Währungsreform: Weltuntergang oder Neuanfang?
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Thorsten Polleit: Das nahende Ende des PapiergeldesAudio-Interview"Hyperinflation ist - wenn gewollt - technisch innert 6 Sekunden möglich."
spot on. Ineffizienz war bis zur neoliberalen Plage die noble Aufgabe (oder ein Privileg) des Staates - die Kerninfrastruktur und den Service public zum Allgemeinwohl bereitzustellen, was nach unternehmerischen Gesichtspunkten ineffizient sein muss.Privatisierung ist nicht immer der richtige Weg, der Staat oft sehr viel besser als die Privatindustrie.Ich finde auch, dass der Staat die Kontrolle über gewisse Bereiche behalten sollte. Auch wenn der Staat sich oft nicht gerade als bester Unternehmer herausstellte, punkto Effizienz. Privatunternehmen wollen ja in erster Linie ihren Gewinn optimieren. Wenn es um zentrale Bereiche des Lebens geht, wie ÖV, Wasser, Strom, sollte es aber nicht um das generieren von möglichst hohen Gewinnen gehen. Was dem Staat gehört, gehört dem Volk. In einer Krise könnte das sehr wichtig werden.
Heute spielt der Staat Unternehmen, und die Unternehmen spielen Staat.
Blackwater lässt grüssen.
und die Unternehmen spielen Staat.Blackwater lässt grüssen.Und die Finanzindustrie..... :evil:
Also 6 Sekunden ist doch schon eine recht präzise Zeitangabe. Ich glaube, wir hatten uns mal geeinigt, dass Inflation = Teuerung ist. Innert 6 Sekunden springen alle Preise massiv in die Höhe? Ich glaube, ich versteh das mit dieser superschnellen Hyperteuerung eh nie. Also lassen wir's.Meine eigentliche Frage aber: wenn von dieser Hyperinflation die Rede ist, meinen diese Leute dann alle Währungen dieser Welt, oder nur eine (z.B. EUR)? Die Hyperinflation in Zimbabwe hat mich und die meisten Leute überhaupt nicht gekratzt. Sorry, habe nicht alle Beiträge dieses Threads studiert und gehe darum das Risiko eine, etwas gar saudumm zu fragen :oops:
Also 6 Sekunden ist doch schon eine recht präzise Zeitangabe. Ich glaube, wir hatten uns mal geeinigt, dass Inflation = Teuerung ist. Innert 6 Sekunden springen alle Preise massiv in die Höhe? Ich glaube, ich versteh das mit dieser superschnellen Hyperteuerung eh nie. Also lassen wir's.Ich finde deine Frage gar nicht saudumm. :ok: Es ist ja auch schwierig, sich das vorzustellen.
Meine eigentliche Frage aber: wenn von dieser Hyperinflation die Rede ist, meinen diese Leute dann alle Währungen dieser Welt, oder nur eine (z.B. EUR)? Die Hyperinflation in Zimbabwe hat mich und die meisten Leute überhaupt nicht gekratzt.
Sorry, habe nicht alle Beiträge dieses Threads studiert und gehe darum das Risiko eine, etwas gar saudumm zu fragen :oops:
Doch stellen wir uns vor, welche Kettenreaktionen vorstellbar sind.
In näherer Zukunft.
Spanien, Italien und Portugal schaffen es nicht, ihre Neuverschuldung, zu stoppen.
Die USA erst Recht nicht.
Frankreich stellt auch den Sparkurs in Frage und verunsichert "die Anleger".
China stottert auch in der Folge.
Die Nervosität an den Märkten meldet sich zurück. Plötzlich scheint Alles wieder in Frage gestellt.
Das ganze System, auf dem nun mal unsere Gesellschaft aufgebaut ist.
So wie es in den letzen 10 Jahren an den Märkten, schon einige Male sehr unruhig geworden ist.
..........2008 wäre der ganze Laden beinahe auseinander geflogen.
Die Rettung waren aber bloss Tricks der Politik und der Zentralbanken.
