Währungsreform: Weltuntergang oder Neuanfang?
1'158 Antworten344'532 AufrufeGestartet von Marcus Fabian ·
Die hocken da jetzt mit drin.Wollte noch schreiben: Auch was die Exporte anbelangt. Ein Dollar der absinkt, würde doch China als Produzent teurer machen. Scheinbar holen einige Firmen in USA die Produktion jetzt schon nach Amerika zurück. Z.B. Möbel, wo auch der Transport teuer ist. Das wird aber nicht so einfach sein. Die müssen das zuerst mal wieder lernen, wie man Dinge herstellt. Die wissen nur noch wie man sie bestellt. :mrgreen:
... Die müssen das zuerst mal wieder lernen, wie man Dinge herstellt. Die wissen nur noch wie man sie bestellt. :mrgreen:Dafür haben sie inzwischen einen sechsten Sinn für den Standort des nächsten Casinos entwickelt. :mrgreen:
Und sie sind sich ihrer Macht bewusst und können immer noch super andere schlecht machen.
"Japan bekommt von Fitch Quittung für hohe Verschuldung...Die Ratingagentur Fitch stufte die Kreditwürdigkeit des Landes am Dienstag um eine Stufe auf "A+" herab, womit sich neue Kredite für Japan verteuern dürften."
Hiermit stufe ich US T - Bones auf Ramschniveau. :P England kommt auch noch viel zu gut weg. Auch hier gleich ein paar Stufen runter mit dem Rating. Wie ich darf das nicht? Schade :(
http://de.reuters.com/article/topNews/i ... 2W20120522
Bitte keine persönlichen Beleidigungen. :lol: :cry: :lol:Hiermit stufe ich US T - Bones auf Ramschniveau.
Vielleicht machen sie das auch deshalb nicht, weil sie auf ihren Dollars dann viel verlieren würden. Die hocken da jetzt mit drin.Oder um Alan Greenspan zu zitieren:
Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Chinesen ihre Dollarreserven auf den Markt werfen, denn sie werden niemanden finden, der sie ihnen abkauft. :greespan:
Dieses Machtbewusstsein ist wohl ein entscheidender Punkt im Selbstverständnis von Amerika als Nation.Im Stile: 1.Wir finden immer jemanden, der uns Kohle pumpt, schliesslich haben wir die stärkste Armee der Welt. :shock: 2. Wenn es uns dreckig geht dann geht es allen dreckiger. :mrgreen:... Die müssen das zuerst mal wieder lernen, wie man Dinge herstellt. Die wissen nur noch wie man sie bestellt. :mrgreen:Und sie sind sich ihrer Macht bewusst
Oder um Alan Greenspan zu zitieren:Greespan in Ehren, aber ist das nicht einfach ein gut tönender Spruch?Was heisst auf den Markt werfen? Welchen Markt? Gegen eine andere Währung tauschen? Oder damit Sachwerte kaufen? Würde mich doch wundern, wenn sie die Rohstoffe aus Afrika und die Investitionen in amerikanische Firmen nicht in USD bezahlen würden.
Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Chinesen ihre Dollarreserven auf den Markt werfen, denn sie werden niemanden finden, der sie ihnen abkauft. :greespan:
Oder meint Greespan nicht Dollars, sondern Dollarreserven? Vor allem sind CN natürlich nicht so blöd und "werfen" den Dollar in gröberen Mengen auf den Markt, sondern dauernd und überall.
Ich meine, auch die Sprüche berühmter Leute darf man hintefragen.
Hallo MarcusFabianDiese Woche konnte man in den Medien lesen und hören, dass in der WAK heute über die Einführung eines Goldfrankens diskutiert wird. Vermutlich wird diese abgelehnt. Was hältst Du eigentlich von der Idee dieses Goldfrankens? Wäre das vielleicht der Beginn einer Währungsreform, wie Du Dir diese vorstellst? Deine Meinung dazu würde mich interessieren.
Oder um Alan Greenspan zu zitieren:MF, hat der das tatsächlich so gesagt. Kann ich mir kaum vorstellen. Das wäre doch wohl eine Aufforderung an China den Kauf zu stoppen...als einzige Alternative, sozusagen :oops:
Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Chinesen ihre Dollarreserven auf den Markt werfen, denn sie werden niemanden finden, der sie ihnen abkauft. :greespan:
Auf den ersten Blick ist es nur ein guter Spruch. Auf den zweiten enthält er aber auch sehr viel Wahrheit.US Treasuries sind der grösste Markt der Welt. Nirgends sonst könnten grosse Dollarüberschüsse abgeladen werden, ohne den Markt zu beeinflussen oder gar die Preise zu zerstören.Oder um Alan Greenspan zu zitieren:Greespan in Ehren, aber ist das nicht einfach ein gut tönender Spruch?
Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Chinesen ihre Dollarreserven auf den Markt werfen, denn sie werden niemanden finden, der sie ihnen abkauft. :greespan:
Die Chinesen halten drei Billionen Dollar. Was sollen sie tun, wenn sie diese Dollars oder den Grossteil davon gegen Sachwerte eintauschen wollen. Für zwei Billionen bekämen sie sämtliches Zentralbankgold der Welt (32'000t). Aber würden sie in grossem Stil Gold kaufen, ginge der Preis recht schnell durch die Decke. Dasselbe gilt für Aktien, Industrierohstoffe, Agrarland etc.
Die Chinesen müssen also sehr vorsichtig einkaufen, um die Preise nicht zu zerstören. Sie können ihre Dollarreserven nur sehr langsam und über lange Zeit einsetzen. Alles auf einmal auszugeben, ginge nicht. Alleine wenn bekannt würde, dass die Chinesen ihre Dollars gegen Sachwerte eintauschen, würde bereits eine Teuerungswelle auslösen.
Es ist also durchaus ein Problem, wenn man zu viel Geld hat. Ich meine, das war es, was Greenspan uns damit andeuten wollte.
@MF: Alles wahr, aber vielleicht doch zu weit überlegt. Die Aussage stimmt, wie Sie ist. Die Chinesen haben so viel US Anleihen, wer zur Hölle soll die kaufen? Kaufst du 10j US treasuries zu 1.75%? :)
Diese Woche konnte man in den Medien lesen und hören, dass in der WAK heute über die Einführung eines Goldfrankens diskutiert wird. Vermutlich wird diese abgelehnt. Was hältst Du eigentlich von der Idee dieses Goldfrankens? Wäre das vielleicht der Beginn einer Währungsreform, wie Du Dir diese vorstellst? Deine Meinung dazu würde mich interessieren.Davon halte ich wenig. Der Goldfranken war ja als Parallelwährung zum Franken angedacht. Entsprechend gehe ich mit der Begründung für die Ablehnung einig, dass es bereits genügend Möglichkeiten für einen interessierten Bürger gibt, Gold zu kaufen. In Zirkulation (im Sinne von: ich gehe mit Goldfranken einkaufen) käme er ohnehin nicht. Schliesslich wird bei Parallelwährungen immer das schlechtere Geld ausgegeben und das bessere gehortet und - sorry - der euro-gebundene Franken ist nunmal schlechter als es ein Goldfranken wäre.Kurz: Ich sehe Sinn und Zweck nicht.Die andere Variante wäre, unseren Franken wieder partiell an Gold zu binden. Damit hätten wir aber wieder das Problem des zu starken Franken, eines Franken als Fluchtwährung und damit verbunden die Probleme von Exportindustrie und Tourismus, die ja die SNB erst veranlasst haben, den Franken an den Euro zu koppeln.
Die Chinesen haben so viel US Anleihen, wer zur Hölle soll die kaufen?Der einzige Käufer für US-Treasuries ist die Fed. Entweder direkt oder über Geschäftsbanken. Entsprechend wäre die Fed auch verpflichtet, den Chinesen ihre Anleihen abzukaufen, falls diese sie loswerden wollten.Aber das würde das Problem nicht lösen. Die Chinesen würden dann einfach auf einem Dollarberg in Cash sitzen. Und den marktschonend abzubauen ist wie gesagt problematisch. Würden die Chinesen die Dollars abbauen hätte das sicher auch Signalwirkung auf Indien, Arabien, Japan und andere Grossbesitzer von Dollar. Die Inder machen es meiner Meinung nach sehr clever: Sie bauen seit Jahren ihre Dollarbestände ab, investieren das Geld aber im eigenen Land in Ausbau von Bahn und Strassen. Somit wirkt es nicht inflationär.
Ähm, der grösste Markt der Welt ist der Devisenhandel, mit einem Tagesvolumen von knapp $4 Trillionen ;)Da wird ja nichts erzeugt. Die Geldmenge bleibt ja konstant. Egal, wie oft Währungen gegeneinander getauscht werden.
