Währungsreform: Weltuntergang oder Neuanfang?
1'158 Antworten344'532 AufrufeGestartet von Marcus Fabian ·
Sehe ich nicht so, zeige mir den Zwang bitte, ich sehe ihn nicht. Das wird von der Gesellschaft freiwillig mit gemacht.Das ist ja genau das, was ich geschrieben habe. Der Einzelne hat keinen Zwang.Der Zwang lastet auf dem gesamten Volk, der Wirtschaft, die als Gesamtheit die Zinsen bezahlen muss.
Ob 10% der Menschen sich vor lauter Arbeit den A....sch aufreissen und 90% faullenzen oder das Verhältnis bei 70:30 liegt ist dem System egal: Die Zinsen müssen erwirtschaftet werden. Ansonsten steigen die Schulden immer weiter und immer schneller und die Zinsen absorbieren immer mehr der erarbeiteten Leistung.
Wenn du und deines gleichen sich unwohl fühlen in einer Schweiz voller Zinsen, dann habt ihr die möglichkeit was zu ändern.Das ist exakt der Punkt auf den ich hinaus will: Irgend wann wird jedes Volk begreifen, dass die Reallöhne sinken, dass immer mehr produziert und erarbeitet wird und wir dennoch nicht weiterkommen. Dann wird man sich nach dem "warum" fragen und feststellen, wie hoch die Schulden des Landes (nicht nur die Staatsschulden - alle Schulden!) sind und dass wir immer schneller im Hamsterrad drehen können, und es doch nie reicht.Spätestens dann, wenn die fleissigen Arbeiter des Mittelstandes den "Bättel hinrühren" und einfach nicht mehr wollen und können, kommt es zum Umbruch. Zur Währungsreform. Das dürfte in einem demokratischen Land vergleichsweise milde ablaufen, wenn der Mittelstand statt auf die Barrikaden zu gehen erklärt, dass er nicht mehr bereit ist für runde 1.5 Billionen Franken (= 3*ch BSP) die Zinsen zu erwirtschaften, dass er dieses Geld lieber für den eigenen Wohlstand haben will.
Die Gesamtverschuldung Deutschlands liegt bei 280%. Jene Grossbritanniens bei 500%. Jene Griechenlands bei etwa 380%. Schweiz und Italien liegen gleichauf bei 300%.
So sieht's aus! Ich finde es ausserordentlich lobenswert, dass CrashGuru auf seine Eltern gehört und nie Schulden gemacht hat. Aber das rettet ihn eben auch nicht davor, dass er für die Schulden bzw. Schuldzinsen anderer aufkommt: Die Schulden des Staates zahlen wir über die Steuern, jene der Wirtschaft über die Produktpreise. Wir können als Individuen noch so seriös, sparsam und fleissig sein, wir zahlen immer für andere mit. Ob wir wollen oder nicht.
Es braucht halt Zeit für Veränderungen, dafür reicht weder diese Finanzkrise noch die nächste würde ich mal sagen. Ob die Währungsreform dann auch noch an der globalen Verteilung was ändert bleibt auch offen.Du hast recht. Wir wissen es nicht. Es kann gut sein, dass die WR einfach ein Reset des bestehenden Systems wird und wir die genau gleiche Scheisse wieder von vorne anfangen.Aber ich will die Hoffnung nicht aufgeben, dass wir ein paar grundsätzliche Änderungen und -Verbesserungen durchbringen und vielleicht diesmal ein System durchbringen, dass eben kein Verfallsdatum schon bei der Gründung mitgeliefert bekommt.Und ob Schwundgeld oder nicht, das Thema hatten wir ja auch schon: Was spricht gegen mehrere parallel laufende Gelder? Eines mit Werterhalt zum sparen und ein Schwundgeld für den täglichen Bedarf?
Nein auch ich sehe die Welt nicht rosarot, trotzdem geht es der Welt besser als im Mittelalter.Stimmt. Uns geht es besser als im Mittelalter. Das ist aber dem technischen Fortschritt, Produktivität und Synergien geschuldet. Nicht dem Geld.