Lockerungen und Flutungen. Hat ja erstaunlich gut funktioniert.( Ein zweites Mal wird man das kaum so machen können. Da brauchts dann was Stärkeres)
Wenn man einmal damit angefangen hat, wird es schwierig, wieder damit aufzuhören, vor allem wenn die erhofften Wirkungen nicht eintreffen.
Ich kenne aber dann die Zusammenhänge doch zu wenig, wie das alles ineinandergreift. (Da habe ich vieles bei MF gelernt :D ......schleim)
Doch scheint mir, "das Geldsystem", ist ein echtes Problem, über das sich die "Öffendlichkeit" immer wieder gerne ein falsches Bild macht. Gerade hier in der Schweiz. In Frankreich und Deutschland ist es schwieriger an den "Aufschwung" zu glauben. Geschweige denn in Spanien...etc.
Zudem ist etwas an der Verteilung, des ganzen Vermögens und Einkommens, falsch.
Las gerade wieder, wie stark die obersten Löhne gestiegen sind in den letzten Jahren. Das könnte auch Folgen haben.
.....Wenn man dem sozialen Frieden zu oft in die Eier tritt, tritt er zurück. :mrgreen:
Besteht hier nicht ein Interessenskonflikt wenn ein Mitarbeiter einer Goldlagerstätte über das Ende von Papiergeld spricht? :PEinverstanden, aber ist es nicht auch interessant, warum ein Investmentbanker seinen Job verlässt, um für einen Goldhändler zu arbeiten?
Meine eigentliche Frage aber: wenn von dieser Hyperinflation die Rede ist, meinen diese Leute dann alle Währungen dieser Welt, oder nur eine (z.B. EUR)? Die Hyperinflation in Zimbabwe hat mich und die meisten Leute überhaupt nicht gekratzt. Sorry, habe nicht alle Beiträge dieses Threads studiert und gehe darum das Risiko eine, etwas gar saudumm zu fragen :oops:Das ist eine sehr gute Frage, auf die wir bisher auch noch nie eingegangen sind:In der Vergangenheit hatten wir immer nur einzelne Landeswährungen, die reformiert wurden, und es waren meist relativ unwichtige Währungen, sodass die Auswirkungen lokal begrenzt waren.Aber wenn ich von der nächsten WR spreche, dann meine ich die wichtigen Währungen dieses Planeten. Insbesondere Dollar und Euro. Somit hätten wir den Fall, dass zum ersten mal eine Weltleitwährung abgewertet wird. Im Falle des Dollars hätte das naturgemäss globale Auswirkungen, weil heutzutage de facto alle Währungen Derivate des Dollars sind. Immerhin halten die meisten Länder einen Grossteil ihrer Reserven in Dollar oder Euro. Deshalb halte ich es für gegeben dass mit dem Fall des Dollars auch der Euro, das GBP, der Yen und nachfolgend alle anderen wichtigen Währungen fallen würden.Begründungen hierzu:1. Angenommen eine der grossen Währungen (Dollar, Euro) läuft in eine WR, dann hat der Rest der Zentralbanken dieser Welt unmittelbar ein Problem mit der eigenen Währung. Schliesslich sind die Geldreserven von Dollar und Euro ein wesentlicher Bestandteil der Aktivseite der ZB-Bilanz. In der Schweiz 200/250 Mrd. Eine Abwertung dieser Aktivesite würde also die Passivseite ebenfalls vernichten. Vergleichbar mit einem unversicherten Haus, auf dem Hypotheken laufen und das in Feuer aufgeht und den Besitzer mit verbrennt.2. Daraus ergibt sich, dass alle Währungen dieser Welt, die auf der Aktivseite durch Euro / Dollar gedeckt sind, ebenfalls entwertet würden.3. Ein Dollar/Euro Kollaps würde wohl weltweit das Vertrauen in Papiergeld (vielleicht sogar in Papier allgemein) angreifen. So nach dem Motto: "kann das meiner Währung nicht auch passieren?"4. Selbst wenn eine Währung diese Phase überstehen sollte. Was passiert als nächstes? Die kollabierte Gross-Währung würde neu aufgelegt. Vielleicht unter neuen Namen aber wahrscheinlich goldgedeckt. Sie wäre also