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Währungsreform: Weltuntergang oder Neuanfang?

1'158 Antworten344'532 AufrufeGestartet von Marcus Fabian ·

#81
Einen Fernseher NP 2000.- der 10 Jahre auf dem Buckel hat, muss ich in der Schweiz wegwerfen, in Bolivien besitzt ernoch mindestens 25% seines Wertes.
Und in Indien?
:grimasse:
#82
Natürlich ist es nicht so, dass alle Bankguthaben, Staatsanleihen und alles Bargeld über Nacht 100:1 umgetauscht wird. Es wird einen Freibetrag pro Person geben, der 1:1 getauscht wird. Ähnlich wie bei der WR in Deutschland 1948.Es dürfte also eine Regelung geben im Sinn von: "Ein Betrag bis Fr. 5000.- pro Erwachsenem, 2500 pro Kind, wird 1:1 in NFR übernommen, alles was darüber hinaus ist, 100:1". Die Zahlen sind Phantasiezahlen. Ich halte es für Plausibel, dass der Freibetrag etwa bei 1-3 Monatslöhnen liegen dürfte. Bei Löhnen, bestehenden Vorausleistungen in der Wirtschaft etc. wird es ähnliche Regelungen geben. Das Wissen, wie so etwas über die Bühne gehen kann ist also grundsätzlich vorhanden, die Erfahrung auch. Das werden die Zentralbanker und Politiker also in den Griff kriegen.
Ich bin kein Experte für Währungsreformen. Da scheint MF wohl kompetenter darin zu sein. Aber müsste eine Währungsreform nicht komplett über Nacht erfolgen und völlig überraschend kommen? Wenn dies nicht der Fall wäre, so würde jeder von uns noch versuchen, sich noch möglichst hoch zu verschulden und das Geld in Sachwerte oder Gold zu investieren.@MF: Ich bin einfach etwas kritischer als Du, was eine Währungsreform betrifft. Dass die Nächste folgen wird, ist so sicher, wie das Amen in der Kirche. Wer weiss, vielleicht erleben wir noch eine Währungsreform, genau so, wie Du geschrieben hast.
#83
Aber müsste eine Währungsreform nicht komplett über Nacht erfolgen und völlig überraschend kommen? Wenn dies nicht der Fall wäre, so würde jeder von uns noch versuchen, sich noch möglichst hoch zu verschulden und das Geld in Sachwerte oder Gold zu investieren.
Eine Nacht reicht nicht. Es muss mindestens ein Wochenende sein. Wahrscheinlich würde man sich sogar ein langes Wochenende aussuchen (Ostern, Pfingsten, Auffahrt).So eine WR ist nämlich eine logistisch ausserordentlich anspruchsvolle Aktion, denn zwischen Freitag Abend und Montag morgen müssten sämtliche Bankfilialen und möglichst viele Bankomaten mit der neuen Währung ausgerüstet werden. Da würden die Panzerwagen der Security-Firmen nicht reichen. Man müsste auch auf Streifenwagen der Polizei und evtl. Militärfahrzeuge zurückgreifen, um all das Geld zu transportieren.Und auch dann dürfte es am Montag danach eine Bezugslimite von Bargeld geben.Das bedeutet auch, dass im Vorfeld das neue Geld unter höchster Geheimhaltung bereits gedruckt wird. Oder man druckt das neue Geld im Vorfeld hochoffiziell mit der Behauptung, es würden nur die alten Banknoten ersetzt. Alternativ dazu könnte man auch ganz auf Bargeld verzichten und ein rein elektronisches Geld ausgeben. Einige hoffen das, andere befürchten es.
