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Ukraine, Russland, EU und USA

125 Antworten30'588 AufrufeGestartet von t15 ·

#61
Schöne Infografik zur Wirtschaft der Krim



Weitere Zahlen:

Durchschnittliche Monatesinkommen umgerechnet in US Dollar:

Ukraine: $331

Krim: $283

Kiev: $503

Gaspreise: Ukraine zahlt $268.5 pro 1000qm (Weltmarktpreis = $368). Wobei dieser Rabatt von 30%, den Russland derzeit der Ukraine als Bezahlung für Nutzung der Krim gewährt, wegfallen könnte.

Quelle: ZeroHedge

#62
Die USA und die Europäische Union werden das Ergebnis des Referendums auf der Krim über einen Anschluss der ukrainischen halbinsel an Russland nicht anerkennen.
Hauptsachse den Kosovo als souveränes Land ansehen. *hust*http://de.wikipedia.org/wiki/Internatio ... des_Kosovo
#63
Mit Kosovo hast Du ein sehr gutes Beispiel genannt, dass der Westen unter gewissen Umständen (= Dient seinen Zielen) durchaus bereit ist, die Ablösung eines Volkes zu akzeptieren, auch wenn das gegen die Interessen des jeweiligen Heimatlandes verstösst: Kosovo/Serbien vs. Krim/Ukraine.Siehe hierzu auch

Ab 4:17
#64

#65

#66
[SIZE= px]EU-Abgeordneter: Westliche Medien zeigen uns pures Hollywood über die Krim, alles Lüge![/SIZE]

http://www.youtube.com/watch?v=ft5fYfuWgAk

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[SIZE= px]Jazenjuk ein Scientologe? Jazenjuks Frau und seine Kinder leben derzeit in Santa Barbara , um den globalen Einfluss von Scientology zu steigern.[/SIZE]

https://wertewelt.wordpress.com/2014/03 ... ientologe/

#67
Wenn ich mal aus russischer Sicht (und mit pro-russischer Polemik) zusammenfasse: Im Nachbarland Ukraine wurde die legal gewählte Regierung weg-geputscht und durch eine illegale und hochgradig unzuverlässige Interims-Regierung ersetzt, die insbesondere die russischen Interessen auf der Krim gefährdet.

Der nicht-gewählte Interims-Premier Minister Arseniy Yatsenyuk (übrigens Mitglied von Scientology, wie wir aus dem Posting von placebo entnehmen können) kündigt an einem Tag an, russisch als zweite Amtssprache in der Ukraine abzuschaffen. Am nächsten Tag zieht er diese Aussage aber wieder zurück. Er kündigt an einem Tag an, dass die Ukraine der Nato beitreten wolle, und dementiert auch diese Aussage am nächsten Tag. Eine klare Linie sieht anders aus.

Yatsenyuk gilt also als allgemein schwach (oder "flexibel", falls dieser Ausdruck besser gefällt) und ist somit die favorisierte Marionette des Westens. In der Ukrainischen Regierung hat er zwei Gegenspieler:

Einerseits den als sehr rechts, nationalistisch eingestellten ukr. Interim-Präsidenten Oleh Tyahnybok und andererseits den als Boxer und werbeträchtigen Vernichter von Kinder-Milchschnitten bekannten Vitali Klitschko, der in Deutschland und nicht etwa in der Ukraine, seine Steuern bezahlt.

Was den Russen dabei besonders sauer aufstösst ist, dass dieser Putsch in der Ukraine mehrheitlich vom Westen finanziert, orchestriert und geplant war und dass das Spektrum der Putschisten bis nach ganz rechts zum Tschetschenischen Terroristenführer Doku Umarov, dem ("Osama Bin Laden der Russen") reicht. Man stelle sich zum Vergleich vor, in Mexico würde die legal gewählte Regierung durch eine Bewegung weggeputscht, die Verbindungen zur Al Kaida hat. Wie würden die USA da wohl reagieren?

