Währungsreform: Weltuntergang oder Neuanfang?
1'158 Antworten344'532 AufrufeGestartet von Marcus Fabian ·
Bis zum Ersten Weltkrieg hatten die Bürger (ja sogar die Oekonomen) auch absolut keine Ahnunung von Konjunktur und Geldpolitik.Vielleicht wird man das in Zukunft, auch von der heutigen Zeit sagen. Die Bedingungen ändern sich ja ständig. Damit werden auch viele Denkansätze und Theorien, hinfällig oder erweisen sich als falsch. Das Wirtschafts und Geldsystem ist denn auch ein ständiges Flickwerk.
Viele Eingriffe und Änderungen wurden nicht freiwillig vorgenommen. (Wahrscheinlich alle)
Der Begriff von Wachstum, hat sich auch verändert.
In anderen Zeiten versuchten z.B. Nationen zu wachsen durch Kriege oder Kolonisierungen.
Heute glaubt ein grosser Teil der Welt, Wachstum sei ein materielles Projekt.
[COLOR= #BF0000]Behauptungen:[/COLOR]
Wachstum ist immer ein geistiges Projekt. Der Materialismus ist nur ein Phase.
Er wird abgelöst werden, wenn er seine Grenze schon lange überschritten hat.
@melchior: was eigentlich auch nicht gerader für die Wiedereinführung eines "alten" Systems wie den Goldstandard spricht. We'll see.
@melchior: was eigentlich auch nicht gerader für die Wiedereinführung eines "alten" Systems wie den Goldstandard spricht. We'll see.In dem Punkt bin ich von MF's Darlegungen, die er schon seit geraumer Zeit im CF und auch hier, geschrieben hat, beeinflusst. Denn ich sehe im Falle eines Kollapses des Schuldensystems, auch keine Alternative zu einem gedeckten Geldsystem.Geld im ungedeckten Zustand ist nur ein Wert, solange es das Vertrauen der grossen Mehrheit hat.Nach einem Versagen des Systems, wäre dieses Vertrauen auf längere Zeit zerstört.Zudem liesse sich die Geldmenge nicht mehr beliebig ausweiten. Was meiner Meinung nach unbedingt angesagt ist. Denn das zügellose Wachstum, welches mehr der Gier dient, als der Gesellschaft, wird zur Belastung für die Zukunft.
Das der Goldstandard nicht optimal wäre heisst nicht, dass er nicht eingeführt wird. Wir haben schon oft etwas eingeführt, was nicht optimal ist ;) Ich behaupte lediglich, dass ein Goldstandard wie wir ihn kennen auf die Dauer nicht mehr funktionieren würde. Vielleicht nicht einmal kurzfristig. Man bedenke nur den enormen Goldverlust der heutigen Defizitländer (USA, Italien, Spanien etc.) Irgendwann geht denen ja das Gold aus :) Also müssten Sie die Zinsen erhöhen um die Kapitalflüsse umzukehren. Falls das überhaupt funktioniert, würde das die eigente Wirtschaft abwürgen. Ich sehe viele Probleme...
Ich betone: in der heutigen Zeit, mit dem heutigen System. Selbstverständlich es nich mit allen Währungssystemen essenziell, aber in Fiat-money ist es eben essenziell.Stimmt. Aber jetzt drehen wir uns im Kreis: Es geht ja genau darum, das heutige Fiat-Money System durch ein besseres zu ersetzen, weil wir mit mathematischer Sicherheit wissen, dass ein Fiat-Money-System ein einprogrammiertes Verfalldatum hat und es irgendwann zum Kollaps kommt.
Bis zum Ersten Weltkrieg hatten die Bürger (ja sogar die Oekonomen) auch absolut keine Ahnunung von Konjunktur und Geldpolitik. Sobald eine Rezession und erhöhte Arbeitslosigkeit eintraf gab es keinen politischen Druck auf die Zentralbank, es existierten schlicht keine Oekonomischen Modelle mit einem Beweis, dass die Zentralbank etwas tun könnte.Bis zum ersten Weltkrieg gab es noch gar keine Zentralbanken. Da haben die Staaten noch ihr Geld selbst ausgegeben ;) Des weiteren zweifle ich an der Beweiskraft der Oekonomischen Modelle. Ob die ultimo ratio funktionieren, wird sich erst noch erweisen müssen. Der erste Teil der Finanzkrise 2008 hat da - zumindest bei mir - gewisse Zweifel aufkommen lassen.
Zentralbanken haben nur ein einziges Werkzeug: Sie können Geld drucken bzw. über die Höhe des Leitzinses die Nachfrage nach Geld zu einem gewissen Grad steuern.
Die Amis haben ein schönes Sprichwort: "If your only tool is a hammer, every problem looks like a nail".
Die Wirtschaft ist auf dem Weg in eine Rezession? Die Zentralbanken drucken Geld. Die Arbeitslosigkeit steigt? Die Zentralbanken drucken Geld. Es gibt zu viele Teenager-Schwangerschaften? Die Zentralbanken drucken Geld. Aliens überfallen die Erde? Die Zentralbanken drucken Geld.