#84
Eine Nacht reicht nicht. Es muss mindestens ein Wochenende sein. Wahrscheinlich würde man sich sogar ein langes Wochenende aussuchen (Ostern, Pfingsten, Auffahrt).So eine WR ist nämlich eine logistisch ausserordentlich anspruchsvolle Aktion, denn zwischen Freitag Abend und Montag morgen müssten sämtliche Bankfilialen und möglichst viele Bankomaten mit der neuen Währung ausgerüstet werden. Da würden die Panzerwagen der Security-Firmen nicht reichen. Man müsste auch auf Streifenwagen der Polizei und evtl. Militärfahrzeuge zurückgreifen, um all das Geld zu transportieren.Und auch dann dürfte es am Montag danach eine Bezugslimite von Bargeld geben.
Aber die Entscheidung müsste an einem Zeitpunkt fallen und das für alle möglichst überraschend. So wie es Günther Schabowski mit der Berliner Mauer gemacht hat. Er kam, gab an einer Pressekonferenz die falsche Antwort und schwupps war die Berliner Mauer Geschichte. :top: Die Logistik bzw. Umsetzung wird dann wohl etwas Zeit in Anspruch nehmen, das ist klar.
Das bedeutet auch, dass im Vorfeld das neue Geld unter höchster Geheimhaltung bereits gedruckt wird. Oder man druckt das neue Geld im Vorfeld hochoffiziell mit der Behauptung, es würden nur die alten Banknoten ersetzt. Alternativ dazu könnte man auch ganz auf Bargeld verzichten und ein rein elektronisches Geld ausgeben. Einige hoffen das, andere befürchten es.
Naja, ich denke, da hätten viele Bürger ein Problem, wenn das Geld nur noch rein elektronisch wäre. Wenn ich da nur an meine Grosseltern denke... :greespan: @MF nur noch eine allgemeine Frage, müsste die Währungsreform nur die Schweiz, den Euro-Raum (oder einzelne Länder daraus), die USA oder gleich die ganze Welt umfassen?
#85
Das bedeutet auch, dass im Vorfeld das neue Geld unter höchster Geheimhaltung bereits gedruckt wird.
Also wenn OF CH-Banknoten druckt, welche die Welt noch nie gesehen hat, werde ich Euch informiern.Und wenn die SNB Maschinen kauft mit denen man Banknoten herstellen kann, hört Ihr's auch von mir.Ihr könnte Euch auf mich als Insider verlassen. Codewort "Nota-Prost" :cheers: Nein im Ernst, ich kann mir nicht vorstellen, dass in der Schweiz bei der einzigen Notendruckerei unter höchster Geheimhaltung genügend Banknoten gedruckt werden können.
#86
Aber die Entscheidung müsste an einem Zeitpunkt fallen und das für alle möglichst überraschend. ... Die Logistik bzw. Umsetzung wird dann wohl etwas Zeit in Anspruch nehmen, das ist klar.
Um das im zeitlichen Ablauf klarzustellen:1. Der Entscheid für eine WR muss Monate vor der eigentlichen WR gefällt werden. Banknoten müssen ja gedruckt, Transportkapizitäten organisiert, Bankomat-Software an die neuen Noten angepasst werden etc.2. Die eigentliche Umsetzung muss geheim bleiben bis zum Stichtag.Beispiel: Kar-Donnerstag, 5. April, 17:05 Uhr, also nach Börsen- und Banken-Schluss die Ankündigung als Sondersendung über alle TV- und Radio-Kanäle, dass per Dienstag, 10. April die neue Währung gilt und - gemäss der Regeln ... bla bla ... Bargeld umgetauscht werden kann. Bankomaten sind absofort gesperrt bzw. werden umgerüstet und sind erst ab Montag morgen noch in Betrieb.Unklar ist, wie Migros und Coop am Samstag reagieren: Werden sie es zulassen, dass nun alle Konsumenten ihr gesamtes verfügbares altes Bargeld noch in Sachwerte tauschen?
@MF nur noch eine allgemeine Frage, müsste die Währungsreform nur die Schweiz, den Euro-Raum (oder einzelne Länder daraus), die USA oder gleich die ganze Welt umfassen?
