Währungsreform: Weltuntergang oder Neuanfang?
1'158 Antworten344'532 AufrufeGestartet von Marcus Fabian ·
Da bin ja ich drauf. :lol:Mel, Chi und Or am fliegen... So schön! :D
Schlag nach bei Paul C. Martin: Das Spiel ist aus !
Jeder der selber mal Nationalbank spielen wollte gibts ein Simulator namens MoPoS...Oder das €conomia von der ECB...ist auch noch witzig:http://www.ecb.int/ecb/educational/econ ... ex.en.htmlDa gibts sogar ne App für :spitze:
http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/geldpolitik/folgen-beherrschbar-euro-zone-und-ezb-bereiten-griechenlands-austritt-vor/6665038.htmlInteressanter Auszug:
Euro-Zone und EZB bereiten Griechenlands Austritt vor
Darf Griechenland überhaupt einfach eine neue Währung einführen?
Helmut Siekmann, Professur für Geld-, Währungs- und Notenbankrecht an der Universität Frankfurt und Direktor des Institute for Monetary and Financial Stability (IMFS) betont: „Alle Verbindlichkeiten auch innerhalb Griechenlands sind in Euro zu begleichen, nicht in einer neuen Kunstwährung.“ Selbst neue Forderungen könnten nicht ohne Rechtsbruch auf eine andere Währung als den Euro lauten: „Griechenland hat die Währungshoheit an die EU abgetreten. Das Land kann legal keine neue Währung einführen.“ Privatpersonen, Unternehmen und Investoren im In- und Ausland wären an eine illegal eingeführte Währung nicht gebunden. Der Vorschlag sei insofern sehr kurz gedacht, sagt Siekmann: „Wenn man diese Konsequenzen bedenkt, sehe ich keinen großen Fortschritt außer vielleicht etwas Zeitgewinn.“
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Nicht, dass sich die europäischen Staaten in den letzten Jahren besonders um die Gesetze und Verträge gekümmert hätten ... :D
Wir scheinen uns nicht mehr allzu lange gedulden zu müssen :banana: http://bluesastrologiecafe.wordpress.com/2012/05/25/monatshoroskop-juni-2012/
Die nächsten Tage vom 10. bis 16. Juni werden eine Reihe überraschender und schlechter Nachrichten bringen, die die Schulden- und Eurokrise betreffen. Der 17. Juni ist ja Wahltag in Griechenland, die Ergebnisse könnten durchaus anders ausfallen, als erwartet, begünstigt ist an diesem Tag eindeutig der Sozialismus. Am 18. wird dann freundlich gefeiert und der 19. mit Neumond und einem Mars-Saturn Aspekt leitet das Ende des Euro ein, zumal am 20. das Stellium von Uranus und Pluto durch den Mond berührt wird und Merkur ein Quadrat zu Saturn bildet, was durchaus auf eine trübe Niederlage hinweist
Auch ein interessanter Währungsansatz:http://m.youtube.com/?reload=3&rdm=m45t ... cmjk&gl=USDa ist mir aber sogar der Euro lieber. :D
@MF: Kaufst du 10j US treasuries zu 1.75%? :)kauf dir nen Rasenmäher und such dir 10 omas zur gartenpflege.die rendite wird x-fach höher sein, als US treasuris. :kopfwand: :lol:
Hier noch eine interessante Zusammenstellung, wann man was kaufen/verkaufen sollte:

http://www.zerohedge.com/news/things-ma ... an-markets

http://www.zerohedge.com/news/things-ma ... an-markets
Eine radikale Geldreform gegen das Schlamassel
Der tiefgreifende Umbau des Geldsystems soll aus der Schuldenkrise führen. Ein konkreter Vorschlag dazu liegt auf dem Tisch.
http://www.infosperber.ch/Artikel/Wirts ... chlamassel
Der tiefgreifende Umbau des Geldsystems soll aus der Schuldenkrise führen. Ein konkreter Vorschlag dazu liegt auf dem Tisch.
http://www.infosperber.ch/Artikel/Wirts ... chlamassel
Eine radikale Geldreform gegen das SchlamasselUnd sogar die NZZ kommentierte das Paket leicht süffisant: «Pro 100 Franken Bilanzsumme müssen die Grossbanken künftig kaum mehr als 5 Franken Eigenkapital halten; ein Gefühl besonderer Sicherheit vermittelt das nicht.» ....
Der tiefgreifende Umbau des Geldsystems soll aus der Schuldenkrise führen. Ein konkreter Vorschlag dazu liegt auf dem Tisch.
http://www.infosperber.ch/Artikel/Wirts ... chlamassel
Zum Vergleich: Rückhalt bei Kreditvergabe.