Die USA haben eine lange Tradition darin, gewaltsame Regierungswechsel aktiv zu unterstützen, sofern es ihren Interessen dient. In Südamerika kam es in den letzten 100 Jahren zu keinem einzigem Putsch, an dem die USA nicht massgeblich beteiligt gewesen wären. Demokratie oder der Wunsch des Volkes interessiert die USA dabei keinen feuchten Scheiss.

In Südamerika kursiert unter den Politiker folgender Witz:

Frage: Warum kann es in den USA nie zu einem Militärputsch kommen?

Antwort: Weil es in Washington keine US-Botschaft gibt.

Aber zurück zur Ukraine:

In der Folge haben die Russen zweifach reagiert:

Erstens haben sie 6000 Soldaten mit neutralen Uniformen (in Wahrheit vermutlich Elitesoldaten der Speznas) in die Krim geschickt.

Zweitens hat Putin von Anfang an sehr klar gemacht, wo die rote Linie Russlands ist. Und wenn Putin von einer "roten Linie" spricht, dann meint er das auch so und macht plausibel, das er sie durchsetzt. Das ist also nicht vergleichbar mit den verschwommenen blassrosa "roten Linien" eines Obama.

Wir werden es nie beweisen können aber wahrscheinlich hat Putin mit dem massiven Aufmarsch russischer Truppen an der ukrainischen Grenze und den Speznas auf der Krim den Verlust weiterer Menschenleben verhindert, indem er schon von Anfang an auf massive Abschreckung gesetzt und jegliche anti-russischen Motivationen des ukrainischen Militärs im Keim erstickt hat.

um von 95% wohl übertrieben hoch ist.

#68
da es nun überall heisst Geld wird abgezogen.... ein intressanter (wie "Elias" sagen würde Verschwörungsartikel) Bericht:http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=11838 :bye:

#69
Interessanter Beitrag (5 Min) vom Monitor

Der Kampf um das Erdgas in der Ukraine | Monitor | WDR

http://www.youtube.com/watch?v=JGbRqM0ef7I

#70
Ich verstehe die ganze Aufregung sowieso nicht. So wie ich es sehe, haben die Russen einfach für Ordnung bei dem unfähigen Schweinehaufen vor der Tür gesorgt, und das Volk konnte schliesslich abstimmen. So what.Was Obama nun tut, finde ich schlicht daneben. Eine Anti-Russland-Tournee wie ein Pop-Star, um von seinem politischen Versagen zuhause abzulenken? Es ist beschämend und unwürdig. Hoffentlich behält die Schweiz ihre neutrale Haltung bei und fängt nicht an mit den armseligen Wölfen zu heulen. :banana:

#71
Die Geschichte hat leider auch hier zwei Seiten. Was in Russland selbst abläuft in Sachen Stimmungsmache (Staatsfernsehen) und "Unrechtsmassnahmen" (Entlassungen, Kaltstellungen, Ausgrenzungen bis Verhaftungen kritischer Stimmen) ist eben auch ein Aspekt der nicht vergessen gehen darf. ICH bin jedenfalls nicht fähig, das Geschehen wirklich zu beurteilen! :oops: :evil: Sicher wäre der einzige Weg gewesen, dass es einige Abstimmungen in der Ukraine hätte geben sollen. Dies wurde aber von beiden Seiten verhindert! Mit welchen Gründen auch immer. Im Endeffekt spielt alles in die Hände Russlands. Und dort waren schon vor dieser Situation die Nationalisten an der Macht. Und darunter scheinbar nicht wenige, die dem "Grossrussischen Reich" nachtrauern. Wenn auch nicht mehr nach kommunistischem sondern nun feudalistischen Zuschnitt. Denn nur da kann Geld gescheffelt werden, wie nach der Auflösung der alten Sowjetunion. Schade: Ergeben hat sich in Russland eine "Unheilige Allianz" zwischen Machtbesessenheit und Geldgier. Eine äusserst gefährliche Mischung, wie sich wieder einmal weist.