Eigentlich wird eine WR nur pro Währungsraum durchgeführt. Mein Verdacht geht allerdings dahin, dass es eine globale WR geben wird. International konzertiert und alle am selben Tag.Ich könnte mir sogar vorstellen, dass es dann eine neue globale Währung gibt.Sollte es eine WR in einem einzelnen Land geben (z.B. zuerst in Europa) würden alle anderen WR sehr zeitnah aufeinander folgen.@Speki,Neue Währungen werden in der Regel genau aus diesem Grund immer im Ausland gedruckt ;)
#87
Um das im zeitlichen Ablauf klarzustellen:1. Der Entscheid für eine WR muss Monate vor der eigentlichen WR gefällt werden. Banknoten müssen ja gedruckt, Transportkapizitäten organisiert, Bankomat-Software an die neuen Noten angepasst werden etc.2. Die eigentliche Umsetzung muss geheim bleiben bis zum Stichtag.Beispiel: Kar-Donnerstag, 5. April, 17:05 Uhr, also nach Börsen- und Banken-Schluss die Ankündigung als Sondersendung über alle TV- und Radio-Kanäle, dass per Dienstag, 10. April die neue Währung gilt und - gemäss der Regeln ... bla bla ... Bargeld umgetauscht werden kann. Bankomaten sind absofort gesperrt bzw. werden umgerüstet und sind erst ab Montag morgen noch in Betrieb.Unklar ist, wie Migros und Coop am Samstag reagieren: Werden sie es zulassen, dass nun alle Konsumenten ihr gesamtes verfügbares altes Bargeld noch in Sachwerte tauschen?Eigentlich wird eine WR nur pro Währungsraum durchgeführt. Mein Verdacht geht allerdings dahin, dass es eine globale WR geben wird. International konzertiert und alle am selben Tag.Ich könnte mir sogar vorstellen, dass es dann eine neue globale Währung gibt.Sollte es eine WR in einem einzelnen Land geben (z.B. zuerst in Europa) würden alle anderen WR sehr zeitnah aufeinander folgen.
Wer sagt denn nicht, dass die SNB nicht schon längstens eine Reservewährung gedruckt hat? Bei der letzten Banknotenserie gab es schon eine Reserveserie. Vgl. dazu http://www.snb.ch/de/iabout/cash/histor ... ory_serie7 Eine interessante Frage wäre noch, was würde mit den Münzen passieren? Müssten diese auch neu geprägt werden? Eine globale Währung. Und wer übernimmt hier die Vorherrschaft? Die UNO, die USA, China oder vielleicht die EU? Ich vermute, dass wir auf unserem Planeten noch nicht bereit sind für eine globale Währung. Denn dafür denken viel zu viele Personen (mich eingeschlossen) zu nationalistisch.Ich weiss, Fragen über Fragen, aber wenn man diese Gedanken macht, dann hätten wir hier im Forum ja schon bald das Grundgerüst für eine erfolgreiche Währungsreform zusammen. :top: :cheers:
#88
Eine interessante Frage wäre noch, was würde mit den Münzen passieren? Müssten diese auch neu geprägt werden?
Wenn es in der neuen Währung überhaupt noch Münzen geben wird.
Eine globale Währung. Und wer übernimmt hier die Vorherrschaft?
Vermutlich der IWF. @buf, Privat: Könntest du Dir bitte noch einen Avatar zulegen? Ist irgendwie übersichtlicher. Man erkennt nach ein paar Tagen seine "Pappenheimer" schon am Bildchen ;)Das gilt auch für alle anderen, die noch keinen Avatar haben.
