Währungsreform: Weltuntergang oder Neuanfang?
1'158 Antworten344'532 AufrufeGestartet von Marcus Fabian ·
KEINE Bank hat geld. nicht eine einzige. Banken MACHEN Geld.Da hast du natürlich recht!! :ok: Banken können allerdings erst Geld machen, wenn sich irgendjemand bei ihr verschuldet. Solange alle nur Einzahlen ist es unmöglich für ein Bank Geld aus dem nichts zu erschaffen. Oder sehe ich das falsch???Im Prinzip ist also jeder der Schulden bei einer Bank macht für die Geldvermehrung verantwortlich.anderes Thema.Eine WR hat zum Ziel, Vermögen und somit auch Schulden zu vernichten. richtig?Wie würde sowas im Falle von z.B. Bill Gates aussehen?Der grösste Teil seines Vermögens bezieht sich ja auf den Börsenwert seiner Microsoft. Die Firma ist aber genau gleich viel Wert vor und nach der WR. Er verliert nichts, ausser der Börsenwert nimmt ab.Im Prinzip wären Bargeld und Anleihen die Verlierer.Ein Haus bleibt ein Haus, eine Aktie eine Aktie und 1kg Gold bleibt 1kg Gold.Oder sehe ich das falsch?
Banken können allerdings erst Geld machen, wenn sich irgendjemand bei ihr verschuldet. Solange alle nur Einzahlen ist es unmöglich für ein Bank Geld aus dem nichts zu erschaffen. Oder sehe ich das falsch???Im Prinzip ist also jeder der Schulden bei einer Bank macht für die Geldvermehrung verantwortlich.Damit hast Du im Prinzip schon recht, wobei aber zu bedenken ist, dass auch das Geld, das jemand einzahlt irgend wessen Schuld ist. Jedes Geld kommt ja in unserem System als Kredit auf die Welt.
Im Prinzip wären Bargeld und Anleihen die Verlierer.Ein Haus bleibt ein Haus, eine Aktie eine Aktie und 1kg Gold bleibt 1kg Gold.Genau so ist es. Sachwerte behalten nach einer WR ihren Wert. Bill Gates hat ja mit Microsoft auch grosse Werte geschaffen. Verlierer sind jene Menschen, die Geldvermögen besitzen.
Was verstehst du unter einem Reset?Kurz gesagt eine gross angelegte Vernichtung von Schulden und Vermögen. Sei es über hohe Inflation, Währungsreform, Staatsbankrott, Schuldenschnitt oder hohe Vermögenssteuern für Superreiche. Dirk Müller erklärt das in einigen Minuten sehr schön auf den Punkt:
Aber du weist worauf ich hinaus willNein, weiss ich nicht!Wenn die UBS Pleite ginge, würden Schulden der UBS im Wert von 4 Billionen Franken abgeschrieben. Um diesen Betrag würde sich die Geldmenge (nicht nur Franken, sind auch viele Dollars und Euro darunter) verringern. Da diese Schulden teilweise Forderungen von anderen Banken sind, würden bei diesen anderen Banken die Aktiven entsprechend sinken, was wiederum bedeutet, dass andere Banken ebenfalls Konkurs gingen. Die würden wieder andere ins Grab reiten usw... usw... Es wäre ein Dominoeffekt wie seinerzeit beim Fall von Lehman Brothers.Mit der Realwirtschaft hat das eigentlich nichts zu tun, denn die Kartoffeln wachsen weiter und der Bäcker bäckt weiter seine Brötchen. Es ist ein Irrglaube, zu meinen, wenn die UBS fiele, würden am nächsten Tag die Bancomaten keine Franken mehr ausspucken und wir müssten alle verhungern. Da hat man ein bisschen auf Panik gemacht, um uns Steuerzahlern die bailout-Gelder abzuluchsen. Aber Deine Schlussfolgerungen kann ich unterschreiben: Wenn eine inkompetente Firma Pleite geht, teilen sich danach die kompetenten Überlebenden Firmen deren Marktanteil. Warum sollte das bei Banken anders sein als in der Realwirtschaft?Notebene: Die USA haben rund 8000 Banken. 3000 würden ausreichen. Wenn also die 5000 schlechtesten Banken Pleite gehen und die besten 3000 überleben, wäre das ein Segen für die USA und nicht ein Fluch.