Und jetzt ist die Welt in einer Schuldenkrise. Und was tun die Zentralbanken? Richtig geraten. Sie drucken Geld.
Dagegen wäre ja eigentlich gar nichts zu sagen, wären da nicht Zinsen, die mit realer Leistung erarbeitet werden müssen und die der Wirtschaft und dem Konsum dann naturgemäss fehlen.
So und jetzt kommt der Punkt, wiso der Goldstandart lange funktioniert hatte, heute aber nicht mehr funktionieren würde (in der Form von Damals):Ein Handelsbilanzdefizit unter Goldstandard bedeutet, dass Gold abfliesst und somit die Geldmenge abnimmt. Also Deflation. Dadurch sinken die Preise im Inland, ausländische Importe werden hingegen teurer. Somit ist das Land wieder konkurrenzfähiger und wird in den nächsten 1-3 Jahren in der Lage sein, sein Handelsbilanzdefizit wieder auszugleichen.
Weil die Investoren davon ausgigen, dass die Zentralbanken die Regeln des Goldstandads eisern einhalten konnten, gab es zumindetst in den Industrieländern mehr Spielraum für die Geldpolitik. Wenn nämlich ein Staat wegen eines Handelsbilanzdefizits einen Goldabfluss erlitt,strömte Kapital in das betreffende Land, weil die Anleger davon ausgingen, dass die Zentralbank bald die Zinsen anheben würde um den Goldfluss umzukehren. Es gab kein plötzliches Misstrauen, das ein moderates Handelsbilanzdefizit in eine Währungskrise verwandelte!
In normalen Worten formuliert bedeutet das nichts anderes als: Wenn Du mehr ausgegeben hast als Du eingenommen hast, musst Du daraufhin den Gürtel enger schnallen und entsprechend so lange weniger ausgeben als Du einnimmst, bis die Schulden bezahlt sind.
Im Fiat-Money-System gilt das im Prinzip auch. Nur dass Du den Zeitpunkt des Schuldenzahlens hinausschieben kannst, weil Du immer wieder Kredit bekommst. Aber das löst das Problem nicht. Im Gegenteil, es verschlimmert das Problem, weil die Schulden immer weiter wachsen. Wenn dann in Zukunft der Moment des Zurückzahlens kommt, ist der Katzenjammen entsprechend weitaus grösser. Es sei denn, Du machst Konkurs und entreicherst damit Deine Gläubiger.
Mit dem ersten Weltkrieg (bzw. nachher) kamen Oekonomische Modelle, die Leute begannen sich für die Witschafts zu interessieren und die Folgen von Geldpolitischen Massnahmen zu verstehen. Damit wurden dem Goldstandart die Grundlagen entzogen.Das Problem mit dem ersten Weltkrieg lässt sich am besten am Beispiel Grossbritanniens erklären:Die Briten hatten das Pfund an Gold gekoppelt. Wie alle anderen auch. Der WK1 kostete soviel Geld, wie die Briten überhaupt an Gold besassen. Theoretisch hätten die Briten nun ihr gesamtes Gold abgeben müssen, um die Kriegskosten zu bezahlen. Damit wäre GB goldlos und somit pleite gewesen.
Spekulanten haben das natürlich gemerkt und das Vertrauen in das Pfund verloren. Sprich: Sie haben ihre Pfund gegen Gold eingetauscht und dieses ins Ausland in Sicherheit gebracht. Um das Vertrauen ins Pfund wiederherzustellen hat die Regierung einerseits die physische Auslieferung von Gold gegen Pfund ausgesetzt, zugleich aber am Vorkriegs-Wechselkurs Pfund/Gold festgehalten und somit eine enorme Depression inklusive hoher Arbeitslosigkeit ausgelöst.
Somit wird heute der Goldstandard an der britischen Depression nach WK1 verantwortlich gemacht.
Aber das ist zu kurz gegriffen, denn:
1. Hätte der Goldstandard den Krieg gar nicht zugelassen. Man kann sich nichts kaufen, wofür man nicht bezahlen kann. Aber ok, GB musste den Krieg führen, das standen die Kriegskosten wohl nicht zur Debatte.
2. GB hätte nach dem Krieg das Pfund um 50% gegen Gold abwerten müssen. Ähnlich wie ja 20 Jahre später FDR die Depression 1930ff in den USA bekämpft und beendet hat.
Kriege sind immer hochgradig inflationär. Das liegt daran, dass sie viel kosten und nichts einbringen. Sie verschlingen und zerstören Ressourcen. Das ist in einem Fiat-System aber auch nicht anders oder besser. Der Unterschied ist lediglich, dass die Währung wegen der Inflation langfristig absinkt und nicht von einem Tag auf den anderen durch eine gezielte Aktion des Staates.
Aber auch daran ist nichts aussergewöhnliches: Wenn Du Dein neues Auto verschrottest, nicht versichert bist und nicht genügend Reserven auf dem Konto hast, musst Du auch ein paar Jahre finanziell "unten durch", weil Du ja ein neues Auto brauchst und auf dem alten vielleicht noch Leasing zahlen musst.