#89
Es gibt allerdings einige weiter Fragezeichen:- Also, Mo. neue Währungen (global). Und ab wann Börsenstart? Und wo zuerst? Asien, Europa, USA.... -Und wie stellen sich die Kurse/Währungen? In NUS$ bei gleichem Preis (also 1:1)?- Und wer kann noch kaufen, wenn das flüssige Geld nur noch 1/100 ist, der Aktienpreis aber 1:1 bleibt? Oder ist der dann -45% (Zinslast), also 1:45 zu kaufen? - Da also zuerst nur Verkäufer auf dem Markt (da kein Geld und keine Kredite?), Kurse im freien Fall, nach "Rette sich wer kann"?Bei lokaler WR kann ich mir das handling noch vorstellen, bei einer globalen einfach nicht.Oder ein Beispiel:ETF. Angenommen Gold-ETF (der nachgewiesen physisch hinterlegt ist....), verkaufen am ersten Börsenhandelstag zur neuen Währung? Zu welchem Preis? Oz-Preis 1:1 in NUS$ ? Und gibt es überhaupt einen Handel?Viele Fragen, keine Antworten? Und ich muss sagen, ich hoffe, dass ich ohne diese Erfahrung bleibe. :kopfwand:

#90
Geiler Thread. Die Fragen werden immer besser :repsekt: Gehen wir's mal durch:

- Also, Mo. neue Währungen (global). Und ab wann Börsenstart? Und wo zuerst? Asien, Europa, USA....
Börsenstart läuft überall wie immer. Halt in der neuen Währung. Meines Wissens wurde der DAX-Handel ja auch nicht ausgesetzt bei der Umstellung auf Euro.
-Und wie stellen sich die Kurse/Währungen? In NUS$ bei gleichem Preis (also 1:1)?
Da müssen wir unterscheiden:Kurse für Währung gibt's nicht mehr, wenn ein Globo$ eingeführt wird. Bzw. halt nur noch für alle Währungen, die beim Globo$ nicht mitmachen.Kurse für alles andere erfolgt zum gleichen Preis wie vor der Umstellung. Halt in Globo$.Aber ich sehe, was Du meinst: Bei einer globalen Umstellung mehrerer Währungen müsste man auch einen Umrechnungskurs von alter zu neuer Währung festlegen. Ich kann ja nicht sagen: "Der Preis von $5 ist neu Globo$ 5 und der Preis von 400 Yen ist neu Globo$ 400".Dennoch muss die Kaufkraft einer Aktie vor und nach WR gleich sein.Da wir den Wert des Globo$ nicht kennen, formuliere ich es mal via Gold:Eine Novartis Aktie kostet vor der Umstellung Fr. 50.-, was 1gr Gold entspricht. Nach der WR muss der Novartis-Kurs also in Globo$ wieder den Preis von 1gr Gold haben bzw. zur Börseneröffnung so gestellt sein.
- Und wer kann noch kaufen, wenn das flüssige Geld nur noch 1/100 ist, der Aktienpreis aber 1:1 bleibt? Oder ist der dann -45% (Zinslast), also 1:45 zu kaufen?
Guter Punkt! Da die ganze Pumpenkohle vernichtet ist, wird der Aktienhandel - wenn überhaupt - nur sehr zögerlich anlaufen. Wie Du sagst hat ja kaum einer Geld. Zumindest die ganze Derivate-Zockerei dürfte zum Erliegen kommen. CDS wären ohnehin tot. Das betrachte ich bis hierhin nicht einmal als Nachteil ;)Der Markt wäre dann beschränkt auf realen Handel. Sprich: Verkaufe Novartis gegen Nestlé. Oder verkaufe Novartis gegen Globo$ und kaufe mir dafür xyz.
- Da also zuerst nur Verkäufer auf dem Markt (da kein Geld und keine Kredite?), Kurse im freien Fall, nach "Rette sich wer kann"?