Mit der Realwirtschaft hat das eigentlich nichts zu tun, denn die Kartoffeln wachsen weiter und der Bäcker bäckt weiter seine Brötchen. Es ist ein Irrglaube, zu meinen, wenn die UBS fiele, würden am nächsten Tag die Bancomaten keine Franken mehr ausspucken und wir müssten alle verhungern. Da hat man ein bisschen auf Panik gemacht, um uns Steuerzahlern die bailout-Gelder abzuluchsen.Eine mutige Aussage! Es haben ja nicht nur Banken bei der UBS Schulden bzw. Guthaben. Da würde auch massenhaft Vermögen von Privaten oder Geschäften vernichtet, was den Konsum massiv einbrechen lassen würde. Dieser ist Massgeblich für die BIP Entwicklung verantwortlich, eine Rezession wohl unvermeidbar. Für mich hat das durchaus etwas mit der Realwirtschaft zu tun.
Ich finde es schwierig über etwas eine Prognose abzugeben, deren Ursache, Zeitpunkt und Auswirkung noch nicht feststehen kann. Nicht nur die Zinsen zwingen die Wirtschaft zum Wachstum, sondern auch der Fortschritt, die Konkurrenz und der Wettbewerb. Schuldgeld und Josefcent das kennt man doch schon seit X-Jahren was ist daran neu? Expansive Geldpolitik hat uns auch zu einem enormen Fortschritt verholfen. Jetzt wird auf Panik gemacht, sodass es tatsächlich zur Panik kommen kann. Nun heisst es eine Lösung zu finden, wie wir, respektive die Länder dieses Problem human lösen können. Populistische und mediengeile Auftritte und Aussagen eines Dirk Müller helfen da sehr wenig.Eine Währungsreform wie wir sie bis anhin hatten wird es zum Glück nicht geben, den die meisten Währungsreformen der wichtigsten Industriestaaten wurden durch kriegerische Auseinandersetzungen ausgelöst, davon sind wir in Europa zum Glück weit entfernt! Selbst wenn neben Griechenland, Portugal, Spanien und Italien in die Pleite stürzen, heisst dass immer noch nicht das die Währungsunion auseinanderbrechen muss. Dann könnten sich Deutschland und einige Nachbarländer wie Österreich oder die Benelux-Staaten zu einem neuen Währungsbund mit festen Wechselkursen zusammenschließen. Die Schweiz macht das ja momentan im Euro. Das wäre dann keine Währungsreform sondern eine Umstellung. Die Schulden sind damit zwar nicht bezahlt, aber hey das hat Zeit, siehe USA.Was ich damit sagen will, die Geschichte gleicht sich, muss sich aber zwangsläufig nicht wiederholen.Für einen Investoren gilt darum, er soll und muss sich auf alles einstellen! Das heisst, die Aktienmärkte können steigen, selbst wenn Griechenland aus der EU austritt, denn momentan wird dieses Szenario gerade eingepreist und die Märkte fallen. So das, wenn der Austritt dann tatsächlich eintrifft die Märkte das schon eingepreist haben und die Aktien wieder munter steigen können.Trotz grosser Angst der meisten Anleger sinkt das Gold momentan, weil die Marktteilnehmer lieber Cash halten und das Gold ihrer Meinung nach (nicht meiner Meinung) zu teuer ist, ergo die Nachfrage ist kleiner als das Angebot.Es ist ein bisschen so wie beim Hauskauf, wichtig ist die Lage! Die Bausubstanz, der Preis, die Architektur usw. kommt erst an zweiter Linie. Übersetzt heisst das für einen Investor, wichtig ist die Psychologie des Marktes (der Marktteilnehmer)! Der Aktienpreis, die Daten des Unternehmens usw. kommen auch erst an zweiter Linie. Eine Aktie kann nämlich noch so günstig bewertet sein, wenn die