Um was es mir geht (und kojak auch) ist, dass sich z.B. in Deutschland die Wirtschaftsleistung in den letzten 20 Jahren um 30% gesteigert hat, die Realeinkommen aber um 13% gefallen sind.
Das ist unfair, denn wenn dieselbe Anzahl an Menschen 30% mehr produziert, dann sollen sie auch 30% besser leben können.
Und wenn wir nach den Ursachen forschen, dann sehen wir, dass die Zusatz-Produktivität in die Taschen einiger weniger fliessen (das berüchtigte "1%"), deren Einkommen und Vermögen ohnehin das Mass dessen übersteigen, was ein Mensch verkonsumieren kann geschweige denn braucht.
DAS sind die Ungleichgewichte, die Verteilungsprobleme, die es zu lösen gilt. Und zwar bitteschön, bevor der Mittelstand weiterhin ausdünnt, weil mehr und mehr Mittelständler in die Unterschicht abdriften oder ganz aufgeben.
Ist eine tolle Diskussion hier.Maximale Punktzahl 10Ich gebe Melchior 8 Punkte (gute Haltungsnoten, klare Sicht, positives Denken=Koejac gebe ich 7 Punkt (etwas zu extrem, aber deutlich und leider wahr)Metropolit gebe ich 3 Punkte (durchaus verständlich. Aber nur profitieren reicht nicht)Mir gebe ich natürlich 10 Punkte. Bin ja auch egoist.... ;)Sorry vergessen: myst3r10n gebe ich 5 Punkte (na ja)Und was ist mit mir? :cry:
Uups noch vergessen:Mein erstes Posting heute abend.
viewtopic.php?p=12365#p12365
(Nicht, dass noch einer auf die Idee kommt, ich würde meine Sozial-Hartz4-Hilfe versaufen) :D
Und was ist mit mir? :cry:Von mir kriegst du 11 Punkte :D .....obwohl es nur max. 10 gibt. Aber passt doch zu Thema das Konto zu überziehen.
Wenn man nicht einverstanden ist, muss niemand im Wald leben, sondern er kann einfach beschliessen nicht mit zu machen bei diesem ganzen Zeug das wir tun.Na ja, es muss einen Mittelweg geben: Ich zum Beispiel bin durchaus bereit, meinen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten aber ich möchte auch, dass die Ergebnisse meiner Produktivität gerecht verteilt werden. Ich möchte z.B., dass meine Steuergelder und täglichen Ausgaben sinnvoll eingesetzt werden und nicht für Zinsen auf Schulden von Staat und Unternehmen. Aber vor allem will ich, dass meine Tochter in diesem Land eine Zukunft hat. Und natürlich auch, dass dereinst, wenn ich alt bin, meine Abwrackprämie finanziert ist ;)Im Wald zu leben - aus lauter Frust oder Wut auf die "böse" Gesellschaft - kommt für mich schon alleine deshalb nicht in Frage, weil ich dann keinen Empfang mit dem iPhone habe :DEs ist mir - wie jedem hier - bewusst, dass wir nichts ändern können. Die Demokratie funktioniert nicht. Sie funktioniert nur dann, wenn sie den Interessen der Banken und anderer Gross-Lobbyisten nicht widerspricht. Entsprechend werden wir als Volk Super-demokratisch auch nach Minarett-Verboten befragt, nicht aber darüber, ob wir mit 10% des jährlichen BSP die Verluste von Fehlspekulationen der UBS decken und dafür noch Zinsen bezahlen wollen.Die Deutschen haben es da noch eine Ecke schlimmer: Die zahlen schon jetzt gut 40 Mrd. Euro pro Jahr an Zinsen. Dies bei einem günstigen Zinssatz zu 1.7%. Sollte nun der ESM kommen, dann mitteln sich die Zinsen der 17 Euro-Länder auf geschätzte 5.7% und somit zahlen die Deutschen dann geschätzte 80 Mrd. Euro mehr an Zinsen. Das sind rund €1000 pro Nase.Entschuldigt, wenn ich wieder mal in vulgo daherkomme aber wenn jeder Deutsche, der das Mist findet, in den Wald ginge, dann gäbe es dort genau so viel Übervölkerung wir jetzt in Berlin-Kreuzberg ;)Der Wald ist also definitiv nicht die Lösung. Nicht für die Massen.