Yep, genau damit rechne ich. Kauf und Verkauf nur gegen das neue Geld. Kauf auf Kredit wird ohnehin die nächsten Jahre nicht möglich sein. Aber ich muss zuerst noch ein bisschen ausholen:Wir wissen aus der Erfahrung mir früheren Währungsreformen, dass die neue Währung immer gedeckt sein muss. Und sei es auch nur während einer Übergangszeit.So hat z.B. Argentinien den Peso an den Dollar gekoppelt, einige ex-Warschauer-Pakt Staaten ihre neue Währung an DM/Euro, Simbabwe an Gold etc.Wenn nun auch die Leitwährungen, an die normalerweise kleine Länder sich koppeln, eine Währungsreform hinlegen, bleibt als Deckung nur noch Gold.Das bedeutet also, dass ein Globo$ an Gold gekoppelt sein wird. Ob zu 100%, 10% oder (was am vernünftigsten wäre: ) 40% wissen wir nicht. Der Goldstandard wäre schon deshalb nötig, um möglichst schnell das Vertrauen in den Globo$ zu erreichen. Ich behaupte nicht, dass ein neuer Goldstandard sinnvoll ist. Aber ich behaupte, dass zumindest in der Anfangsphase kein Weg an einer Golddeckung vorbei führt bis etwas besseres gefunden wird.Von da an gibt es zwei Möglichkeiten:1. Der Globo gewinnt sofort Vertrauen, weil er gedeckt ist und ist heiss begehrt. Aktien werden - wie Du beschreibst - rausgehauen, weil die begehrten Globo$ rar sind und das neue Geld dringendst nachgefragt wird. 2. Der Globo$ hat noch kein Vertrauen. Also wird jeder, der Aktien besitzt die auch behalten und sie nicht gegen das neue Papier tauschen. Der Markt stagniert bis das neue Geld etabliert ist und Fall 1 eintritt.Konsequenz: Jene "Spinner", die seit 200x von ihren Mitmenschen belächelt in gelbes Spackenmetall investiert haben, werden nur kalt lächelnd (Rache kann ja soooo süss sein), Aktien zu Billigstpreisen gegen Gold kaufen.
ETF. Angenommen Gold-ETF (der nachgewiesen physisch hinterlegt ist....), verkaufen am ersten Börsenhandelstag zur neuen Währung? Zu welchem Preis? Oz-Preis 1:1 in NUS$ ? Und gibt es überhaupt einen Handel?
Bei ETF's dürfte es keinen Handel mehr geben. Weltweit haben Gold-ETF's einen Deckungsgrad von 1%. (= jede physisch vorhandene Unze wird 100 mal verkauft).Das bedeutet, dass auch seriöse ETF's erst mal werden nachweisen müssen, dass sie auch tatsächlich 100% physisches Gold haben.Aber das spielt dann auch keine Rolle mehr: Wer sein Gold verkaufen will muss den ETF auflösen, physisches Gold rausziehen und kann dann damit Globo$ eintauschen und handeln.Wenn man - wie ich - davon ausgeht, dass der Globo$ durch Gold gedeckt ist, ist der Goldhandel das geringste Problem. Schliesslich gibt es ja einen Fixen Preis des Globo$ in Gold.Es macht dann auch keinen Sinn mehr, Gold zu horten. Es hat seinen Zweck erfüllt. Evtl. wird es sogar soweit kommen, dass die Staaten die Goldbesitzer unmissverständlich auffordern, ihr Gold abzugeben (aka. Goldverbot). Dem werden jene auch noch so gerne nachkommen und ihr Gold in Aktien tauschen.
Und ich muss sagen, ich hoffe, dass ich ohne diese Erfahrung bleibe. :kopfwand:
Wetten, Du wirst diese Erfahrung machen? Ob sie schlussendlich positiv oder negativ für Dich verläuft, ist davon abhängig, wie Du am Tag x-1 positioniert bist.