Anleger Angst vor einem Crash haben, werden sie selbst diese Aktie nicht kaufen. Umgekehrt wenn die Anleger denken der Markt läuft ihnen davon und eine teure Aktie kann ja noch mehr steigen, sie ist es ja bis anhin auch. Dann werden sie diese ohne Hemmungen kaufen. Fazit immer mit einem Teil des Portfolios investiert sein, eventuell umschichten, kaufen, verkaufen und nachkaufen aber nie ganz aussteigen, denn zur Erinnerung und mit dem Wissen mich zu wiederholen.Markttiming und sein Depot absichern, so wie es ein D. Müller propagiert um seine Kunden in Sicherheit zu wiegen, funktioniert nicht und ist auf die Dauer viel zu teuer.Was verstehst du unter einem Reset?Kurz gesagt eine gross angelegte Vernichtung von Schulden und Vermögen. Sei es über hohe Inflation, Währungsreform, Staatsbankrott, Schuldenschnitt oder hohe Vermögenssteuern für Superreiche. Dirk Müller erklärt das in einigen Minuten sehr schön auf den Punkt:
Ja und der Euro wird jetzt gegen über dem CHF durch die Decke gehen. Mit einer Mindestuntergrenze ist er eben an den Euro gebunden. Zwei Bergsteiger binden sich aneinander falls einer abstürzt und nicht falls einer die Schwerkraft überwindet und wegfliegt.Die Schweiz macht das ja momentan im Euro.Wie meinst du das? CHF ist nicht an den Euro gebunden sondern hat eine Mindestuntergrenze, nach oben liegt der Kurs frei :musik:
Ja und der Euro wird jetzt gegen über dem CHF durch die Decke gehen. Mit einer Mindestuntergrenze ist er eben an den Euro gebunden. Zwei Bergsteiger binden sich aneinander falls einer abstürzt und nicht falls einer die Schwerkraft überwindet und wegfliegt.Ist zwar ein schönes Bild mit den Bergsteigern. Hinkt dann aber in der näheren Überlegung.Der EUR und der CHF gehen zusammen Bergsteigen. Sähe etwa aus wie Obelix und Idefix. Zur Zeit klettern sie eher abwärts. Wenn jetzt der Obelix den Halt verliert und zu Tale rutscht, dann reisst er den Idefix mit. Doch umgekehrt, wenn der Idefix den Halt verliert, dann wird das den Obelix nicht kümmern, der würde nur zusehen. Ist natürlich nicht sehr realistisch im Moment, doch sollten unsere Grossbanken hops gehen, dann würden die den Idefix in die Tiefe reissen. :mrgreen: Aber hast schon recht, zur Zeit sieht die Untergrenze eher wie eine Anbindung aus, denn fliegen kann der Euro wohl eher nicht.
Der Obelix ist schliesslich vollgesaugt mit Zaubertrank der EZB. :mrgreen: Allerdings ist klettern nicht gerade seine Stärke. Da ist der Idefix begabter, aber jetzt darf der halt nicht mehr. Der Obelix hat schon einen roten Kopf vor Anstrengung. Wenn der zu Tale stürzt gibts ein Erdbeben. Wie heisst der Zaubertrankkoch? Ich glaub der ist schon lange gestorben und jetzt handelt es sich um ein Nachahmerprodukt, dank welchem der Obelix sich noch festklammern kann.
Wie heisst der Zaubertrankkoch?.Draghi? :D
Eine mutige Aussage! Es haben ja nicht nur Banken bei der UBS Schulden bzw. Guthaben.Stimmt. Es gäbe wirtschaftliche Auswirkungen. Aber die Auswirkungen wären nicht nötig, wenn Banken wie einst Dienstleister der Wirtschaft und nicht - wie heute - deren Herren wären.Dennoch: Der Konsum wird zum grössten Teil aus laufenden Einkommen bestritten, nicht aus Vermögen. Ganz so schlimm wäre es also nicht. Zumindest nicht so katastrophal, wie uns die Banken glauben machen wollen.
