Währungsreform: Weltuntergang oder Neuanfang?
1'158 Antworten344'532 AufrufeGestartet von Marcus Fabian ·
Weltwährung wäre eventuell eine versteckte aber humane Währungsreform,so wie bei der Einführung des Euro.In diesem Fall würde aber das Schuldenproblem nicht gelöst ;)Wenn man eine neue Währung einführt, ist das eine gute Gelegenheit, en-passant einen Schuldenschnitt vorzunehmen. Je höher der Schuldenschnitt, umso härter die WR, umso geringer danach jedoch die Schulden und umso stärker die wirtschaftliche Erholung nach der WR.Der Schuldenschnitt kann wie bei der Umstellung Reichsmark auf D-Mark bei 99% liegen. Er kann aber auch wie bei D-Mark zu Euro bei Null liegen. Letzteres ist zwar human aber es vernichtet dabei keine Schulden. Die Frage lautet also: Wie hoch wäre der Schuldenschnitt bei einer Umstellung auf eine neue globale Währung?Die Antwort kennen wir nicht. Aber wir können gewisse Vermutungen und Berechnungen anstellen:Wenn wir annehmen, dass die neue globale Währung zu 40% goldgedeckt sein soll, betrüge die Abwertung bei der Umstellung des Franken auf die Neue Währung 83.0% , beim Dollar 92.4%.Bei einer Golddeckung von 20% entsprechend 67.81% beim Franken und 85% beim Dollar.Bei 10% Golddeckung 35.6% beim Franken und 69.8% beim Dollar.Wie komme ich auf diese Zahlen?Ganz einfach: Ich dividiere die aktuelle Geldmenge M1 durch den Goldbestand des Währungsraumes.Geldmenge der Schweiz: Fr. 781'717'000'000 Goldmenge der Schweiz: 945'000 kg.Macht Fr./kg: 827'214 oder Fr. 23'451/oz bei einer 100% Deckung.Der aktuelle Goldpreis liegt bei Fr. 1510/oz. Um also den Franken zu 100% mit Gold zu decken, müsste der Goldpreis auf Fr. 23451/oz erhöht bzw. der Franken um 93.56% gegenüber Gold abgewertet werden.Wenn wir also davon ausgehen, dass sich bis zur Währungsreform an der Geldmenge und der Goldmenge nichts ändert und eine Golddeckung von 100% bei der neuen Währung das absolute Worst-Case Szenario für Frankenbesitzer ist, liegt die maximal mögliche Abwertung bei 93.56%.
Die Schweiz druckt derzeit neue Banknoten. Ebenso die USA (sog. Pink-Dollars).... und so sieht er aus, der neue Dollar:

Zur globalen Währung gibt es unterschiedliche Meinungen.Dagegen spricht die Erfahrung, die wir derzeit mit dem Euro machen. Eine globale Währung wäre noch um einige Ecken dramatischer.Dafür spricht, dass es so etwas im Prinzip schon sehr lange gab. Als alle Währungen durch Gold und/oder Silber gedeckt waren gab es ja auch keine Wechselkursschwankungen. Die Währungen waren zu einander entsprechend ihrem Gold- oder Silbergehalt mit bekannten fixen Wechselkursen austauschbar. Man hätte sich nur noch auf ein exaktes Münzgewicht einigen müssen (wie 1865 die lateinische Münzunion) sowie einen globalen Prägestempel und eine Weltwährung wäre Realität gewesen.
Ich rechne auch mit vielem. Doch mit einigem mehr, als mit anderem.Doch Gold sehe ich schon im Zusammenhang, mit dem Wertezerfall des Geldes. Würde ich von stabilen Währungen ausgehen, würde ich Gold stark reduzieren auf die Grösse einer Versicherung, die man vielleicht gegen Meteoriteneinschlag macht oder sonst was, womit man eigentlich nicht rechnet.RPH schreibt es sehr treffend "Ich rechne" und zwar mit allem!
Was John Doe wohl mit "weicher" WR meint ist, dass die BARvermögen erhalten bleiben und nur das Papier auf eine einheitliche Währung weltweit umgestellt wird. Also eigentlich eine technische Änderung. Aber evtl. mit Vernichtung aller Schulden per Gesetz. Was leider nicht funktionieren kann, denn jeder der Gläubiger ist, wird nicht vergessen WER ihm etwas schuldet, Gesetz hin oder her.......Und die Banken werden sowieso nie auf Geld verzichten, "das sie zugute" haben.