Und? Das trifft genauso auf die Bonds und Co zu, die erzeugen genauso wenig ausser das Geld verschoben wird und eventuell noch Zins draufgeschlagen wird.Das stimmt heute durchaus. Aber ursprünglich waren Staatsanleihen ja mal angedacht um z.B. etwas zu bauen (Gotthardtunnel, Autobahnen) oder um sonstige einmalige staatliche Sonderleistungen zu finanzieren. Das heisst, dass mit dem geliehenen Geld etwas mehr oder weniger sinnvolles gekauft wurde, das für das Volk einen Nutzen bringen sollte. Auch wenn - zugegeben - Staatsanleihen häufig auch ausgegeben wurden, um Kriege zu finanzieren.Bei Staatsanleihen haben wir also eine Ausweitung der Geldmenge und bestenfalls eine entsprechende Ausweitung der Gütermenge.Im Devisenhandel bleibt die Geldmenge konstant. Es wechselt "nur" bestehendes Geld die Hand. Es werden bildlich gesprochen nur Zettel verschiedener Farben ausgetauscht. Es wird aber nichts produziert, nichts gekauft, nichts verkauft.
Da muss ich myst3r10n recht geben. Ein Markt hat absolut nichts damit zu tun, ob etwas Produziert wird oder nicht. Zumindest nicht in der heutigen Definition. Da wird gehandelt, egal ob gegrillte Käfer oder Australische Dollar.
Ich sehe schon, wir haben da unterschiedliche Auffassungen, was ein Markt ist. Aber ich verstehe myst3r10n durchaus.Ich meine, ich kann meine sauer ersparten Fr. 1000.- in den Aktien-Markt, in den Rohstoff-Markt, den Immobilien-Markt oder den Anleihen-Markt investieren.Beim Währungsmarkt hätte ich ein bisschen Mühe.
"Basar" wäre sicher kein schlechter Name :DIch meine nur, wenn in der Literatur davon die Rede ist, dass Märkte untereinander konkurrieren, spricht man in der Regel von 4 Märkten: Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Immobilien. Investoren verschieben dann je nach Wirtschaftslage Geld von einem in den anderen Markt, wobei sich ein Ausgleich ergibt (z.B. Aktien steigen, Anleihen/Rohstoffe sinken).Wenn Du als weiteren Markt den Devisenmarkt hinzurechnen möchtest, ist das für mich akzeptabel aber doch eher ungewöhnlich.
Nationalökonomische Definition von Markt: " Markt ist der Inbegriff von Angebot und Nachfrage" (Weinhold-Stünzi. "Marketing in 20 Lektionen")
Heute lese ich in der Zeitung: Die Weltbank warnt China vor einem Stimulus, der sich vorwiegend auf Infrastrukturprojekte stützt. Massnahman zur Stärkung des Konsums sollten erste Priorität haben.Der Begriff Wachstum nimmt schon Züge an, die an eine sektiererische Doktrin erinnern. So wie z.B. die kath.Kirche während Jahrhunderten in Europa die Wahrheit für sich beanspruchte, mit absurden und fatalen Folgen für viele Menschen. Dies führte zu einem Stillstand der Kultur, welcher erst die Renaissance, die Reformation und die Aufklärung aufbrechen konnten.Um was geht es denn beim Wachstum?Mehr materieller Wohlstand?Doch wie sehen die längerfristigen Folgen aus?Das scheint niemanden zu interessieren.Man hofft, dass sich die Lösungen der Probleme dann schon einfinden. So sehe ich im möglichen Zusammenbruch des Geldsystemes auch eine Chance den Begriff des Wachstums neu zu definieren. Doch ein Spaziergang wird dies sicher nicht. Ich glaube der Materialismus muss sich loslösen vom ideologischen, heilsversprechenden Anspruch und sich den realen Voraussetzungen anpassen, wenn wir nicht einen Trümmerhaufen den kommenden Generationen überlassen wollen. Das Glück liegt bestimmt nicht im Konsum und Wohlstand. Alle Generationen vor uns haben eine spirituelle Verbindung mit dem Dasein gesucht, welche das Leben in einen Zusammenhang zu stellen versuchte, ausserhalb der Zeit und einen moralischen Konsens ermöglichte. Natürlich ergaben sich daraus auch viele Probleme. Als Individuum kann und will ich die Gegenwart oft nicht ernst nehmen. Die Menschen schon.Es sei mir verziehen, dies in den Währungsreformthread zu schreiben. Für mich besteht da sehr wohl ein Zusammenhang. :mrgreen:
Esoteriker :mrgreen:Huch!! Woher hast du das Bild?
Da bin ja ich drauf. :lol:
Sag aber nicht welcher ich bin. :D
Ist aber schon ein paar Jährchen alt die Aufnahme. Damals war ich noch Anfänger ;)
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