Da würde auch massenhaft Vermögen von Privaten oder Geschäften vernichtet, was den Konsum massiv einbrechen lassen würde.
Was daran so schwer? Bankrott von ein paar Länder oder Grossfirmen != Reset sondern schlichtweg tägliche Praxis. Da kann noch so ein Dominoeffekt kommen, schlussendlich wird nach kurzer Zeit die gleiche Platte gespielt: Jetzt haben wir wieder X% Wachstum. Manchmal muss halt vorher ein paar Miese geschriebne werden, rauf kommen sie aber alle wieder :mrgreen:Ach so, jetzt verstehe ich, was Du meinst. Einverstanden. Ein Reset in Deutschland könnte etwa so aussehen: Deutschland hat 5 Billionen Euro Vorksvermögen und 2 Billionen Staatsschulden. Wenn sich der Staat jetzt 2 Billionen vom Volk auf irgend eine Weise holt, ist er schuldenfrei und das Volk hat noch 3 Billionen Vermögen. Das wäre dann ein klassischer Reset mit Verteilung von Vermögen, das sich bei den oberen 10% angesammelt hat nach unten. Der Staat könnte also die 40 Mrd, die er jährlich an Zinsen zahlt für andere Dinge ausgeben oder die Steuern senken oder beides. Das würde den Konsum sofort ankurbeln.
Dass es nach dem Reset genau gleich weiter geht wie vorher ist möglich. Ich hoffe aber, dass wir aus den Fehlern des aktuellen Systems lernen, unsere Hausaufgaben machen und ein besseres Geldsystem auf die Beine stellen. Ansonsten dreht sich das Rad wieder von vorne und in 70 Jahren stehen wir am gleichen Punkt wie heute. Nicht, dass mich persönlich das dann noch gross betreffen würde ;)
Ich finde es schwierig über etwas eine Prognose abzugeben, deren Ursache, Zeitpunkt und Auswirkung noch nicht feststehen kann.Nicht unbedingt: Wenn Du wüsstest, dass Dein Haus abbrennen wird, würdest Du eine Feuerversicherung abschliessen. Auch wenn Du nicht weisst, ob ein Blitzschlag oder elektrischer Kurzschluss die Ursache sein wird und ob das nächste Woche oder in 5 Jahren passiert.
Nicht nur die Zinsen zwingen die Wirtschaft zum Wachstum, sondern auch der Fortschritt, die Konkurrenz und der Wettbewerb.Fortschritt ist kein Zwang sondern der natürliche Drang des Menschen, seine Welt zu verbessern. Konkurrenz schon eher, wobei Konkurrenzdenken auch auf den Zins-Zwang zurückgeführt werden kann. Schliesslich zeigt das Filmchen mit den 100 Lederstücken als Geld sehr klar, dass in einem Zinsssystem das Konkurrenzdenken zur Überlebensstrategie werden muss.
Expansive Geldpolitik hat uns auch zu einem enormen Fortschritt verholfen.Hat sie das wirklich? Hätte es den Fortschritt nicht auch ohne Gelddruckerei gegeben? Ich wage das zu bezweifeln. Ganz Amerika wurde entdeckt, besiedelt und zur wichtigsten Nation der Erde entwickelt - ohne expansive Geldpolitik. Expansive Geldpolitik gibt es in den USA erst seit 1971. Ich behaupte mal, dass sich die USA vor 1971 besser und vorteilhafter entwickelt haben als in den letzten 40 Jahren.