sehr sicher und stabil und würde sofort Vertrauen gewinnen. Die ungedeckten überlebenden Papierwährungen hätten nun keine Chance mehr, mit dieser neuen gedeckten Superwährung zu konkurrieren. Die Menschen würden schlicht aus der eigenen Währung fliehen und sie somit wertlos machen. Konsequenz: Während wir derzeit einen Wettbewerb zw. ZB haben, wer die schwächste Währung hat und wo eine starke Währung als etwas schlechtes betrachtet wird, bekämen wir dann einen Wettkampf um die vertrauenswürdigste, stärkste Währung.Fazit:Es wird entweder direkt eine globale Währung geben, wobei ein Land dort entweder sofort mitmachen kann oder später gezwungen wird, sich dieser Währung in eigene einer Form anzuschliessen.Oder wir behalten weiter die einzelnen Landeswährungen, wobei die grossen Währungen neue Standards setzen, nach denen sich die kleinere Währungen wohl oder übel richten müssen. Ganz nach: Vogel friss oder stirb.
Es gibt auch Investementbanker, die jetzt in Indien Kühe pflegen. Auch sehr interessant. Die bleiben oft nur im Beruf, weil Sie den grossen Zapfen ziehen. Wer aussteigt tritt oft an die Oeffentlichkeit, da gibt es diverse Beispiele. Damit du in der Presse erwähnt wirst muss man halt eine extreme Meinung haben. Besonders, wenn man betreffend der Zukunft unseres Wirtschaftssystems nicht sehr positiv eingestellt ist. Denn ohne Erwähnung in der Presse kann man seine Bücher und Esseys nicht verkaufen. Ob ausgestiegen oder nicht, ein Börsenhändler oder Investementbanker bleibt nun mal Geschäftsmann.Besteht hier nicht ein Interessenskonflikt wenn ein Mitarbeiter einer Goldlagerstätte über das Ende von Papiergeld spricht? :PEinverstanden, aber ist es nicht auch interessant, warum ein Investmentbanker seinen Job verlässt, um für einen Goldhändler zu arbeiten?
@MF: betreffend des Kollapses aller grossen Währungen: Mittelfristig bin ich einverstanden. Kurzfristig bin ich nicht sicher, ob alle Marktteilnehmer die Auswirkungen zB. auf den Euro richtig beurteilen, wenn der USD über den Thomas (Jordan) geht. (Danke noch für diese Anektote, die zaubert ein Schmunzeln aufs Gesicht. Welch eine Ironie des Schicksals) :) Könnte eben so gut sein, dass, wenn der USD in grosse Not kommt, erst einmal alle in den Yen und den EUR flüchten. Dann wirds Zeit auch diese Währungen zu verkaufen. Oder aber, die grossen Notenbanken der Welt beschliessen die WR gleich selber. Analog den gemeinsamen Unterstützungsprogrammen. :ok:
Zudem ist etwas an der Verteilung, des ganzen Vermögens und Einkommens, falsch.Las gerade wieder, wie stark die obersten Löhne gestiegen sind in den letzten Jahren. Das könnte auch Folgen haben. .....Wenn man dem sozialen Frieden zu oft in die Eier tritt, tritt er zurück. :mrgreen:Ich denke, da werden wir in den nächsten Jahren eine grosse "Umverteilung" durch den Staat sehen. Das politische Pendel in Europa geht nun langsam aber sicher Richtung links. Ich rechne damit, dass Hollande neuer französischer Präsident wird. Er wird wohl in Frankreich 75% Einkommenssteuer durchboxen für Einkommen über 1 Mio. EUR. Auch die Vermögenssteuer wird sprunghaft steigen. Unabhängig vom Wahlausgang in Frankreich werden wir in den nächsten Jahren in Europa (und vielleicht auch bei uns) eine grosse Enteignungswelle erleben. Und wer sich nicht rechtzeitig absetzen kann, sprich Europa nicht verlassen kann/will, der wird dann richtig bluten. Und das Volk wird dabei zuerst noch jubeln und dann mit einem Schrecken feststellen, dass ihre Arbeitsplätze plötzlich nicht mehr so sicher sind, da der Absatz weggebrochen ist.