#72
Und was ist mit USA. Sind die so anders? All die Kriege, die zerstörten Länder, aus Habgier wegen Oel und Kapital, das man nach Stürzung des jeweiligen Regierungschefs beschlagnahmen lässt, nachdem man diese jahrelang hofiert hat, oft nach Ausbildung in USA. Alles unter heuchlerischem Vorwand die Menschenrechte zu wahren. All die in USA verbotenen Folterungen die saubermännisch outgesorst werden, nach Südafrika, Ägypten, Rumänien etc. Immer den lieben Gott im Mund und mit der Bibel in der Hand, ihrem höchstverehrten Buch. Aber trotzdem alles tun was darin verboten ist. Sowas reizt doch zum Kotzen. Dann diese unfähige EU-Patchworkangelegenheit, die in Schulden ersäuft mit der buchgescheiten aber in selbstständigem Denken recht beschränkten Anführerin Merkel, welche bei jeder Gelegenheit dem Ami unters Hosenbein kriecht und sich dort noch anbietert nach mikroskopischer Zerlegung durch die NSA.Ich bin weder Sozialist noch sowjetisch angehaucht. Nur fällt mir auf, dass Russland politisch eine Linie hat und der sog. freie Westen seine Linie nur so dreht, wie es gerade bei den selbstgefälligen Politikern hinpasst. Ebenfalls ein Schandfleck in der Landschaft ist dieser Chaoten-EU-Barroso, mit dem man nun parliert, als hätte er die Weisheit mit Löffeln konsumiert (sein Werdegang steht im Internet). Das Vernünftige und wirtschaftliche Denken hat offensichtlich keinen Platz mehr bei den Platzhirschen des Westens, Männlein und Weiblein inklusive. :evil:

#73
Aus Sicht der USA geht es rein um Machtpolitik. Es geht darum, den alten Feind Russland möglichst zu umzingeln. Mit Polen und den baltischen Staaten hat das angefangen, weiter dann mit Georgien, Moldavien. Mit der Ukraine in der Nato würde sich die Schlinge um Russland nochmals enger ziehen. Da kann man schon mal $5 Mrd. für eine blutige Revolution aufschiessen. 5 Milliarden: Das druckt die Fed an gerade mal 2 Arbeitstagen ;)Europa wiederum geht es hauptsächlich um wirtschaftliche Interessen. Also konkret um Gas-Lieferungen aus dem Osten.Die Ukraine wird hier zum Spielball der Mächte, denn sie ist wirtschaftlich vollständig von Russland abhängig. Zwar sind Exxon und Chevron dabei, in der Ukraine Gas-Fracking vorzubereiten (Umweltschutz ist dort ja kein Thema!), um die Ukraine unabhängiger von Russland zu machen. Das nützt allerdings dem ukrainischen Volk nichts, wenn es die Gasfelder an die westlichen Konzerne abtreten muss. Die Abhängigkeit würde sich halt etwas mehr in Richtung USA statt Russland verlagern.Putin ist - im Gegensatz zu seinem Vorgänger Jelzin - nicht mehr bereit, dieser westlichen Umzingelung tatenlos zuzusehen. Und somit ist klar, dass sich zumindest der kalte Krieg wieder zuspitzt. Mit der Krim ist ihm eine erste sehr wichtige unblutige "Rückeroberung" traditionell russischem Territoriums gelungen und es ist durchaus denkbar, dass er dies weiterziehen wird, wenn sich auch andere Regionen ausserhalb Russlands mit einer mehrheitlich russischen Bevölkerung, mittels Referendum von ihren geografischen Ländern trennen. Namentlich die Ost-Ukraine (Donez-Becken), oder auch Regionen in Moldavien.Die Amerikaner haben hoch gepokert und verloren, weil Putin "sehen" wollte. Das macht die Amerikaner zwar stinkig aber viel ausrichten können sie nun nicht mehr.Die Krim und die Ukraine sind für die Russen wichtig. Nicht nur für die Regierung sondern auch für das Volk. Da geht es um eigene Bevölkerungsgruppen, um die direkten Nachbarn und Handelspartner, um Tradition, Geschichte und Emotionen.Für den amerikanischen Bürger hingegen ist das nur ein politisches Geplänkel irgend wo gefühlte 10'000 km weit weg und mit Ländern, zu denen die Amerikaner weder wirtschaftliche noch emotionale Beziehungen pflegen.So gesehen wäre der Russe wohl eher bereit, für die Krim oder Ukraine in einen heissen Krieg zu ziehen als der Amerikaner. Und das wissen auch beide Seiten.Die Leidtragenden sind in erster Linie die Ukrainer. In zweiter Linie evtl. die Europäer, wenn die Gaspreise wegen der Krise steigen. Für Obama und Kerry ist es natürlich ein Gesichtsverlust. Für die USA aber strategisch wie wirtschaftlich ein absoluter Non-Event.