Das Basismodell und die Hauptargumente der existenzüberzeugten der Geldschöpfung durch Banken basiert oftmals auf dem Schema Bankeinlage und des X-fachen weiterverleihen über Kredit mit paralleler Reservenbildung.Das ist auch alles richtig, hat aber nichts mit der Geldschöpfung zu tun, die ich meine:Ich habe in einem der vorangegangenen Postings von zwei Geldkreisen gesprochen: Einem realen und einem virtuellen.
Im realen Geldkreislauf funktioniert es genau so wie Du beschreibst: Geld fliesst aber an der Geldmenge ändert sich nichts. Wir könnten uns 100 mal einen Apfel für jeweils Fr. 1000 gegenseitig verkaufen und dabei einen Umsatz von Fr. 100'000 generieren. An der Geldmenge ändert sich dabei nichts.
Was ich mit der Geldschöpfung im virtuellen Kreislauf meine ist folgendes. Beispiel:
Du willst ein Haus bauen und brauchst 450k Hypothek. Die Bank ist einverstanden. Nun gibt es zwei Möglichkeiten:
Im Vollgeld System: 100 Sparer haben jeweils 5000 angespart und auf einem Bankkonto. Das ist eine halbe Million. Die Bank behält 10% Reserve und kann Dir somit 450k an Kredit geben. Das ist das Bankensystem, wie es uns in der Schule erklärt wird. An der Geldmenge hat sich hier nichts geändert.
Geldschöpfung im virtuellen System: Die Bank hat keine halbe Million. Kein Problem: Sie geht zur Zentralbank und nimmt dort 450k als Kredit auf. Als Sicherheit hinterlegt sie Deinen Vertrag über 500k. Die ZB bucht 450k auf das Konto der Bank und diese wiederum bucht das Geld auf Dein Konto.
Somit sind rein durch den Buchungssatz der Bank (Forderung an Verbindlichkeit) 450k neuen Geldes entstanden, das es zuvor nicht gab.
Schlussfolgerung: Einzig der Staat als "Non-Profit-Organisation" hat die Voraussetzung und wird das Vertrauen gewinnen, welche Voraussetzung zur Einführung und Kontrolle eines längerfristig funktionierenden System hat.Ob er das Vertrauen gewinnen wird, ist eine Behauptung. Es liegt an Dir, ob Du dem Staat oder der Migros mehr vertraust ;)Aber einverstanden, in der Realität dürftest Du recht haben. Wir sehen ja an der fehlenden Akzeptanz des WIR, dass es ein nicht-staatliches Geld nicht sehr leicht hat.Allerdings hat der WIR das Problem, dass er offiziell 1:1 an den Franken gekoppelt ist, was eigentlich sinnlos ist. Schliesslich ist er weniger sicher als der staatliche Franken. Warum also sollte ich WIR statt Franken wollen? Inoffiziell gibt es übrigens auch einen Schwarzmarkt, bei dem der WIR zu 70-89 Rappen gehandelt wird.Notabene wäre ein staatliches Gelddruckmonopol besser als eine Zentralbank. Warum soll z.B. der Staat USA Geld für 3% bei einer Privatbank wie der Fed leihen? Er könnte das Geld auch selbst drucken (wie in der Verfassung vorgesehen) und entsprechend die 3% Zinsen einsparen. Das schlagendste Argument für eine Zentralbank besteht darin, dass sie vom Staat unabhängig sein muss. Einverstanden. Aber auch das könnte man mit einer Monetativen unabhängigen staatlichen Organisation lösen.Wie gesagt: Ich will nicht in Abrede stellen, dass staatliches Geld die Nummer 1 sein würde. Aber das soll der Markt entscheiden.Im alten Ägypten gab es als Umlaufgeld das sogenannte Korngiro. Eine an Weizen gebundene Währung, die ähnlich wie der Weizen pro Jahr 10% an Wert verlor. Korngiro war die gängige Währung für den täglichen Bedarf. Schliesslich macht es keinen Sinn, ein Geld zu behalten, das ständig an Wert verliert. Wer sparen wollte, hat Gold oder Silber gekauft.Somit gab es zwei parallele Währungen: Eine für den täglichen Bedarf und eine als Wertaufbewahrungsmittel. Das hat 1500 Jahre lang super geklappt. Bis die Römer Ägypten eroberten und dort ihr römisches Geldsystem implementierten.
@melchior: was eigentlich auch nicht gerader für die Wiedereinführung eines "alten" Systems wie den Goldstandard spricht. We'll see.Das einzige, was für die (vorübergehende) Wiedereinführung des Goldstandards spricht ist die simple Denke der Menschen: "Gelddrucken ist böse, Gelddrucken gehört verboten, wir brauchen ein bewährtes System, das Gelddrucken nicht zulässt."Ich versuche mich da in die Stimmung einer Krise hineinzuversetzen, wenn das Vertrauen in den Franken weg ist, Benzin jeden Tag 10% teurer wird, keiner mehr Franken haben will und den Menschen auf einmal die ganze als sicher angenommene Grundlage unter den Füssen weggezogen wurde.
