Währungsreform: Weltuntergang oder Neuanfang?
1'158 Antworten344'532 AufrufeGestartet von Marcus Fabian ·
Warum sollen die reichen, dummen dann studieren dürfen, die armen, intelligenten aber nicht?Sinn und Zweck muss doch sein, dass die intelligenten gefördert werden und ihren Fähigkeiten entsprechend ausgebildet werden, oder?Stipendien, gute Bildung, rechnet sich natürlich nicht im aktuellen Jahresbudget. Wohl aber in 10, 20, 30 Jahren.kaum einer arbeitet heute doch noch im gleichen bezirk in dem er mal studiert hat. da zwickt es schon jedes jahr als kommune oder kanton milliönchen um milliönchen zu zahlen, wenn die gscheiten leute dann eh abwandern. ist wie mit dem lastenausgleich. in meinem landkreis liegt die arbeitslosenzahl bei unter 5 prozent. ich war kürzlich in thüringen.... die strassen, selbst nebenstrassen sind ein traum. da fehlt eigentlich nur noch der goldbelag am gehweg. die frage stellt sich also, warum wir einerseits erst tote gäule (straßen, zinseszins) frönen, aber bei elementaren dingen wie hallenbädern, kindergärten, schulen etc. mit ganz spitzen bleistiften ganz genau rechnen?
an dem kurzen beispiel erkennt man auch, dass wir diesmal keine inflation und schon gar keine hyperinflation bekommen werden. da das ganze einfach völlig substanzlos ist. die ganze pumperei fliesst am real market vorbei.Ich darf mal folgendes Zitat bringen:
“Hyperinflation has nothing to do with quantity, it has everything to do with quality of money”,Inflation hat im trivialen Sprachgebrauch etwas mit Teuerung zu tun. Die entsteht, wenn die Leute kaufen wie blöd (nachfrageinduziert) oder wenn das Angebot knapp wird (angebotsinduziert) oder wenn unsere Währung schwächelt und wir entsprechend mehr für Importe zahlen müssen (importierte Inflation).Es ist mM nach ein Fehler, anzunehmen, Hyperinflation sei dasselbe wie Inflation nur mit einem höheren Prozentsatz der Geldentwertung. Das mag zwar rein zahlenmässig stimmen aber die Auslöser sind ganz andere. Hyperinfla entsteht automatisch, wenn das Geld das Vertrauen verliert. Und das kann auch ohne höhere Löhne, steigende Nachfrage oder sinkendes Angebot passieren. Sogar über Nacht!
marcus, wenn die FED zweidrittel der neuemitierten Anleichen selbst kauft, durch eine girale buchung kannst du doch nicht annehmen dass wir overnight mal fürs bierle in new york statt 8 dollar dann 800 dollar zahlen müssen. ich war ja früher selbst verfechter der inflation und den ganzen zahlen. war es nicht "förster research" der als einer der ersten 200 bio. in den raum geworfen hatte? eben. nur was jetzt gemacht wird, ist was neues. noch krankeres, aber es fliesst einfach kein geld. da muss man ansetzen, sonst verrennt man sich. hättest du recht, müsste gold doch heute schon bei 28.000 dollar stehen, bei den ganzen summen über die wir reden.
finde das forum hier :spitze: :repsekt: ich lese zwar nur zwei drei thread, aber die leute sind hier gut drauf. klar gehen die meinungen auseinander, das ist doch auch gut so. :danke:
Ist diese Aussage ernst gemeint? Weist doch selber das die dummen erst gar nicht rein kommen :roll: Oder hast du jemals dumme im Gymnasium gesehen die dauernd 1er geschrieben haben? :lol:1er kandidaten haben einen erheblichen Vorteil, sie können extrem gut auswendig lernen. was das mit bildung zu tun haben soll kannste mir vll. mal erklären? dummheit hat nichts mit noten zu tun, und schon dreimal nicht mit schulnoten. oder ob man die das dass regel richtig anwendet. wer solche punkte ansetzt um menschen zu bewerten hat sie doch nicht alle im schrank.mir sind "Hauptschule 1978" am 600er Mercedes vom kleinen Handwerksmeister lieber, als "Abi 2011" auf einer Rostlaube. die Streber müssen erstmal was beweisen, ob sie fürs gemeinwohl was zu bieten haben. nicht umsonst hat man die harten Alkoholiker in den Eliten der Gesellschaft und nicht in den unteren.
wenn der Oberarzt Drogen nimmt und harten Alkohol, hat es was mit stress und burnout zu tun... :lol: wenn sich der Baggerfahrer abends zwei drei bier reinschraubt ist er alkoholiker. :lol: :D :ok:
durch eine girale buchung kannst du doch nicht annehmen dass wir overnight mal fürs bierle in new york statt 8 dollar dann 800 dollar zahlen müssen.Kommt drauf an, ob die Amis Bier selber herstellen oder importieren müssen. Ansonsten:
bei der ganzen diskussion fällt auf, dass man schulden von einfachen privatman und staaten vergleicht. hier liegt der grundfehler deren ausgang aller diskussionen sind."wer den rappen nicht ehrt, ist den rappen nicht wert"ja das stimmt. bei dir und bei mir in euro gesprochen gibt es den spruch auch.nur was passiert, wenn politikdarsteller sich gegen banken aufwiegen?dann gibt es tote, unglückliche unfälle, oder etwas milder gibt es vergewaltigungsvorwürfe....