#74
Von deutschen Bürgern:

Offener Brief an Putin

Seine Exzellenz

Herrn Wladimir Putin

Präsident der Russischen Föderation

über

Botschaft der Russischen Föderation

in der Bundesrepublik Deutschland

Unter den Linden 63-65

10117 Berlin

per Boten & per E-Mail

Sehr geehrter Herr Präsident!

In Ihrer »Rede vor der Staatsduma baten Sie um Verständnis bei den Deutschen.

Wir sind deutsche Staatsbürger, die die Nachkriegszeit mehrheitlich in der Westhälfte Deutschlands erlebt haben. Als der Kalte Krieg 1990 beendet und unser Land vereinigt wurde, ging ein Aufatmen durch die Welt, weil die stets drohende Gefahr einer nuklearen militärischen Auseinandersetzung gebannt schien, die den gesamten Globus in Mitleidenschaft gezogen hätte. Deutschland wäre ausgelöscht worden.

Den entscheidenden Beitrag zur Befreiung Europas vom Nationalsozialismus hat, unter unvergleichlichen Opfern, die Sowjetunion geleistet. Gleichwohl war sie 1990 bereit, die deutsche Wiedervereinigung zu unterstützen, 1991 die Warschauer Vertragsgemeinschaft aufzulösen und die NATO-Mitgliedschaft Gesamtdeutschlands zu akzeptieren. Dies wurde vom Westen nicht honoriert.

Der damalige Botschafter der USA in Moskau (1987 bis 1991), Jack Matlock, hat vor wenigen Tagen in der Washington Post bestätigt, dass Präsident Bush zugesagt hatte, die Großzügigkeit Präsident Gorbatschows nicht auszunutzen. Die Ausdehnung der NATO bis in ehemalige Sowjetrepubliken, die Errichtung von Militärstützpunkten in ehemaligen Warschauer Vertragsstaaten und der Aufbau eines Raketenabwehrschirms in Osteuropa bei gleichzeitiger Kündigung des ABM-Vertrages seitens der USA sind nicht nur eklatante Wortbrüche.

Diese Maßnahmen können auch von uns nur als Machtprojektion der westlichen Führungsmacht verstanden werden, die gegen die von Ihnen betriebene staatliche und ökonomische Konsolidierung Ihres Landes nach Ihrem Amtsantritt im Jahr 2000 gerichtet sind. Keir A. Lieber und Daryl G. Press haben 2006 darüber hinaus in „Foreign Affairs“ mit ihrem Artikel „The Rise of U.S. Nuclear Primacy” überzeugend dargelegt, dass der Raketenabwehrschirm einen nuklearen Erstschlag zur nuklearen Neutralisierung Russlands ermöglichen soll.

Diese Vorgeschichte in geraffter Form bildet den Hintergrund ab, vor dem wir die Ereignisse in der Ukraine seit November 2013 beurteilen. Inzwischen ist vielfach dokumentiert, dass die USA die berechtigten Proteste der ukrainischen Bevölkerung für ihre Zwecke instrumentalisiert haben. Das Muster ist aus anderen Ländern bekannt: Serbien, Georgien, Ukraine 2004, Ägypten, Syrien, Libyen.