Bis zum ersten Weltkrieg gab es noch gar keine Zentralbanken. Da haben die Staaten noch ihr Geld selbst ausgegeben ;)Die SNB wurde 1906 gegründet, die FED zB. 1913.Aber einverstanden, viele existierten nicht. Aber ob der Druck auf die Zentralbank zunimmt oder auf den Staat (oder auf wer auch immer der das Geldmonopol hat) tut nichts zur Sache.
Ein Handelsbilanzdefizit unter Goldstandard bedeutet, dass Gold abfliesst und somit die Geldmenge abnimmt. Also Deflation. Dadurch sinken die Preise im Inland, ausländische Importe werden hingegen teurer. Somit ist das Land wieder konkurrenzfähiger und wird in den nächsten 1-3 Jahren in der Lage sein, sein Handelsbilanzdefizit wieder auszugleichen.Das sehe ich nicht so. Gerade so gut könnte es sein, dass Investoren davon abgehalten werden in ein Land mit Haushaltsdefizit zu investieren, was zu einem Stillstand von Bildung und Forschung führt. Andere Länder produzieren dank besserer Technik billiger oder in besserer Qualität. Das Land wird früher oder später wieder ein Agrarstaat und bildet sich zurück anstatt vorwärts.
Ausserdem ist das ganze Finanzsystem sehr fragil, Kapitalausflüsse, Bankruns etc. haben einfach zu grosse Auswirkungen. Tut mir leid, ich sehe keine Zukunft im Goldstandard.
In normalen Worten formuliert bedeutet das nichts anderes als: Wenn Du mehr ausgegeben hast als Du eingenommen hast, musst Du daraufhin den Gürtel enger schnallen und entsprechend so lange weniger ausgeben als Du einnimmst, bis die Schulden bezahlt sind.Also nichts anderes als Griechenland, Spanien und Portugal jetzt versuchen. Funktioniert prächtig ;)
Was ich mit der Geldschöpfung im virtuellen Kreislauf meine ist folgendes. Beispiel:Da habe ich eine Wissenslücke. Kann eine Bank der Zentralbank Hypothekarforderungen als Sicherheit hinerlegen? Ich dachte das gehe nur gegen Wertschriften. (leider heute auch schlechte Qualität)
Geldschöpfung im virtuellen System: Die Bank hat keine halbe Million. Kein Problem: Sie geht zur Zentralbank und nimmt dort 450k als Kredit auf. Als Sicherheit hinterlegt sie Deinen Vertrag über 500k. Die ZB bucht 450k auf das Konto der Bank und diese wiederum bucht das Geld auf Dein Konto.
Somit sind rein durch den Buchungssatz der Bank (Forderung an Verbindlichkeit) 450k neuen Geldes entstanden, das es zuvor nicht gab.
Auf jeden Fall hat diese Geldschöpfung im virtuellen Kreislauf und Ihre furchterregenden "Hebel" weniger Auswirkungen als gedacht. Sonst hätten wir zB. in den Industrieländern eine bedeutend höhere Teuerung als in den Schwellenländern, da hier die Mindestreservensätze deutlich geringer sind. In der Schweiz wurden die Reservensätze glaube ich auch mal aufgehoben, dass müsste ja zu einer enormen befeuerung der Inflation geführt haben.
Ich meinte aber, von dir auch schon die Grafik mit dem Beispiel der Geldschöpfungstheorie gesehen zu haben. Aber man lernt ja laufend dazu ;) :D
vielleicht reden wir da aneinander vorbei. Ich sage nicht, dass der Goldstandard nie mehr existieren wird, würde es aber für einen Fehler halten ihn einzuführen. (zumindest längerfristig) Kurzfristig müssen die Gemüter beruhigt werden, das sehe ich ein.@melchior: was eigentlich auch nicht gerader für die Wiedereinführung eines "alten" Systems wie den Goldstandard spricht. We'll see.Das einzige, was für die (vorübergehende) Wiedereinführung des Goldstandards spricht ist die simple Denke der Menschen: "Gelddrucken ist böse, Gelddrucken gehört verboten, wir brauchen ein bewährtes System, das Gelddrucken nicht zulässt."Ich versuche mich da in die Stimmung einer Krise hineinzuversetzen, wenn das Vertrauen in den Franken weg ist, Benzin jeden Tag 10% teurer wird, keiner mehr Franken haben will und den Menschen auf einmal die ganze als sicher angenommene Grundlage unter den Füssen weggezogen wurde.
Habe diese Doku gesehn: http://channel.nationalgeographic.com/c ... -preppers/ Und ich dachte das MF der König der Weltundergang Fangemeinde ist! :shock: Was diese Leute aufziehen ist schon bemerkenswert, mit Waffen, Tiere, Bunker, Lebensmittel und Wasser können manche Familien Jahrelang Autark leben!
Ausserdem ist das ganze Finanzsystem sehr fragil, Kapitalausflüsse, Bankruns etc. haben einfach zu grosse Auswirkungen. Tut mir leid, ich sehe keine Zukunft im Goldstandard.Ich glaube das Problem ist, dass Du Sachverhalte, die nur in einem Fiat-System funktionieren in ein Vollgeldsystem einbauen willst. Ich gebe zwei Beispiele:
1.