Sparen: Wer den Rappen nicht ehrt, ist des Frankens nicht wert.Kleines Beispiel: Diese Grafik gilt zwar für Deutschland und nicht die Schweiz und es geht um Einnahmen nicht Ausgaben ... aber dennoch:

Die Aussage dieser Grafik ist, dass es dem Staat z.B. echt Kohle bringt, die MWST oder die Lohnsteuer zu erhöhen.
Natürlich könnte der Staat auch die Jagd- und Fischereisteuer oder die Schankerlaubnissteuer erhöhen. Aber das würde rein gar nichts bringen.
Im übertragenen Sinn: Warum sollten sich die Politiker darauf konzentrieren, die ohnehin niedrigen Millionenbeträge für Stipendien, oder Kindergarten-Unterhalt oder Kita-Beiträge zu kürzen, wenn andererseits dreistellige Milliardenbeträge für ESM, EFSF oder Target2 verpulvert werden?
Vor allem, wenn jedem Bürger klar ist, dass Kita-Beiträge dem Volk mehr bringen als ESM und Stipendien mehr als EFSF oder Bailout von West LB, HRE und Kopfschmerzbank.
Wäre es da nicht klüger, bei den unproduktiven grossen Brocken zu sparen, statt bei sinnvollen kleinen Brocken?

uptodate.... :D
Also, myst, jetzt mal gaaanz konkret:Du würdest bei Kindergärten, Schulen, Stipendien, Forschung ... und übrigem Kleinkram sparen und die grossen Ausgaben wie ESM, ESFS, Banken-Bailouts etc. weiterführen?
Na ja, ESM und ESFS hätte man sich durchaus sparen können. In dem Sinn, dass man diesen Misthaufen gar nicht erst zugestimmt hätte.Aber ich fasse zusammen, dass wir uns insofern einig sind, dass man erst mal mit dem Schaufelbagger die allergrössten Misthaufen wegräumt, bevor man sich mit der Mistgabel um die Scheisshaufen der Grosstiere kümmert und erst zum Schluss guckt man mit Lupe und Pinzette, was Mäuse und Ratten an Ausscheidungen hinterlassen haben. (Ich hoffe, die notwendigerweise verwendete Fäkalsprache ist ausnahmsweise akzeptabel).Wir sind uns aber auch einig, dass es viele staatliche Förderung in und auf Gebieten gibt, die uns weder jeder jetzt noch in Zukunft etwas bringen.
Wir sind uns aber auch einig, dass es viele staatliche Förderung in und auf Gebieten gibt, die uns weder jeder jetzt noch in Zukunft etwas bringen.Da bin ich aber nicht einig. :mrgreen: In dem Sinne, dass ja jeder ausgegebene Franken, Euro, Dollar etc., ins Sozialprodukt einfliesst in irgend einer Form.Somit stimmten doch viele Annahmen grundsätzlich nicht mehr, in Bezug auf das Wachstum, wenn der staatliche Geldhahn zugedreht wird.Aber alles, ist auf dieses hypothetische Wachstum angewiesen. Denn ohne dieses, kommt es zum Gau wegen der Schulden.Zum Sparen, da denk ich auch eher, ist es zu spät. Die Mentalität kann sich gar nicht so schnell umgewöhnen.
Tja und mit der Einführung der Mehrwertsteuer fing die ganze Sch..... an aus dem Ruder zu laufen. Es war ganz einfach zu einfach "notwendige" Mittel zu erhalten. Einfach wieder einmal das eine oder andere Prozentchen drauf und schon sah die Welt wieder freundlich aus. Dumm nur, dass das Przentchen schon bald nur noch dazu dienen musste, die Defizite rückwirkend zu decken. ....Aber was soll's, das Volch stimmte ja der Einführung der MwSt. zu und das Volch hat recht :banana:
uptodate.... :D
Der Zug ist abgefahren, willst du sparen oder weiter darauf rumreiten? :mrgreen:1. Der ESM Zug ist noch nicht abgefahren.2. Was soll ich mich um Hamster-Scheisse kümmern, wenn es hier einen Mega-Misthaufen gibt, den man sehr einfach vermeiden kann, indem man einfach von anfang an "Nein" sagt?