Auch die Störfaktoren Europäische Union und OSZE wurden, postwendend, innerhalb von zwölf Stunden nach dem von den Außenministern des Weimarer Dreiecks ausgehandelten friedlichen Machtwechsel unter Zuhilfenahme faschistischer Kräfte ausgeschaltet. Wer hinter der jetzigen Putschregierung in Kiew steht, zeigen die Partner auf der Website der Open Ukraine Foundation des amtierenden Ministerpräsidenten.

Die inner- und völkerrechtlichen Fragen zur Sezession der Krim werden unterschiedlich beantwortet. Wir wollen die Vorgänge hier nicht juristisch, sondern ausschließlich politisch bewerten und einordnen. Vor dem Hintergrund der Entwicklung in Europa seit 1990, der Dislozierung der rund 1000 US-Militärbasen weltweit, der Kontrolle der Meerengen durch die USA und der von den Gewalttätern des Majdan ausgehenden Gefahr für die russische Schwarzmeerflotte sehen wir die Sezession der Krim als eine defensive Maßnahme mit einer gleichzeitigen Botschaft: bis hierher und nicht weiter! Der entscheidende Unterschied zur Unabhängigkeits-erklärung des Kosovo ist, dass hierfür mit dem völkerrechtswidrigen Luftkrieg der NATO – leider mit Beteiligung Deutschlands – erst die Voraussetzung geschaffen wurde.

Sehr geehrter Herr Präsident, Sie haben bereits vor knapp vier Jahren für eine Wirtschaftsgemeinschaft von Lissabon bis Wladiwostok geworben. Sie wäre die ökonomische Basis für das „Gemeinsame Haus Europa“. Die Ukraine könnte eine ideale Brückenfunktion für die künftige Kooperation zwischen der von Ihnen angestrebten Eurasischen Union und der Europäischen Union einnehmen, nicht zuletzt in kultureller Hinsicht. Wir sind überzeugt, dass die massive Einflussnahme der USA das Ziel hatte, diese Brückenfunktion auszuschalten. In der EU-Kommission haben sich diejenigen Kräfte durchgesetzt, die die Politik der USA gegen Russland unterstützen. Die Rede des Geschäftsführenden Generalsekretärs des Europäischen Auswärtigen Dienstes, Pierre Vimont, am 14. März dieses Jahres ist insofern eindeutig (EurActiv: „EU shunned from US-Russia meeting on Ukraine“).

Sehr geehrter Herr Präsident, wir bauen darauf, dass Ihre historische Rede im Jahr 2001 im Deutschen Bundestag auch künftig die Grundlage für Ihr Handeln gegenüber der EU und Deutschland bilden wird. Die aktuellen Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Deutschen keine Konfrontation mit der Russischen Föderation wünscht und Verständnis für die russische Reaktion auf die Ereignisse in der Ukraine aufbringt. Wir verkennen nicht die Schwierigkeiten, denen die deutsche Politik als Mitglied der EU und der NATO in Bezug auf Russland ausgesetzt ist, sie sind auch Ihnen bekannt. Zumindest erwarten wir jedoch, dass die Bundesregierung nach dem alten Römischen Rechtsgrundsatz audiatur et altera pars handelt. Dies wurde im Zusammenhang mit der Nachbarschaftspolitik der EU im Fall der Ukraine unterlassen.

Russland hat seine im Zweiten Weltkrieg zu Tode gekommenen 27 Millionen Menschen selbst im Kalten Krieg nicht gegen Deutschland politisch instrumentalisiert. Diese innere Größe allein verdiente eine andere Qualität in den Beziehungen zwischen unseren Ländern. Die Menschen in Deutschland haben hierfür ein feines Gespür: Als sich 1994 die „Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland“ mit einem Auftritt ihres Musikkorps auf dem Platz vor der Bundeskunsthalle in Bonn aus Deutschland verabschiedete, spielten sich bewegende Szenen zwischen den zahlreichen Zuschauern und den Musikern ab. In diesem Zusammenhang fällt uns zu der aktuellen Berichterstattung und Kommentierung der deutschen Medien nur ein treffendes Adjektiv in englischer Sprache ein: disgusting.