Eine Währungsreform wie wir sie bis anhin hatten wird es zum Glück nicht geben, den die meisten Währungsreformen der wichtigsten Industriestaaten wurden durch kriegerische Auseinandersetzungen ausgelöst, davon sind wir in Europa zum Glück weit entfernt! Selbst wenn neben Griechenland, Portugal, Spanien und Italien in die Pleite stürzen, heisst dass immer noch nicht das die Währungsunion auseinanderbrechen muss. Dann könnten sich Deutschland und einige Nachbarländer wie Österreich oder die Benelux-Staaten zu einem neuen Währungsbund mit festen Wechselkursen zusammenschließen. Die Schweiz macht das ja momentan im Euro. Das wäre dann keine Währungsreform sondern eine Umstellung. Die Schulden sind damit zwar nicht bezahlt, aber hey das hat Zeit, siehe USA.Eine Währungsumstellung (wie DM->Euro) ist keine Währungsreform. Eine Währungsreform geht immer einher mit der Vernichtung von Schulden. Denn das ist ja der Zweck der Übung.Dabei liegt auf der Hand, dass sich die Zeit nach einem Krieg besonders gut für eine WR eignet, wobei die WR naturgemäss vom Verlierer durchgeführt wird (z.B. Deutschland/Österreich 1948, Serbien in den 90ern). Das macht auch Sinn, denn wenn ohnehin alles zerstört ist, muss sich ein Land auf den Wiederaufbau konzentrieren und das geht eindeutig besser, wenn man nicht noch Schulden aus der Vorkriegszeit bedienen muss (so wie Deutschland nach 1918). Es gibt auch WR ohne Kriege (Russland, Türkei, Simbabwe) und verlorene Kriege ohne WR (Irak).Nichts desto trotz gebe ich Dir Recht, dass ein Zusammenhang zwischen WR und Bürgerkriegen/Revolutionen besteht. Es liegt nämlich in der Natur der Sache, dass das Volk (die 99%) auf die Strasse geht, wenn es die Zinslast nicht mehr tragen kann, die Schuldenlast und das Ungleichgewicht zwischen arm und reich zu gross geworden sind. Ob das zur Französischen Revolution führt oder demokratisch durch Wahlen gelöst wird - wie jetzt in Griechenland, ist aber schlussendlich eine Frage des politischen Systems und wie die Herrscher damit umgehen.
Genau so ist es. Sachwerte behalten nach einer WR ihren Wert. Bill Gates hat ja mit Microsoft auch grosse Werte geschaffen. Verlierer sind jene Menschen, die Geldvermögen besitzen.Die Superreichen werden in dem Fall wohl kaum die Verlierer sein.Verlierer sind die kleinen Leute die einen Notgroschen in Bar auf der Bank haben und die Pensionskassenvermögen des kleinenMannes welche in Anleihen investiert sind.Da können wir die Schulden auch genausogut weginflationieren....
Fortschritt ist kein Zwang sondern der natürliche Drang des Menschen, seine Welt zu verbessern. Konkurrenz schon eher, wobei Konkurrenzdenken auch auf den Zins-Zwang zurückgeführt werden kann. Schliesslich zeigt das Filmchen mit den 100 Lederstücken als Geld sehr klar, dass in einem Zinsssystem das Konkurrenzdenken zur Überlebensstrategie werden muss.Zuerst zum "Filmchen": Teil 2 ab 0:11
Wer Geld verleiht, bekommt mehr wieder. Nimm einen prozentualen Anteil für deine Bemühungen ....... und du bekommst Geld ohne etwas dafür zu tun, ohne etwas einzusetzen und vor allem ohne Risiko ...Im Zusammenhang mit Zins sehe ich das "vor allem" überhaupt. Ich meine, diese Aussage ist schlicht falsch. Das Risiko ist ein erhbelicher Anteil am Zinssatz (siehe Kleinkredite vs. grundpfandgesicherte Hypothekardarlehen)Konkurrenz hat mit Zinszwang wenig zu tun, sondern damit, dass z.B. Bauer Meier sieht, dass Bauer Müller als einziger Gurkenproduzent Geld wie Heu (sic) verdient. Er sagt sich, dass er mit einer kleineren Marge und/oder effizienteren Produktionstechnik Gurken günstiger anbieten und dem Müller erhebliche Marktanteile wegnehmen kann. Zinszwang?Eine Welt ohne Konkurrenz? Nur noch Monopole? Alles kommt vom Staat? Da wandere ich aus.