Von mir kriegst du 11 Punkte :D
.....obwohl es nur max. 10 gibt.
Aber passt doch zu Thema das Konto zu überziehen.
Unsinn, nichts muss erwirtschaftet werden, die Zinsen werden dann einfach nicht bezahlt fertig.:top: Genau das ist der springende Punkt. Und so wird es auch passieren. Je schneller desto schmerzloser. Und danach steigt die Weltwirtschaft wie Phönix aus der Asche.
Das sind aber 12.Momentchen. So geht das aber nicht. Wer soll denn die Punkte abstottern?Von mir kriegst du 11 Punkte :D
.....obwohl es nur max. 10 gibt.
Aber passt doch zu Thema das Konto zu überziehen.
crashguru soll doch die Punktezahl erhöhen.
Jeder bekommt 10 mehr als ihm zustehen.
Und glaubt man den Deflationisten, dann sind die auch noch mehr wert.
Wer soll denn die Punkte abstottern?crashguru soll doch die Punktezahl erhöhen.Au Backe! Jetzt fangen wir auch hier schon mit der Inflation an :P
Ausserhalb der Schweiz gibt es zwar sowas wie Demokratie, aber diese ist von unten her kaum kontrollierbar.Wie schon weiter oben geschrieben: Ich gehe mit Dir einig, dass wir in der Schweiz mehr Demokratie haben als unsere Nachbarn. Aber wenn es um wirklich wichtige Entscheide geht, haben wir genau so wenig zu melden.Wir haben genau so wenig über UBS-bailout oder Auflösung des Bankgeheimnisses entschieden wie die Deutschen über Griechenlandhilfe, ESM und ESFS.
Zum Bankgeheimniss, aufgelöst ist es nicht, ich geniesse noch alle vorzüge davon, du etwa nicht?Interessiert mich nicht: Ich stehe ja nicht im Fadenkreuz deutscher oder amerikanischer Steuer-Inquisitoren ;)
Wenn Ihr so weitermacht, so mache ich eine WR. Dann könnt ihr aber abschiffen...... Es gibt kein QE3 bei mir, dass das klar ist :nein:Das sind aber 12.Momentchen. So geht das aber nicht. Wer soll denn die Punkte abstottern?Von mir kriegst du 11 Punkte :D
.....obwohl es nur max. 10 gibt.
Aber passt doch zu Thema das Konto zu überziehen.
crashguru soll doch die Punktezahl erhöhen.
Jeder bekommt 10 mehr als ihm zustehen.
Und glaubt man den Deflationisten, dann sind die auch noch mehr wert.
Ich kann MF keine Punkte geben. Ich bin doch kein Schleimer :lol:
hm, kann man Punkte auch per PN vergeben.......
Warum kommt es NICHT zu einer Währungsreform
Der Schweizerfranken ist eine starke Währung und der Euro auch, neben dem Dollar ist der Euro eine der wichtigsten Währungen. Internationale Anleger haben wieder Vertrauen in den Euro, schliesslich kaufen sie Staatsanleihen von Spanien und Italien, zugegeben zu einem interessanten Zins.
Es gibt einige Staaten die in die EU wollen und damit auch den Euro einführen, dies wird sicher eine neue Herausforderung für die EU, aber damit fallen immer wie mehr Nationalstaaten weg, was nur von Vorteil ist!
Hinter vorgehaltender Hand wird von einer Welt Währung gesprochen, dazu ist der Euro eine gute Vorbereitung.
Die hohen Schulden werden uns noch X-Jahre begleiten, siehe USA.
Irgendwann lösst sich das Problem der Schulden durch eine Weltwährung.
Da niemand an einer WR interessiert ist, wird sie auch nicht kommen.