#91
http://www.godmode-trader.de/service/downloadsSonderpublikation Währungsreform und neue Geldsysteme KW 7/2012
Au Mann! 48 Seiten :shock: Ich werd mich mal durchkämpfen und dann evtl. hier was dazu schreiben.Danke für den Link
#92
Geiler Thread. Die Fragen werden immer besser :repsekt: Gehen wir's mal durch:.........ff
Super Antworten. Ich meine auch, dass die WR, egal wie sie ablaufen wird, genau diese Effekte haben wird. - Goldstandard, damit das System nicht zusammenbricht, resp. langsam und kontrollierbar wieder zum laufen kommt (Vertrauen aufbauen).- Privater Goldhandel wird eingeschränkt. Evtl. nur Verkauf an den Staat möglich, wobei der Preis allerdings trotzdem hoch sein wird, da der Goldstandard dies automatisch ergeben wird (vorhandenes Gold im Verhältnis zum Weltvermögen!) Ein "Rückkauf" zu einem tiefen Phantasiepreis dürfte nicht funktionieren, da sonst das Gold einfach nicht auftaucht......zudem noch weitere Gründe dagegen sprechen (rechtliche, Fonds-Interessen usw.) - Aktienbesitzer werden (sofern sie noch andere Reserven haben) die Aktien behalten bis das System wieder eine vernünftige Preisstellung zulässt.ETF wäre eben eine gute Alternative zum schnellen Handel von Gold. Kurz vor der Reform kaufen, sofort nach der Reform verkaufen. Einfacher, als wenn ich zuerst die Goldbarren ausgraben muss, damit quer durch halb Europa fahren muss um sie da zu verkaufen, wo es überhaupt möglich ist (nur Beispiel).Und betreffend WR erleben. Du weisst ja nicht WIE alt ich schon bin....... :greespan:
#93
@CrashGuru:So "fit" wie du hier schreibst, wirst du diese paar Monate wohl noch durchhalten. :cheers:

#94
@CrashGuru:So "fit" wie du hier schreibst, wirst du diese paar Monate wohl noch durchhalten. :cheers:
Na ja, so schnell geht es noch nicht. Zuerst wird noch Portugal und Spanien abgewickelt......... Ich rechne nicht mit der WR im 2012, auch wenn der Maya-Kalender das wohl vorausgesehen hat. Da wurden die Zeichen nicht erkannt, wenn man genau hinsieht merkt man, dass nirgends mehr das $ Zeichen auftaucht :mrgreen:
#95
Na ja, so schnell geht es noch nicht.
Das wissen wir nicht. Wir wissen nur, dass wir an einem Lawinen-gefährdeten Hang stehen, dass die Schneelast schon über der Grenze ist und dass es schneit.Aber wir können nicht voraussagen, welche Schneeflocke die Lawine schlussendlich auslösen wird und wann genau.
#96
Für den Bürger entscheidend ist, dass auf diesen 200 Mrd. Zinsen bezahlt werden, die das Volk erarbeiten muss. Nimmt man die Gesamtverschuldung der Schweiz (also nicht nur Staat sondern auch Firmen, Private) liegt die Schuldenlast bei 1500 Mrd.Selbst bei sehr niedrigem Zins von 1% bedeutet das 15 Mrd. an Zinsen, die pro Jahr zu erwirtschaften sind. Oder 2 Mrd. bei den reinen Staatsschulden.Diese Zinsen fallen nach einer WR weg.