Und wenn ich schon dabei bin, in meinem momentanen Lieblingsbuch Schatzinseln lese ich, dass das ganze Offshore-System von der Bank of England initiiert wurde und (wie wir ja seit einigen Jahren hautnah erleben) durch alle Böden verteidigt wird. So lange solche Institutionen die Macht haben, werden wir nie eine "saubere" WR erhalten, die tatsächlich die Probleme löst. Denn die Mächtigen werden dies immer so drehen, dass sie weiterhin im Auge des Zyklons in Sicherheit sitzen können. Mit anderen Worten, der Mittelstand und die Armen werden arm bleiben, die Reichen werden wie Phoenix aus der Asche mit noch mehr Geldmacht empor steigen. Und eine Weltwährung wird es ihnen noch einfacher machen, solange die Steuerhoheit nicht ebenfalls Weltweit in einer Hand liegt und den Tag werden wir alle nie erleben. Denn das würde natürlich ebenfalls verhindert.
Und wenn ich schon dabei bin, in meinem momentanen Lieblingsbuch Schatzinseln lese ich, dass das ganze Offshore-System von der Bank of England initiiert wurde und (wie wir ja seit einigen Jahren hautnah erleben) durch alle Böden verteidigt wird. So lange solche Institutionen die Macht haben, werden wir nie eine "saubere" WR erhalten, die tatsächlich die Probleme löst. Denn die Mächtigen werden dies immer so drehen, dass sie weiterhin im Auge des Zyklons in Sicherheit sitzen können. Mit anderen Worten, der Mittelstand und die Armen werden arm bleiben, die Reichen werden wie Phoenix aus der Asche mit noch mehr Geldmacht empor steigen. Und eine Weltwährung wird es ihnen noch einfacher machen, solange die Steuerhoheit nicht ebenfalls Weltweit in einer Hand liegt und den Tag werden wir alle nie erleben. Denn das würde natürlich ebenfalls verhindert.
Zur globalen Währung gibt es unterschiedliche Meinungen.Dagegen spricht die Erfahrung, die wir derzeit mit dem Euro machen. Eine globale Währung wäre noch um einige Ecken dramatischer.Deshalb glaube ich nicht daran, dass dies möglich sein wird.Ok. man würde das ja im Zusammenhang machen mit einem radikalen Schuldenschnitt.Doch sind nicht alle Völker gleich effizient im Sinne der Wirtschaft.Wenn aber alle Länder eine gleich starke Währung haben, geraten die einen gleich ins Hintertreffen.
Ich halte diese Einheitsgedanken gefährlich. Was hat die Menschheit gross gemacht? Individualismus. Wenn jetzt angefangen wird überall gleiche Steuern, gleiche Währung, gleiche Sprache, gleiche Produkte, gleiches Denken einzuführen, dann wird das eine düstere Welt. Besonders diese zentralistische Verwaltungen sind pervers. Als ob die Bürokraten in Brüssel wissen welche anliegen ein Bürger in der Region X oder Y hat. Die meisten würden behaupten, dass wenn sie an den Hebeln sitzen würden würde alles besser werden. Doch die realität währe eher so, dass diese Macht einen Menschen verändern. Viele in Brüssel dachten anfangs vieleicht auch das sie entwas verändern könnten oder was gutes tun. Bis sie irgendwann routiniert Entscheidungen traffen wie Krumm eine Banane sein darf, dass Party-Pfeiffen aus Papier unter 13 Jahre verboten sind, Luftballone aufblasen erst über 8 Jahren etc. Entscheidungen fern von Realität und was dem Volk in Region X oder Y wirklich beschäftigt.Ich gebe dir da Recht, Individualismus ist eine schützenswerte Sache, aber das Gewicht zwischen Individualismus und Sozialismus muss stimmen, ich denke mir, mit mehr Einheitlichen Gesetzen und Rechten, könnten wir viel Armut, Hunger und Kriege vermeiden. Das Kind in Afrika das da Hunger leidet muss genau so viel Rechte haben wie ich und auch so viel Chancen glücklich zu werden, und dazu braucht es einheitliche Rechte und Pflichten.WELTWEIT die Erde ist EIN Planet.