Gerade so gut könnte es sein, dass Investoren davon abgehalten werden in ein Land mit Haushaltsdefizit zu investieren,Wofür sollten irgendwelche (auslänischen?) Investoren benötigt werden? Es ist die Aufgabe eines Volkes, sich aus eigener Arbeit zu ernähren und zu bilden. Und das bitteschön ohne ausländische Kredite.Wenn Du mehr ausgegeben hast als Du eingenommen hast, dann ist es an Dir zu sparen und nicht nach einem Investor (Kredit) zu rufen.
2.
Also nichts anderes als Griechenland, Spanien und Portugal jetzt versuchen. Funktioniert prächtig ;)Unter einem Vollgeldsystem wären die PIIGS nie in diese Lage gekommen. Die Warnlampen hätten schon nach dem ersten Jahr mit Handelsdefizit rot aufgeleuchtet.
Deshalb sage ich ja: Erst muss die Situation vollständig bereinigt werden (Währungsreform), bevor ein neues System implementiert werden kann. Und in dem neuen System werden dann andere Spielregeln gelten. Z.B. dass man eben nicht für jeden Sch..s Kredit bekommt.
Kann eine Bank der Zentralbank Hypothekarforderungen als Sicherheit hinerlegen? Ich dachte das gehe nur gegen Wertschriften. (leider heute auch schlechte Qualität)Aber sicher doch, eine Hypothekarforderung ist ja ein Wertpapier. Kleines Beispiel: In der aktuellen Fed Bilanz vom 19. April machen MBS (Morgage backed securities) ganze 860 von 2865 Milliarden aus. Also ganze 28%.
Auf jeden Fall hat diese Geldschöpfung im virtuellen Kreislauf und Ihre furchterregenden "Hebel" weniger Auswirkungen als gedacht.Stimmt. - Bis jetzt ;)
vielleicht reden wir da aneinander vorbei. Ich sage nicht, dass der Goldstandard nie mehr existieren wird,Da sind wir ganz einer Meinung und reden nicht aneinander vorbei. Ein Goldstandard wäre sicherlich besser als das aktuelle Fiat-System. Ein Goldstandard während 10 Jahren würde uns wieder auf den Boden der Realität zurückholen "kaufe nur, was Du Dir leisten kannst". Und dieser Satz gilt insbesondere für Banken und Staaten. Danach aber könnte man die Menschheit in ein besseres System führen. Wer weiss: Vielleicht sogar (gemäss Prof. Franz Hörmann) in ein System, das ganz ohne Geld auskommt bzw. einem individuellen Geld für jeden persönlich ;)
würde es aber für einen Fehler halten ihn einzuführen. (zumindest längerfristig) Kurzfristig müssen die Gemüter beruhigt werden, das sehe ich ein.
Und ich dachte das MF der König der Weltundergang Fangemeinde ist! :shock: Was diese Leute aufziehen ist schon bemerkenswert, mit Waffen, Tiere, Bunker, Lebensmittel und Wasser können manche Familien Jahrelang Autark leben!Na ja, man kann's auch übertreiben. Ich rechne mit 1-2 Wochen Übergangszeit während einer Währungsreform. Höchstens 4 Wochen. Es ist ja nicht so, dass die Bauern nicht mehr säen und ernten oder Novartis keine Pillen mehr produziert, nur weil wir zufälliger Weise eine neue Währung kriegen.Aber eben: Gut möglich, dass die Migros mal eine Woche geschlossen bleibt bis sich herauskristallisiert, wie sie neu bezahlt werden soll. Also ein Notvorrat für einen Monat ist sicher keine schlechte Idee. Das hat übrigens nicht einmal was mit einer WR zu tun. Der Bund empfiehlt ja ohnehin jedem Bürger "Kluger Rat: Notvorrat".
Wofür sollten irgendwelche (auslänischen?) Investoren benötigt werden? Es ist die Aufgabe eines Volkes, sich aus eigener Arbeit zu ernähren und zu bilden. Und das bitteschön ohne ausländische Kredite.Ich bin dagegen, dass jeder wieder beginnt seine eigene Brötchen zu backen. Synergien und Globalisierung einfach so in die Tonne zu werfen finde ich nicht korrekt.
Wenn Du mehr ausgegeben hast als Du eingenommen hast, dann ist es an Dir zu sparen und nicht nach einem Investor (Kredit) zu rufen.
Ausserdem sehe ich hier ein Grundproblem: Es kann nicht jedes Land auf der Welt einen Haushaltsüberschuss generieren? Wie soll das gehen? Es muss somit zwingend Länder geben, die einen Mittelabfluss haben. War das nun noch chronisch wage ich zu bezweifeln, dass dieses Land, trotz Deflationären Zuständen und somit laufend "billigeren" Waren, sich nicht in Grund und Boden wirtschaftet.
Es braucht nur irgendwo plötzlich eine Rezession, oder ein Bankensturm und das ganze würde sich sofort zu einer grossen Finanzkrise ausbreiten.