Die Verschuldung von CHF 1'500 Mrd. muss ja nicht schädlich sein. Der grösste Teil dieser Schulden sind in Form von Hypothekarschulden geschuldet. Entsprechend ist der Gegenwert auch in den Immobilien vorhanden. Unternehmen nehmen Kredit auf, um eine Geschäftsidee umzusetzen. Ohne Hypotheken und Kredite würde unser Land komplett anders aussehen und es würde uns nicht so gut gehen. Wir wären vermutlich immer noch ein armes Agrarland. Kredite gegen Zinsen sind im Grunde genommen nichts schädliches, auch wenn dadurch CHF 15 Mrd. (bei 1% Durchschnittszins) oder CHF 30 Mrd. (bei 2% Durchschnittszins) erst einmal erwirtschaftet werden müssen. Bei einem Bruttoinlandprodukt von ca. CHF 600 Mrd. entspricht das gerade einmal einen Anteil von 2.5% (1%) bzw. 5% (2%) am BIP. Im Grunde genommen müssen wir das gesamte BIP zusammen erst einmal erwirtschaften. Wie ich schon geschrieben habe, sollte man die Kredite zwischen Investitions- und Konsumkredite unterscheiden. Während Investitionskredite nichts schlechtes sind, ist der Bereich Konsumkredit meiner Meinung nach das Problem. Während Investitionskredite im Normalfall in Projekte investiert werden, die in der Folge einen Cash Flow generieren, um die Zinszahlungen zu generieren, generieren Konsumkredite keine Cash Flows. Die Zinskosten dafür müssen irgendwoher erwirtschaftet werden. Wenn man nur noch mit neuen Schulden die alten Zinsen bezahlen kann, dann wird wohl irgendwann hier eine Blase platzen. Haben nicht genau diese Privatkredite dazu geführt, dass die Finanzkrise in den USA platzte? Natürlich, die Immobilienpreise sind gestiegen und die Eigentümer wurden dazu angehalten, ihre Hypotheken zu erhöhen, um damit z. Bsp. gleich den neusten Flachbildfernseher zu kaufen oder um die bisherigen Zinsen zu bezahlen.
#97
Die Verschuldung von CHF 1'500 Mrd. muss ja nicht schädlich sein. Der grösste Teil dieser Schulden sind in Form von Hypothekarschulden geschuldet.
Ist das eine Vermutung von Dir (= das meiste sind Hypotheken) oder hast Du dafür einen Link?Ich frage deshalb, weil ich vergeblich versucht habe herauszufinden, wie genau die 300% GDP (das wären bei 600 mrd GDP ja 1.8 Billionen) verteilt sind.
Wir wären vermutlich immer noch ein armes Agrarland. Kredite gegen Zinsen sind im Grunde genommen nichts schädliches, auch wenn dadurch CHF 15 Mrd. (bei 1% Durchschnittszins) oder CHF 30 Mrd. (bei 2% Durchschnittszins) erst einmal erwirtschaftet werden müssen. Bei einem Bruttoinlandprodukt von ca. CHF 600 Mrd. entspricht das gerade einmal einen Anteil von 2.5% (1%) bzw. 5% (2%) am BIP.
Aufgepasst! 1% Zins sind nur auf den 200 Mrd. Staatsschulden. Hypotheken, Firmen-Oblis etc. haben einen höheren Zinssatz. Deshalb eben auch meine Frage nach der Verteilung der Schuld. Somit liesse sich die jährliche Zinslast besser abschätzen.
Wie ich schon geschrieben habe, sollte man die Kredite zwischen Investitions- und Konsumkredite unterscheiden.
Durchaus einverstanden. Selbst wenn wir in der Schweiz nicht über die Stränge geschlagen haben (Banken mal ausgenommen) wird uns dennoch unser Finanzsystem um die Ohren fliegen, wenn es die USA oder Europa "lüpft".Der Trost: Wir haben immer noch verhältnismässig viel Gold für die Zeit nach der WR. Somit sind wir für die Zukunft sehr gut aufgestellt.Oder konkret: Angenommen, wir wollten unsere aktuellen Währungen reformieren und in einen zu 40% mit Gold gedeckten Globo$ umwandeln.Dann müsste der Dollar um 92.26% abwerten. (Auf einen Goldpreis von $55'282/oz in heutigen Dollars)Der Franken müsste nur um 83.09% abwerten. (auf einen Goldpreis von Fr. 23'451/oz in heutigen Franken).
#98
Die Verschuldung von CHF 1'500 Mrd. muss ja nicht schädlich sein. Der grösste Teil dieser Schulden sind in Form von Hypothekarschulden geschuldet.