Ich halte diese Einheitsgedanken gefährlich. Was hat die Menschheit gross gemacht? Individualismus. Wenn jetzt angefangen wird überall gleiche Steuern, gleiche Währung, gleiche Sprache, gleiche Produkte, gleiches Denken einzuführen, dann wird das eine düstere Welt.Du sprichst mir aus der Seele!! :bravo: Die EU-Bürokraten versuchen Roboter aus den Menschen zu machen, die zu allem nur noch ja und amen sagen.
Ich möchte hier weder politisieren noch philosophieren, trotzdem denke ich, dass wir in ferner Zukunft Global, sozial denken müssen, das heisst gleiche Rechte für ALLE Erdenbewohner, denn wir haben genug Rohstoffe für ALLE!Ich habe ja nicht behauptet, dass wir in der Schweiz glücklicher sind als anderswo, nur, wenn wir uns umbringen wollen, können wir das selbst entscheiden, das Kind in Afrika nicht, das hat schlichtweg zu wenig zu essen und zu trinken und daran stirbt es.Aber ich denke das gehört nicht hier her, hier geht es um die Währungsreform, deren Gegner ich nur bin, wenn Unschuldige dadurch zu Schaden kommen, sprich Rentner, Arbeiter mit einem kleinen Sparguthaben, Kinder mit ihrem Göttibatzen usw. Also, in ferner Zukunft (weiter ferner Zukunft) kommen wir an einer Einheitswährung nicht herum, die kann dann gedeckt sein, durch Wissen, Arbeit oder soziales Engagement.PS: Ich bin weder Sozialist, Nationalist noch Moralist, sondern ein Kapitalist mit Gewissen.WELTWEIT die Erde ist EIN Planet.Wieso sollen in Afrika die gleichen Rechten gelten wie hier? Wenn ein Land in Afrika einen staatlichen Mindestlohn einführt, müssen wir das etwa auch tun nur um dem Einheitsbrei zugehören? Und wenn wir in den westlichen reichen Nationen so viel Glücklicher sind, warum haben wir dann die grösste Suizitrate, besonders in der Schweiz? Ausserdem ist die Hungerproblematik in Afrika um vieles komplexer als das mit irgendwelchen Paragraphen gelöst werden kann. Umgesetzt müssen die dann auch noch, in einem Umfeld das generell sehr schwierieg ist.
Aber ich denke das gehört nicht hier her, hier geht es um die Währungsreform, deren Gegner ich nur bin, wenn Unschuldige dadurch zu Schaden kommen, sprich Rentner, Arbeiter mit einem kleinen Sparguthaben, Kinder mit ihrem Göttibatzen usw.Nun gut: Rentner werden in einer WR durchaus zu Schaden kommen. Besonders, wenn sie von Geldvermögen leben. Aber hey! Sie haben ja auch fleissig dabei geholfen, die Krise seit 1971 langsam zu erschaffen.Dies ganz im Gegensatz zu den Kindern mit Göttibatzen (der hoffentlich aus Goldvreneli besteht), die nach einer WR befreit aufatmen und sich und uns eine bessere Zukunft aufbauen können.Arbeiter mit kleinem Sparguthaben würden ebenfalls zu den Profiteuren gehören. Sie verlieren, wenn überhaupt, nur wenig Geld, können danach aber von günstigeren Preisen pro Arbeitsstunde profitieren.
Du sprichst mir aus der Seele!! :bravo:Diese Aussage von Dir überrascht mich. Privatisierung ist nicht immer der richtige Weg, der Staat oft sehr viel besser als die Privatindustrie.Gerade Du, als Bolivianer, solltest das wissen.
Die EU-Bürokraten versuchen Roboter aus den Menschen zu machen, die zu allem nur noch ja und amen sagen.
Magst Du oder soll ich ... etwas über den Wasserkrieg von Cochabamba erzählen?