Ich denke, da werden wir in den nächsten Jahren eine grosse "Umverteilung" durch den Staat sehen. Das politische Pendel in Europa geht nun langsam aber sicher Richtung links. Ich rechne damit, dass Hollande neuer französischer Präsident wird. Er wird wohl in Frankreich 75% Einkommenssteuer durchboxen für Einkommen über 1 Mio. EUR. Auch die Vermögenssteuer wird sprunghaft steigen.Glaubst du das wirklich? Die Reichen und Mächtigen haben schon immer Wege gefunden um weniger Steuern zu bezahlen.Die können sich ja auch Anwälte und Treuhänder leisten.Zudem ist Hollande und alle linken Politiker die noch nie was von einem ausgeglichen Budget gehört haben zu 100% abhängig von den Finanzmärkten, oder wer soll die neuen Schulden finanzieren die Hollande machen will?????Geld regiert die Welt und besonders Europa. Wer so hohe Schulden hat kann nicht mehr frei bestimmen und wird ferngesteuert.
Ich denke, da werden wir in den nächsten Jahren eine grosse "Umverteilung" durch den Staat sehen. Das politische Pendel in Europa geht nun langsam aber sicher Richtung links. Unabhängig vom Wahlausgang in Frankreich werden wir in den nächsten Jahren in Europa (und vielleicht auch bei uns) eine grosse Enteignungswelle erleben.Wenn man sieht wie stark die Vermögen und Einkommen am oberen Ende der Skala gestiegen sind, und wie schwierig es z.B. für Familien mit Kindern geworden ist, etwas auf die Seite zu legen, dann ist die Konsequenz irgend wann einmal ein Linksrutsch.Wenn es jetzt zu einem grösser Einbruch der Konjunktur kommt, dann erst recht.Die Selbstbedienungsmentalität in den Chefetagen, ist verantwortungslos und asozial. Es vergiftet das soziale Klima. Wenn die Löhne der Angestellten nicht steigen, weshalb sollen sie um hunderte Prozente steigen bei den Chefs? Da ist etwas total aus dem Ruder gelaufen, meiner Meinung nach.Wenn die Konzerne von asozialen Elementen gelenkt werden, die das oberste Ziel darin sehen, möglichst viel für sich rauszuholen, dann ist doch was oberfaul. Das Argument, man finde keine "guten Führungskräfte", wenn man denen nicht x-Millionen bezahle, führt zur Frage, was sind denn das für Führungskräfte? Was treibt die an? Ist das nachhaltig? Eine Firma braucht motivierte Angestellte auf allen Ebenen. So müssten die Löhne in etwas gleichmässig steigen, wenn es was zu verteilen gibt, und gleichmässig sinken, wenn es weniger zu verteilen gibt. Löhne von mehreren Millionen, sind doch nicht zu erklären. Was bilden sich die ein, die meinen, sie seien das Wert? Die Chefs werden besser bezahlt, das find ich ok. Doch sollen sie auch den Angestellten ein Bild abgeben, dass man gerne für solche Bosse arbeitet. Ich denke das ist in den grossen Betrieben, immer weniger der Fall. Zudem ist die Gefahr gross, dass sich da eine "Kaste" bildet, die völlig abgehoben denkt und vergisst, dass sie angewiesen sind auf das Miteinander.In dem Zusammenhang wäre eine WR auch eine Chance, dass die Mentalität, die Einstellung gegenüber dem Geld, sich neu definieren könnte.