Ist das eine Vermutung von Dir (= das meiste sind Hypotheken) oder hast Du dafür einen Link?Ich frage deshalb, weil ich vergeblich versucht habe herauszufinden, wie genau die 300% GDP (das wären bei 600 mrd GDP ja 1.8 Billionen) verteilt sind.
Ja, hast Du recht, ist eine Vermutung von mir. Ich habe auch versucht, die Zahl herauszufinden, doch leider nicht heraus gefunden, wie gross der Anteil der Hypotheken ist.
#99
Der Trost: Wir haben immer noch verhältnismässig viel Gold für die Zeit nach der WR. Somit sind wir für die Zukunft sehr gut aufgestellt.

Oder konkret: Angenommen, wir wollten unsere aktuellen Währungen reformieren und in einen zu 40% mit Gold gedeckten Globo$ umwandeln.

Dann müsste der Dollar um 92.26% abwerten. (Auf einen Goldpreis von $55'282/oz in heutigen Dollars)

Der Franken müsste nur um 83.09% abwerten. (auf einen Goldpreis von Fr. 23'451/oz in heutigen Franken).
Womit ich wieder einmal darauf hinweisen kann, dass ICH nicht weiss, WO "unser" Gold liegt. Wo meins liegt weiss ich allerdings...... ;)

Die Vorstellung der 92.26% zu 83.09% Abwertung gefällt mir. Wie sieht es mit dem Euro aus? Und nach einer Hyperinfla von sagen wir mal 1000%......

Aber vielleicht wird ja alles anders. Denn : https://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:we ... 69578.html Das Spiel startet für einige scheinbar schon wieder. :kopfwand:

#100
Mal eine etwas andere Meinung zum Gold von einem allseits anerkanntem Profi.Berkshire Hathaway Hauptversammlung 2011Aktionärsfrage : Warum investiert Buffett bzw. Berkshire Hathaway nicht in Rohstoffe oder Gold ?Werden Rohstoffe wie z.B. Gold nicht massiv steigen wenn Bernanke und die FED weiter Geld drucken ?Antwort Buffett : Als Sie Berkshire gründeten war eine BRK Aktie 75% des damaligen Goldpreises wert, Gold bei 20 US$ je Unze und BRK bei 15 US$ je Aktie. Auch wenn Gold jetzt bei 1.500 US$ je Unze steht hat Berkshire weit mehr Rendite erzielt. Die Aktie steht jetzt bei 125.000 US$.Man darf nicht vergessen, daß jedes Jahr zusätzlich Gold gefördert wird. Dieses Jahr werden 100 Milliarden an neuem Gold absorbiert. Die Wahrheit ist, daß Gold keine wirkliche Funktion und Nutzen hat. Es wird aus einem Loch in Südafrika gefördert und dann schickt man es nach New York wo es wieder in einem Loch verschwindet. Mars Bewohner würden dieses Verhalten sehr komisch finden. Alles Gold der Welt hat einen Wert von 8.000 Milliarden US$. Es gibt grob 1 Milliarde Hektar an Farmland in den USA, dieses Farmland ist ca. 2.000 Milliarden US$ wert. Und wenn jetzt 10x eine Exxon Mobile gekauft wird (das grösste Unternehmen der Welt nach Umsatz&Gewinn) dann kommt man auf 4.000 Milliarden US$. Jetzt kann man alles Gold der Welt kaufen oder man kauft das gesamte Farmland der USA, 10x die Exxon Mobile und hat noch über 1.000 Milliarden US$ an Wechselgeld mit denen man herumspazieren kann. (es ist völlig klar wofür sich Warren Buffett entscheiden würde! Ebenso ist völlig klar was Warren Buffett empfiehlt. Er empfiehlt definitiv nicht Gold als Investment).Charlie Munger zu Gold : und man bräuchte noch eine Armee um auf das Gold aufzupassen.

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