Zum Sparen, da denk ich auch eher, ist es zu spät. Die Mentalität kann sich gar nicht so schnell umgewöhnen.Richtig. Sehe ich auch so. Umso mehr habe ich ein Problem zu verstehen, warum einerseits problemlos - pardon: "alternativlos" - dreistellige Milliardenbeträge in Europäische Geldgräber getragen werden dürfen aber andererseits bei irgendwelchem finanziellen Kleinkram die Daumenschrauben angelegt werden sollen.
Nicht? Wie willst das rückgängig machen? Stehen die Politiker dann ganz doof da wenn sie erklären müssen warum das ein Fehler war :oops:Erstens kann dann Bundesverfassungsgericht den ESM Vertrag noch zu Fall bringen. Dann nämlich, wenn es erkennt, dass der Vertrag nicht Verfassungskonform ist. (Bzw. Grundgesetz-konform. Deutschland hat ja keine Verfassung). Kurz: Deutschland hat dem ESM noch nicht zugestimmt. Nur die Politiker - bis jetzt. Aber ratifiziert ist da noch gar nichts.Zweitens: Wen stört's, wenn die Polit-Pappnasen nackt dastehen? Schliesslich kostet der ESM den Deutschen Bürger €2500 pro Nase. Und das, ohne dass der ESM ihm irgend etwas bringt.
Naja, die meisten dieser "Prachtbauten" sind schon mehrere Jahrzehnte alt. Mir kommt da nur ein Beispiel in denn Sinn. Angeblich hat die Treppe im HCI Gebäude der ETH Zürich ca. 1Mio. gekostet. Sie soll die DNA Doppelhelix darstellen... Aber was sind schon 1Mio zu den gesamten Baukosten und eine Nutzungsdauer von mehreren Jahrzehnten...Ich kann Dir auch aktuelle Beispiele nennen. Zum Beispiel die RWI Bibliothek der Uni Zürich. Wurde 2005 fertiggestellt und kostete CHF 65 Mio., sieht aber toll aus.

Es geht mir jetzt nicht, gegen die RWI Bibliothek zu sein, welche ich während meines Studiums ebenfalls gerne benutzt habe, sondern mehr ums Prinzip. Wie Du schreibst, 1 Mio. mehr oder weniger, darauf kommt es nicht mehr drauf an. Das ist ja das Problem, denn es bleibt nicht nur bei dieser 1 Mio. es kommen weitere bei anderen Projekten dazu und am Schluss wundert man sich, dass der Staat sich verschuldet. Der Schuldenberg ist ja nicht durch einen grossen Posten gewachsen, sondern durch viele kleine Ausgaben. Viel Kleinvieh macht auch einen grossen Misthaufen.
Die Banken sind so was wie das Fundament einer Piramide, denk ich mal. (Erst recht in einer überschuldeten Welt) Wenn sie hopps gehen, kollabiert wohl das ganze Gebilde. Mindestens wird dies, das Argument sein, nach welchem gehandelt wird. Ich kann mir auch nicht vorstellen, was für Folgen dies hätte, würden grosse Banken bankrott gehen und der Staat würde nicht eingreifen. Im Fall von Spanien sagte ein Oekonom im TV, dass es viel billiger sei die Banken zu retten, als die Folgen wären, wenn die pleite machen.Das Absurde dabei ist, dass es sich ja um private Unternehmen handelt, deren Geschäft geradezu die freie Marktwirtschaft als Grundlage hat. Doch wird diese ausgehebelt, wenn Banken vom Staat gedeckt werden. Gerade auch angesichts der ganzen Boni-Exzesse in dieser Branche, zeigt sich hier ein Abgrund in der Mentalität. (welcher aber nicht auf die Banken beschränkt ist). :roll:Die Banken werden kaum fallen gelassen und die Banker wissen dies. :mrgreen:Zum Sparen, da denk ich auch eher, ist es zu spät. Die Mentalität kann sich gar nicht so schnell umgewöhnen.Richtig. Sehe ich auch so. Umso mehr habe ich ein Problem zu verstehen, warum einerseits problemlos - pardon: "alternativlos" - dreistellige Milliardenbeträge in Europäische Geldgräber getragen werden dürfen aber andererseits bei irgendwelchem finanziellen Kleinkram die Daumenschrauben angelegt werden sollen.
Ich traue denen jedenfalls keine objektives Urteil zu.Ich schon: Ich könnte mir z.B. gut vorstellen, dass das BVG moniert, dass es keine Austrittsmöglichkeit gibt und keine Einsprachemöglichkeit, wofür das geforderte Geld verwendet wird. Oder auch, dass es kein Limit für die Zahlungsverpflichtung für den ESM gibt ... etc.Das würde den ESM nicht bodigen aber man müsste nochmals über die Bücher und die Statuten/Verträge umschreiben.Kurz, der ESM-Vertrag könnte in seiner jetzigen Form als zu "undemokratisch" kritisiert werden.
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