Jedes System hat vor und Nachteile. Aber wie du sagst, der Mensch neigt von einem Etrem ins Andere zu gehen. Heute haben wir Probleme mit potenzieller Inflation, hohe Staatsschulden und Wechselkursfluktuationen, gegen all diese Probeleme würde der Goldstandard wohl helfen.
Vergiss dabei einfach die Probleme des Goldstandards nicht (Tendenz zu Deflation, wenig Spielraum für Konjunkturpolitik oder grosse Internationale Ansteckungsgefahr. Ich halte die Risiken, dass sich die Geschichte aus der Zwischenkriegszeit bei einer Wiedereinführung des Goldstandards für erhöht.
Denn ich sehe im Falle eines Kollapses des Schuldensystems, auch keine Alternative zu einem gedeckten Geldsystem.Um ein gedecktes Geldsystem kommen wir auch nicht herum. Das ist nicht der Streitpunkt. Die Frage ist, ob es nicht etwas intelligenteres gibt als eine Deckung durch Gold.Und ja, die gibt es. Man kann die Wirtschaftsleistung, die Produktion als Deckung nehmen.Beispiel: Für den Bauern sind seine Kartoffeln, die er erntet sein Geld. Erntet er mehr, hat er mehr Geld.Wenn man nun einen Preis für Kartoffeln hat, dann erhöht sich bei der Kartoffelernte zwangsläufig die Geldmenge um die geernteten Kartoffeln. Etwas globaler betrachtet: Wenn wir als Volk beschliessen, die Arbeitszeit von 8.4 auf 8 Stunden zu reduzieren, dann wird weniger geleistet und somit reduziert sich die Geldmenge. Wir arbeiten weniger, können uns entsprechend auch weniger kaufen.Ein wichtiger Punkt sind Maschinen. Auch die leisten Arbeit!Es ist zum Beispiel nicht schlüssig, warum auf menschlicher Arbeit Steuern anfallen, nicht aber auf der Arbeit von Maschinen. Wenn also eine Maschine aus Holz im Wert von 1 Fr. und Stahl im Wert von 5 Fr. einen Hammer im Wert von 15 Fr. produziert, entsteht ein Mehrwert von 9 Fr. um den sich die Geldmenge erhöht und auf die auch Steuern fällig werden müssten.
Es kann nicht jedes Land auf der Welt einen Haushaltsüberschuss generieren?Das ist auch nicht die Idee. Die Idee ist, dass jedes Land eine ausgeglichene Handelsbilanz hat. Dass mal das eine oder andere Land während 1-3 Jahren ein Defizit und ein anderes einen Überschuss hat, ist ganz ok. Aber über die Dekade muss sich das jeweils wieder ausgleichen.Es kann ja langfristig nicht angehen, dass die Chinesen für die Amis billig Waren produzieren und dafür bunt bedrucktes Papier erhalten, das laufend an Wert verliert und dereinst vielleicht ganz wertlos verfällt. Da wären die Chinesen besser bedient, wenn sie in erster Linie für sich selbst produzieren. Oder eben von anderen eine entsprechende Gegenleistung (sei es Öl, Baumwolle, Stahl ... ) bekommt.Entsprechend macht es auch keinen Sinn, wenn die Welt den USA erlaubt, jahrzehntelang über ihre Verhältnisse zu leben.Oder aber, wenn man die USA als Weltpolizisten betrachtet, dann soll man entsprechend die Amis für ihre Leistung entsprechend bezahlen.Z.B. unterhalten die Vereinigten Arabischen Emirate kein eigenes Militär, bezahlen aber den Amis $7 Mrd. pro Jahr in Öl dafür, dass die einen Flugzeugträger mit Begleitschutz im Gold stationieren und notfalls den UAE militärisch helfen. So etwas ist ein sauberer Deal.
Vergiss dabei einfach die Probleme des Goldstandards nicht (Tendenz zu Deflation,Es ist richtig, dass eine Welt unter einem Goldstandard tendenziell deflationär ist.Aber was ist daran auszusetzen? Technischer Fortschritt ist erstrebenswert und zugleich deflationär: Wenn jemand einen Mähdrescher erfindet, der die Arbeit von 200 Menschen macht und somit Weizen -> Mehl -> Brot billiger werden, dann ist das ein erstrebenswerter Fortschritt.Anstatt also die Geldmenge ständig auszuweiten und entsprechend zu entwerten, kann ich mir durchaus eine nahezu konstante Geldmenge vorstellen, bei der unser Vorteil darin besteht, dass dank Technologie die Güter billiger werden und ich mir für meinen konstanten Lohn mehr leisten kann.