Die Superreichen werden in dem Fall wohl kaum die Verlierer sein.Doch, weil genau das der Sinn und Zweck der Übung ist: Das Geldvermögen der obersten 10% nach unten zu holen. Nicht alles, natürlich, die obersten 10% bleiben weiterhin die reichsten aber ein Grossteil des Vermögens wird vernichtet.Wie das genau passieren wird, wissen wir noch nicht. Aber aus der Vergangenheit kennen wir diese Möglichkeiten:* Haircut bzw. Währungsreform* Hohe Steuern auf Vermögen und grosse Einkommen (z.B. New Deal von FDR)* Hohe Inflation und somit Entwertung aller Schulden und Vermögen. (Wobei galoppierende- oder Hyper-Inflation fast immer in eine Währungsreform führen)* Revolution, Krieg und danach Währungsreform
Na, wenn wir schauen wie das die Griechen machen, wissen wir ungefähr wie es ablaufen kann. Die Reichen 10% wandern aus, respektive ihr Geld und die restlichen 90% zahlen die Zeche, mit Lohnkürzungen, neuen und höheren Steuern, Kürzungen der AHV, Streichung diverser Sozialhilfen usw. Bei Sparmassnahmen und unter einer WR leiden immer die 90%Und wir sind uns wohl bewusst, das wer ein Vermögen über 1 Millionen US Dollar besitzt schon zu den weltweit 0,15% Prozent der Weltbevölkerung gehört. ( High-net-worth individual )Mit 100`000.-US Dollar gehört man schon zu den reichsten 10% der Weltbevölkerung.Die Superreichen werden in dem Fall wohl kaum die Verlierer sein.Doch, weil genau das der Sinn und Zweck der Übung ist: Das Geldvermögen der obersten 10% nach unten zu holen. Nicht alles, natürlich, die obersten 10% bleiben weiterhin die reichsten aber ein Grossteil des Vermögens wird vernichtet.Wie das genau passieren wird, wissen wir noch nicht. Aber aus der Vergangenheit kennen wir diese Möglichkeiten:* Haircut bzw. Währungsreform* Hohe Steuern auf Vermögen und grosse Einkommen (z.B. New Deal von FDR)* Hohe Inflation und somit Entwertung aller Schulden und Vermögen. (Wobei galoppierende- oder Hyper-Inflation fast immer in eine Währungsreform führen)* Revolution, Krieg und danach Währungsreform
Konkurrenz hat mit Zinszwang wenig zu tun, sondern damit, dass z.B. Bauer Meier sieht, dass Bauer Müller als einziger Gurkenproduzent Geld wie Heu (sic) verdient. Er sagt sich, dass er mit einer kleineren Marge und/oder effizienteren Produktionstechnik Gurken günstiger anbieten und dem Müller erhebliche Marktanteile wegnehmen kann. Zinszwang?Also gut, sprechen wir mal nicht nur über die Fehler des aktuellen Geldsystems sondern über Alternativen, über Vor- und Nachteile anderer Systeme.
Eine Welt ohne Konkurrenz? Nur noch Monopole? Alles kommt vom Staat? Da wandere ich aus.
Wenn wir ein Geldsystem erfinden müssten, würden wir an oberster Stelle folgende Forderungen an das System stellen:
Die Geldmenge soll jeweils so exakt wie möglich der Wirtschaftsleistung entsprechen!
Das heisst, es muss immer genau so viel Geld an der richtigen Stelle in Umlauf sein, wie benötigt wird. Eine Gemeinde muss immer so viel Geld haben, dass sie davon ihre Beamten bezahlen, die Strassen reparieren und die Schule renovieren kann.
Wenn wir z.B. die Situation haben, dass eine Gemeinde kein Geld hat, um das durchlässige Dach der Schule zu reparieren, gleichzeitig aber ein arbeitsloser Dachdecker zu Hause sitzt und von Sozialhilfe lebt, dann wissen wir, dass wir ein systemisches Problem haben. Angebot und Nachfrage würden nämlich stimmen, allein es fehlt das Geld (oder ist am falschen Ort).