Sehr geehrter Herr Präsident, mit unseren bescheidenen Mitteln als einfache Staatsbürger werden wir dazu beitragen, dass die beabsichtigte Spaltung Europas nicht gelingt, sondern die Ideen von Gottfried Wilhelm Leibniz zu neuem Leben erweckt werden. Wir sind überzeugt: nur wenn die Staaten und Völker des eurasischen Doppelkontinents ihre Angelegenheiten miteinander friedlich, respektvoll, kooperativ, auf der Grundlage des Rechtes und ohne Einmischung von außen regeln, wird dies auch auf die übrige Welt ausstrahlen. Wir verstehen Sie in diesem Sinn als Verbündeten.

Für Ihre jetzige, und hoffentlich auch die nächste Amtsperiode wünschen wir Ihnen Kraft, Stehvermögen, Klugheit und Geschick.

Mit vorzüglicher Hochachtung

http://wissenschaft3000.wordpress.com/2 ... tte-lesen/

#75
The less Americans know about Ukraine’s location, the more they want U.S. to intervene



Where’s Ukraine? Each dot depicts the location where a US survey respondent situated Ukraine; the dots are colored based on how far removed they are from the actual country, with the most accurate responses in red and the least accurate ones in blue. (Data: Survey Sampling International; Figure: Thomas Zeitzoff/The Monkey Cage)

Where’s Ukraine? Each dot depicts the location where a U.S. survey respondent situated Ukraine; the dots are colored based on how far removed they are from the actual country, with the most accurate responses in red and the least accurate ones in blue. (Data: Survey Sampling International; Figure: Thomas Zeitzoff/The Monkey Cage)

Since Russian troops first entered the Crimean peninsula in early March, a series of media polling outlets have asked Americans how they want the U.S. to respond to the ongoing situation. Although two-thirds of Americans have reported following the situation at least “somewhat closely,” most Americans actually know very little about events on the ground — or even where the ground is.

On March 28-31, 2014, we asked a national sample of 2,066 Americans (fielded via Survey Sampling International Inc. (SSI), what action they wanted the U.S. to take in Ukraine, but with a twist: In addition to measuring standard demographic characteristics and general foreign policy attitudes, we also asked our survey respondents to locate Ukraine on a map as part of a larger, ongoing project to study foreign policy knowledge. We wanted to see where Americans think Ukraine is and to learn if this knowledge (or lack thereof) is related to their foreign policy views. We found that only one out of six Americans can find Ukraine on a map, and that this lack of knowledge is related to preferences: The farther their guesses were from Ukraine’s actual location, the more they wanted the U.S. to intervene with military force.

Ukraine: Where is it?

Survey respondents identified Ukraine by clicking on a high-resolution world map, shown above. We then created a distance metric by comparing the coordinates they provided with the actual location of Ukraine on the map. Other scholars, such as Markus Prior, have used pictures to measure visual knowledge, but unlike many of the traditional open-ended items political scientists use to measure knowledge, distance enables us to measure accuracy continuously: People who believe Ukraine is in Eastern Europe clearly are more informed than those who believe it is in Brazil or in the Indian Ocean.

About one in six (16 percent) Americans correctly located Ukraine, clicking somewhere within its borders. Most thought that Ukraine was located somewhere in Europe or Asia, but the median respondent was about 1,800 miles off — roughly the distance from Chicago to Los Angeles — locating Ukraine somewhere in an area bordered by Portugal on the west, Sudan on the south, Kazakhstan on the east, and Finland on the north.

Who is more accurate?