In dem Zusammenhang wäre eine WR auch eine Chance, dass die Mentalität, die Einstellung gegenüber dem Geld, sich neu definieren könnte.Alles was Du da vorher schreibst unterschreibe ich.Aber der letzte Satz betr. WR: So gerne ich das glauben würde, so wenig glaube ich es. Denn, diejenigen, welche diese WR "bewilligen werden, sind genau die, von denen Du vorher geschrieben hast. Und DIE werden dafür sorgen, dass sie ganz schön schlank (und evtl. noch reicher) wie Phoenix aus der Asche hervor kriechen (na ja, sie werden es als "empor schwingen" sehen....). Und damit müssen sie dann auch nicht umdenken oder plötzlich ihre Einstellung ändern. Die Mentalität sowieso nicht. Und im Übrigen geht auch bei diesen Leuten alles nur mit Zwang. Das ist nämlich auch die Sprache, welche sie selbst beherrschen und benutzen.......Vielleicht ändert alles nur durch Revolution. Wer weiss, vielleicht kommt die noch vor der WR ;)
Aber der letzte Satz betr. WR: So gerne ich das glauben würde, so wenig glaube ich es. Denn, diejenigen, welche diese WR "bewilligen werden, sind genau die, von denen Du vorher geschrieben hast. Und DIE werden dafür sorgen, dass sie ganz schön schlank (und evtl. noch reicher) wie Phoenix aus der Asche hervor kriechenDer einzige Satz, den ich von Melchior nicht unterschreiben würde ist der mit dem "Linksrutsch". Es ist richtig, dass es eine Verschiebung von Geld von unten nach oben gibt und dass dadurch die sozialen Spannungen weiter wachsen werden. Aber ich würde das nicht an politischen Parteien festmachen, denn an diesem System haben die Linken nie etwas geändert oder verbessert und die Rechten sehen die Problematik genau so wie die Linken. Der einzige Vorteil der Linken besteht darin, dass sie den Wohlstandstransfer von unten nach oben etwas bremsen, indem sie durch hohe Steuern für Reiche dafür sorgen, dass wieder ein Teil des Geldes von oben nach unten fliesst. Klassisches Beispiel ist der New-Deal von FDR, der über sehr hohe Steuern für die Reichen und Goldverbot das Geld von oben nach unten geholt und somit die Wirtschaft gerettet hat.
Nur zu CrashGuru: Eine WR ist nicht "genehmigungspflichtig". Da unser Geld rein vom Vertrauen abhängt, kann es innert weniger Stunden an Wert komplett verlieren, wenn das Vertrauen zusammenbricht. Dann muss eine WR kommen. Ob das 1% damit einverstanden ist oder nicht. Wer heute eine Million Franken besitzt, gilt als reich. Wenn aber die Million kaum noch ein Brötchen kaufen kann, ist dieser Reichtum auf einmal weg. Es wird auch nach einer WR reiche und arme geben. Aber es wird eine Verschiebung geben: Wer heute Reichtum in Form von Bargeld, Festgeld, Obligationen hat, wird auf einmal viel weniger reich sein. Wer Aktien, Rohstoffe, Immobilien, Edelmetalle besitzt, wird seinen Reichtum halten oder gar vermehren können.
Es wird garantiert weniger Superreiche geben, denn das sind jene, die die ganzen Staatsanleihen halten und die werden entsprechend prozentual am meisten verlieren.