Ein grosses Problem sehe ich in der Geldschöpfung durch Banken.
Beispiel: Du bringst Fr. 1000 auf die Bank. Bei einem Mindestreservesatz von 2.5% in der Schweiz (USA 10%, EZB, 1%) kann die Bank damit bis Fr. 40'000 an Geld schöpfen und als Kredit vergeben. Diese Fr. 40'000 wurden nie erarbeitet oder produziert. Es stehen ihnen keine Waren und Dienstleistungen gegenüber. Es ist Geld, das die Bank in diesem Moment praktisch Aufwandlos erzeugt hat. Und dafür will sie auch noch Zinsen! Mal angenommen, die Bank verleiht diese Fr. 40'000 zu durchschnittlich 5% Zinsen, dann hat sie innert eines Jahres damit Fr. 2000.- verdient. Ohne sehr viel dafür zu arbeiten und doch zumindest "ziemlich" risikolos, denn selbst wenn die Hälfte der Kredite faul sein sollte: Der Aufwand das Geld zu erzeugen hielt sich in Grenzen.
Wir würden also in einem neuen Geldsystem zu einem Vollgeld zurückkehren. Das heisst, dass Geld alleine vom Staat bzw. einer Zentralbank erzeugt würde. Banken wären dann wie früher nur noch seriöse Kreditvermittler. Sie würden die Spareinlagen der einen als Kredite an andere vergeben und aus dem Spread ihren Verdienst generieren.
Das hätte zur Konsequenz, dass Kredite nur noch in Höhe der Spareinlagen vergeben werden könnten. Die Banken würden also genauer schauen, wem sie einen Kredit geben. Den Sparanteil würden die Zinsen regeln: Gibt es z.B. in einem Wirtschaftsboom mehr Nachfrage nach Kredit als Sparkapital, würden die Zinsen steigen, um mehr Sparkapital anzulocken und potenzielle Kreditnehmer abzuschrecken.
In einem Vollgeldsystem gäbe es also genug Geld dort wo es gebraucht wird. Es gäbe allerdings keine vagabundierenden Milliarden, die heute für Spekulation auf Schweinebäuche, morgen für die Spekulation auf den Fall des mexikanischen Pesos und übermorgen für eine feindliche Firmenübernahme eingesetzt würden.
Im heutigen System haben wir das Problem, dass zwar genug Geld vorhanden ist, es aber an den falschen Orten liegt und falsch eingesetzt wird. Wir müssen eigentlich nur das Geld wieder dort hin holen, wo wir es brauchen.
Eigentlich ganz einfach: Frag mal ein 5 jähriges Kind, was zu tun sei, wenn ein Maisfeld verdorrt und nebenan ein gefüllter Swimming-Pool steht.
Mit einem Vollgeldsystem wäre auch die Zinsproblematik weitgehend vom Tisch, denn Kredite würden nur noch in aussichtsreiche Geschäfte gesteckt und innert überschaubarer Frist wieder zurückgezahlt. Somit könnte die Zinseszinskurve nicht ihre zerstörerische Ausweitung erfahren.
Zwischenfazit: Ein Vollgeldsystem wäre für die Wirtschaft, den Staat, den Bürger besser als das aktuelle System. Einzig für die Banken wäre es schlechter.
Schritt 2:
Aber auch ein Vollgeldsystem hat noch Nachteile: Der grösste Nachteil ist die Forderung danach, die jeweils richtige Geldmenge bereitzustellen.
Frage: Haben wir eine staatliche Stelle, die den Bauern vorschreibt, wieviele Gurken sie anzupflanzen haben?
Nein, natürlich nicht. Aber so etwas gab es bekanntlich in der Kommunistischen Planwirtschaft. Wir kennen die Auswirkungen: Da eine zentrale staatliche Stelle nie genau wissen kann, wie viele Gurken nächstes Jahr benötigt werden, wurde immer am Markt vorbei produziert. Entweder zu viel oder zu wenig.