USA 10%, EU (bei Staatsanleihen) 0%, Schweiz derzeit 2.5%.
Sprich: Für 100, die ein Kunde aufs Sparbuch legt, darf eine US-Bank 90 als Kredit weitergeben, die Schweizer Bank 97.50
deutsche anleihen gibts teils zu 0 prozent. null. nada. nix.dazu kommt dann je nach dem die inflation und/oder währungsschwankungen.kranker markt.
1960 wurde in Frankreich der "nouveau franc" eingeführt. 1 NF = 100 "anciens francs"2005 wurde in der Türkei eine neue Lira eingeführt: 1 Neue Lira = 1'000'000 alte LiraDiese sog. Währungsumstellungen (nicht -reformen) wurden aus praktischen Gründen vorgenommen. In der TR war z.B. die Inflation enorm hoch.Warum soll in andern Ländern bei einer grossen Inflation nicht auch möglich sein, was z.B. in der Türkei passierte, nämlich die Streichung von 6 Nullen? Wenn als Folge der Inflation der Goldpreis steigt, was kümmerts den, der kein Gold braucht?Was ich weiter nicht ganz verstanden habe: Gerät die Staatsverschuldung ausser Kontrolle, kann eine WR die Folge sein:"Durch eine Währungsreform werden unterschiedliche Umrechnungskurse für Bargeld, Bankguthaben und Verbindlichkeiten gesetzlich festgelegt" (Wikipedia)Warum kann in diesem Fall die Währung nicht beibehalten werden und der Staat geht bankrott, resp. offeriert den Gläubigern einen Schuldenschnitt. Für einen Gläubiger (= Besitzer einer Staatsanleihe) ist das doch "Hans was Heiri": er kriegt sein geliehenes Geld nicht mehr zurück.Vermutlich wurde diese Sache schon 100x erklärt. Akzeptiere also gerne auch einen entsprechenden Link als Antwort.
2005 wurde in der Türkei eine neue Lira eingeführt: 1 Neue Lira = 1'000'000 alte Lira...Warum soll in andern Ländern bei einer grossen Inflation nicht auch möglich sein, was z.B. in der Türkei passierte, nämlich die Streichung von 6 Nullen? Wenn als Folge der Inflation der Goldpreis steigt, was kümmerts den, der kein Gold braucht?Zum einen hat die Inflation in der Türkei - wie alle Inflationen - Vermögen weggefressen: Um 1980 konnte man sich mit einer Million Lira noch eine Villa mit Pool leisten. 2004 reichte die Million gerade noch für zwei Espressi im Basar in Istanbul. Das entspricht einer Inflation (oder gar Hyperinflation) um 1.6 Mio Prozent in 24 Jahren. Mit dem Streichen der 6 Nullen war es natürlich nicht getan. Die Türkei musste auch weitere Schritte in die Wege leiten, um die Hyperinflation einzudämmen und die YTL stabil zu Dollar und Euro zu halten.Dass es keine "echte" Währungsreform war, bedeutet nichts anderes als dass die Schulden der Türkei (egal ob in Euro oder Dollar) vor und nach der Währungsumstellung gleich hoch geblieben sind.Etwas anders sieht es für Schulden in Lira aus: Wenn z.B. jemand 1980 Lira-Kredite zu 10% Zins auf 20 Jahre hinaus vergeben hat, hat ihm die Inflation nicht nur die Zinsen sondern praktisch auch das Kapital weggefressen. Es kommt also ganz entscheidend darauf an, in welcher Währung die Türken ihre Schulden hatten?
Was ich weiter nicht ganz verstanden habe: Gerät die Staatsverschuldung ausser Kontrolle, kann eine WR die Folge sein:"Durch eine Währungsreform werden unterschiedliche Umrechnungskurse für Bargeld, Bankguthaben und Verbindlichkeiten gesetzlich festgelegt" (Wikipedia)Warum kann in diesem Fall die Währung nicht beibehalten werden und der Staat geht bankrott, resp. offeriert den Gläubigern einen Schuldenschnitt. Für einen Gläubiger (= Besitzer einer Staatsanleihe) ist das doch "Hans was Heiri": er kriegt sein geliehenes Geld nicht mehr zurück.Es gibt mehrere Möglichkeiten:* Bei einer Währungsumstellung wie in der TK oder Frankreich müssen neue Banknoten her. Schon alleine, weil der neue Nominalwert ausgewiesen werden muss.* Bei einem Schuldenschnitt bzw. Bankrott kann die alte Währung inklusive der alten Noten beibehalten werden.* Bei einer Währungsreform, also der Kombination aus beidem, müssen ebenfalls neue Noten her. Die Billionen-Mark Noten der Reichsmark mussten z.B. durch neue Rentenmark-Noten ersetzt werden, die eine viel niedrigere Notierung hatten.