Wofür sollten irgendwelche (auslänischen?) Investoren benötigt werden? Es ist die Aufgabe eines Volkes, sich aus eigener Arbeit zu ernähren und zu bilden. Und das bitteschön ohne ausländische Kredite.Wenn Du mehr ausgegeben hast als Du eingenommen hast, dann ist es an Dir zu sparen und nicht nach einem Investor (Kredit) zu rufen.Ich bin mit Dir vollkommen einverstanden. Ich bin sowieso der Meinung, dass wir uns alle daran gewöhnen müssen, den Gürtel enger zu schnallen. Aber sag das mal den Griechen! Diese haben das Gefühl, dass ihnen gefälligst die ausländischen Investoren (vornehmlich Deutschland) ihnen weiter Kredit geben sollen, der Kreditgeber aber von ihnen nie einen Cent zurückkriegen wird. Das kann nicht gut gehen. Sag das mal den Franzosen. Wenn der Präsident seinem Land ein Sparprogramm aufzwingen möchte, dann steht sein Land wieder 10 Tage komplett still, weil die Bürger das Sparpaket nicht wollen. Ich glaube, niemand von uns, ich eingeschlossen, sind bereit, auf einmal ein "Niveau" freiwillig zu verzichten. Ich mag mich noch erinnern, bevor ich mein erstes iPhone hatte, dachte ich, ein Smartphone brauche ich doch nicht. Irgendwann habe ich dann halt ein iPhone gekauft und heute möchte ich nicht mehr darauf verzichten. Und so geht es uns doch allen in den unterschiedlichsten Bereichen des täglichen Lebens.Was mir mehr Angst macht, ist die Tendenz in Europa, die Leute langsam aber sicher zu enteignen, die ein Vermögen haben. Nein, ich meine nicht mittels Inflation, sondern mit immer neuen und höheren Steuern (sowohl auf Einkommen als auch auf Vermögen). Höhere Leistungsbereitschaft wird bestraft und das je länger je mehr. Und der Sparer ist ein Idiot. Aber man kann damit auch die eigene Wirtschaft kaputt machen. Wenn ein russischer Milliadär z.Bsp. eine Yacht für USD 250 Mio. bestellt, dann haben dank ihm vielleicht 1000 Arbeiter für ein Jahr eine Arbeit, und entsprechend ein Einkommen, mit dem sie selbst ihre Bedürfnisse befriedigen können und ihr Lebensunterhalt bestreiten können. Wenn ein Investment Banker mit seinem Bonus einen Ferrari kauft, so hilft er wieder, einigen Mitmenschen ein Einkommen für eine gewisse Zeit zu generieren. Schlussendlich ist unser Wirtschaftssystem aufgebaut. Wenn dann aber diese Leute, weil sie enteignet werden, dann mag der Arbeiter in der Werft oder bei Ferrari applaudieren, aber wenn dann infolge seine Produkte nicht mehr nachgefragt werden und er dadurch seine Stelle verliert,... Was ist sinnvoller, soll jemand für sein Lebensunterhalt selbst arbeiten oder soll er mittels Sozialleistungen dies vom Staat erhalten? Ich persönlich bin für das Erste. Schlussendlich treffen sich auf dem Markt immer Angebot und Nachfrage. Und wenn die Nachfrage fehlt, so wird automatisch das Angebot auch verschwinden.
Ein wichtiger Punkt sind Maschinen. Auch die leisten Arbeit!Es ist zum Beispiel nicht schlüssig, warum auf menschlicher Arbeit Steuern anfallen, nicht aber auf der Arbeit von Maschinen. Wenn also eine Maschine aus Holz im Wert von 1 Fr. und Stahl im Wert von 5 Fr. einen Hammer im Wert von 15 Fr. produziert, entsteht ein Mehrwert von 9 Fr. um den sich die Geldmenge erhöht und auf die auch Steuern fällig werden müssten.Auf dem Mehrwert fallen doch Steuern an. Diese wird zwar nicht von der Maschine bezahlt, sondern vom Eigentümer, sei es eine natürliche oder juristische Person. Somit wird indirekt auch Steuern auf die Arbeit und Mehrwert von Maschinen bezahlt und nicht wie Du schreibst, diese steuerfrei erwirtschaftet werden.
Wenn ein russischer Milliadär z.Bsp. eine Yacht für USD 250 Mio. bestellt,Lass mich diesen Punkt mal aufgreifen, denn damit lässt sich fast alles andere erklären.Die erste Frage lautet mal, wie ein Russe innert 20 Jahren (seit dem Zusammenbruch der UdSSR) zum Milliardär werden konnte. Sicher nicht durch fleissige Arbeit.Vermutlich eher durch einen Management-Buyout à la Gazprom: Man nimmt einen Kredit über $800 Mio auf und kauft dafür ein staatliches Unternehmen, das einen Wert von $13 Mrd. hat!Hier beginnt also schon mal der Sündenfall, dass ein Russe eine Milliarde hat. Darauf kassiert er nämlich Zinsen. Sagen wir 3%, was 30 Mio. Einkommen pro Jahr entspricht, für das er nicht arbeiten muss.Und wer generiert diese 30 Mio an Zinsen? Richtig: Eine Menge Arbeiter der Mittelschicht. Von daher ist es sicher richtig zu fordern, dass solche Vermögen höher besteuert werden. Und damit meine ich höher als die 13% Steuer-Flat-Rate, die in Russland derzeit gilt.Da helfen auch keine Sparpakete, die ja eh nur die Mittelklasse ausdünnen.Zu Deinem Argument wegen der spar-unwilligen Franzosen und Griechen: Wenn es kein Geld mehr gibt und wenn sie über ihre Verhältnisse leben wollen und das nicht mehr können, wenn ein neues Geldsystem da ist, dann - Pustekuchen!Übrigens hätten die Griechen durchaus einen ausgeglichenen Staatshaushalt, wenn sie keine Schuldzinsen mehr bezahlen müssten. Aber das nur so nebenbei.Der Punkt ist doch, dass in einem Vollgeldsystem die Warnglocken sensibler und früher reagieren und bereits dann zum Gürtel-Engerschnallen aufrufen, wenn der Schaden noch gering ist. Da braucht's keine grossen Sparpakete.Beispiel: Ein Land macht 1% Handelsbilanzdefizit. Nun werden die Steuern mal für ein Jahr um 4% erhöht, um das wieder auszugleichen. Danach werden sie wieder gesenkt. Das spürt kaum einer. Und es geht auch nicht darum den Gürtel enger zu schnallen sondern ihn einfach passend anzulegen. Und nicht zwei Löcher weiter aufmachen und sich dann den Bauch anfressen, bis er in den Gürtel passt.