Wir haben das im westlichen Kapitalismus besser gelöst, indem wir der freien Marktwirtschaft diese Entscheidung überlassen. Sprich: Dem einzelnen Bauern. Und damit sind wir in den letzten Jahrzehnten ja auch gut gefahren.
Schliesslich "kennt" der Markt sehr genau, wieviele Gurken das Volk braucht. Der Staatsmonopolist aber nicht.
So, und jetzt stelle ich folgende ketzerische Frage: Warum gehen wir davon aus, dass es sich bei der Geldmenge anders verhält als bei der Gurkenmenge? Warum brauchen wir bei der Geldmenge eine zentrale Planwirtschaft, die wir bei den Gurken ablehnen würden?
Wäre es nicht besser, das Geld von jenen Menschen produzieren zu lassen, die Leistung erbringen? Und zwar in exakt dem Ausmass, in dem sie diese Leistung erbringen und auch zu exakt diesem Zeitpunkt?
Wäre es also nicht besser ein Leistungsbasiertes Geld zu haben statt ein Kreditbasiertes Geld?
Die Reichen 10% wandern aus, respektive ihr Geld und die restlichen 90% zahlen die Zeche, mit Lohnkürzungen, neuen und höheren Steuern, Kürzungen der AHV, Streichung diverser Sozialhilfen usw.Bei einer globalen Währungsreform - und davon gehe ich mal aus, wenn wir von Leitwährungen sprechen - wird es schwierig mit dem Auswandern.Abgesehen davon, dass es auch den Reichen um Lebensqualität geht. So lange sie ihr Leben zu Hause, in ihrer Villa, auf ihrer Yacht fortführen können, ohne sich in irgend einer Form finanziell einschränken zu müssen, gibt es keinen Grund ins Exil zu gehen. Ob Du jetzt 10 Milliarden oder 1 Milliarde auf dem Konto hast, ist doch unerheblich.
Bei Sparmassnahmen und unter einer WR leiden immer die 90%Sparmassnahmen: JaWährungsreformen: Nein - Guck die Geschichte!
Beispiel: Du bringst Fr. 1000 auf die Bank. Bei einem Mindestreservesatz von 2.5% in der Schweiz (USA 10%, EZB, 1%) kann die Bank damit bis Fr. 40'000 an Geld schöpfen und als Kredit vergeben. Diese Fr. 40'000 wurden nie erarbeitet oder produziert. Es stehen ihnen keine Waren und Dienstleistungen gegenüber. Es ist Geld, das die Bank in diesem Moment praktisch Aufwandlos erzeugt hat.Hier glaub ich beginnt das Verständnisproblem für einen Laien. Also: Ich bringe der Bank physisch 1 Tausendernote. Am nächsten Tag gibt sie Dachdecker Ziegler physisch 40 Tausendernoten der damit beim Autohändler einen Lieferwagen "cash" kauft.Woher nimmt die Bank die 39 Tausendernoten? Wohl von der SNB, oder nicht? Warum gibt die SNB der Bank die 39 Tausender (frisch ab Presse!)? Weil der Bank CEO blaue Augen hat und ihr versichert, Kunde Ziegler sei äusserst seriös? Verlangt die SNB echte Sicherheiten oder genügt das "Image" der Bank?Sorry, habe heute meinen Naiv-Tag.Deinen Ausführungen betr. besserer Geldsysteme kann ich weitestgehend zustimmen. Von einer idealeren Welt kann man natürlich immer träumen.
Woher nimmt die Bank die 39 Tausendernoten? Wohl von der SNB, oder nicht?Genau so läuft es. Ich habe nur abgekürzt:* Die Geschäftsbank bringt der SNB den Kreditvertrag von Dachdecker Ziegler als Sicherheit für einen Kredit von Fr. 40'000. * Weiterhin muss sie 2.5% der Kreditsumme (also die Tausendernote) bei der SNB als Sicherheit hinterlegen.* Daraufhin bekommt die Geschäftsbank von der SNB die 40'000 gutgeschrieben. * Die SNB hat nun den Kreditvertrag als Forderung gegenüber der Geschäftsbank in ihren Aktiven.
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