Wenn man sieht wie stark die Vermögen und Einkommen am oberen Ende der Skala gestiegen sind, und wie schwierig es z.B. für Familien mit Kindern geworden ist, etwas auf die Seite zu legen, dann ist die Konsequenz irgend wann einmal ein Linksrutsch.Wenn es jetzt zu einem grösser Einbruch der Konjunktur kommt, dann erst recht.Die Selbstbedienungsmentalität in den Chefetagen, ist verantwortungslos und asozial. Es vergiftet das soziale Klima. Wenn die Löhne der Angestellten nicht steigen, weshalb sollen sie um hunderte Prozente steigen bei den Chefs? Da ist etwas total aus dem Ruder gelaufen, meiner Meinung nach.Ich gehe mit Dir einig. Etwas läuft da schief. Einige wenige nutzen das System aus und sehen ihr Unternehmen als Selbstbedienungsladen an. Ist Vasella 30 Mio. pro Jahr wert? Ich sage Nein. Was mich aber stört, dass alle in der Chefetage in den gleichen Topf geworfen werden. Ah, Du bist Chef, dann musst Du ja ein Abzocker sein. Ah, Du arbeitest bei der UBS, Du musst also einen Millionenbonus kriegen. Ich hab mal bei UBS gearbeitet und wie die meisten UBS-Mitarbeiter keinen Millionenbonus gekriegt.Aber ganz ehrlich, die meisten von uns würden nicht nein sagen, wenn sie ein Millionengehalt erhalten würden.
Natürlich würde keiner zu einem Millionengehalt Nein sagen.
Es würde aber auch keiner ein Millionengehalt fordern, wenn es in gewissen Branchen nicht üblich wäre. Es geht Vasella ja auch nicht darum, ob er 10, 20 oder 50 Millionen kassiert sondern, wie er relativ zu anderen Konzernchefs dasteht.
Generell kann man es so auf den Punkt bringen: Die Welt ist eine Geisel eines durchgeknallten Finanzsystems. Es gilt, diese Ketten zu sprengen und die Vermögen dieser Welt nach Leistung und Fleiss zu verteilen.
Es würde aber auch keiner ein Millionengehalt fordern, wenn es in gewissen Branchen nicht üblich wäre. Es geht Vasella ja auch nicht darum, ob er 10, 20 oder 50 Millionen kassiert sondern, wie er relativ zu anderen Konzernchefs dasteht.
Generell kann man es so auf den Punkt bringen: Die Welt ist eine Geisel eines durchgeknallten Finanzsystems. Es gilt, diese Ketten zu sprengen und die Vermögen dieser Welt nach Leistung und Fleiss zu verteilen.
Nur zu CrashGuru: Eine WR ist nicht "genehmigungspflichtig". Da unser Geld rein vom Vertrauen abhängt, kann es innert weniger Stunden an Wert komplett verlieren, wenn das Vertrauen zusammenbricht. Dann muss eine WR kommen. Ob das 1% damit einverstanden ist oder nicht.......Klar ist die WR nicht "genehmigungspflichtig". Habe ich ja auch in Apostroph gesetzt (na ja, wenigstens ins erste....).
.......Es wird garantiert weniger Superreiche geben, denn das sind jene, die die ganzen Staatsanleihen halten und die werden entsprechend prozentual am meisten verlieren.
Es geht aber vor allem um die Frage, WAS für eine WR. Einzelne Länder oder Global. Ja sogar EU-weit wäre als "global" zu betrachten, denn es gibt innerhalb der EU ja Länder mit eigenen Währungen. Würden die ebenfalls einer WR zustimmen? Und GB, die haben doch noch die Bank of England, welche sowieso schon lange macht was sie will.....
Also weshalb mache ich da einen Unterschied? Ganz einfach, wenn es um eine WR im einzelnen souveränen Land mit eigener Währung betrifft, so gebe ich Dir recht, das ist (wahrscheinlich) "lautlos" durch zu ziehen, sofern gewollt. Sobald aber eine WR global oder EU-weit durchgeführt werden sollte, so geht das auf gar keinen Fall in einer Nacht und Nebel Aktion. Es braucht also bestimmte Vorbereitungen und vor allem eine globale Organisation. Und in diesem Fall wird es bestenfalls wenn überhaupt nur mit der "Erlaubnis" der Reichen und Mächtigen gehen. So quasi entweder nach unseren Spielregeln oder gar nicht.
Das Vertrauen ins Papier-Geld verlieren werden die Menschen wohl erst beim Übergang von einer "normalen" Teuerung in eine "Superteuerung". Vorher wird es keine "unkontrollierte WR" geben. Und da fragt es sich, ob diese notwendige Superteuerung weltweit im Gleichschritt stattfindet und ob die Menschen in allen Ländern der Welt gleich panisch reagieren. Ich bezweifle das....