Auf dem Mehrwert fallen doch Steuern an. Diese wird zwar nicht von der Maschine bezahlt, sondern vom Eigentümer, sei es eine natürliche oder juristische Person. Somit wird indirekt auch Steuern auf die Arbeit und Mehrwert von Maschinen bezahlt und nicht wie Du schreibst, diese steuerfrei erwirtschaftet werden.Das ist richtig, wobei die Einkommenssteuer um einiges höher ist als die Mehrwertssteuer. Ich habe da allerdings schon ein paar Gedankensprünge mit eingebaut, die ich noch nicht beschrieben habe:Nehmen wir mal Utopia an: Wir haben eine menschenlose Fabrik, wo Roboter z.B. Pillen herstellen. Entsprechend konnten die Arbeiter, die das früher gemacht haben freigestellt werden.Eigentlich ja eine gute Sache: Die Menschheit arbeitet ja auf Arbeitslosigkeit hin. Früher mussten die Menschen 14 Std. pro Tag, 6 Tage pro Woche arbeiten und heute ist die Wochenarbeitszeit demgegenüber halbiert. Wir werden auch weiterhin technischen Fortschritt nutzen, um uns Arbeit abzunehmen. Politisch betrachtet bedeuten solche Fortschritts-Schübe eine schmerzvolle Periode der Umstrukturierung, bis die Arbeit wieder gleichmässig verteilt ist. Wir wollen ja nicht, dass einige Arbeiter 100% arbeiten und andere 0%.Solche Paradigmenwechsel haben wir ja schon öfter erlebt: Vor 100 Jahren waren noch 97% der Schweizer in der Landwirtschaft beschäftigt. Heute noch 3%. Das bedeutet aber nicht, dass wir 94% arbeitslose Bauern haben. Aus den Bauern wurden halt Fabrikarbeiter und später Webdesigner.Unter dem Strich geht es darum, dass Menschen und Maschinen aus Rohstoffen Verbrauchsgüter herstellen. Das sind unsere Einnahmen.Dabei muss ein gewisser Teil dem Staat abgeführt werden, der für Strassen, Sicherheit etc. sorgt, ein Teil geht als Transferleistung in die Ausbildung der Kinder und als Abwackprämie an die Rentner, ein Teil wird fürs Alter gespart und der Rest bleibt uns für unseren Lebensunterhalt. Das sind die Ausgaben.Unter dem Strich müssen Einnahmen und Ausgaben gleich hoch sein und bleiben. Das gilt für den Einzelnen wie auch für den Staat.Der ideale Zustand - Utopia - wäre also, dass die Maschinen alle Arbeit für uns übernehmen und wir Menschen in paradiesischen Zuständen ewiger Ferien schwelgen dürften. Dennoch wäre für uns gesorgt: Unterkunft, Kleidung, Nahrung, Energie, Transport ... einfach alles, geldlos und gratis ;)
Ich meinte nicht die Mehrwertsteuer, sondern wenn der Besitzer dieser Maschine eine natürliche Person ist, bezahlt er auf dem erwirtschafteten Mehrwert ebenfalls Einkommenssteuer, wenn der Besitzer eine juristische Person ist, bezahlt er darauf Gewinnsteuer, wobei die Gewinnsteuer etwas tiefer ist als die Einkommenssteuer, aber dafür dann, wenn sie dem Eigentümer der juristischen Person ausgeschüttet wird, nochmals der Einkommenssteuer unterliegt.Auf dem Mehrwert fallen doch Steuern an. Diese wird zwar nicht von der Maschine bezahlt, sondern vom Eigentümer, sei es eine natürliche oder juristische Person. Somit wird indirekt auch Steuern auf die Arbeit und Mehrwert von Maschinen bezahlt und nicht wie Du schreibst, diese steuerfrei erwirtschaftet werden.Das ist richtig, wobei die Einkommenssteuer um einiges höher ist als die Mehrwertssteuer. Ich habe da allerdings schon ein paar Gedankensprünge mit eingebaut, die ich noch nicht beschrieben habe:
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