[SIZE= px]El agua es de todos[/SIZE]
Sieht aus wie NACH der WR. No green bucks, blue bucks.......Die Schweiz druckt derzeit neue Banknoten. Ebenso die USA (sog. Pink-Dollars).... und so sieht er aus, der neue Dollar:
Gefallen mir trotzdem nicht :mrgreen:
Diese Aussage von Dir überrascht mich. Privatisierung ist nicht immer der richtige Weg, der Staat oft sehr viel besser als die Privatindustrie.Warum?? Ich habe gar nichts ueber Privatisierung geschrieben...??Mir hat der Beitrag von Myst3erion gefallen. Es waere eine duestere Welt, wenn alles ueberall gleich waere.Mir gefallen verschiedene Sprachen, verschiedene Kulturen, verschiedenes Essen, verschiedene Waehrungen...einfachalles was speziell in einem Land ist. Ist doch viel interessanter!!
Aus grafischer Sicht eine einzige Katastrophe!Ob so ein billiges Chilbi-Design vertrauensfördernd wirken soll? :lol:
Na ja, aber vergleich die mal mit den seit fast 200 Jahren unveränderten Greenbacks!Rein von der Fälschungssicherheit her sind die aktuellen Dollarnoten eine Lachnummer für jeden Gauner mit Fotokopierer.Das einzig clevere am aktuellen Dollar ist das spezielle Grün, das nur aus einer bestimmten, seltenen Orchideen-Art gewonnen werden kann. Plus das Papier.Nichts desto trotz gibt es clevere Schwarz-Weiss-Kopien des Dollars, die so ausgelegt sind, dass Geldautomaten diese gefälschten Döllis schlucken.
Warum?? Ich habe gar nichts ueber Privatisierung geschrieben...??Nein, hast Du nicht. Ich wollte Dir da auch nicht zu nahe treten. Ist aber halt mal so, dass entweder der Staat oder ein Privatunternehmen eine Leistung erbringt. Wasserversorgung ist nur ein Beispiel von vielen, wenn auch eines der wichtigsten.Du hast Dich nicht pro Privatisierung ausgesprochen. Wohl aber contra Staat. Deshalb mein Einwurf.
Ein klinisch depressiv erkrankter Mensch der keinen anderen Ausweg aus seiner Erkrankung findet wird kaum die freie Entscheidung haben. Oder die alte Oma die sich nur noch als Last der Gesellschaft sieht. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Hier von freie Wahl zu sprechen, naja, lassen wir das mal.
@myst3r10n
Nein, da hast DU absolut Recht, da gibt es eine lange traurige Liste und die hat nichts mit freier Wahl zu tun.
@myst3r10n
Nein, da hast DU absolut Recht, da gibt es eine lange traurige Liste und die hat nichts mit freier Wahl zu tun.
Privatisierung ist nicht immer der richtige Weg, der Staat oft sehr viel besser als die Privatindustrie.Ich finde auch, dass der Staat die Kontrolle über gewisse Bereiche behalten sollte. Auch wenn der Staat sich oft nicht gerade als bester Unternehmer herausstellte, punkto Effizienz. Privatunternehmen wollen ja in erster Linie ihren Gewinn optimieren. Wenn es um zentrale Bereiche des Lebens geht, wie ÖV, Wasser, Strom, sollte es aber nicht um das generieren von möglichst hohen Gewinnen gehen. Was dem Staat gehört, gehört dem Volk. In einer Krise könnte das sehr wichtig werden.
Man soll die Staatsbetriebe durchaus kritisieren. Aber in so manchem Privatbetrieb sieht es noch viel schlimmer aus. Das muss man sich einfach bewusst sein. Privat ist nicht automatisch besser als staatlich.Staatlich heisst für mich in erster Linie gemeinsam. Für mich kommt die Frage "Wem gehört es?" auch ganz klar vor der Frage "Wie wird es verwaltet?". Die Leute, die eh der Meinung sind, dass der Staat ihnen allein gehört, sehen das natürlich etwas anders. :P
Du bist Schweiz :mrgreen:Dann bin ich ein Gespenst:http://t1.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcS2sy62IhbtKsxzdyA7II5Ai4ecHbian_AA0Ptvj7Bsyxmzx68meghttp://t2.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcQReG3_VcH8TMuhJUySS8hmF1AIbMa265u7yLycCatBGCEYDGlweg
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