Deshalb rechne ich nicht mit einer globalen, weltweiten WR mit der Einführung einer einheitlichen Währung. Dann fragt sich aber, was bringt eine WR in Schweden, oder Norwegen, oder Malta, oder Argentinien, oder Peru, Simbabwe, Südafrika, Mali, Nordkorea, Russland, Mexico, Neuseeland, Australien und und und? Und diese müssten alle mitmachen!
Ich habe das nun schon X-mal "durch gedacht" und komme nicht zur Lösung der Quadratur des Kreises
Das Vertrauen ins Papier-Geld verlieren werden die Menschen wohl erst beim Übergang von einer "normalen" Teuerung in eine "Superteuerung". Vorher wird es keine "unkontrollierte WR" geben.Kann sein. Kann aber auch nicht sein. Wie gesagt: Vertrauen kann sehr schnell flöten gehen. Es ist also nicht zwingend, dass es vorher eine Teuerung oder hohe Teuerung gibt. 1922 ist die Rentenmark auch direkt von Deflation in Hyperinflation übergegangen. Wenn das Vertrauen in die Währung weg ist, dann wird es von heute auf morgen keiner mehr akzeptieren. So einfach ist das.
Dann fragt sich aber, was bringt eine WR in Schweden, oder Norwegen, oder Malta, oder Argentinien, oder Peru, Simbabwe, Südafrika, Mali, Nordkorea, Russland, Mexico, Neuseeland, Australien und und und? Und diese müssten alle mitmachen!Wenn ich von "gleichzeitig" spreche, dann meine ich nicht zwingend denselben Tag. Das wird vermutlich eine Übergangszeit von vielleicht 1-6 Monaten sein. Dann nämlich, wenn zuerst eine grosse Währung eine WR durchführt, gedeckt wird und die anderen - ungedeckten - Währungen nicht mehr konkurrenzfähig sind. Dann gibt es für die Länder, die noch eine ungedeckte Währung haben zwei Möglichkeiten:1. Sie nehmen eine Kapitalflucht aus ihrer Währung in die gedeckte Währung hin und werden somit gezwungen eine WR durchzuführen.2. Sie machen gleich eine WR, um die Kapitalflucht zu unterbinden.
Wenn ich von "gleichzeitig" spreche, dann meine ich nicht zwingend denselben Tag. Das wird vermutlich eine Übergangszeit von vielleicht 1-6 Monaten sein. Dann nämlich, wenn zuerst eine grosse Währung eine WR durchführt, gedeckt wird und die anderen - ungedeckten - Währungen nicht mehr konkurrenzfähig sind. Dann gibt es für die Länder, die noch eine ungedeckte Währung haben zwei Möglichkeiten:1. Sie nehmen eine Kapitalflucht aus ihrer Währung in die gedeckte Währung hin und werden somit gezwungen eine WR durchzuführen.2. Sie machen gleich eine WR, um die Kapitalflucht zu unterbinden.Das würde wohl zu einem Währungshopping führen, da jeder in einem "WR-gefährdeten" Land ist, sofort sein flüssiges Vermögen in eine Neuwährung wechseln würde. Oder auch einfach in Sachwerte "überführen". Das eine würde zur Abwertung der eigenen Währung führen, das andere zu Teuerung. Auf jeden Fall zu (noch mehr) Finanzchaos. Und zu steigenden EM Preisen, besonders da das physische Metall sehr knapp werden würde (mal abgesehen von vorausgehendem EM-Handelsverbot) :wand:
Das eine würde zur Abwertung der eigenen Währung führen, das andere zu Teuerung.Was beide exakt dasselbe ist: Geld wird gegenüber Sachwerten billiger.Und richtig. Die einzige Möglichkeit, das aufzuhalten besteht darin, Geld wieder an Sachwerte zu koppeln, das Geld wieder zu decken.
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