Accuracy varies across demographic groups. In general, younger Americans tended to provide more accurate responses than their older counterparts: 27 percent of 18-24 year olds correctly identified Ukraine, compared with 14 percent of 65+ year-olds. Men tended to do better than women, with 20 percent of men correctly identifying Ukraine and 13 percent of women. Interestingly, members of military households were no more likely to correctly locate Ukraine (16.1 percent correct) than members of non-military households (16 percent correct), but self-identified independents (29 percent correct) outperformed both Democrats (14 percent correct) and Republicans (15 percent correct). Unsurprisingly, college graduates (21 percent correct) were more likely to know where Ukraine was than non-college graduates (13 percent correct), but even 77 percent of college graduates failed to correctly place Ukraine on a map; the proportion of college grads who could correctly identify Ukraine is only slightly higher than the proportion of Americans who told Pew that President Obama was Muslim in August 2010.

Does accuracy matter?

Does it really matter whether Americans can put Ukraine on a map? Previous research would suggest yes: Information, or the absence thereof, can influence Americans’ attitudes about the kind of policies they want their government to carry out and the ability of elites to shape that agenda. Accordingly, we also asked our respondents a variety of questions about what they thought about the current situation on the ground, and what they wanted the United States to do. Similarly to other recent polls, we found that although Americans are undecided on what to do with Ukraine, they are more likely to oppose action in Ukraine the costlier it is — 45 percent of Americans supported boycotting the G8 summit, for example, while only 13 percent of Americans supported using force.

However,[COLOR= #FF0000] the further our respondents thought that Ukraine was from its actual location, the more they wanted the U.S. to intervene militarily[/COLOR]. Even controlling for a series of demographic characteristics and participants’ general foreign policy attitudes, we found that the less accurate our participants were, the more they wanted the U.S. to use force, the greater the threat they saw Russia as posing to U.S. interests, and the more they thought that using force would advance U.S. national security interests; all of these effects are statistically significant at a 95 percent confidence level. Our results are clear, but also somewhat disconcerting: The less people know about where Ukraine is located on a map, the more they want the U.S. to intervene militarily.

*****

http://www.washingtonpost.com/blogs/mon ... intervene/

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Höre ich da jemanden "Amis sind doof" schreien? Er wird von mir keinen Widerspruch zu erwarten haben :D

Anhang anzeigen 7865

#76
Oberstleutnant a.D. der Bundeswehr und ehemaligen Nato-Funktionär, Jochen Scholz, dem Autor des offenen Briefes an Russlands Präsident Putin.Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/2014_04_14/Offene ... utin-7412/

#77
"Der rechte Sektor"

Ob das Video echt oder gespielt ist kann man so genau nicht sagen. Ab +18 und an keine schwangere Frau.

http://www.youtube.com/watch?v=QDm3UKEuCV0

#78
Höre ich da jemanden "Amis sind doof" schreien? Er wird von mir keinen Widerspruch zu erwarten haben :D
Aus den Forumsregeln
Verachtende oder abschätzige Äusserungen gegen spezielle Religions- oder Menschengruppen werden nicht geduldet in diesem Forum.
"Ami-Bashing" ist halt beliebt und populär ... Schade Marcus, dass du zu solchen Mitteln greifen musst um die Russen zu verteidigen.
#79
Die mangelnden Geographiekenntnisse der Amis haben mit Russland nichts zu tun.Findest Du es nicht bemerkenswert, dass viele schreien, die USA sollen in der Ukraine militärisch eingreifen, ohne zu wissen, wo die Ukraine überhaupt liegt?

#80
Die mangelnden Geographiekenntnisse der Amis haben mit Russland nichts zu tun.Findest Du es nicht bemerkenswert, dass viele schreien, die USA sollen in der Ukraine militärisch eingreifen, ohne zu wissen, wo die Ukraine überhaupt liegt?
Bemerkenswert ist, das für dich mangelnde Geographiekenntnisse bedeutet, seine Meinung nicht kundtun zu dürfen. Man mag über die US Bürger denken wie man will, so doof kann ein Staat nicht sein, wenn er die Weltmacht inne hat.

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