Steve Keen
In seinen neueren Arbeiten konzentriert sich Keen darauf, Hyman Minskys Hypothese der finanziellen Instabilität zu modellieren. Diese besagt, ein zu großer Schuldenanteil am Bruttonationaleinkommen Deflation und Konjunkturtiefs verursachen kann.Nehme Bezug auf die Grafiken im Gold Thread von Steve Keen und die Zunahme des Schuldenanteils am BNE (USA). Gemäss obigem Zitat würden wir (USA) also eher auf eine Deflation denn eine (Hyper-) Inflation zugehen. Oder ist es am Ende egal für eine WR ob Inflation oder Deflation?
Gemäss obigem Zitat würden wir (USA) also eher auf eine Deflation denn eine (Hyper-) Inflation zugehen. Oder ist es am Ende egal für eine WR ob Inflation oder Deflation?Schöne Frage. Der Witz - so unlogisch das auch zu Beginn klingen mag - ist, dass Deflation und Hyperinflation oft Hand in Hand gehen.Schönstes Beispiel ist Deutschland: 1921 gab es eine Deflation, die dann 1922/23 ziemlich direkt in eine Hyperinflation überging.Ich nenne das gerne Ketchup-Inflation:Auf Deinem Teller mit gesalzenen Pommes-Frites herrscht absoluter Ketchup-Mangel (Deflation). Aber kein Problem, denn Du nennst Dich glücklicher Besitzer einer Flasche Heinz-Ketchup und kannst das Problem lösen. Also schraubst Du den Deckel der Glasflasche ab, hältst die Flasche mit der Öffnung nach unten im 45° Winkel über den Teller mit den Pommes und haust der Flasche kräftig einen auf den Hintern.Nix passiert? Macht nichts. Winkel auf 60° erhöhen und nochmals ein paar kräftige Schläge auf den Hintern. Wir wissen nicht, wie viele Schläge es braucht und ob Du in der Zwischenzeit den Winkel auf 80° erhöhen musstest. Aber eines wissen wir: Irgend wann kommt ein mega-grosser Schwall Ketchup aus der Flasche geschossen und ersäuft Deine Pommes regelrecht in der roten Sauce! (= Ketchup-Hyperinflation)Mit der Geldmenge ist es dasselbe wie mit dem Ketchup. Die Zentralbanken pumpen Geld in die Banken, senken die Zinsen und versuchen die Banken somit zu motivieren, mehr Kredite zu vergeben. Aber nichts passiert: Die Banken bunkern ihr Geld wieder bei der Zentralbank und in Staatsanleihen und die Wirtschaft (Pommes) bleibt auf dem Trockenen. Aber diese Geldmenge ist wie das Wasser in einem Stausee, wie der blockierte Ketchup in der Flasche. Beides kann sich sehr schnell und in ungeheurer und unerwünscht grosser Menge auf die Pommes bzw.Wirtschaft ergiessen. Und von da an kann es sehr schnell gehen: Die Preise steigen, Lohnerhöhungen werden gefordert, die Preis-Spirale dreht sich immer schneller und schneller und schneller ... und die reale Welt ersäuft regelrecht im Ketchup-Geld. :D
auch wenn ich nerve, marcus... mit den ganzen Mrd. werden alte schulden aufgekauft bzw. es wird auf zeit gespielt. da fliesst nichts in realmärkte was preise treiben könnte. du schreibst ja schön, dass vor kurzem die letzten raten vom ersten weltkrieg zurückbezahlt wurde. gut möglich, dass wir ende 2218 die letzte rate vom ESM bezahlen.
auch wenn ich nerve, marcus... mit den ganzen Mrd. werden alte schulden aufgekauft bzw. es wird auf zeit gespielt. da fliesst nichts in realmärkte was preise treiben könnte.Du hattest doch schon vor 6 Jahren (damals als "Förster" auf scn) den richtigen Riecher.

http://www.stockfools.de/stock-board/sh ... 858&page=1
Deine Kernaussage damals (nicht in diesem Posting aber in vielen anderen) lautete: "In einem Papiergeldsystem kann es keine Deflation geben, denn Geld kann in beliebiger Menge kostenlos gedruckt werden". Interessanter als Deine eigene Aussage im Posting oben ist deshalb die Zusammenfassung von Pit, was du so allgemein zum Thema Infla/Defla gemeint hast.
Ich weiss, dass Du Pit genügend vertraust, dass er Dich korrekt zitiert bzw. Deine Meinung von damals korrekt widergegeben hat. Ansonsten hättest Du ihn ja nicht zu Deiner Hochzeit eingeladen :)
Sinneswandel?
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