausführt. Zum Leide meiner Familie und teilweise meiner Gesundheit. Du bist auch ein Politiker und Du leistest mit Deinen Schilderungen einen Beitrag. Ich traue den Richtern nicht mehr, als den Stimmbürgern, wenn es um eine faire Rechtsprechung geht. Natürlich vorausgesetzt, es herrschen normale Verhältnisse.
Und "den Sonderfall Schweiz" gibt es nicht. Hat es nie gegeben. Auch das kann man ausblenden wenn man mit der Hoffnung lebt wie Du schreibst "ich hoffe unser (?) System funktioniert noch sehr lange"......
Ich bin der Meinung, dass in der heutigen Zeit, wo die sekundenschnelle, weltweite Kommunikation die Information (auch die Desinformation) in den hintersten Krachen bringt ist es fahrlässig, sich in sein Schneckenhaus zurück zu ziehen. Denn auch die Reaktionen stehen sekundenschnell vor der Tür. Mindestens das Kuschen der Banken vor der US-Justiz- resp. Markt-Macht sollte etwas zum Nachdenken anregen. Oder sind die Banker blöder als andere Menschen.
Aber auch in dem vorliegenden Fall ist die Schweiz (das klevere Volk also) halt mit dem Rücken zur Wand, denn sie konnte nicht mitgestalten weil das Volk zu lange gedacht hat, es kann ein Sonderzüglein fahren.
Ok, es wird noch einige Zeit gehen. Hoffen wir weiter
Der Prozess zu Nazi Zeiten, ich glaube es war in Rottweil, ist ein gutes Beispiel. Dieser Richter war ein Scherge Hitlers. Er verurteilte Kritiker des damaligen Regimes, auf Basis politischer Interessen. Aber wir sind ja in der Gegenwart!
Man soll respektieren, dass wir in Freiheit leben und selber entscheiden wollen! Wie ich das mitbekomme, möchte man uns die Freiheit einschränken und das ist nicht gut. Es geht meist nur, wenn man einander achtet und respektiert. Das ist in der Ehe so, in der Geschäftswelt und im ganzen Leben. Alles andere ist Zwang.
Ich sage meinen Nachbar auch nicht, wie er leben soll. Im Gegenteil, ich freue mich jedesmal wenn ich ihn sehe.
Vielleicht bin ich etwas abgeschweift, aber ich sehe es nun mal so...
Es ist ein zweischneidiges Schwert. Will man zusammenwachsen oder die nationale Eigenständigkeit bewahren? Beides hat seine Vor- und Nachteile.Gutes Zitat. Pragmatisch ist oft gut.
Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Politiker Europas - und insbesondere Deutschlands und Frankreichs - die "Vereinigten Staaten von Europa" (VSE) als langfristiges Endziel anstreben.
Um dieses Endziel zu erreichen, müssen im Laufe der Zeit erst alle juristischen Unterschiede zwischen den EU-Staaten aufgehoben werden. Also gleiche Gesetze, gleiche Rentenalter, gleiche Sozialsysteme, gleiche Einwanderungspolitik etc.
Auf dem Weg dorthin gibt es verständlicher Weise immer wieder Reibereien. Weniger unter den Ländern als vielmehr in den Ländern. Die Diskussion also, ob eine nationale Entscheidungsfreiheit an Brüssel abgegeben werden soll im Zuge der Harmonisierung.
Dass da ein weisser Fleck im Herzen Europas ein Stachel im Fleisch der VSE ist, liegt auf der Hand. Vor allem, weil die Schweiz eben nur teilweise, widerwillig und mit Sonderregelungen daran teilnimmt.
Besonders schlimm (aus Sicht VSE) ist, dass bei Problemen, die diese Harmonisierung mit sich bringt, die Bürger Europas (nicht die Politiker, die Bürger!) neidvoll auf die Schweiz blicken, weil es bei uns problemloser und besser funktioniert.
Ein schönes Beispiel waren die Interviews im Österreichischen und Deutschen TV nach der Annahme der MEI. Tenor: "Schade, dass es bei uns keine solchen Abstimmungen gibt."
Ich vermute, dass in den nächsten Jahrzehnten dieser Harmonisierungsprozess weiter geht. Dass die Schweiz sich also nach und nach an Europa anpassen wird.
Ein gutes Beispiel ist der Euro. Zwar haben wir noch unseren Franken aber schon vom ersten Tage an wurden in allen Schweizer Geschäften auch Euros als Zweitwährung klaglos akzeptiert. Der nächste Schritt kam dann im September 2011 mit der Anbindung des Franken an den Euro.
Wenn wir uns erst daran gewöhnt haben, dass sich Franken und Euro über Jahre hinweg immer stabil und parallel zueinander verhalten, ist es nur noch ein kleiner Schritt, den Euro auch in der Schweiz einzuführen.
Bedauere ich diese Entwicklung?
Teilweise schon: Die Idee des VSE ist - wenn man global denkt - nicht schlecht. Ein geeintes Europa könnte geschlossen z.B. gegenüber den USA auftreten. So wie es jetzt läuft ist Europa schwach, denn die USA spielen bei Fragen, wie z.B. aktuell dem Freihandelsabkommen, geschickt die verschiedenen europäischen Staaten gegeneinander aus.
Andererseits hat es aber auch wirtschaftlich und gesellschaftlich gesehen Vorteile, regional zu denken: So wäre es z.B. in einer globalisierten Welt durchaus denkbar, dass Argentinien den ganzen Planeten mit Rindfleisch versorgt, Nordamerika mit Weizen, Australien und China mit Reis etc. Wir hätten dann allerdings überall Monokulturen und entsprechend Versorgungsengpässe, wenn in der Logistik etwas schief geht. Z.B. der Ölpreis steigt. Deshalb macht es Sinn, sich möglichst lokal zu versorgen, um die Transportwege gering zu halten.
Ein weiterer Vorteil der VSE wäre, dass es keine Kriege mehr innerhalb der europäischen Staaten geben könnte.
Nun, in meiner verbleibenden Lebenszeit, die ich mal auf rund 30 Jahre schätze, werde ich die VSE wohl nicht mehr erleben. Wohl aber schleichend viele kleine Schritte in diese Richtung!
Kann ich mir die "Vereinigten Staaten von Europa" vorstellen?
Ja, kann ich. Allerdings folgt jetzt ein typischer schweizerischer Nachsatz: "Unter der Voraussetzung, dass sich Europa auch der Schweiz anpasst!"
Ich möchte nämlich Referenden und Volksabstimmungen eben so wenig missen wie eine seriöse Haushalts- und Budgetpolitik der Regierung oder eine stabile Währung
Anbei ein guter Spruch, den habe ich heute gelesen...
„Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.“
Absolut treffend...
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