Das Vertrauen in die EU und den Euro wird sich noch verstärken, so dass auch die Schweiz irgendwann in die EU eintritt und damit den Euro einführt, hätte mehr Vorteile als Nachteile, die Schweiz würde ihr Insel Image verlieren.
Nun werde ich sicher geteert und gefedert aus dem Forum getrieben. :runaway:
Der Schweizerfranken ist eine starke Währung und der Euro auch, neben dem Dollar ist der Euro eine der wichtigsten Währungen. Internationale Anleger haben wieder Vertrauen in den Euro, schliesslich kaufen sie Staatsanleihen von Spanien und Italien, zugegeben zu einem interessanten Zins.
Es gibt einige Staaten die in die EU wollen und damit auch den Euro einführen, dies wird sicher eine neue Herausforderung für die EU, aber damit fallen immer wie mehr Nationalstaaten weg, was nur von Vorteil ist!
Hinter vorgehaltender Hand wird von einer Welt Währung gesprochen, dazu ist der Euro eine gute Vorbereitung.
Die hohen Schulden werden uns noch X-Jahre begleiten, siehe USA.
Irgendwann lösst sich das Problem der Schulden durch eine Weltwährung.
Da niemand an einer WR interessiert ist, wird sie auch nicht kommen.
Das Vertrauen in die EU und den Euro wird sich noch verstärken, so dass auch die Schweiz irgendwann in die EU eintritt und damit den Euro einführt, hätte mehr Vorteile als Nachteile, die Schweiz würde ihr Insel Image verlieren.
Nun werde ich sicher geteert und gefedert aus dem Forum getrieben. :runaway:
Irgendwann lösst sich das Problem, der Schulden durch eine Weltwährung.Da niemand an einer WR interessiert ist, wird sie auch nicht kommen.Ja was nun? Im ersten Satz sprichst Du von einer Währungsreform und im zweiten Satz bestreitest Du sie!Entschuldung und neue Weltwährung wäre ja nichts anderes als eine Währungsreform. Notabene halte ich eine Weltwährung für ein durchaus plausibles Szenario.
Warum kommt es NICHT zu einer WährungsreformAn deiner Stelle, wenn du dir da so sicher bist, würde ich alles Gold sofort verkaufen. :mrgreen:
Der Schweizerfranken ist eine starke Währung und der Euro auch, neben dem Dollar ist der Euro eine der wichtigsten Währungen. Internationale Anleger haben wieder Vertrauen in den Euro, .....
Im zweiten Satz spreche oder schreibe ich WR gleich Währungsreform.Weltwährung wäre eventuell eine versteckte aber humane Währungsreform,so wie bei der Einführung des Euro.Irgendwann lösst sich das Problem, der Schulden durch eine Weltwährung.Da niemand an einer WR interessiert ist, wird sie auch nicht kommen.Ja was nun? Im ersten Satz sprichst Du von einer Währungsreform und im zweiten Satz bestreitest Du sie!Entschuldung und neue Weltwährung wäre ja nichts anderes als eine Währungsreform. Notabene halte ich eine Weltwährung für ein durchaus plausibles Szenario.
An deiner Stelle, wenn du dir da so sicher bist, würde ich alles Gold sofort verkaufen. :mrgreen:Nicht unbedingt. Wenn er damit rechnet, dass in Zukunft mehr Anleger an eine WR glauben als heute, dann ist das Argument genug, Gold zu halten.
Das Eine hat nichts mit dem Anderen zu tun! Gold ist eine gute Diversifikation und sicher ist der Tod, ich schreibe nur meine Meinung.Warum kommt es NICHT zu einer WährungsreformAn deiner Stelle, wenn du dir da so sicher bist, würde ich alles Gold sofort verkaufen. :mrgreen:
Der Schweizerfranken ist eine starke Währung und der Euro auch, neben dem Dollar ist der Euro eine der wichtigsten Währungen. Internationale Anleger haben wieder Vertrauen in den Euro, .....
RPH schreibt es sehr treffend "Ich rechne" und zwar mit allem!
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